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	<title>Stift Broumov - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-03-06T06:20:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Broumov, klášter, dvůr 06.jpg|mini|Kloster Braunau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stift Broumov&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|Abbatia Braunensis}}; deutsch &amp;#039;&amp;#039;Stift St. Wenzel Braunau&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Kloster der [[Benediktiner]] in der Stadt [[Broumov]] im [[Okres Náchod]] in [[Tschechien]]. Es bildet zusammen mit der [[Stift Břevnov|Erzabtei Břevnov]] die Doppelabtei Břevnov-Broumov.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
König [[Ottokar I. Přemysl]] schenkte den Benediktinern der [[Stift Břevnov|Abtei Břevnov]] (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Abtei Breunau&amp;#039;&amp;#039;) das in Ostböhmen gelegene [[Police nad Metují|Politzer]] Gebiet, wo sie um 1213 mit der [[Kolonisation]]stätigkeit begannen. Später drangen sie auch in das angrenzende Tal vor und errichteten auf einem Felsen die [[Propstei (Kirche)|Propstei]] Braunau, die um 1255 zur Gründung der gleichnamigen Stadt führte. Abt Bavor von [[Nečtiny|Netschetin]] (1290–1322) baute die Propstei zu einer burgartigen Klosteranlage mit der St.-Laurentius-Kirche aus. Im 14. Jahrhundert wurde eine [[Lateinschule]] gegründet, aus der das spätere Klostergymnasium entstand. Als 1420 wegen der [[Hussitenkriege]] Abt und [[Konvent (Kloster)|Konvent]] von Břevnov nach Braunau flohen, begann die Epoche des Doppelklosters Břevnov-Braunau. Später residierten die Äbte überwiegend in Břevnov. 1672 erwarb das Kloster die auf halbem Wege zwischen Břevnov und Braunau gelegene Herrschaft [[Sloupno nad Cidlinou|Sloupno]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Zerstörungen des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] wurde die Klosterkirche des hl. Adalbert Ende des 17. Jahrhunderts durch [[Christoph Dientzenhofer]] und Martino Allio barock umgebaut. Die Wandmalereien stammen von [[Johann Jakob Stevens von Steinfels]], die [[Stuck]]aturen schuf Tommaso Soldati. Unter Abt [[Othmar Daniel Zinke]] erfolgte von 1728 bis 1738 nach Entwurf von [[Kilian Ignaz Dientzenhofer]] ein vollständiger Umbau der Klosteranlage, an deren Gestaltung auch andere bedeutende Künstler beteiligt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1703 erwarb Abt Othmar Daniel Zinke das im Zuge der Reformation 1535 aufgelöste Benediktinerkloster im schlesischen [[Legnickie Pole|Wahlstatt]] und besiedelte es wieder mit [[Mönchtum|Mönchen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Beda Menzel]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kloster Wahlstatt unter den Äbten von Břevnov-Braunau&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Schlesische Monatshefte&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 8 (1931), S. 419–423.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1719 ließ er dort eine [[Legnickie Pole#Klosterkirche|neue Klosterkirche]] bauen. Bis zur [[Säkularisation]] im Jahre 1810 war das Wahlstätter Kloster eine Niederlassung des Braunauer Klosters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Aufkommen des tschechischen Nationalismus im Habsburgerreich schon vor dem Ersten Weltkrieg hatte weitreichende Folgen auch für die Abtei, in welcher beide Nationalitäten vertreten waren. Es wurde informell in der Folge stets ein deutscher und ein tschechischer Abt alternierend gewählt, was den Fortbestand der Mönche als Einheit sicherte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Münchner Abkommen]] und dem Anschluss des [[Sudetenland]]es an das [[NS-Staat|Deutsche Reich]] wurde die Doppelabtei Břevnov-Broumov (&amp;#039;&amp;#039;Breunau-Braunau&amp;#039;&amp;#039;) auf Drängen der tschechischen Mönche 1939 vom [[Heiliger Stuhl|Heiligen Stuhl]] getrennt und zu zwei selbständigen Abteien erklärt: die deutschen Benediktiner verblieben unter [[Dominik Prokop (Abt)|Abt Dominik]] in Braunau, während die tschechischen Mönche in Brevnov mit einem eigenen Klostervorsteher eine unabhängige Abtei bekamen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kloster-rohr.de/kloster/abteigeschichte.html Abteigeschichte], abgerufen am 12. Februar 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; 1939 wurde das Stiftsgymnasium durch das [[NS-Regime]] beschlagnahmt. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurden zwei Mönche von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] in das [[Konzentrationslager Dachau]] gebracht und nach Kriegsende zwei deutsche Mönche von einer [[Tschechoslowakei|tschechoslowakischen]] [[Miliz (Polizei)|Miliz]] im Kloster ermordet. Als Folge der [[Beneš-Dekrete]] mussten die verbliebenen deutschen Mönche 1946 das Kloster verlassen. Nach ihrer Ausweisung nach Bayern gründeten sie das [[Kloster Rohr (Niederbayern)|Kloster Rohr]] in [[Niederbayern]] neu. Gleichzeitig versuchten Benediktinermönche aus den USA, das Braunauer Kloster neu zu besiedeln und zu leiten, wurden jedoch durch das [[Kommunismus|kommunistische]] Regime der [[Tschechoslowakei]] bereits im Jahre 1950 des Landes verwiesen. Die Klostergebäude dienten danach als politisches Gefängnis für die im Rahmen der [[Aktion K]] verhafteten [[Ordensschwester]]n verschiedener Klöster aus der ganzen Tschechoslowakei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Nutzung ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Samtene Revolution|Samtenen Revolution]] von 1989 wurde das Kloster durch die [[Tschechische Republik]] restituiert. Das Klosterareal gehört seitdem dem Prager Stift Břevnov und wird von einem Wirtschaftsrat verwaltet.&lt;br /&gt;
Am 7. Februar 2018 wurde die schon länger angestrebte Wiedervereinigung der Abteien Břevnov (&amp;#039;&amp;#039;Breunau&amp;#039;&amp;#039;) in Prag und Broumov (&amp;#039;&amp;#039;Braunau&amp;#039;&amp;#039;) durch Dekret der [[Römische Kurie|vatikanischen]] [[Dikasterium für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens|Ordenskongregation]] rechtskräftig. Der Erzabt trägt seither den Titel &amp;#039;&amp;#039;Erzabt von Břevnov und Broumov&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klostergebäude Braunau steht seit der Restitution weitgehend leer. Es beherbergt unter anderem das Stadtmuseum Broumov und wird durch einen Verwalter bewohnt und bewirtschaftet. Das Barock-Gebäude und der Garten wurden im Jahr 2014 umfassend renoviert. Sie können touristisch besichtigt werden. Im Rahmen einer Führung kann man die Klosterkirche, die historische Bibliothek mit 17.000 Buchbänden und eine Kopie des [[Turiner Grabtuch]]es besichtigen. 2018 wurde das &amp;#039;&amp;#039;Bildungs- und Kulturzentrum Kloster Broumov&amp;#039;&amp;#039; eröffnet, das verschiedene Veranstaltungen im hauseigenen [[Tagungshaus]] durchführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Joachim Bahlcke]], [[Winfried Eberhard]], Miloslav Polívka (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der historischen Stätten]].&amp;#039;&amp;#039; Band: &amp;#039;&amp;#039;Böhmen und Mähren&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 329). Kröner, Stuttgart 1998, ISBN 3-520-32901-8.&lt;br /&gt;
* [[Erhard Gorys]]: &amp;#039;&amp;#039;DuMont Kunst-Reiseführer Tschechische Republik. Kultur, Landschaft und Geschichte in Böhmen und Mähren.&amp;#039;&amp;#039; DuMont, Köln 1994, ISBN 3-7701-2844-3&lt;br /&gt;
* [[Johannes Hofmann (Theologe)|Johannes Hofmann]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Tausend Jahre Benediktiner in den Klöstern Břevnov, Braunau und Rohr&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige&amp;#039;&amp;#039;, Ergänzungs-Band 33). Eos-Verlag, St. Ottilien 1993, ISBN 3-88096-623-0.&lt;br /&gt;
* Anne Kotzan, Marianne Mehling (Hrsg.), Horst Schmeck (Fotograf): &amp;#039;&amp;#039;Knaurs Kulturführer in Farbe. Tschechische Republik und Slowakische Republik.&amp;#039;&amp;#039; [[Droemer Knaur]], München 1993, ISBN 978-3-426-26609-0&lt;br /&gt;
* Milada Vilimková, Johannes Brucker: &amp;#039;&amp;#039;Dientzenhofer. Eine bayerische Baumeisterfamilie in der Barockzeit.&amp;#039;&amp;#039; Rosenheimer, Rosenheim 1989, ISBN 978-3-475-52610-7.&lt;br /&gt;
* [[Edmund Wagenhofer]] OSB: &amp;#039;&amp;#039;Wiedervereinigung in Tschechien. Die Abteien Brevnov und Broumov.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Erbe und Auftrag]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 94 (2018), S. 215.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Broumovský klášter|Stift Broumov}}&lt;br /&gt;
* [https://www.klaster-broumov.cz/ mehrsprachige Website der Benediktinerabtei Branau in Broumov]&lt;br /&gt;
* [https://www.brevnov.cz/cs/ mehrsprachige Website des Brevnover Klosters in Prag]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=50/35/17.9952/N|EW=16/19/56.25336/E|type=landmark|region=CZ-52}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=1246253-6|LCCN=n88056669|VIAF=130012950}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster (13. Jahrhundert)|Broumov]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Benediktinerkloster in Tschechien|Broumov]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Okres Náchod|Broumov]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk in Tschechien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationales Kulturdenkmal (Tschechien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal im Okres Náchod]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Broumov]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa|Broumov]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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