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	<title>Stift Baumgartenberg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;L. aus W.: Kategorie genauer</title>
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		<updated>2025-10-28T13:17:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie genauer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Zisterzienserkloster&lt;br /&gt;
| Titel = Stift Baumgartenberg&lt;br /&gt;
| Bild = Aerial image of Stift Baumgartenberg (view from the southeast).jpg&lt;br /&gt;
| Beschreibung = Kloster Baumgartenberg mit Kloster- und Pfarrkirche sowie Europagymnasium&lt;br /&gt;
| Bildbreite = &lt;br /&gt;
| Lage = {{AUT}}&lt;br /&gt;
| Bistum = &lt;br /&gt;
| Breitengrad = 48.2083&lt;br /&gt;
| Längengrad = 14.743436&lt;br /&gt;
| Region-ISO = AT-4&lt;br /&gt;
| Nummer = 169&lt;br /&gt;
| Patrozinium = &lt;br /&gt;
| Gründungsjahr = 1141&lt;br /&gt;
| Ursprungsorden = &lt;br /&gt;
| zisterziensisch = &lt;br /&gt;
| Auflösung = 1794 oder 1784&lt;br /&gt;
| Wiederbesiedlung = &lt;br /&gt;
| Wiederauflösung = &lt;br /&gt;
| Mutterkloster = [[Stift Heiligenkreuz]]&lt;br /&gt;
| Primarabtei = [[Kloster Morimond]]&lt;br /&gt;
| Kongregation = &lt;br /&gt;
| Tochterklöster = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stift Baumgartenberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein ehemaliges Kloster der [[Zisterzienser]] (OCist) und heute das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kloster der Schwestern vom Guten Hirten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in [[Baumgartenberg]] im [[Bezirk Perg]] in [[Oberösterreich]]. Die [[Stiftskirche Baumgartenberg]] [[Mariä Aufnahme in den Himmel|Mariä Himmelfahrt]] ist heute die Pfarrkirche der Marktgemeinde. Im Klostergebäude ist das &amp;#039;&amp;#039;Europagymnasium Baumgartenberg&amp;#039;&amp;#039; untergebracht. Die Anlage steht unter [[Denkmalschutz#Österreich|Denkmalschutz]] ({{BDA Objekt Ref|80340|WD-Item=Q1415135|Baumgartenberg|text=Listeneintrag}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere geschichtliche Bedeutung besitzen zwei Baumgartenberger Handschriften aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, nämlich das Urbar von 1335 in Bezug auf das [[Oberösterreichisches Wappen|Oberösterreichische Landeswappen]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Urbar1335&amp;quot;&amp;gt;{{OoeGeschichte |pfad=ausstellungen/mit-brief-und-siegel/urbar-kloster-baumgartenberg |autor=Klaus Rumpler |titel=Urbar des Klosters Baumgartenberg |abruf=2022-08-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und das sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Baumgartenberg Formelbuch&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Bärwald|Hermann Baerwald]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Baumgartenberger Formelbuch. Eine Quelle zur Geschichte des 13. Jahrhunderts, vornehmlich der Zeiten Rudolfs von Habsburg&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Fontes rerum Austriacarum.&amp;#039;&amp;#039; Abteilung 2, Band 25). Wien 1866 ({{Google Buch |BuchID=GqwUAAAAQAAJ |SeitenID=PP9}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Scheffer-Boichorst]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleinere Forschungen zur Geschichte des Mittelalters IV: Die ersten Beziehungen zwischen Habsburg und Ungarn; zur Kritik des Baumgartenberger Formelbuchs.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung]].&amp;#039;&amp;#039; Band 10, 1889, S. 75ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Stiftung ===&lt;br /&gt;
Das Kloster wurde 1142 durch [[Otto von Machland]]&amp;amp;nbsp;(†&amp;amp;nbsp;1149) und seine Gemahlin Jeuta von [[Peilstein (Adelsgeschlecht)|Peilstein]] (südlich von [[Melk]]) gestiftet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Monasterium|autor=Kathrin Kininger|pfad=BaumOCist/collection|titel=Sammlung: Baumgartenberg, Zisterzienser (1149–1708)|kommentar=die Stiftung erfolgte 1142 und wurde erst später auf den 6.&amp;amp;nbsp;Mai 1141 rückdatiert}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC03737481/12/ Pritz 1854, S. 8 (Viewer S. 12).]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die allerersten Mönche kamen aus der zisterziensischen [[Primarabtei]] [[Kloster Morimond|Morimond]], doch wurde die Gründung zwischen 1154 und 1188 der [[Stift Heiligenkreuz|Zisterzienserabtei Heiligenkreuz]] unterstellt, und blieb somit in der [[Filiation (Orden)|Filiation]] von Morimond.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto gab anlässlich der Gründung des Klosters sein [[Burg Machland|Schloss auf dem Ulrichsberg]] in Baumgartenberg samt der Kirche St. Jakob, den angrenzenden [[Baumgartenberg|Deimingerwald]] (angrenzend an [[Arbing (Oberösterreich)|Frühstorf]] und [[Kolbing (Gemeinde Baumgartenberg)|Kolbing]]) und alles was er darin besaß, ferner das Gut [[Baumgartenberg|Mettensdorf]] samt der Kirche St. Lamprecht bis nach [[Mitterkirchen im Machland|Labing]] und zur Donau (angrenzend an die Äcker der Matrone [[Herren von Perg und Machland|Elisabeth]]), [[Baumgartenberg|Gassolding]] in der Nähe des Klosters (angrenzend an den Ammersbach auf der einen und dem Areal der [[Burg Clam]] auf der anderen Seite), dann Mühlen, Weiden, Wiesen, Gewässer und alles, was zur Kirche St. Jakob gehörte, sowie am Flüsschen [[Naarn (Fluss)|Naarn]] unkultiviertes Land (30&amp;amp;nbsp;Mansus), acht Bauerngüter mit der Mühle und dem dabei liegenden Wald in Teufenbach, in [[Saxen|Eizendorf]] zwei Meiereien, in [[Baumgartenberg|Pitzing]] zwei Mansus, acht Mansus in Markersdorf bei [[Retz]] und Wullerdorf bei [[Mailberg]] oder [[Wolkersdorf im Weinviertel|Wolkersdorf nordöstlich von Klosterneuburg]], Weinberge in [[Krems an der Donau|Krems]], in [[Rohrendorf bei Krems|Ober-Radendorf]] und [[Gneixendorf (Gemeinde Krems)|Gneixendorf]] bei Krems, einen Acker in Harras (Großharras oder [[Klein-Harras]]), von dem Nordwalde bei [[Königswiesen]] mehrere Mansus, [[Nöchling]] an der [[Ysper]] zehn Mansus Wald.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC03737481/12/ Pritz 1854, S. 9–10 (Viewer S. 13f).]&amp;lt;/ref&amp;gt; Später sind von anderen Stiftern oder durch Tausch und Schenkungen zahlreiche weitere Liegenschaften aus der näheren und weiteren Umgebung an das Kloster gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zisterzienserkloster ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Baumgartenberg Kloster-neu.jpg|mini|Kloster Baumgartenberg nach einem Stich von [[Georg Matthäus Vischer]] von 1674]]&lt;br /&gt;
1243 erfolgte die Weihe der Abteikirche, die im spätromanischen Baustil errichtet worden war. In den Jahren 1428 und 1432 wurden Kirche und Kloster bei [[Hussiteneinfälle ins Mühlviertel|Hussiteneinfällen ins Mühlviertel]] gebrandschatzt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pritz37&amp;quot;&amp;gt;[https://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC03737481/41/ Pritz 1854, S. 37 (Viewer S. 41).]&amp;lt;/ref&amp;gt; aber schon ab 1434 erfolgte unter Abt Stephan II. der Wiederaufbau von Kirche und Kloster im spätgotischen Stil. 1627 wurden die Pfarren [[Pergkirchen]], [[Münzbach]] (bis 1681) und [[Filialkirche Altenburg|Altenburg]] dem Stift Baumgartenberg einverleibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC03737481/49/ Pritz 1854, S. 45 (Viewer S. 49).]&amp;lt;/ref&amp;gt; Abt [[Bernhard Breil]] (1649–1683) leitete die Barockisierung des Klosters und der Kirche (Baumeister Antonio [[Carlone (Künstlerfamilie)|Carlone]]) ein. Abt [[Candidus Pfiffer]] (1684–1718) setzte die Barockisierung fort, stellte die Arbeiten aber um 1700 auf Grund finanzieller Schwierigkeiten ein. Berühmt ist die als &amp;#039;&amp;#039;Baumgartenberger Formelbuch&amp;#039;&amp;#039; bekannte Sammlung von Urkundenmustern aus dem Kloster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Mai 1784 wurde das Kloster durch Kaiser [[Joseph II.|Joseph&amp;amp;nbsp;II.]] aufgehoben und bis 1811 als Strafanstalt genutzt. Mit 1784 wurde die Klosterkirche die Kirche [[Pfarrkirche]] von Baumgartenberg. 1825 vernichtete ein Brand den Großteil des Konventtraktes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Besitzungen ====&lt;br /&gt;
Neben den Stiftungsgütern im [[Machland]] und im [[Weinviertel]] (siehe oben) hatte das Zisterzienserkloster unter anderem folgende Besitzungen:&lt;br /&gt;
* [[Klosterhof (Linz)|Klosterhof in Linz]] (1626–1784), das sogenannte Baumgartenberger Stiftshaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Äbte ====&lt;br /&gt;
Verzeichnis der 54 Äbte, welche dem Kloster Baumgartenberg von 1141 bis 1784 vorstanden:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC03737481/56/ Pritz 1854, S. 52–53 (Viewer S. 56–57).]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Friedrich I. (1141–1156)&lt;br /&gt;
# Hermann I. (1157–1170), um diese Zeit schenkte der Minnesänger [[Dietmar von Aist]] dem Kloster unter anderem eine kleine Kirche in Marbach in der [[Pfarrkirche Ried in der Riedmark|Pfarre Ried in der Riedmark]]&lt;br /&gt;
# Hermann II. (1170–1190)&lt;br /&gt;
# Friedrich II. (1191–1200) erhielt von Herzog [[Leopold VI. (Österreich)|Leopold VI.]] um 1198 die Mautfreiheit für das Kloster.&lt;br /&gt;
# Reinboto I. (1200–1206)&lt;br /&gt;
# Rudiger I. (1207–1232) hatte mit [[Stift Sankt Florian|Florianer]] Propst [[Otto I. (Gurk)|Otto]] einen Rechtsstreit wegen einiger Güter zu Hard an der Naarn, Schiedsrichter in dieser Angelegenheit waren am 19. Oktober 1208 in [[Mauthausen]] die Äbte Werner von [[Stift Heiligenkreuz|Zisterzienserstift Heiligenkreuz]], Wecelo (Wezelin) von [[Stift Göttweig|Benediktinerstift Göttweig]] und Hademar von [[Stift Garsten|Benediktinerstift Garsten]].&lt;br /&gt;
# Burkard I. (1232–1237)&lt;br /&gt;
# Pilgrim I. (1237–1242) ließ eine Wasserleitung in das Stift legen und wurde 1242/43 als Abt nach Heiligenkreuz berufen.&lt;br /&gt;
# Simon I. (1242–1245) begann eine Mauer um das Kloster zu bauen.&lt;br /&gt;
# Berthold I. (1245–1250) wurde 1250 ebenfalls als Abt nach Heiligenkreuz berufen&lt;br /&gt;
# Heinrich I. (1250–1252)&lt;br /&gt;
# Johann I. (1252–1272), verkaufte 1271 die Weinberge um Krems an die Bürger von Krems unter der Bedingung, dass die Käufer dem Kloster Baumgartenberg jährlich eine bestimmte Menge Wein übergeben sollten&lt;br /&gt;
# Walther I. (1272–1275) kam vom Stift Heiligenkreuz, erbaute das Dormitorium und vollendete die Klostermauern.&lt;br /&gt;
# Chunrat I. (1275–1285) erhielt von König [[Ottokar I. Přemysl|Otakar I.]] am 7. Juli 1276 in [[Freistadt]] das Privileg, Lebensmittel aus verschiedenen Teilen Österreichs mehrmals (statt bisher nur einmal) jährlich mautfrei zu beziehen, und von Herzog [[Heinrich XIII. (Bayern)|Heinrich XIII. von Bayern]] 1280 die Erlaubnis, jährlich ein Talent Salz mautfrei bei [[Burghausen]] und [[Neuburg am Inn]] vorbeizuführen.&lt;br /&gt;
# Alhard I. (1285–1287)&lt;br /&gt;
# Rapoto I. (1287–1298)&lt;br /&gt;
# Otto I. (1299–1301)&lt;br /&gt;
# Christian I. (1301–1317) vollendete das Badhaus, schlichtete am 25. April 1305 einen Streit zwischen dem Pfarrer Albert von [[Tafersheim]] und der Stifterin des [[Kloster Pulgarn|Klosters Pulgarn]].&lt;br /&gt;
# Walther II. (1317–1319)&lt;br /&gt;
# Konrad II. (1320–1325 und 1331–1335) erhielt am 12. Juli 1312 von den [[Grafschaft Schaunberg|Grafen von Schaunberg]] die Mauthfreiheit zu [[Aschach an der Donau]] für ein [[Fuder]] Salz und gewann 1324 einen Prozess wegen des Stiftshauses in Wien.&lt;br /&gt;
# Eberhard I. (1326–1330)&lt;br /&gt;
# Otto II. (1330–1331)&lt;br /&gt;
# Rudpert I. (1335–1337)&lt;br /&gt;
# Reinhard I. (1337–1351) brach die baufällige Abtei ab und erbaute ein neues Gebäude samt Kapelle.&lt;br /&gt;
# Christian II. (1351–1357) erhielt am 6. Januar 1354 von Hanns von [[Kapeller|Kapellen]] die [[Gumpendorfer Pfarrkirche]] zu Wien (1360 vollständig inkorporiert).&lt;br /&gt;
# Johann II. mit dem Zunamen Schwanletz (1357–1375)&lt;br /&gt;
# Stephan I. (1375–1379)&lt;br /&gt;
# Johann III. (1379–1405)&lt;br /&gt;
# Andreas I. (1405–1419)&lt;br /&gt;
# Stephan II. Edler von Darnach (1419–1451) musste die zweimalige Verwüstung des Klosters durch die Hussiten miterleben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pritz37&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Wolfgang I. (1451–1462)&lt;br /&gt;
# Sigismund I. (1462–1469)&lt;br /&gt;
# Eberhard II. (1469–1487) erneuerte die Stiftsdächer und ließ eine neue Orgel machen&lt;br /&gt;
# Johann IV. (1487–1499)&lt;br /&gt;
# Johann V. (1500–1507)&lt;br /&gt;
# Wilhelm I. (1508–1519) legte 1511 ein Kopialbuch mit allen Schenkungs-, Kauf- und Tauschurkunden des Klosters an und war danach Abt in Heiligenkreuz.&lt;br /&gt;
# Heinrich II. Kern (1519–1541)&lt;br /&gt;
# Hermann III. Scheidner (1541–1557)&lt;br /&gt;
# Nikolaus I. Ekhart (1557–1561)&lt;br /&gt;
# Michael I. (1561–1565), danach Administration bis 1568.&lt;br /&gt;
# Benedict I. Prieler (ernannter Abt 1568–1573)&lt;br /&gt;
# Mathias I. Marquard (1574–1579), danach Administration bis 1582.&lt;br /&gt;
# Jakob I. Roll (1582–1584), danach Administration bis 1586.&lt;br /&gt;
# Michael II. Angerer (1586–1595) häufte große Schulden an und floh nach 1595 nach Böhmen, danach wurde das Kloster zusammen mit Stift Pulgarn vier Jahre lang durch Prior Matthias Pendel bzw. Gregor Piermann und Stiftrichter Simon Rampelhofer administriert.&lt;br /&gt;
# Gregor I. Piermann (1603–1607), bei seinem Tod waren nur noch fünf Mitbrüder im Stift, das nun mehrere Jahre lang vom Prior und vom Stiftsrichter gemeinsam verwaltet wurde.&lt;br /&gt;
# [[Georg Stephanides|Georg I. Stephanides]] (1612–1614) wurde 1614 zum Abt von Heiligenkreuz gewählt, schlug diese Wahl aber aus.&lt;br /&gt;
# Kaspar I. Kirchleuthner (1615–1632)&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Brandhuber: &amp;#039;&amp;#039;Lateinische Barockinschriften in Oberösterreich.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Universität Salzburg, 2013, S. 63 (ganzfigurige Rotmarmorplatte in der Stiftskirche, [https://eplus.uni-salzburg.at/obvusbhs/download/pdf/1572103?originalFilename=true uni-salzburg.at]).&amp;lt;/ref&amp;gt;, unter ihm wurden 1627 die Pfarren [[Pfarrkirche Pergkirchen|Pergkirchen]], [[Pfarrkirche Münzbach|Münzbach]] und [[Filialkirche Altenburg|Altenburg]] mit allen Rechten dem Stift einverleibt.&lt;br /&gt;
# Michael III. Mayr (1632–1649) machte zwei in der Stadt [[Enns]] zum Stift gehörige Häuser frei von allen Lasten.&lt;br /&gt;
# [[Bernhard Breil|Bernhard I. Breil]] (1649–1683) war zuvor 1640–1649 Abt im [[Stift Neukloster]] gewesen. Er war ein guter Ökonomen, vermehrte die Anzahl der Mitglieder, baute die Bibliothek aus und restaurierte das Stiftshaus zu Linz.&lt;br /&gt;
# Candidus I. Pfiffer (1684–1718)&lt;br /&gt;
# Pontius I. Widersperger (1718–1736) war Verordneten des Prälatenstandes im Lande ob der Enns, häufte aber große Schulden an, sodass danach bis 1745 das Stift von wechselnden Personen verwaltet wurde.&lt;br /&gt;
# Hilarius I. Rizy (1745–1749)&lt;br /&gt;
# Eugenius I. Schickmayr (1749–1769)&lt;br /&gt;
# Christian III. Humpoletz (1770–1783)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwendung durch andere Orden ===&lt;br /&gt;
Von 1852 bis 1865 bewohnten [[Jesuiten]] das ehemalige Zisterzienserstift. 1865 kamen Mitglieder des Ordens der [[Schwestern vom Guten Hirten]] von [[Suben]] dorthin. Sie widmeten sich der Betreuung von schwererziehbaren Mädchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Schwestern vom Guten Hirten kamen auch [[Franziskaner (OFM)|Franziskaner]] als ihre Beichtväter nach Baumgartenberg. Im Jahre 1889 erhielten die Franziskaner der [[Tiroler Franziskanerprovinz|Tiroler Provinz]] ein Nebengebäude des Klosters als Wohnbereich und die Pfarre Baumgartenberg zur Seelsorge. Außerdem waren sie als Religionslehrer an der Schule der Schwestern tätig. Im Sommer 2008 wurde diese Franziskanerniederlassung aufgelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Kern: [http://kloester.franziskaner.at/index.php?haus=2 &amp;#039;&amp;#039;Abschied der Franziskaner aus Baumgartenberg. Der Orden schließt nach 119 Jahren seine Niederlassung in Baumgartenberg.&amp;#039;&amp;#039;] Nachricht von der Schließung der Franziskanerniederlassung auf franziskaner.at, 2008, abgerufen am 5. Oktober 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oberösterreichisches Wappen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baumgartenberger.jpg|mini|100px|Urbar mit dem Wappen der Machländer&amp;lt;ref name=&amp;quot;Urbar1335&amp;quot; /&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Oberösterreichische Landeswappen geht wahrscheinlich auf das im 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert ausgestorbene Geschlecht der Herren von Machland zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Urbar1335&amp;quot; /&amp;gt; Zwei um 1335 angefertigte Miniaturen im Urbar des Klosters Baumgartenberg&amp;lt;ref&amp;gt;[[Oberösterreichisches Landesarchiv]], Pa V/64, Pergamenthandschrift um 1335, 46 Blätter (Signatur laut Klaus Rumpler).&amp;lt;br&amp;gt;[[Konrad Schiffmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die mittelalterlichen Stiftsurbare des Erzherzogtums Österreich ob der Enns. III. Theil Baumgartenberg, St. Florian, Waldhausen, Wilhering.&amp;#039;&amp;#039; Braumüller, Wien/Leipzig 1915, S. 4–73 ({{landesbibliothek.at |urn-nr=3527807}}; Beschreibung und Text des Urbares).&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigen Machländer Wappen, die dem oberösterreichischen Wappen schon sehr ähnlich sind. Der Unterschied zwischen den Wappen im Urbar und dem späteren Landeswappen besteht hauptsächlich in der Färbung. Während die Miniaturen einen silberner Adler auf rotem Grund darstellen, finden wir im Landeswappen einen goldenen Adler auf schwarzem Hintergrund.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Das Landeswappen und der große Freiheitsbrief Rudolfs IV.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des oberösterreichischen Landesarchivs.&amp;#039;&amp;#039; Band 7, Linz 1961, S. 299–301 (gesamter Artikel S. 296–303, {{OoeGeschichte |pdf=mooela 07 0296-0303 01.pdf}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;G. M. Böhm-Lürgen: &amp;#039;&amp;#039;Das Landeswappen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Mühlviertler Heimatblätter]].&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 1, Linz 1961, Heft 4, S. 5 ({{OoeGeschichte |pdf=mhbl1961 7 8 0004 0006.pdf}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer der Schöpfer des oberösterreichischen Landeswappens ist, ist nicht gesichert. Das [[Machland]] war jedoch seit alters her ein Bestandteil des Herrschaftsgebietes des [[Babenberger]] gewesen, als deren Nachfolger sich die [[Habsburg]]er verstanden. Möglicherweise machte der österreichische Herzog [[Rudolf IV. (Österreich)|Rudolf IV.]] († 1365) dieses Wappen zum Wappen des Landes ob der Enns, um seine Ansprüche auf die Besitzungen der ausgestorbenen Herren von Machland und implizit auf ganz Oberösterreich zu bekräftigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Urbar1335&amp;quot; /&amp;gt; Überdies wecken die rot-weißen Streifen enge Assoziationen zum österreichischen [[Bindenschild]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
Heute betreiben die Schwestern ein Mädcheninternat und verschiedene Bildungseinrichtungen, seit 1995 ist auch das vom gleichnamigen Schulverein betriebene &amp;#039;&amp;#039;Europagymnasium vom Guten Hirten&amp;#039;&amp;#039; in der Klosteranlage untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauten und Anlage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stiftskirche Baumgartenberg12.jpg|mini|Pfarrkirche, ehem. Stiftskirche Baumgartenberg]]&lt;br /&gt;
Die ehemalige Stiftskirche mit Querhaus und Chor, die einen Dachreiter mit Zwiebelhelm trägt und für die 1142 der Grundstein gelegt wurde, besitzt eine niedrige dreischiffige, kreuzrippengewölbte Vorhalle („Paradies“, um 1310) mit einem romanischen Portal. Die Barockisierung der Kirche erfolgte um 1697 und geht auf die Carlone-Werkstatt zurück (zugeschrieben [[Carlo Antonio Carlone]]). Der später ebenfalls barockisierte [[Hallenchor|Hallenumgangschor]] wurde 1436–1446 errichtet. In den Fresken des Chors sind die [[Rosenkranz]]geheimnisse dargestellt. Bemerkenswert sind das Chorgestühl und die Kanzel. Um den Altarraum ist ein Chorumgang gelegt, der im Äußeren aus neun Seiten eines Sechzehnecks besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Stiftskirche Baumgartenberg]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Klöstern in Österreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MerianTopo |Titel=Baumgartenberg |Band=10 |Seite=12}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Festschrift. 850 Jahre Baumgartenberg.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von der Gemeinde Baumgartenberg, Baumgartenberg 1991.&lt;br /&gt;
* [[Franz Xaver Pritz]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des aufgelassenen Cistercienser-Klosters Baumgartenberg im Lande ob der Enns.&amp;#039;&amp;#039; In: Commission zur Pflege vaterländischer Geschichte der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv für Kunde österreichischer Geschichtsquellen]].&amp;#039;&amp;#039; Band 12, Wien 1854 ({{Landesbibliothek.at|urn=urn:nbn:at:AT-OOeLB-2153645}}).&lt;br /&gt;
* Ludwig Keplinger: &amp;#039;&amp;#039;Ehemaliges Männerkloster Baumgartenberg in Oberösterreich.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zisterzienser in Österreich.&amp;#039;&amp;#039; Salzburg 2004, ISBN 3-900173-72-9, S. 163–166.&lt;br /&gt;
* Liza Bernadette Fügenschuh: &amp;#039;&amp;#039;Die Barockisierung der ehemaligen Stiftskirche Baumgartenberg.&amp;#039;&amp;#039; Diplomarbeit, Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät der Universität Wien, 2013 (mit PDF auf [http://othes.univie.ac.at/27075/ univie.ac.at]).&lt;br /&gt;
* [[Aelred Pexa]]: &amp;#039;&amp;#039;Heiligenkreuz und Baumgartenberg.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Sancta Crux]] 71, 2010, S. 157–159.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Aelred Pexa]]&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Österreichische Zisterzienserkongregation&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Cistercienser von Baumgartenberg&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Festschrift zum 800-Jahrgedächtnis des Todes Bernhards von Clairvaux&lt;br /&gt;
   |Verlag=Herold&lt;br /&gt;
   |Ort=Wien&lt;br /&gt;
   |Datum=1953&lt;br /&gt;
   |Seiten=335-369}}&lt;br /&gt;
* [[Karl Oettinger (Kunsthistoriker)|Karl Oettinger]], [[Renate Wagner-Rieger]], [[Franz Fuhrmann (Kunsthistoriker)|Franz Fuhrmann]], [[Alfred Schmeller]]: &amp;#039;&amp;#039;Reclams Kunstführer Österreich 1.&amp;#039;&amp;#039; Philipp Reclam jun., 4. Auflage 1974, ISBN 3-15-008605-1, S. 34–35.&lt;br /&gt;
* {{OeML|Baumgartenberg|Baumgartenberg|RF}}&lt;br /&gt;
* Monika Soffner-Loibl: &amp;#039;&amp;#039;Baumgartenberg. Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt ehem. Zisterzienserstiftskirche.&amp;#039;&amp;#039; Peda-Kunstführer Nr. 733/2009, Kunstverlag Peda, Passau 2009, ISBN 978-3-89643-733-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.kloster-baumgartenberg.at/ &amp;#039;&amp;#039;Kloster der Schwestern vom guten Hirten Baumgartenberg&amp;#039;&amp;#039;] auf kloster-baumgartenberg.at.&lt;br /&gt;
* {{OoeGeschichte |suche1=Baumgartenberg}}.&lt;br /&gt;
* [http://www.burgenseite.com/cpg132/thumbnails.php?album=12 Bilder der Stiftskirche] auf burgenseite.com.&lt;br /&gt;
* {{Monasterium|autor=Kathrin Kininger|pfad=BaumOCist/collection|titel=Sammlung: Baumgartenberg, Zisterzienser (1149–1708)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kirchen und Ordensniederlassungen im Dekanat Perg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=7681118-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Baumgartenberg, Stift}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Zisterzienserkloster in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klostergründung 1141|Baumgartenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wiederbesiedeltes Kloster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Niederlassung der Jesuiten in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klostergründung 1852|Stift Baumgartenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stift Heiligenkreuz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Bistums Passau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Diözese Linz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster der Schwestern vom Guten Hirten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildungseinrichtung in der Diözese Linz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegründet 1865|Stift Baumgartenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Franziskanerkloster in Österreich&amp;lt;!--Gegründet 1865, Wiederbesiedeltes Kloster--&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster in der Diözese Linz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dekanat Perg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster in Oberösterreich]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- baulich--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Baumgartenberg|Stift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klosteranlage in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baugruppe (Städtebau) der Gotik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1430er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockisiertes Bauwerksensemble]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Säkularisiertes Kloster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal (Bezirk Perg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baugruppe (Städtebau) in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baugruppe (Städtebau) in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Franziskanerprovinz|Baumgartenberg]]&lt;/div&gt;</summary>
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