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	<title>Stift Gottesgnaden - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T11:00:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stift_Gottesgnaden&amp;diff=953843&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;L. aus W.: +kat</title>
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		<updated>2025-07-04T11:43:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:GottesgnadenKirche.jpg|mini|Hospitalkirche Gottesgnaden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stift Gottesgnaden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine Niederlassung des [[Prämonstratenser]]ordens von 1131 bis 1563 und von 1629 bis 1631.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grfs. Mühlingen.1.jpg|miniatur|Lage östlich der Saale bei Calbe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stift Gottesgnaden war eine großflächige Anlage auf einem Hügel östlich der [[Saale]] gegenüber der Stadt [[Calbe (Saale)|Calbe]]. Heute befindet sich dort der Ort [[Gottesgnaden]]. Von den Bauten sind noch Reste der alten Klostermauer und des [[Romanik|romanischen]] Turms der Hospitalkirche erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Gründung ===&lt;br /&gt;
1131 gründete Otto von Röblingen (Reveningen) das [[Kollegiatstift]] &amp;#039;&amp;#039;Dei Gratia&amp;#039;&amp;#039; (Gottesgnaden) im Auftrag von [[Norbert von Xanten|Norbert von Magdeburg]], dem Gründer des Prämonstratenserordens. Diese war die zweite Tochtergründung des zentralen Stifts [[Kloster Unser Lieben Frauen|Unser Lieben Frauen]] in Magdeburg. Es gewann bald eine wichtige Bedeutung für die Ausbreitung des Ordens und wurde Mutterkloster des St.-Georg-Stifts in [[Stade]] (um 1131), und der Stifte [[Kloster Arnstein|Arnstein]] (1139) und [[Münsterdreisen]] (1144).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Entwicklung ===&lt;br /&gt;
Der erste Calver Propst [[Emelrich]] begab sich kurz nach der Gründung des Stifts mit einer Gruppe Prämonstratenserbrüder nach Palästina und gründete dort um 1143 das [[Kloster St. Joseph und Habakuk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einigen Jahren kam es zu Auseinandersetzungen mit dem zweiten Propst [[Evermod|Evermod von Cambrai]], der eine strenge Ordensdisziplin einforderte, und damit auf heftigen Widerstand einiger [[Kanoniker|Chorherren]] traf. Der Gründer Otto von Röblingen trat aus dem Stift wieder aus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Nach seinem Tod wurde seine Leiche jedoch nach „Gratia Dei“ überführt und bestattet. ??? --+ Vermutlich war der Konflikt zwischen den [[Welfen|welfisch]] gesinnten Anhängern Norberts und der [[Staufer|staufisch]] eingestellten [[Konvent (Kloster)|Konvents]]mehrheit Auslöser der Stiftsrevolte. Erst nachdem Evermod gegangen war, und später der staufisch gesinnte Kanoniker Gunther zum Propst gewählt worden war, ?? --&amp;gt; &amp;lt;!--&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Heinrich Hennes: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Grafen von Nassau&amp;#039;&amp;#039;, Teil 1: &amp;#039;&amp;#039;Bis zum Jahr 1255&amp;#039;&amp;#039;, Seite 70, Köln, 1842;  [http://books.google.de/books?id=vmEAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA70 (Digitalscan)]&amp;lt;/ref&amp;gt; zu Munsterdreisen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Das Stift wurde unter den Schutz der [[Jungfrau Maria]] und des [[Viktor von Xanten|Heiligen Victor]] sowie der anderen [[Thebaische Legion|Thebäischen Märtyrer]] gestellt. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
1164 wurde  eine mächtige [[Romanik|romanische]] [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] mit zwei großen Türmen und sechs Glocken durch Erzbischof Wichmann geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1207 wurde eine Hospitalkirche außerhalb der Klostermauern errichtet und der Jungfrau Maria und dem Evangelisten [[Johannes (Evangelist)|Johannes]] geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1280 wurden die [[Prämonstratenserinnen]] aus dem ursprünglichen [[Doppelkloster]] Gottesgnaden in das Lorenzstift in Magdeburg verlegt, später kamen sie nach [[Jüterbog]]. Bei der Neuorganisation des Ordens 1293 wurde das Calver Stift wie die übrigen norddeutschen Stifte der Propstei des Magdeburger Stifts unterstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens seit dem 14. Jahrhundert existierte eine Klosterschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stift Gottesgnaden hatte umfangreichen Grundbesitz und besaß das [[Kirchenpatronat|Patronat]] in einigen Kirchen der Umgebung, unter anderem in Jüterbog. Es verlieh auch  Geld und Grundstücke für Adlige und Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auflösung ===&lt;br /&gt;
1524/25 wurde das Stift während des Bauernkrieges beschädigt. Auch nach der Einführung der [[Reformation]] im benachbarten Calbe 1542 blieb das Stift weiter katholisch. 1546/47 kam es zu erneuten Beschädigungen der Anlage im [[Schmalkaldischer Krieg|Schmalkaldischen Krieg]], die [[Kleinod]]ien wurden geraubt. 1553 starb der letzte katholische Propst. In diesem Jahr wurde der einzige evangelische Propst eingesetzt. Nach dessen Tod 1563 wurde das Stift aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Nutzung ==&lt;br /&gt;
Nach 1563 wurde die Anlage landesherrliche Domäne im [[Herzogtum Magdeburg]]. Von 1629 bis 1631 wurde erneut ein katholisches Stift dort geführt. Kurz danach wurde die Anlage durch schwedische Truppen im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] schwer beschädigt. Kurzzeitig war das Kloster im Besitz des Schwedischen Rates [[Johannes Stallmann]], der jedoch bald darauf abgesetzt wurde. Vor dem Abzug der Schweden ließ [[Marschall|Feldmarschall]] [[Johan Banér]] 1636 die Stiftsanlage und auch die Brücke über die Saale niederbrennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1653 wurde eine Schulordnung für eine geplante Landesschule ausgearbeitet, die jedoch nicht realisiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1695 wurden Teile der Basilika für den Bau der neuen [[Schleuse Calbe|Schleuse an der Saale]] am Mönchsheger auf Befehl von  König [[Friedrich I. (Preußen)|Friedrich I.]], von Osten her abgetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1726 wurde die Kirche restlos beseitigt, um die Steine für einen geplanten Kanalbau von Calbe nach [[Schönebeck (Elbe)|Schönebeck]]-Frohse zu verwenden. Als das Projekt scheiterte, wurden die Steine für verschiedene Zwecke verkauft. Die große Glocke der Stiftskirche wurde zum Guss zweier Glocken für die böhmisch-[[Calvinismus|reformierten]] [[Bethlehemskirche (Berlin-Mitte)|Bethlehemskirche]] verwendet, von denen eine noch existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:GottesgnadenDomaene.jpg|mini|Gebäude der ehemaligen Domäne Gottesgnaden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1680 wurde der wieder aufgebaute Wirtschaftstrakt des ehemaligen Stiftes in eine preußische [[Staatsdomäne]] umgewandelt. Er blieb, stark verändert, als solche bis zur [[Bodenreform in Deutschland#Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone ab 1945|Bodenreform]] nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bestehen. In der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] wurde die Domäne Teil einer [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft|LPG]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teile des Turmes der vor den Resten der östlichen Stiftsmauern stehenden Hospitalkirche sind noch romanisch erhalten. Im Innern der 1710 großenteils [[Gotik|gotisch]] umgebauten und erweiterten kleinen Kirche befinden sich die Grabsteine [[Johann de Pusco]]s, des letzten katholischen, und des ersten und einzigen evangelischen Propstes von Gottesgnaden, [[Lambert Werner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Es gibt keine aktuelle wissenschaftlich fundierte Darstellung der Geschichte des Stifts des Stifts Gottesgnaden (Stand 2022).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Norbert Backmund: &amp;#039;&amp;#039;Monasticon Praemonstratense.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. 1949, S. 218 f.; 2. Auflage S. 258 f., korrekteste Kurzdarstellung, in lateinischer Sprache.&lt;br /&gt;
* Katrin Rösler: &amp;#039;&amp;#039;Einheit ohne Gleichheit.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2020, [https://books.google.de/books?id=sHAvEAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA131 Auszüge],  mit einigen Erwähnungen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chronicon Gratae Dei.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz Winter: &amp;#039;&amp;#039;Die Prämonstratenser des zwölften Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1865, S. 105 ff., sehr fehlerhafte Darstellung mit zahlreichen Erfindungen.&lt;br /&gt;
* Johann Georg Leuckfeld: &amp;#039;&amp;#039;Antiquitates Praemonstratenses oder Historische Nachricht von zweyen ehmals berühmten Praemonstratenser-Clöstern S. Marien in Magdeburg, und Gottes=Gnade bey Calbe.&amp;#039;&amp;#039; Magdeburg/Leipzig 1721.&lt;br /&gt;
* George Albert von Mülverstedt: &amp;#039;&amp;#039;Regesta Archiepiscopatus Magdeburgensis. Sammlung von Auszügen aus Urkunden und Annalisten zur Geschichte des Erzstifts und Herzogthums Magdeburg.&amp;#039;&amp;#039; 3 Bände und Registerband, Magdeburg 1876–1899, mit einigen urkundlichen Erwähnungen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- nicht seriös: * Dietrich, Max, &amp;#039;&amp;#039;Calbenser Ruhestätten&amp;#039;&amp;#039;, (Calbe) 1894. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Johann Heinrich Hävecker: &amp;#039;&amp;#039;Chronica und Beschreibung der Städte Calbe, Acken und Wantzleben Wie auch des Closters Gottes Gnade ...&amp;#039;&amp;#039; Halberstadt 1720.&lt;br /&gt;
* Gustav Hertel: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Calbe an der Saale&amp;#039;&amp;#039;, Berlin/Leipzig 1904, mit einigen Erwähnungen.&lt;br /&gt;
* Gustav Hertel: &amp;#039;&amp;#039;Die Gründung des Klosters Gottesgnaden [Fundatio monasterii Gratiae-Dei]&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Die Geschichtschreiber der deutschen Vorzeit]]&amp;#039;&amp;#039;. 2. Gesamtausgabe XII. Jahrhundert. Band 16/Band 64). Leipzig 1895.&lt;br /&gt;
* Adolf Reccius: &amp;#039;&amp;#039;Urkundliche Nachrichten über die Geschichte der Kreisstadt Calbe und ihrer näheren Umgebung (Chronik der Heimat).&amp;#039;&amp;#039; Calbe/Saale 1936.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Seitenzahlen ?? * Trotz, Andreas, &amp;#039;&amp;#039;Spätmittelalterliche Wüstungen im ehemaligen Land Jüterbog (Versuch einer interdisziplinären Lokalisierung früherwähnter Orte des 12. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;), in: Jahrbuch für brandenburgische Landesgeschichte, Bd. 54. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dieter Steinmetz: &amp;#039;&amp;#039;Das Stiftskloster „Gottes Gnade“.&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Calbenser Blatt&amp;#039;&amp;#039; 1, 3/2006, fehlerhaft.&lt;br /&gt;
* Dieter Steinmetz: &amp;#039;&amp;#039;Stiftskloster Gottes Gnade startete mit Hindernissen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schönebecker Volksstimme&amp;#039;&amp;#039; vom 24. April 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51/54/07.03/N |EW=11/47/13.80/E |type=landmark |region=DE-ST}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Calbe (Saale)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Prämonstratenserkloster in Sachsen-Anhalt|Calbe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakralbau im Salzlandkreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klostergründung 1131|Gottesgnaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1568]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;L. aus W.</name></author>
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