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	<title>Stift Heerse - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2026-25507-73: /* Weitere Entwicklung */</title>
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		<updated>2026-04-26T17:53:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weitere Entwicklung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Neuenheerse Stiftskirche Turm.jpg|mini|Turm der Stiftskirche]]&lt;br /&gt;
Das adelige &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Damenstift Heerse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neuenheerse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein [[Frauenstift]] im Gebiet der heutigen Stadt [[Bad Driburg]]. Es wurde um 868 in [[Neuenheerse]] gegründet und 1810 aufgehoben. Die ehemalige Stiftskirche &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;St. Saturnina&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; dient heute als [[Pfarrkirche]]. Sie wird auch als „Eggedom“ bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot;&amp;gt;Patronatsbauten. Dokumentation der Baudenkmäler in Nordrhein-Westfalen. Düsseldorf, 1991 S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Gründung ===&lt;br /&gt;
Die Einrichtung des Stifts an der [[Nethe]]quelle geht auf den [[Erzbistum Paderborn|Bischof von Paderborn]] [[Luithard]] und seine Schwester Walburga zurück. Von dieser, die auch erste Äbtissin war, existiert noch eine aus dem 9. Jahrhundert stammende Grabplatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hedwig Röckelein]], &amp;#039;&amp;#039;Gelehrte Frauen. Aneignung der Antike in sächsischen Frauenstiften und -klöstern&amp;#039;&amp;#039;, in: Holger Kempkens/Christiane Ruhmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Corvey und das Erbe der Antike&amp;#039;&amp;#039; (Ausstellungskatalog), Petersberg 2024, S. 515 ff. (515 f.).&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 868 erteilte [[Liutbert (Mainz)|Liutbert]], Erzbischof von Mainz, auf einer [[Partikularkonzil|Provinzialsynode]] in [[Worms]] die Genehmigung zur Gründung. König [[Ludwig der Deutsche]] bestätigte die Stiftung 871 und stellte sie unter königlichen Schutz. Gleichzeitig verlieh er dem Stift das Recht der freien Wahl der [[Abt|Äbtissin]] unter Vorbehalt der bischöflichen Bestätigung. Die Bestellung des [[Vogt]]s blieb königliches Recht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste Stiftskirche wurde wohl um 887 von Bischof [[Biso]] der [[Gottesgebärerin|Gottesmutter Maria]] und der [[Saturnina von Sains-les-Marquion|Heiligen Saturnina]] geweiht. Seit dieser Zeit befinden sich die Reliquien der Heiligen in Neuenheerse. Papst [[Stephan V. (Papst)|Stephan V.]] bestätigte alle Rechte und Besitzungen des Frauenstifts, die seit seiner Gründung verbrieft worden waren, am 23. Mai 891 in einer Urkunde. Diese ist die einzige noch erhaltene, im 9. Jh. für das Gebiet des heutigen Deutschland ausgestellte päpstliche Urkunde aus [[Papyrus]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot; /&amp;gt; Der lange Zeit verschollene Schluss der Urkunde mit der exakten Datierung wurde 2022 in einer Sammlung der Universität Göttingen aufgefunden und dem im Landesarchiv Münster verwahrten Hauptteil zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Hedwig Röckelein, Art. &amp;#039;&amp;#039;V.23a und b Papyrusurkunde für das Frauenstift Neuenheerse von 891 (JL 3468)&amp;#039;&amp;#039;, in: Holger Kempkens/Christiane Ruhmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Corvey und das Erbe der Antike&amp;#039;&amp;#039; (Ausstellungskatalog), Petersberg 2024, S. 530 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Entwicklung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ovfürstenberg.jpg|mini|hochkant|Äbtissin Ottilia von Fürstenberg]]&lt;br /&gt;
[[Otto I. (HRR)|Otto&amp;amp;nbsp;I.]] gewährte dem Stift 941 die freie Vogtwahl. Unter [[Heinrich III. (HRR)|Heinrich&amp;amp;nbsp;III.]] wurde auch das bischöfliche Mitwirkungsrecht bei der Wahl der Äbtissin aufgehoben. Die Vogtei hatten im 12. Jahrhundert die Edelherren von [[Schöneberg (Adelsgeschlecht)|Eberschütz-Schönberg]] als [[Lehnswesen|Lehen]] des Stifts inne. Nach dem Aussterben der Edelherren fiel die Vogtei 1429 an den Herzog von [[Herzogtum Braunschweig-Lüneburg|Braunschweig-Lüneburg]] und 1438 an den [[Landgrafschaft Hessen-Kassel|Landgrafen von Hessen]]. Die letzte Belehnung erfolgte 1778.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Äbtissinnen kamen bis 1495 aus [[Hoher Adel|hochadeligen]] gräflichen Familien. Erst im Jahr 1589 wurde eine Dame aus dem [[Landsasse|landsässigen]] Ritteradel Äbtissin. Die Stiftsstellen waren bis etwa 1450 dem hohen Adel und danach bis zur Aufhebung dem [[Ritter|ritterbürtig]]en Adel vorbehalten. Im Jahr 1352 gab es noch 20 Stiftsdamen. Im Jahr 1526 wurde ihre Zahl auf zehn festgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Irene Crusius]]: &amp;#039;&amp;#039;Studien zum Kanonissenstift&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 2001 S. 325&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Ende gab es zwölf [[Stiftsdame]]n. Zum Stift gehörten zwei [[Kanoniker]]stellen, deren Inhaber auch als Pfarrseelsorger der Stiftsdörfer dienten. Weitere Stiftsämter waren die [[Propst|Pröpstin]] und die [[Stiftsdechant|Dechantin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Versuche der Paderborner Bischöfe, die Stiftsdamen zur Übernahme einer [[Klosterregel]], etwa der der Benediktinerinnen, zu bewegen, scheiterten. Die Damen hielten an der Form eines Kanonissinnenstifts fest. Bis in das 14. Jahrhundert hinein gab es wahrscheinlich eine gemeinsame Lebensweise. Danach lebten die Damen in eigenen [[Kurie (Gebäude)|Stiftskurien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins 14. Jahrhundert spielte das Stift auch eine weltlich bedeutende Rolle im Raum [[Brakel]] und [[Bad Driburg|Driburg]]. Die [[Brakel (Adelsgeschlecht)|Herren von Brakel]] trugen dem Stift die Stadt Brakel zu Lehen auf und wurden als Vögte mit der Stadt belehnt. Die beherrschende Stellung ging durch die Abtretung von Brakel und der [[Schloss Hinnenburg|Hinnenburg]] an das [[Hochstift Paderborn]] verloren. Über [[Schwaney]] hatte das Stift Miteigentum. Noch bei der Aufhebung verfügte das Stift über ausgedehnte Besitzungen. Dazu gehörten Lehnsbesitz und [[Meierhof|Meierhöfe]]. In den zum Kloster gehörenden Dörfern Neuenheerse, [[Altenheerse]] und [[Kühlsen]] besaß die Äbtissin die Gerichtsrechte. Auch die [[Archidiakonat]]srechte wurden beansprucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Reformation]] erlangte nur einen geringen Einfluss. Bedeutende Äbtissinnen in der frühen Neuzeit waren [[Margareta von Chlum|Magareta von Columna]] (1534–1589) und [[Ottilia von Fürstenberg]] (1589–1621). Der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]] führte zu einer Verarmung des Stifts. Zu dieser Zeit war u.&amp;amp;nbsp;a. [[Claudia Seraphica von Wolkenstein-Rodeneck]] (1625–1688) Äbtissin. Erst unter der Äbtissin Agatha von Niehausen konnte es sich davon zu Beginn des 18. Jahrhunderts wieder erholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Übergang des Hochstifts Paderborn an Preußen wurde das Stift 1803 in eine gemischtkonfessionelle Einrichtung zur Versorgung „bedürftiger Fräuleins“ umgewandelt. Zur Zeit des [[Königreich Westphalen|Königreichs Westphalen]] wurde das Stift aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baulichkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wasserschloss Heerse 20090620 118.jpg|mini|Äbtissinnenhaus, später Wasserschloss Heerse]]&lt;br /&gt;
Von den Baulichkeiten des Damenstifts erhalten sind die Stiftskirche mit der Lambertuskapelle, das Abteigebäude und mehrere Kurien der Stiftsdamen. Die barocke [[Asseburger Kurie]] von 1777 ist das einzige Stiftshaus in massiver Kalk-Sandstein-Bauweise in Neuenheerse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arne T. Bellmann |Titel=Adelsresidenz-Schule-Post-Sozialbau. Die Kurie der Asseburger Familienpräbende des ehemaligen kaiserlichen freiweltlichen hochadeligen Damenstiftes zu Neuenheerse |Sammelwerk=Die Warte |Nummer=199 |Ort=Paderborn |Datum=2023 |Seiten=6–12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie diente als Familienpräbende der gräflichen Familie von der [[Asseburg (Adelsgeschlecht)|Asseburg]]. Hier hielt sich 1819 über einen längeren Zeitraum die Dichterin [[Annette von Droste-Hülshoff]] bei ihrer Großtante Felicitas von [[Westphalen (Adelsgeschlecht)|Westphalen]] zu Heidelbeck auf und ließ Inspirationen davon in ihrem berühmtesten Werk &amp;#039;&amp;#039;[[Die Judenbuche]]&amp;#039;&amp;#039; einfließen. Weitere erhaltene Stiftsgebäude sind: Das sogenannte Kalandshaus erbaut 1610, seit 1777 von Benefiziaten bewohnt. Der Saal des Gebäudes wurde bis 1829 auch von der örtlichen [[Kalandsbruderschaft]] genutzt. Auch das Alte Dechanei genannte Gebäude war früher ein Kuriengebäude. Es handelt sich um einen aufwendigen zweiflügeligen Bau direkt gegenüber der Kirche erbaut im 17. und erweitert im 18. Jahrhundert. Hinzu kommt die Kurie St. Johannes Evangelist von 1768. Das erste Pastorat wurde um 1780 errichtet. Zu den erhaltenen Baulichkeiten gehören auch Torhaus und Wagenremise aus dem 17. Jahrhundert mit Umbauten aus dem 18. Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg Dehio]] (Begr.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler&amp;#039;&amp;#039;. Band: &amp;#039;&amp;#039;Nordrhein-Westfalen II: Westfalen&amp;#039;&amp;#039;. Berlin / München 2011, S. 63&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Asseburger Kurie 2025.jpg|mini|[[Asseburger Kurie]] von 1777]]&lt;br /&gt;
Als Sitz der Äbtissin ließ Ottilia von Fürstenberg ein neues Gebäude errichten, das heute auch als [[Wasserschloss Heerse]] bezeichnet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wasserschloss-neuenheerse.de/index.php?option=com_frontpage&amp;amp;Itemid=1 Wasserschloss Heerse]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude ist von drei Seiten von einer [[Gräfte]] umgeben. Nach dem Bau Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts wurde es im 18. Jahrhundert umgebaut. Im 20. Jahrhundert wurde das ursprünglich verputzte Obergeschoss in [[Fachwerk]] erneuert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gartenanlage Neuenheerse&amp;quot;&amp;gt;{{LWLGDK|10034260|Gartenanlage am Stift Neuenheerse}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stiftskirche ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Neuenheerse-Kirche Nordseite.JPG|mini|Nordseite der Stiftskirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2014 Stiftskirche Neuenheerse (01).jpg|mini|Seitenschiff der Stiftskirche]]&lt;br /&gt;
=== Baugeschichte ===&lt;br /&gt;
Der erste archäologisch sicher nachweisbare Kirchenbau war eine [[Vorromanik|spätkarolingische]] Basilika. Diese ist die einzig sicher nachweisbare karolingische Pfeilerbasilika in Westfalen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot; /&amp;gt; Ein Vorgängerbau ist aber aufgrund des baulichen Befundes möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Ungarneinfälle|Einfällen der Ungarn]] wurde offenbar ein Neubau nötig. Bischof [[Unwan (Paderborn)|Unwan]] hat in den ersten Jahrzehnten des 10. Jahrhunderts eine Kirche geweiht. Dabei handelte es sich um eine ottonische [[Basilika (Bautyp)|Basilika]], deren Ausmaße weitgehend der heutigen Kirche entsprachen. Aus dieser Bauphase könnten die nördliche Seitenschiffwand und ein Teil der [[Krypta]] stammen. Um 1030 wurde ein reduziertes [[Westwerk]] errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An das Westwerk wurde zwischen 1107 und 1131 eine Säulenbasilika im [[Romanik|romanischen]] Stil mit einem geraden [[Chor (Architektur)|Chorabschluss]] anstelle des ottonischen Baus angebaut. Große Teile dieses Baus sind noch erhalten. Die neue Kirche war deutlich höher als der Vorgängerbau. Es handelt sich um die einzige Säulenbasilika in Westfalen. Sie war flach gedeckt und etwa aus dieser Zeit stammt auch die heute noch vorhandene Krypta.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Brand 1165 wurde die Kirche in Teilen verändert wieder aufgebaut. So erhielten [[Vierung]], Chor und wahrscheinlich auch das [[Querhaus]] eine [[Gewölbe]]decke. Auch das Westwerk wurde umgebaut, es wurde zu einem Westturm umgestaltet. In der Folge wurden auch die Seitenschiffe eingewölbt. An der Ostseite der Kirche befindet sich das [[Tütelsches Kreuz|Tütelsche Kreuz]], ein barockes [[Epitaph]]kreuz von 1732 welches von der Dichterin [[Annette von Droste-Hülshoff]] in [[Die Judenbuche]] beschrieben wird.&lt;br /&gt;
[[Datei:Tütelsches Kreuz.jpg|mini|[[Tütelsches Kreuz]] von 1732]]&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde die Kirche teilweise zu einer [[Hallenkirche]] im [[Gotik|gotischen Stil]] umgebaut. Das nördliche Seitenschiff wurde dabei nicht mit einbezogen. Weitere bauliche Veränderungen erfolgten im Stil des [[Barock]]s zur Zeit der Äbtissin Agatha von Niehausen (1690–1713). Auch die heutige Innenausstattung stammt im Wesentlichen aus dem Barock. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1713. Kleinere bauliche Veränderungen folgten Ende des 18. Jahrhunderts und im 19. Jahrhundert. So wurde nach einem Brand 1797 eine barocke Turmhaube aufgesetzt. Im 20. Jahrhundert wurde die Kirche mehrfach renoviert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pv-bad-driburg.de/Baugeschichte.176.0.html Baugeschichte der Stiftskirche]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baubeschreibung ===&lt;br /&gt;
Die Kirche ist unverputzt. Gut sichtbar ist das aus Muschelkalk und Eggekalkstein unterschiedlich strukturierte und geschichtete Mauerwerk. Der quadratische Turm ist ungegliedert, schmucklos und wirkt massiv. An der freistehenden Westseite gibt es keine Öffnungen. Auch an den drei übrigen Seiten existierten in den oberen Geschossen Schallfenster aus der Romanik, die heute teilweise zugemauert sind. Der Hauptturm wird durch niedrigere Treppentürme flankiert und hat nur wenige Sichtschlitze. Die Turmdächer sind mit Schiefer eingedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fassaden von Lang- und Querhaus weisen schlanke Maßwerkfenster mit jeweils einem stumpfen Bogenschluss auf. Der Chor ist rechteckig. Er schließt etwa in der Breite des Mittelschiffs an das Querhaus an. Im Osten wird der Chor von einer geraden Wand abgeschlossen. Ungewöhnlich ist, dass das Giebelfeld in Fachwerk ausgebildet ist. Die Satteldächer von Langhaus, Querhaus und Chor verfügen über zahlreiche Dachluken. Diese verweisen auf die Funktion des Dachbodens als Getreidespeicher. Die Öffnungen dienten zur Belüftung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Osten wurde ein niedriger Raum an den Chor angebaut. Dieser Bauteil wird als Lambertikapelle bezeichnet. Er war ursprünglich Grabkapelle der ersten Äbtissin. Deren Gebeine wurden 1823 im Hochaltar beigesetzt. Die Kapelle wurde zunächst als Lager genutzt, ehe sie seit 1941 als Leichenhalle diente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein im Südosten zwischen Chor und Querhaus eingeschobener Bau aus dem 12. Jahrhundert wird als [[Sakristei]] genutzt. Auf beiden Seiten des Westturms existieren Anbauten. Der Bau auf der nördlichen Seite dient als Taufkapelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nördlichen Seitenschiff befindet sich ein Vorbau, der als Leichenhaus bezeichnet wird und als Eingangshalle dient. Das Portal ist barock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Osten existiert eine [[Krypta]] aus dem 12. Jahrhundert. Diese ist als dreischiffige und sechsjochige Halle gebaut. An der Nordwand wurde ein alter Brunnen wiederhergestellt. Im Westen befindet sich eine schmale, gewölbte Kultgrabkammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem südlichen Querhaus befindet sich ein quadratischer Raum. Dieser war der ehemalige Kapitelsaal des Stifts. Er wird heute als Sakristei genutzt. Östlich davon befindet sich die Marienkapelle. Sie wurde im 16. Jahrhundert neu ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Inneren der eigentlichen Kirche sind die verschiedenen Bauphasen noch gut sichtbar. Das nördliche Seitenschiff, das im 14. Jahrhundert nicht umgebaut wurde, weist sechs mit [[Kreuzgratgewölbe]]n versehenen Joche und schwere Würfelkapitelle auf romanischen Säulen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittel- und Südschiff sind dreijochig und mit einem Kreuzgratgewölbe versehen. Dazwischen befinden sich wuchtige achteckige Pfeiler. Über ihnen erheben sich hohe Spitzbögen. Der Chor ist zweijochig. Zwischen den beiden Jochen befindet sich ein Triumphbogen. Der Chor erhält durch zwei Fenster im romanischen Stil Licht.&amp;lt;ref&amp;gt;Patronatsbauten. Dokumentation der Baudenkmäler in Nordrhein-Westfalen. Düsseldorf, 1991 S. 68–70&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausstattung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:SaturninaSchrein-0376.JPG|mini|Schrein der heiligen Saturnina]]&lt;br /&gt;
Im Inneren befinden sich heute die Grabplatten der Äbtissinnen Haseke [[Grafen von Spiegelberg|von Spiegelberg]] († 1465), Helene [[Korff (Adelsgeschlecht)|Korff genannt Schmising]] († 1648), Maria Theresia von [[Ketteler (Adelsgeschlecht)|Ketteler]] († 1707) sowie des Pastors Dr. theol. Henricus Schwartzenthal († 1744). Hinzu kommen ein Kruzifix von [[Gertrud Gröninger]] aus der Zeit um 1700 sowie einige Steinfiguren, die früher außen angebracht waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pv-bad-driburg.de/Leichhaus.656.0.html Leichhaus]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kirche beherbergt einen der ältesten Kirchenschätze in Deutschland. Im ehemaligen [[Kapitelsaal]] mit seinem [[Kreuzgratgewölbe]] befindet sich heute ein Museum zur Geschichte von Stift und Pfarrei. Die gezeigten liturgischen Geräte sind teilweise bis heute im Gebrauch.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pv-bad-driburg.de/Kapitelsaal.635.0.html Kapitelsaal]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Hochaltar stammt aus der Zeit um 1705. Die Seitenaltäre wurden 1701 und 1704 von der Werkstatt von [[Heinrich Papen]] aus Alabaster und Marmor geschaffen. Von Christoph Papen stammt der Marienaltar im nördlichen Querschiff aus der Zeit um 1730. In der Krypta befindet sich ein Altar mit einer Kreuzigungsgruppe aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Das geschnitzte [[Chorgestühl]] stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die Kanzel stammt aus dem Jahr 1731. Das sechseckige Taufbecken wurde im Jahr 1585 geschaffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceB&amp;quot;&amp;gt;Patronatsbauten. Dokumentation der Baudenkmäler in Nordrhein-Westfalen. Düsseldorf, 1991 S. 70&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orgel ===&lt;br /&gt;
Die heutige [[Orgel]] der Stiftskirche wurde 1713 erbaut, vermutlich von den Orgelbauern [[Andreas Reinecke|Gebr. Reinecke]]. 1882 wurde das Instrument durch die Orgelbauwerkstatt Randebrock (Paderborn) neu erbaut, wobei das gesamte Orgelwerk –&amp;amp;nbsp;mit Ausnahme der [[Prospekt (Orgel)|Prospektpfeifen]]&amp;amp;nbsp;– sowie das [[Rückpositiv]] entfernt wurden. 1964 bis 1966 wurde das Orgelwerk in Anlehnung an die [[Disposition (Orgel)|Disposition]] von 1713 durch den Orgelbauer [[Paul Ott (Orgelbauer)|Paul Ott]] (Göttingen) rekonstruiert, wobei auch das Rückpositiv wiederhergestellt wurde. Das Instrument hat heute 31 [[Register (Orgel)|Register]] auf zwei Manualen und [[Pedal (Orgel)|Pedal]]. An historischem Pfeifenmaterial sind nur die alten Prospektpfeifen des Hauptwerks erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Nähere Informationen zur Geschichte der [https://www.orgel-owl.de/ind_lorg.htm Orgel der Stiftskirche]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Neuenheerse-Kirche Orgel.JPG|mini|Barocker [[Orgelprospekt]] mit [[Schleierbrett|Schleierwerk]]]]&lt;br /&gt;
{{Klappleiste/Anfang|style-kopf=text-align:left;|TITEL=Disposition}}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse;&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;24&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;18&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;I Rückpositiv&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. || Gedackt || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2. || Praestant || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3. || Blockflöte || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4. || Quintflöte || 3′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5. || Koppelflöte || 2′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6. || Terz || {{Bruch|1|3|5}}′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7. || Quinte || {{Bruch|1|1|3}}′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8. || Oktave || 1′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9. || Scharff IV&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10. || Dulzian || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 11. || Schalmei || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  || &amp;#039;&amp;#039;Tremulant&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;II Hauptwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12. || Quintade || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13. || Principal || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 14. || Hollflöte || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15. || Octave || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 16. || Spitzflöte || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17. || Octave || 2′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 18. || Sesquialtera III&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 19. || Mixtur V&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 20. || Zimbel III&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 21. || Trompete || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 22. || Trompete || 8′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pedal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 23. || Principal || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 24. || Subbaß || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 25. || Octave || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 26. || Gedackt || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 27. || Octave || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 28. || Nachthorn || 2′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 29. || Bauernflöte || 1′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 30. || Posaune || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 31. || Trompete || 8′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Koppel (Orgel)|Koppeln]]:&amp;#039;&amp;#039; II/I, I/P, II/P&lt;br /&gt;
{{Klappleiste/Ende}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glocken ==&lt;br /&gt;
(Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.pv-bad-driburg.de/Glocken.179.0.html |titel=Pfarrkirche St. Saturnina – Rundgang – Glocken |hrsg=Pastoralverbund Bad Driburg |abruf=2020-02-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.pv-bad-driburg.de/Glocken.179.0.html |titel=Pfarrkirche St. Saturnina – Rundgang – Glocken |hrsg=Pastoralverbund Bad Driburg |abruf=2020-02-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Guido Schütte |url=https://pv-bad-driburg.de/index.php?id=179 |titel=Pastoralverbund Bad Driburg {{!}} Pfarrgemeinden {{!}} St. Saturnina, Neuenheerse {{!}} Pfarrkirche St. Saturnina {{!}} Rundgang {{!}} Glocken |sprache=de-DE |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180706162256/https://pv-bad-driburg.de/index.php?id=179 |archiv-datum=2018-07-06 |abruf=2026-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Nr.&lt;br /&gt;
!Name/Patron&lt;br /&gt;
!Nominal&lt;br /&gt;
! Durchm.&lt;br /&gt;
!Gewicht&lt;br /&gt;
!Gussjahr&lt;br /&gt;
!Gießer&lt;br /&gt;
!Hängeort&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|Sebastian&lt;br /&gt;
|es′&lt;br /&gt;
|1315 mm&lt;br /&gt;
|1.496 kg&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;| 1956&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;5&amp;quot;| Petit &amp;amp; Edelbrock&lt;br /&gt;
Gescher&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;5&amp;quot;| Glockenstube&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|Laurentius&lt;br /&gt;
|ges′&lt;br /&gt;
|1080 mm&lt;br /&gt;
|806 kg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|Salve Regina&lt;br /&gt;
|as′&lt;br /&gt;
|965 mm&lt;br /&gt;
|548 kg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|Saturnina&lt;br /&gt;
|b′&lt;br /&gt;
|840 mm&lt;br /&gt;
|351 kg&lt;br /&gt;
|1951&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|Agatha&lt;br /&gt;
|des″&lt;br /&gt;
|705 mm&lt;br /&gt;
|219 kg&lt;br /&gt;
|1956&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|Angelusglocke&lt;br /&gt;
|e″&lt;br /&gt;
|610 mm&lt;br /&gt;
|140 kg&lt;br /&gt;
|1946&lt;br /&gt;
|Albert Junker Brilon&lt;br /&gt;
|Turmlaterne&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung nach der Säkularisation ==&lt;br /&gt;
Die Kirche wurde nach der [[Säkularisation]] [[Pfarrkirche]]. Die übrigen Gebäude wechselten mehrfach den Besitzer, bis sie längere Zeit in den Besitz der Familie [[Zitzewitz]] übergingen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Abteigebäude Quartier für Soldaten der Besatzungstruppen. Danach war es Altersheim, ehe es in den Besitz der [[Missionare vom Kostbaren Blut]] überging. Diese gründeten auf dem Gelände des ehemaligen Stifts 1956 ein [[Gymnasium]]. Ein Teil des Abteigebäudes dient als Haus des Gastes. Im Äbtissinengebäude befindet sich ein privates Museum. Seit 1989 gehört der Besitz dem Generalkonsul von [[Ghana]], Manfred O. Schröder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gartenanlage Neuenheerse&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Gitter in der Klosterkirche aus der Zeit um 1400 war im März 2006 [[Denkmal des Monats in Westfalen-Lippe]]. Die Kirche ist ein Patronatsbau des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Baulastverpflichtungen des Landes liegen bei hundert Prozent.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überlieferung ==&lt;br /&gt;
Eine wichtige Quelle für die Geschichte des Stifts ist das Neuenheerser [[Kopialbuch]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/txt/normal/txt1111.pdf Neuenheerser Kopialbuch] (PDF; 360&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso ist das Präsentienbuch von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/finde/langDatensatz.php?urlID=8029&amp;amp;url_tabelle=tab_literatur Präsentienbuch]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein [[Lehnsregister]] stammt nicht wie früher angenommen aus dem Jahr 1303, sondern von 1403.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilfried Reininghaus: Lehnregister und Lehnbücher. In: Stefan Pätzold und Wilfried Reininghaus (Hrsg.): Quellenkunde zur westfälischen Geschichte vor 1800. Münster, 2015 S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Archiv bestand bis 1802 aus einem Archiv des Kapitels und einem der Äbtissin. Bereits im 18. Jahrhundert wurden die Briefschaften verzeichnet. Das Archiv liegt heute zum Großteil im [[Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen|Staatsarchiv in Münster]] und kleine Teile befinden sich beim Altertumsverein Paderborn oder im Pfarrarchiv Neuenheerse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=FINDBUCH-Fb_c068b872-3673-4114-9e92-928c7c39bb15 |titel=Stift Heerse (Neuenheerse) - Akten |titelerg=Findbuch Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen |werk=archive.nrw.de |hrsg=Der Präsident des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen |abruf=2024-12-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der Äbtissinnen (unvollständig) ==&lt;br /&gt;
(Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;die Reihe ist nicht vollständig. &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Altertumskunde&amp;#039;&amp;#039;. Historisch-geographisches Register zu Band 1–50 Münster, 1903 S. 42 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* Walburgis um 868&lt;br /&gt;
* Waltrat (Walderad) um 1063&lt;br /&gt;
* Beatrix von Assel 1123–1160.&lt;br /&gt;
* Regelindis 1163–1185&lt;br /&gt;
* Hogardis um 1190&lt;br /&gt;
* Gertrud um 1223&lt;br /&gt;
* Beatrix 1237–1239&lt;br /&gt;
* Wiltradis um 1250&lt;br /&gt;
* Irmgard von Schwalenberg 1261–1305&lt;br /&gt;
* Mathilde um 1310&lt;br /&gt;
* Sophie von der Malsburg um 1313&lt;br /&gt;
* Irmgard von der Malsburg um 1334&lt;br /&gt;
* Elisabeth von Bentheim 1339–1372&lt;br /&gt;
* Sophie von Oldenburg 1373–1383&lt;br /&gt;
* Mechthilde von Rietberg 1384–1402&lt;br /&gt;
* Mechtild von [[Haus Waldeck|Waldeck]] (1400–1410), († 20. November 1442)&lt;br /&gt;
* Hedwig von Spiegelberg um 1409&lt;br /&gt;
* Irmgard von Solms um 1421&lt;br /&gt;
* Anna von [[Plessen (Adelsgeschlecht)|Plesse]] um 1430&lt;br /&gt;
* Haseke [[Grafen von Spiegelberg|von Spiegelberg]] 1454–1465&lt;br /&gt;
* Gödeke von Pyrmont um 1465&lt;br /&gt;
* Elisabeth von Dorstat um 1481&lt;br /&gt;
* [[Agnes III. von Anhalt]] um 1490&lt;br /&gt;
* Margarete von Hunolstein um 1498&lt;br /&gt;
* Barbara von Weißenbach um 1500&lt;br /&gt;
* [[Margareta von Chlum|Margarethe von Colonna]] um 1554 († 1589)&lt;br /&gt;
* [[Ottilia von Fürstenberg]] 1598–1621&lt;br /&gt;
* Helene [[Korff (Adelsgeschlecht)|Korff genannt Schmising]] († 1648)&lt;br /&gt;
* [[Claudia Seraphica von Wolkenstein-Rodeneck]] um 1672 († 1688)&lt;br /&gt;
* Maria Theresia von [[Ketteler (Adelsgeschlecht)|Ketteler]] († 1707)&lt;br /&gt;
* Agatha von Niehausen 1690–1713&lt;br /&gt;
* Johanna Katharina [[Winkelhausen (Adelsgeschlecht)|von Winkelhausen]] † 1738&lt;br /&gt;
* Maria Magdalena Antonette Adolphine von der [[Asseburg (Adelsgeschlecht)|Asseburg]] um 1738&lt;br /&gt;
* Maria Karolina von [[Dalwigk (Adelsgeschlecht)|Dalwigk zu Lichtenfels]] a.d.[[Haus Sand]], (1776–1810, † 1822)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Columna, Margareta und Magdalena von.jpeg|Margarete (links) und Magdalene von Columna&lt;br /&gt;
   Wolkenstein und Rodenegg, Claudia Seraphia von.jpeg|Claudia Seraphia von Wolkenstein und Rodenegg&lt;br /&gt;
   Winkelhausen, Katharina von.jpeg|Katharina von Winkelhausen&lt;br /&gt;
   Asseburg, Maria Magdalene von der.jpeg|Maria Magdalene von der Asseburg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Bernhard Heising: &amp;#039;&amp;#039;Neuenheerser Kopialbuch (1730–1737) von Johannes Tütel und Nikolaus Zimmerman und seine Register von Waldeyer/Lüke/Zimmerman.&amp;#039;&amp;#039; Bad Driburg 2009 [https://www.westfaelische-geschichte.de/lit7710 Portal „Westfälische Geschichte“]&lt;br /&gt;
* Bernhard Heising: &amp;#039;&amp;#039;Präsentienbuch des adeligen Damenstifts Heerse (868–1810).&amp;#039;&amp;#039; Bad Driburg 2010 [https://www.westfaelische-geschichte.de/lit8029 Portal „Westfälische Geschichte“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Arne T. Bellmann: &amp;#039;&amp;#039;Adelsresidenz-Schule-Post-Sozialbau. Die Kurie der Asseburger Familienpräbende des ehemaligen kaiserlichen freiweltlichen hochadeligen Damenstiftes zu Neuenheerse.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Warte&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 199, Paderborn 2023, S. 6–12.&lt;br /&gt;
* [[Georg Dehio]] (Begr.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Nordrhein-Westfalen II: Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, München, 2011 S. 58–65&lt;br /&gt;
* [[Franz Petri]], [[Georg Droege]], [[Friedrich von Klocke]], [[Johannes Bauermann]] (Hrsg.), Klaus Flink: &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Nordrhein-Westfalen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 273). 2., neubearbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 1970, {{DNB|456882855}}, S. 553 f.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Köbler]]: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon der Deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. 4. vollständig überarbeitete Auflage. Beck, München 1992, ISBN 3-406-35865-9, S. 414.&lt;br /&gt;
* Anton Gemmeke: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des adeligen Damenstifts zu Neuenheerse.&amp;#039;&amp;#039; Bonifacius-Druckerei, Paderborn 1931 ({{URN|nbn:de:hbz:466:1-9660}}).&lt;br /&gt;
* Hilde Claussen, Uwe Lobbedey: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen in der Krypta der Stiftskirche zu Neuenheerse&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Westfalen&amp;#039;&amp;#039;, Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde, 62. Band, 1984, {{ISSN|0043-4337}}&lt;br /&gt;
* {{ZeitschrBauwesen |Autor=Wilhelm Jänecke |Titel=Die Stiftskirche in Neuenheerse. Die einzige nachweisbare Säulenbasilika Westfalens und ihre Stellung in der deutschen Baugeschichte |Jahr=1922 |Heft=10 |Seiten=255–263 |zlb=274}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.nrw-live.de/ausflugsziele/stiftskirche-neuenheerse-in-bad-driburg Stiftskirche Neuenheerse]&lt;br /&gt;
* [http://www.pv-bad-driburg.de/Das-Stift-Heerse.205.0.html Kirchengemeinde Neuenheerse]&lt;br /&gt;
* {{LWLGDK|10034260|Gärten am Stift Neuenheerse}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=51.676208|EW=8.999214|type=landmark|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4352700-0|LCCN=n95037097|VIAF=194727191|REMARK=Ansetzungsform GND: „Sankt Saturnina &amp;lt;Neuenheerse&amp;gt;“.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Frauenstift|Heerse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster (9. Jahrhundert)|Heerse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Kloster in Nordrhein-Westfalen|Heerse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Bad Driburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Kreis Höxter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Erzbistum Paderborn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Disposition einer Orgel|Heerse, Stiftskirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eggegebirge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegründet in den 860er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1810]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 10. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Bad Driburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmal des Monats in Westfalen-Lippe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk der Romanik in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Bad Driburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa|Heerse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion (Bad Driburg)]]&lt;/div&gt;</summary>
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