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	<title>Stift Engelszell - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;WAH: /* Auflösung */ stil. K.</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Auflösung: &lt;/span&gt; stil. K.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Zisterzienserkloster&lt;br /&gt;
| Titel = Stift Engelszell&lt;br /&gt;
| Bild = Stiftskirche Engelszell.jpg&lt;br /&gt;
| Beschreibung = Fassade der Stiftskirche&lt;br /&gt;
| Bildbreite = &lt;br /&gt;
| Lage = {{AUT}}&lt;br /&gt;
| Bistum = [[Bistum Linz|Linz]]&lt;br /&gt;
| Breitengrad = 48/29/56/N&lt;br /&gt;
| Längengrad = 13/44/03/E&lt;br /&gt;
| Region-ISO = AT-4&lt;br /&gt;
| Nummer = 691 (DCXCI)&lt;br /&gt;
| Patrozinium = &lt;br /&gt;
| Gründungsjahr = 1293&lt;br /&gt;
| Ursprungsorden = &lt;br /&gt;
| zisterziensisch = &lt;br /&gt;
| Auflösung = 1786&lt;br /&gt;
| Wiederbesiedlung = 1925 ([[Trappisten]])&lt;br /&gt;
| Wiederauflösung = &lt;br /&gt;
| Mutterkloster = [[Stift Wilhering]]&lt;br /&gt;
| Primarabtei = [[Kloster Morimond]]&lt;br /&gt;
| Kongregation = (Trappisten)&lt;br /&gt;
| Tochterklöster = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Jahrbuch MZK Band 03 - mittelalterliche Siegel Fig 04 Cistercienser Engelzell.jpg|mini|Siegel der Zisterziensermönche aus mittelalterlicher Zeit]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Aerial image of Engelszell Abbey (view from the south).jpg|mini|Luftbild des Stifts Engelszell (2025)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Engelhartszell Georg Matthäus Vischer.jpg|mini|Stift Engelszell um 1674. Stich von [[Georg Matthäus Vischer]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stift Engelszell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lat. &amp;#039;&amp;#039;Abbatia Cella Angelorum&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ooemuseen.at/museum/29-stift-engelszell |titel=Cella Angelorum |werk=ooemuseen.at |archiv-url=https://web.archive.org/web/20240301175434/https://www.ooemuseen.at/museum/29-stift-engelszell |archiv-datum=2024-03-01 |abruf=2026-04-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine ehemalige [[Trappisten]]-[[Abtei]] in der Nähe des Ortes [[Engelhartszell]] im [[Innviertel]] in [[Oberösterreich]]. Im Mai 2023 hat der Generalabt des Trappistenordens, [[Bernardus Peeters|Dom Bernardus Peeters]] die Auflösung des Konvents bekanntgegeben und Dom Samuel Lauras, den Abt von [[Kloster Nový Dvůr|Nový Dvůr]]/Tschechien zum monastischen Kommissar eingesetzt, der mit der Veräußerung der Abteigebäude beauftragt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Abt Leopold Reichl.jpg|mini|Prälat [[Leopold Reichl]], 1747 bis 1786 Abt des Stiftes Engelszell]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Abt DDr. Gregorius Eisvogel.jpg|mini|Gregorius Eisvogel, 1931–1950 erster Trappistenabt in Engelszell]]&lt;br /&gt;
[[Datei:SeDSC00170.JPG|mini|hochkant|Teilansicht der Klosteranlage]]&lt;br /&gt;
[[Datei:SeDSC00138.JPG|mini|hochkant|Prachtvoller Schrein mit [[Reliquie|Ganzkörperreliquie]]]]&lt;br /&gt;
Das Zisterzienserkloster wurde am 12. März 1293 durch [[Bernhard von Prambach|Bischof Bernhard (Wernhart) von Prambach]], [[Fürstbischof]] von [[Passau]], gegründet&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.oberoesterreich.at/oesterreich-poi/detail/401289/stift-engelszell-ehemals-einziges-trappistenkloster-oesterreichs.html |titel= Stift Engelszell – ehemals einziges Trappistenkloster Österreichs |werk=oberoesterreich.at |abruf=2026-04-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1295 von [[Stift Wilhering|Wilheringer]] Mönchen besiedelt. Als Tochterkloster des Stiftes Wilhering gehörte es der [[Filiation (Orden)|Filiation]] der [[Primarabtei]] [[Kloster Morimond|Morimond]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Prambach bekräftigte in der Stiftungsurkunde, er habe jenen Ort an der [[Donau]], den man jetzt Cella Angelica (Engelszelle) nennt, für die Situierung eines Zisterzienserklosters besonders geeignet gehalten. An dieser Stätte, die seit urdenklichen Zeiten Anlass zu Streit und [[Fehde]] zwischen dem [[Bistum Passau]] und seinen Nachbarn gegeben hatte, sollten 12 Zisterzienser-Mönche aus Wilhering als „wahre Söhne des Friedens“ für alle Zeiten Ruhe und Ordnung stiften. Zudem würde die unwirtliche Gegend kultiviert, und es entstünde auf halbem Wege zwischen [[Eferding]] und Passau ein Gotteshaus und eine Herberge für Pilger und Durchreisende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformationszeit ===&lt;br /&gt;
Die [[Reformation]]szeit brachte dem Stift wirtschaftlichen und geistigen Niedergang. 1571 hatte eine [[Pest]]epidemie innerhalb von drei Wochen alle Insassen hinweggerafft, und künftighin verwalteten Administratoren den Grundbesitz und die Einkünfte der dazugehörigen [[Grundherrschaft]]. Der [[Konvent (Kloster)|Konvent]] war von 1577 bis 1618 aufgehoben und wurde erst nach und nach wieder mit Wilheringer Mönchen besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1699 brannten die Gebäude bis auf den [[Kapitelsaal]] nieder, auch die Klosterkirche wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die verschuldete Ordensgemeinschaft wurde bis 1740 von Wilhering aus verwaltet. Während der Amtszeit des Abtes [[Leopold Reichl]] entstanden das barocke Kloster- und Kirchengebäude sowie einige Auf- und Anbauten. Der [[Hochstift Passau|Fürstbischof von Passau]], Graf [[Leopold Ernst von Firmian]], [[Konsekration|konsekrierte]] 1764 die neuerbaute Stiftskirche.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.diehochlandimker.at/das-trappisten-kloster-engelszell+2400+1111403+1111096+1015 |titel=Das Trappisten-Kloster Engelszell |werk=diehochlandimker.at |abruf=2026-04-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1785 gehörte Engelhartszell zur neu errichteten Diözese Linz, die unter Kaiser [[Joseph II.]] vom Bistum Passau abgetrennt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fürstenzimmer des Stiftes, mit dem Erker im ersten Stock zur Besucherseite hin, wurde 1746 der Pandurenoberst [[Franz von der Trenck|Franz Freiherr von der Trenck]] vom kaiserlichen Oberwachtmeister Frohn verhaftet und auf der Donau mit einem Kahn nach Wien gebracht. Dort wurde er nach Wien gebracht, dort zum Tode verurteilt und von Kaiserin [[Maria Theresia]] zu lebenslanger Haft begnadigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säkularisation und Aufhebung ===&lt;br /&gt;
Am 8. Mai 1786, einen Tag nach dem Tod von Abt Leopold Reichl, wurde das Kloster durch Kaiser [[Joseph II.|Joseph&amp;amp;nbsp;II.]] im Zuge der [[Säkularisation]] aufgehoben. Die Einrichtung wurde verkauft. Wertgegenstände wie Silber und Bücher wurden konfisziert, die Orgel kam nach Linz und Bestände der Bibliothek nach Wien. Die Dokumente des Archivs wurden als „wertloses Papier“ vernichtet. In der Folge war im Klostergebäude bis 1810 die Wiener Porzellanfabrik untergebracht und es diente als repräsentativer Wohnsitz, unter Kaiser [[Napoleon Bonaparte|Napoleon I.]] für Feldmarschall [[Carl Philipp von Wrede]], nach 1868 für die Grafen [[Pachta von Rayhofen|Pachta]] von [[Burg Vichtenstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Trappisten ===&lt;br /&gt;
1798 fanden 254 Trappistenmönche, Nonnen und Kinder während ihrer monastischen Odyssee im Stift Engelszell vorübergehend Zuflucht, darunter 60 Knaben und 40 Mädchen aus den Schulen des von [[Augustin de Lestrange]] gegründeten Dritten Ordens. Die Mönche von [[La Trappe]] mussten 1791 wegen der Revolution Frankreich verlassen und 1798 nach dem Einmarsch Napoleons in der Schweiz auch die [[Kartause La Valsainte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 fanden die aus der elsässischen [[Abtei Oelenberg]] vertriebenen [[Trappisten]], die zuvor im fränkischen [[Kloster Banz]] eine vorübergehende Bleibe gefunden hatten, in Engelszell ihr neues Zuhause. 1931 wurde Stift Engelszell zur [[Abtei]] erhoben, Prior P.&amp;amp;nbsp;[[Gregor Eisvogel]] zum [[Abt]] gewählt, und es erhielt durch [[Johannes Maria Gföllner]], Bischof der [[Diözese Linz]], im Stift Wilhering die [[Abt#Abtsbenediktion|Benediktion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Zeit und Opfer ===&lt;br /&gt;
Von 1939 bis 1945, während des [[Anschluss Österreichs|Anschlusses Österreichs]] an das [[Zeit des Nationalsozialismus|nationalsozialistische]] [[Deutsches Reich|Deutsche Reich]], war Engelszell aufgehoben. Die [[Gestapo]] schloss 1939 das Kloster und vertrieb oder verhaftete die 73 Mönche. Fünf Brüder wurden in ein [[Konzentrationslager]] deportiert, vier starben dort.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stift-engelszell.at/cmsimple/?Geschichte |titel=Geschichte |werk=stift-engelszell.at |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110301155934/https://www.stift-engelszell.at/cmsimple/?Geschichte |archiv-datum=2011-03-01 |abruf=2026-04-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Makarius Spitzig (1887–1957), zunächst Missionsbenediktiner von St. Ottilien. 1921 in München zum Priester geweiht, trat am 1. September 1931 als Choroblate in Engelszell ein. Im Zuge staatlicher Repressionen gegen das Stift Engelszell wurde Spitzig am 27. Juli 1939 verhaftet und in den Gefängnissen von Linz und Ried inhaftiert. 1941 wurde er ins KZ Dachau gebracht, wo am 8. September 1942 eine „Versuchsreihe“ mit Malaria-Erregern an ihm begann. Als gelernter Kunsttischler fertigte Spitzig im KZ Dachau unter anderem den Bischofsstab mit dem Wappen von [[Gabriel Piguet|Bischof Gabriel Piguet]] von Clermont an, der bei der heimlichen Priesterweihe des Diakons [[Karl Leisner]] am 17. Dezember 1944 verwendet wurde. Er verstarb am 7. Januar 1957 in Linz an den Folgen der oben genannten Malariaversuche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[KZ Dachau]] umgekommen sind die [[Laienbruder|Laienbrüder]] von Engelszell, Br. Aelred Haselböck († 1940), Br. Pachomius (Peter) Schäfer († 3. Januar 1941) und Br. Severinus Laudenberg († 1942). P. Gottfried (Johann) Becker, erlitt am 7. Oktober 1942 im KZ Dachau den Hungertod.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Manfred Scheuer]] |url=https://www.dioezese-linz.at/dl/llrtJLJKlolJqx4KJK/2017_05_21_Predigt_Vesper_Gedenken_NS-M_rtyrer_Engelszell_pdf |titel=Auferstehung durch Caritas und Liturgie. Martyrium und Zeugnis der Mönche von Engelszell |werk=dioezese-linz.at |datum=2017-05-21 |format=pdf; 146 kB |sprache=de |abruf=2023-06-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23 Mönche kehrten nach Beendigung des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] im Mai 1945 nach Engelszell zurück und führten ihr [[monastisch]]es Leben weiter. Fünfzehn deutsche, aus der Abtei Mariastern in [[Banja Luka]] geflohene Trappisten, die seit 1944 in [[Maria Veen]] gelebt hatten, kamen bis 1952 hinzu und verstärkten den [[Konvent (Kloster)|Konvent]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1945 ===&lt;br /&gt;
Von 1940 bis 1947 und von 1951 bis 2016 hatten die [[Barmherzige Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul (Mutterhaus München)|Barmherzige Schwestern]] vom hl. Vinzenz von Paul (Vinzentinerinnen) zur Ausübung des Pflegedienstes eine klösterliche Niederlassung in einem Flügel des Stiftes. Das von ihnen betreute Pflegeheim stand von 1945 bis 1997 unter der Rechtsträgerschaft der Trappisten und wurde danach von der Caritas übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stift Engelszell bewirtschaftete etwa 120 Hektar Wald und 80 Hektar Anbaufläche. 2 Hektar davon sind Gartenland, genug um täglich bis 160 Personen zu verpflegen. Zusätzlich besaß das Kloster gewerbliche Betriebe, ein kleines Elektrizitätswerk, eine Säge, eine Schlosserei und eine Schneiderei. Die Produkte der [[Likör]]fabrik und der [[Brauerei]] waren eine beachtliche Einnahmequelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auflösung ===&lt;br /&gt;
Ab 2017 stand Superior [[ad nutum]] Hubert Bony, Mönch der [[Abtei Oelenberg]], der Klostergemeinschaft von fünf Mönchen vor, davon einem Kandidaten und einem Mönch mit zeitlichen [[Gelübde]]n. Generalabt [[Bernardus Peeters]] beschloss, wegen Überalterung und fehlenden Nachwuchses den Konvent aufzugeben und die Abtei aufzulassen. Dies veröffentlichte er in einem Brief vom 10. Mai 2023 an Bischof [[Manfred Scheuer]] und Erzabt [[Korbinian Birnbacher]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ocso.org/2023/05/10/engelszell-3/ |titel=Engelszell |werk=ocso.org |datum=2023-05-10 |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20230921112300/https://www.ocso.org/2023/05/10/engelszell-3/ |archiv-datum=023-09-21 |abruf=2026-04-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koordiniert wurde der Auflösungsprozess von einer Schließungskommission, vertreten durch die Ordenskommission der Zisterzienser der strengen Observanz, wie die Trappisten offiziell heißen, unter der Leitung des tschechischen Trappisten-Klosters Nový Dvůr und ihre Abtes [[Samuel Lauras]] und der [[Diözese Linz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sämtliche Klosterbetriebe und Arbeitsplätze konnten erhalten werden und wurden dazu am 1. März 2025 in eine GmbH überführt und am 1. Juli 2025 von Martin und Elisabeth Paminger übernommen. Die überregional bekannte und prämierte Likörproduktion wird fortgeführt wie die Brauerei, die aber das begehrte Trappistensiegel verliert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.dioezese-linz.at/news/2025/03/06/zukunft-von-stift-engelszell-scheint-weitgehend-geklaert&amp;amp;ts=1777261501815 |titel=Zukunft von Stift Engelszell scheint weitgehend geklärt |werk=dioezese-linz.at |datum=2025-03-06 |sprache=de |abruf=2026-04-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Oktober 2025 ist die Diözese Linz Eigentümerin des gesamten Klosterareals, das zu einem Großteil bereits von der [[Caritas Oberösterreich|Caritas]] genutzt wird. Bruder Reinhard Moshammer OCSO bleibt als letzter Mönch und Leiter der Likörerzeugung weiter vor Ort. Die Pfarrgemeinde heißt seit 1. Jänner 2025 Engelszell-Peuerbach.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Martina Gahleitner |url=https://www.tips.at/nachrichten/rohrbach/wirtschaft-politik/692091-ulrichsbergerin-fuehrt-stift-engelszell-in-eine-gute-zukunft |titel=Ulrichsbergerin führt Stift Engelszell in eine gute Zukunft |werk=tips.at |datum=2025-07-25 |sprache=de |abruf=2025-09-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit einem Dankgottesdienst für 100 Jahre Trappisten in Engelszell wurde am 30. November 2025 die Abtei der Zisterzienser strengerer Observanz aufgelöst und das Stift der Diözese Linz übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftsbetriebe ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Fresken in der Stiftskirche Engelszell in Oberösterreich 04.jpg|mini|hochkant|Das Deckenfresko]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wesentliche Rolle für die wirtschaftliche Existenz der Abtei spielte der [[Tourismus]] und der damit verbundene Verkauf von klostereigenen Produkten, wie Klosterliköre und Trappistenbiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Destille und Trappistenbrauerei ===&lt;br /&gt;
Das Rezept für den [[Magenbitter]] erfand ein Apotheker aus der Schweiz, es wird als Geheimnis gehütet und im Klosterarchiv aufbewahrt. Die Grundlage bilden 42 Kräuter, Gewürze und Wurzeln wie [[Fieberklee|Bitterklee]], [[Johanniskraut]] und [[Echter Galgant|Galgant]]. Insgesamt entwickelten die Brüder fünfzehn verschiedene Liköre.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.klostergeschichten.at/stift-engelszell.php |titel=Stift Engelszell |werk=klostergeschichten.at |archiv-url=https://web.archive.org/web/20151228125214/http://www.klostergeschichten.at/stift-engelszell.php |archiv-datum=2015-12-28 |abruf=2026-04-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Fresken in der Stiftskirche Engelszell in Oberösterreich 07.jpg|mini|hochkant|Das Deckenfresko]]&lt;br /&gt;
Seit 2012 produzierte das Stift auch ein [[Trappistenbier]]. Weltweit existieren neben Stift Engelszell elf weitere Trappistenbrauereien: [[Westmalle (Bier)|Westmalle]], [[Achel]], [[Chimay (Bier)|Chimay]], [[Orval (Bier)|Orval]], [[Zundert]], Spencer, [[Kloster Tre Fontane|Tre Fontane]], Mount St Bernard, [[Rochefort (Bier)|Rochefort]] und [[Westvleteren]] in [[Belgien]]; sowie [[La Trappe (Biermarke)|La Trappe]] in den [[Niederlande]]n. Künftig werden es noch acht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1. Juli 2025 hat eine regional verwurzelte Familie als neuer Betreiber Brauerei, Likörerzeugung und Gaststätte mit Klosterladen übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stiftsgarten ===&lt;br /&gt;
Der Engelszeller Stiftsgarten dient als Ort zur [[Therapie]] für die [[Patient]]en des Pflegeheimes, ist aber auch Besuchern offen. Er ist der [[Meditation]] förderlich und erhält die Pflanzenvielfalt der Region. Der Garten umfasst folgende Bereiche:&lt;br /&gt;
* Alte Weinsorten&lt;br /&gt;
Hier werden alte [[Rebsorte]]n aus der Region angepflanzt und erhalten. Sie stammen schwerpunktmäßig aus [[Sigharting]], Schardenberg, Pyrawang, Engelhartszell und [[Oberranna (Gemeinde Engelhartszell)|Oberranna]]. Die Namen dieser Sorten sind zum großen Teil in Vergessenheit geraten.&lt;br /&gt;
* Der Zweiundvierzig-Kräuter-Garten&lt;br /&gt;
Die Anlage von [[Kräutergärtnerei|Kräutergärten]] hat in Klöstern große Tradition. Sie dienten der [[Heilkunde]] und der Herstellung von [[Spirituosen]]. Viele der hier angebauten Kräuter sind Bestandteil der produzierten Liköre. Der Garten ist nach barockem Vorbild angelegt und berücksichtigt in der Wirkungsweise der Kräuter die speziellen Körperfunktionen.&lt;br /&gt;
* Der Meditationsgarten mit Labyrinth&lt;br /&gt;
Dieser Gartenteil befindet sich auf der Klosterwiese, er ist im Stil eines klassischen [[Labyrinth]]s angelegt, das aus der Kretischen Urform entstand und christliche Symbole aufnahm. Die Kreuzform im Zentrum steht als Sinnbild für die [[Christliche Werte|christlichen Werte]]. Die Wandelgänge sind mit Flusssteinen eingefasst, Ruhe und Verinnerlichung sollen gefunden werden und danach die Weltoffenheit fördern.&lt;br /&gt;
* Alte Obstbaumsorten&lt;br /&gt;
In diesem Schaugarten werden regionale, alte und vom Aussterben bedrohte Obstsorten, wie Birnen, Äpfel, Kirschen und [[Zwetschge]]n angepflanzt. Ziel ist es, diese Sorten zu erhalten und deren Nutzen zu vermitteln.&lt;br /&gt;
* Der Wasser-Sinnesweg&lt;br /&gt;
Im Bereich der Mini-Donau wurde dieser Bach nach den Lehren des [[Hydrotherapie|Hydrotherapeuthen]] [[Sebastian Kneipp]] angelegt. Die dort wachsenden Wasserpflanzen sind typisch für die Region.&lt;br /&gt;
* Der Garten der verwirrten Sinne&lt;br /&gt;
Dieser Teil der Anlage ist nicht öffentlich zugängig. Er wurde für die Patienten der Caritas-Einrichtung &amp;#039;&amp;#039;invita&amp;#039;&amp;#039; angelegt, die hier therapiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.engelhartszell.at/3_Station_Donau-Welt_-_Engelszeller_Sinnesgarten_1 |titel=3. Station Donau-Welt – Engelszeller Sinnesgarten |werk=engelhartszell.at |abruf=2026-04-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bienenstand ===&lt;br /&gt;
Der klostereigene [[Bienenhaus#Bienenstand|Bienenstand]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;ort wurde an einen ortsansässigen Imker verpachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Höhere Obere ==&lt;br /&gt;
* [[Gregor Eisvogel]], 1925–1931 Titularprior, 1931–1950 Abt&lt;br /&gt;
* Franziskus Hien, 1950–1951 [[Ad nutum|Superior ad nutum]]&lt;br /&gt;
* Basile Sartorio, 1951 Sup. intérimaire&lt;br /&gt;
* [[Bonaventura Diamant]], 1951–1952 Superior ad nutum&lt;br /&gt;
* [[Benno Stumpf]], 1952–1953 Superior ad nutum, 1953–1966 Abt&lt;br /&gt;
* [[Willibald Knoll]], 1966–1983 Abt&lt;br /&gt;
* [[Klaus Jansen (Abt)|Klaus Jansen]], 1982–1983 Apostol. Administrator, 1983–1989 Abt&lt;br /&gt;
* Nivard Volkmer, 1989–1991 Superior ad nutum&lt;br /&gt;
* [[Marianus Hauseder]], 1991–2012 Abt, 2012–2017 Superior ad nutum&lt;br /&gt;
* [[Hubert Bony]], 2017–2023 Superior ad nutum&lt;br /&gt;
* [[Samuel Lauras]] (Abt von [[Kloster Nový Dvůr|Nový Dvůr]]), ab Mai 2023 monastischer Kommissar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stiftskirche ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aufnahmen aus dem Inneren der Stiftskirche Engelszell 01.jpg|mini|hochkant|Blick in den Innenraum der Stiftskirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Stiftskirche Engelszell, die von 1754 bis 1764 erbaut wurde, befindet sich an der Stelle einer früheren Kirche, von der noch gotische Bauteile erhalten sind. Sie verfügt über ein klassizistisches barockes Äußeres und einen beeindruckend ausgestatteten [[Rokoko]]-Innenraum. Das Gotteshaus des Marktes [[Engelhartszell]], der 1194 als Mautstelle erstmals urkundlich erwähnt wurde, liegt in Sichtweite des Klosters Engelszell und hat eine gesonderte Baugeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stiftskirche beeindruckt durch einen 76&amp;amp;nbsp;Meter hohen, weit sichtbaren Turm und ist mit sehenswerten Kunstwerken von [[Johann Georg Üblhör]], [[Joseph Deutschmann]] und [[Bartolomeo Altomonte]] ausgestattet. Der Baubeginn lag während der Zeit des Abtes Leopold Reichl am 9. Juni 1754. Sein Ziel war es, dem Konvent, nach dem verheerenden Brand im Jahre 1699 wieder ein renoviertes Gotteshaus zur Verfügung zu stellen. Wer die Pläne für den Bau zeichnete, ist nicht bekannt. Der [[Fürstbischof]] von Passau Graf [[Leopold Ernst von Firmian]] erteilte der Kirche am 21. Oktober 1764 die [[Konsekration]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Bauzeit wurde ein neuer Klosterhof angelegt, um den sich das Refektorium, das Dormitorium und die Klosterbibliothek reihten. Zum Zeitpunkt der Weihe war vermutlich schon ein großer Teil der Inneneinrichtung im Stil des ausklingenden [[Barock]] fertig; diese Annahme ergibt sich aus der stilistischen Einordnung der Figuren und den Datierungen auf den Altarblättern. Die Stiftskirche von Engelszell bietet einen harmonischen Gesamteindruck im Stil der Zeit des [[Rokoko]]. Möglicherweise hat Abt Leopold Reichl einen der Pläne, die für das Mutterkloster [[Stift Wilhering]] gezeichnet wurden, für Engelszell übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Stift Engelszell.&amp;#039;&amp;#039; Peda Kunstführer, S. 5–7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst 1987, 200 Jahre nach der Klosteraufhebung, wurde die Stiftskirche durch einen Schenkungsvertrag wieder Eigentum der ansässigen Ordensgemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenansicht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blick auf die Fassade der Stiftskirche Engelszell 01.jpg|mini|hochkant|Blick durch die Allee zur Stiftskirche]]&lt;br /&gt;
Von [[Engelhartszell]] führt eine Allee auf die hoch aufragende Turmfront des Stiftes Engelszell. Das Kirchengebäude ist mit der Längsseite an das Klostergebäude angelehnt, dessen hell verputzte Mauern durch gelbe Streifen gegliedert wurden, die unten und oben durch ein umlaufendes Band verbunden sind. Der mittlere Abschnitt des Langhauses ist durch Pilaster gegliedert. Die großen Fenster sind glockenförmig. Der Baukörper wird im oberen Teil durch ein Kranzgesims zum Dach hin abgegrenzt. Den Abschluss der Kirche bildet die prächtige Einturmfassade an der Westseite. Das hohe Eingangsportal ist rechts und links von einem gebänderten Sockel begleitet, die Fassade ist durch dorische Pilaster gegliedert, ein Dreiecksgiebel schließt den Portalbereich ab. Die weißen architektonischen Elemente heben sich vom gelben Untergrund ab. Eine Attika leitet vom Unterbau auf die Turmobergeschoße über. Ionische Pilaster legen sich um die Kanten des Glockengeschoßes. Im Gebälk ist eine Uhr eingebaut. Die mit einem Kreuz bekrönte Haube ist mehrfach geschweift und im oberen Teil mehrfach durchbrochen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Stift Engelszell.&amp;#039;&amp;#039; Peda Kunstführer, S. 7–8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das mit 1763 bezeichnete Portal baute der Bildhauer [[Joseph Deutschmann]], es trägt die Initialen des Abtes „Leopoldus Abbas Engelszellae“ (Abt Leopold II. von Engelszell). Das Portal ist reich verziert, mit Putten bestückt und bekrönt mit dem Wappen des Abtes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Innenraum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Orgeln in der Stiftskirche Engelszell in Oberösterreich 02.jpg|mini|hochkant|Kleiner Orgelprospekt über dem Chorgestühl]]&lt;br /&gt;
Der Innenraum ist durch das Portal im Stile des Rokoko erschlossen, durch das man zuerst in die Turmvorhalle gelangt, die Anräume besitzt. Das Gitter in der Vorhalle trägt die Jahreszahl 1748. Der querrechteckige Altarraum mit quadratischem Chor schließt mit einer Apsis. Die Altarnischen sind durch hohe Pfeiler mit aufgelegten Pilastern abgeteilt, diese Pfeiler sind typisch für den gesamten Bau. Der Chor macht den Eindruck, er wäre eine Vierung, an die sich ein kleines Querhaus anschließt. Dieser Eindruck wird auch durch das Kuppelgewölbe verstärkt. Das angenommene Querschiff besteht bei näherem Hinsehen aus zwei Nischen, in dem das Chorgestühl steht. Das Langhaus ist in Joche mit Kuppelgewölben unterteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Stift Engelszell.&amp;#039;&amp;#039; Peda Kunstführer, S. 8–9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ursprünglich bemalte Bartolomeo Altomonte alle Gewölbe mit Fresken. Von diesen Arbeiten sind nur die Bilder im Altarraum erhalten, sie entstanden um 1760. Das große Bild im Langhaus wurde 1839 wegen eines Gewölbeschadens abgebrochen. Die Decke des Kirchenschiff-[[Langhaus (Kirche)|Langhauses]] wurde nach einem Bauschaden ca.&amp;amp;nbsp;1957 mit einem Gemälde von [[Fritz Fröhlich (Maler, 1910)|Fritz Fröhlich]] aus Linz geschmückt. Das Fresko umfasst etwa 400&amp;amp;nbsp;m² und ist eines der größten nachbarocken Deckenfresken. Es zeigt Maria, die von einer Schar Engel umgeben ist. Eine gemalte Scheinarchitektur leitet über zu Szenen aus dem alten und neuen Testament.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Stift Engelszell.&amp;#039;&amp;#039; Peda Kunstführer, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Chorgestühl, eine Arbeit von Joseph Deutschmann, das in zwei Reihen steht, ist mit goldgefasstem Muschelwerk und Reliefs beschnitzt. Die geschnitzten Reliefs zeigen [[Robert von Molesme]], [[Bernhard von Clairvaux]], [[Stephan Harding]], die [[Evangelist (Neues Testament)|vier Evangelisten]] sowie die [[Kirchenvater|Kirchenväter]]. In Muschelnischen an den Chorfenstern stehen feingliedrige Jünglingsfiguren der [[Erzengel Michael]], Raphael und Gabriel, geschaffen um 1753 von Deutschmann. Die Ornamentschnitzereien an der Emporenbrüstung im Bereich des Chores sind ebenfalls typisch für die Werkstatt Deutschmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausstattung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:SeDSC00129.JPG|mini|hochkant|Einer der sechs Seitenaltäre]]&lt;br /&gt;
* Der Hochaltar fügt sich im Aufbau der Rundung der Apsis ein. Die weißen Stuckornamente und die marmorierte Fassung in Rosa und Braun verleihen ihm seine Wirkung. Am Tabernakel wurde Gold verwendet. Der Aufbau mit sechs Säulen erhebt sich über einem hohen Sockel mit Durchgängen an den Seiten. Hohe Fenster lassen zwischen den stuckierten Marmorsäulen Licht in das Innere. Das Gebälk ist geschwungen und passt sich dem Verlauf des Kirchenschiffes an. Der [[Altarauszug]] ist reich mit Putten besetzt, in seiner Mitte befindet sich ein rundes Fenster. Der Tabernakel ist mit weißen und goldenen Ornamenten aus Stuck und Putten verziert. Das Lamm der Apokalypse mit dem Buch mit sieben Siegeln bekrönt ihn. Die vier lebensgroßen männlichen Heiligen vor den Säulen stellen nach neuerer Überzeugung die Heiligen Erzbischof Konrad II. von Salzburg, [[Otto von Freising]], Papst [[Eugen III.]] und Bischof [[Reginbert von Hagenau|Reginbert]] von Passau dar.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Stift Engelszell.&amp;#039;&amp;#039; Peda Kunstführer, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Johann Übler (1703–1763) fertigte die übrigen Stuckfiguren des Hochaltares an. Bis auf die Figur des Petrus von Tarentaise waren sie wohl bis zu seinem Tod noch nicht vollendet, die unterschiedliche Qualität der Arbeiten weist darauf hin.&lt;br /&gt;
* Die sechs Seitenaltäre wurden von den Künstlern, die auch den Hochaltar schufen, gebaut. So bekommt der Innenraum ein einheitliches Bild. Die Altarblätter sind durchgehend datiert, sie stammen aus der Zeit von 1759 bis 1762. Die Altäre sind braun marmoriert und besitzen jeweils einen Aufbau. Die Auszüge mit Voluten sind mit Putti bekrönt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Stift Engelszell.&amp;#039;&amp;#039; Peda Kunstführer, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orgel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Orgeln in der Stiftskirche Engelszell in Oberösterreich 05.jpg|mini|hochkant|Blick auf die Orgelempore]]&lt;br /&gt;
Die große [[Orgel]] war 1768–1770 von [[Franz Xaver Krismann]] erbaut worden, der sie aber 1788, nach der Aufhebung des Klosters, ohne Gehäuse in den [[Alter Dom (Linz)|Alten Dom]] von Linz transferieren musste. Dort wurde sie in ein neues [[Prospekt (Orgel)|Gehäuse]] eingebaut und später unter Anleitung [[Anton Bruckner]]s, der sie 1855–1868 als [[Organist]] des Alten Domes spielte, durch die Orgelwerkstätte [[Orgelbau Breinbauer|Breinbauer]] umgebaut. In das leerstehende Gehäuse in Engelszell stellte [[Johann Lachmayr]] 1892 ein Instrument mit 15 [[Register (Orgel)|Registern]], das aber dem Erscheinungsbild des großen Gehäuses nicht entsprach bzw. generell zu klein war. 1996 wurde die Lachmayr-Orgel ausgebaut und in die Pfarrkirche von [[Rauris]] gebracht, wo sie im Hans-Mauracher-Orgelgehäuse, das einmal in der Salzburger [[Markuskirche (Salzburg)|Ursulinenkirche]] gestanden war, eingebaut wurde. Für Engelszell wurde eine [[Orgelbau Kögler|Kögler]]-Orgel mit 1640 [[Orgelpfeife|Pfeifen]] angeschafft, die 28 Register auf zwei [[Manual (Musik)|Manualen]] und [[Pedal (Orgel)|Pedal]] hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Wim Verburg |url=http://www.orgelsite.nl/kerken30/engelhartszell.htm |titel=Engelhartszell, Stift Engelszell |werk=orgelsite.nl |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150924061825/http://www.orgelsite.nl/kerken30/engelhartszell.htm |archiv-datum=2015-09-24 |abruf=2026-04-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;20&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;12&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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{|&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hauptwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–&lt;br /&gt;
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| Principal ||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Flauto commune ||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Viola di Gamba ||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Voce umana ||8′&lt;br /&gt;
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| Ottava ||4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Flauto di ottava ||4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Flauto di duodecima ||{{Bruch|2|2|3}}′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Quintadecima ||2′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Flauto in quintadecima ||2′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Flauto in decimanona ||{{Bruch|1|1|3}}′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Cornetta soprana || 3′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ripieno IV&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ripieno III&lt;br /&gt;
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| Trombocini ||8′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Koppel (Orgel)|Koppeln]]:&amp;#039;&amp;#039; II/I, I/P, II/P&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Klöstern in Österreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Stift Engelszell (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stift Engelszell.&amp;#039;&amp;#039; Peda Kunstführer, [[Kunstverlag Peda]], Passau, ISBN 3-927296-75-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Abtei Engelszell an der Donau (mit 18 Illustrationen).&amp;#039;&amp;#039; Aloys Gogeißl, Passau 1932 ({{Landesbibliothek.at|urn=urn:nbn:at:AT-OOeLB-1808186}}).&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Stenzel]]: &amp;#039;&amp;#039;Von Stift zu Stift in Österreich. Mit Flugbildaufnahmen von Lothar Beckel.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Kremayr &amp;amp; Scheriau, Wien 1977, ISBN 3-218-00298-2, S. 75 (Die Zelle des Friedens, Engelhartszell, Oberösterreich, Trappistenkloster, ehemaliges Zisterzienserstift Engelszell mit einer Luftbildaufnahme der Rokokokirche 1754–1763 und der zweitürigen Anlage) und S. 177 (mit einem Beitrag zur Stiftgeschichte Engelhartszell).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Stift Engelszell}}&lt;br /&gt;
* [https://engelszeller.com/ Engelszeller Likör und Brau GmbH]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Erna Putz]] |url=https://www.ordensgemeinschaften.at/portal/news/article/3859.html&amp;amp;ts=1777264845939 |titel=Das Schicksal der Engelszeller Mönche in der NS-Zeit |werk=ordensgemeinschaften.at |datum=2017-05-21 |abruf=2020-11-16 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Engelszell Stift}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk der Wessobrunner Schule]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Engelhartszell|Stift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster in Oberösterreich]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Geschichte des Bistums Passau]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Dekanat Peuerbach|Engelhartszell, Engelszell]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;WAH</name></author>
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