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	<title>Stift (Kirche) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Residenz und St. Lorenz.jpg|mini|hochkant=1.4|Das Zentrum des [[Fürststift Kempten|Fürststifts Kempten]] mit der Pfarr- und Stiftskirche [[Basilika St. Lorenz|St. Lorenz]] und der [[Fürstäbtliche Residenz|Fürstäbtlichen Residenz]]]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stift&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Neutrum]]; [[Plural]]: &amp;#039;&amp;#039;Stifte&amp;#039;&amp;#039; oder selten &amp;#039;&amp;#039;Stifter&amp;#039;&amp;#039;) ist jede mit Vermächtnissen und Rechten ausgestattete, zu kirchlichen Zwecken bestimmte und einer geistlichen Körperschaft übergebene &amp;#039;&amp;#039;(gestiftete)&amp;#039;&amp;#039; [[Anstalt (Recht)|Anstalt]] mit allen dazugehörigen Personen, Gebäuden und Liegenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Stifter dieser Einrichtungen waren in der Regel [[König]]e, [[Herzog|Herzöge]] oder begüterte [[Adel]]sfamilien. Ihre Motivation war zugleich religiös (Sicherung des eigenen Seelenheils) und politisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Anstalten dieser Art sind die [[Kloster|Klöster]], nach deren Vorbild sich später das [[Kanoniker#Lebensweise|kanonische Leben]] der Geistlichen an [[Kathedrale]]n (Bischofskirchen) und [[Kollegiatstift]]skirchen gestaltete. Monastischen Regeln ähnlich sind die Gebräuche der [[Augustiner-Chorherren]] und der [[Prämonstratenser]]. Anders als diese [[Regularkanoniker]] sind [[Säkularkanoniker]] und [[Kanoniker]] an Bischofskirchen nicht gänzlich Teil der Gemeinschaft, sondern können über privates Eigentum und Einkommen verfügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typen ==&lt;br /&gt;
=== Klerikergemeinschaften und Frauenkommunitäten ===&lt;br /&gt;
==== Kollegiatkirchen / Kollegiatstifte ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kollegiatstift}}&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den mit den Kathedralkirchen verbundenen [[Erzstift|Erz-]] und [[Hochstift]]en mit je einem [[Erzbischof]] oder [[Bischof]] an der Spitze heißen die Kollegiatkirchen, denen kein Bischof vorstand, &amp;#039;&amp;#039;Kollegiatstifte&amp;#039;&amp;#039;. Die Mitglieder derselben wohnten meist in einem Gebäude zusammen und wurden von dem Ertrag eines Teils der Stiftsgüter sowie [[Zehnt]]en unterhalten. Kollegiatstifte als nicht-monastische Gemeinschaften von Klerikern bestehen auch noch heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Domkapitel ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Domkapitel}}&lt;br /&gt;
Es bildeten sich die [[Domkapitel]], deren Glieder, die [[Canonici]], sich [[Kapitular]]en, [[Domherr|Dom]]-, [[Kanoniker|Chor]]- oder [[Stiftsherr]]en nannten. Infolge des häufigen Eintritts [[Adliger]] entzogen sich dieselben schon im 11. Jahrhundert der Verpflichtung des Zusammenwohnens ([[Klausur (Kloster)|Klausur]]), verzehrten ihre [[Präbende]]n einzeln in besonderen Amtswohnungen, bildeten jedoch fortwährend ein durch Rechte und Einkünfte ausgezeichnetes Kollegium, welches seit dem 13. Jahrhundert über die Aufnahme neuer Kapitularen zu entscheiden, bei Erledigung eines Bischofssitzes ([[Sedisvakanz]]) die provisorische Verwaltung der [[Diözese]] zu führen und den neuen Bischof aus seiner Mitte zu wählen hatte. Dom-Hochstifte bildeten im Heiligen Römischen Reich Reichsstände im Fürstenrang. Stiftsherren in einem [[Hochstift]] bildeten den dortigen Herrschaftskern. Bei diesen unmittelbaren Hoch- und Erzstiften mussten die Domherren ihre Stiftsfähigkeit durch 16 [[Ahn]]en beweisen; sie waren Versorgungsanstalten für die jüngeren Söhne des Adels ([[Stiftsadel]]) geworden. Während diese adligen Kapitularen sich den Genuss aller Rechte ihrer [[Kanonikat]]e vorbehielten, wurden die geistlichen Funktionen den regulären Chorherren auferlegt, woher sich der Unterschied der weltlichen Chorherren (Canonici sæculares), welche die eigentlichen Kapitularen sind, von den [[Regularkanoniker|regulierten Chorherren]] (Canonici regulares) schreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frauenstifte ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Frauenstift}}&lt;br /&gt;
Außer den Erz-, Hoch- und Kollegiatstiften gibt es auch noch weibliche Stifte, und zwar geistliche und weltliche. Erstere entstanden durch eine Vereinigung regulierter [[Chorfrau]]en und glichen den Klöstern; bei den freien weltlichen Stiftern (wie dem [[Stift Essen]] und dem [[Stift Börstel]]) dagegen legten die [[Kanonissen]] oder Kapitularinnen nur die Gelübde der [[Keuschheit]] bzw. der Ehelosigkeit und des Gehorsams gegen ihre Obern ab, können jedoch heiraten, wenn sie auf ihre [[Pfründe]] verzichten, und haben die Freiheit, die ihnen vom Stift zufließenden Einkünfte zu verzehren, wo sie wollen. Nur die [[Pröpstin]] oder je nach Stift die [[Äbtissin]] und [[Vorsteherin]] nebst einer geringen Zahl Kanonissen pflegen sich im Stiftsgebäude aufzuhalten. Auch die Pfründen dieser Stifte wusste der [[Stiftsadel|stiftsfähige Adel]] vielfach ausschließlich für seine Töchter zu erlangen, doch hängt häufig die Aufnahme auch von einer Einkaufssumme ab. Auch sind für die Töchter von verdienten Beamten Stiftsstellen geschaffen worden. Die Kanonissen dieser „freien weltadligen Damenstifte“ werden jetzt gewöhnlich [[Stiftsdame]]n genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stifte im weiteren Sinne und Reichsunmittelbarkeit ===&lt;br /&gt;
In der Geschichtswissenschaft und in den Handbüchern ist es üblich, auch Mönchs- und Nonnenklöster als Stifte zu bezeichnen. Dies geschieht in bewusster Abgrenzung zum Begriffe [[Reichskloster]]/[[Reichsabtei]], die vor allem auf das Mittelalter bezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb des Heiligen Römischen Reiches galten so verstandene Stifte dann als [[reichsunmittelbar]], wenn sie ihre Steuern direkt dem [[Römisch-Deutsches Reich|römisch-deutschen]] König bzw. Kaiser entrichten mussten. Sie waren damit im Prinzip von einem [[Landesherr]]n unabhängig. Seltener war die Erhöhung eines Stiftes in einen [[Reichsstand|Reich]]- oder [[Reichskreis|Kreisstand]]. Die meisten Stifte waren somit gar nicht oder nur über [[Reichsprälat|Prälatenbänke]] im Reichstag vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HistLexBay|45346|&amp;lt;!--link--&amp;gt;iquelle|Sarah Hadry|Reichsstifte in Schwaben|2010-10-05|2010-10-21||}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der durch den [[Reichsdeputationshauptschluss]] vom 25. Februar 1803 verfügten [[Säkularisation]] hatten als [[Reichsstift]]e noch die [[Geistliches Territorium|geistlichen Territorien]] (Erz- oder Hochstifte) [[Kurköln|Köln]], [[Kurmainz|Mainz]], [[Kurtrier|Trier]], [[Erzstift Salzburg|Salzburg]], [[Hochstift Augsburg|Augsburg]], [[Hochstift Bamberg|Bamberg]], [[Hochstift Basel|Basel]], [[Diözese Bozen-Brixen|Brixen]], [[Hochstift Chur|Chur]], [[Hochstift Eichstätt|Eichstätt]], [[Hochstift Freising|Freising]], [[Hochstift Hildesheim|Hildesheim]], [[Hochstift Konstanz|Konstanz]], [[Hochstift Lübeck|Lübeck]], [[Hochstift Lüttich|Lüttich]], [[Hochstift Münster|Münster]], [[Hochstift Osnabrück|Osnabrück]], [[Hochstift Paderborn|Paderborn]], [[Hochstift Passau|Passau]], [[Hochstift Regensburg|Regensburg]], [[Hochstift Speyer|Speyer]], [[Hochstift Straßburg|Straßburg]], [[Hochstift Trient|Trient]], [[Hochstift Worms|Worms]], [[Hochstift Würzburg|Würzburg]] sowie einige [[Fürstpropst]]eien (u. a. [[Fürstpropstei Berchtesgaden|Berchtesgaden]], [[Fürstpropstei Ellwangen|Ellwangen]]) und [[gefürstete Abtei]]en (etwa [[Corvey]], [[Kloster Fulda|Fulda]], [[Fürststift Kempten|Kempten (Allgäu)]]) [[Hoheit (Staatsrecht)|Landeshoheit]] und [[Stimmrecht]] auf dem Reichstag und waren den [[Fürstentum|Fürstentümern]] gleich geachtet. In anderen Ländern waren die Stifte niemals zu so großer Macht gelangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stifte während der Reformation und Säkularisation ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bardowicker Dom 1720.jpg|mini|Reformiertes Domstift St. Peter und Paul zu [[Bardowick]] 1720]]&lt;br /&gt;
Auch in den bei der [[Reformation]] protestantisch gewordenen Ländern blieben meist die Stifte und die Domkapitel, jedoch ohne einen Bischof und ohne Landeshoheit, und ihre Einkünfte wurden als [[Sinekure]]n vergeben. Ausnahmen bildeten nur das ganz protestantische [[Hochstift Lübeck]] und das aus gemischten Kapitularen bestehende Kapitel zu [[Hochstift Osnabrück|Osnabrück]]. Jetzt sind alle Stifter mittelbar, d.&amp;amp;nbsp;h. der [[Hoheit (Staatsrecht)|Hoheit]] des betreffenden Landesherrn unterworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die säkularisierten und protestantisch gewordenen Stifte behielten häufig ihre eigene Verfassung und Verwaltung; meist wurden aber ihre Präbenden in [[Pension (Altersversorgung)|Pensionen]] verwandelt, welche zuweilen mit gelehrten Stellen verbunden waren. Im ehemaligen [[Preußen]] sind das evangelische Domkapitel zu [[Brandenburg an der Havel]] sowie die &amp;#039;&amp;#039;Vereinigten Domstifter&amp;#039;&amp;#039;, die 1930 als Stiftung öffentlichen Rechts aus den Domstiften zu [[Merseburg]] und [[Naumburg (Saale)|Naumburg]] sowie dem Kollegiatstift in [[Zeitz]] gebildet wurden, bemerkenswert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.naumburger-dom.de/ Vereinigte Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz.] naumburger-dom.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Österreich werden heute manche Klöster noch „Stift“ genannt. Auch tragen zahlreiche soziale oder Bildungseinrichtungen in der Trägerschaft einer [[Stiftung]], oft mit kirchlichem Hintergrund, den Namen „Stift“.&amp;lt;ref&amp;gt;Beispiele: [http://www.stift-neuzelle.de/?site=1 Stiuft Neuzelle], [https://www.evangelisches-johannesstift.de/ Evangelisches Johannesstift Berlin], [http://www.paulgerhardtstift.de/ Paul-Gerhardt-Stift zu Berlin]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Stiftsgymnasium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HistLexBay|45346|&amp;lt;!--link--&amp;gt;iquelle|Sarah Hadry|Reichsstifte in Schwaben|2010-10-05|2010-10-21||}}&lt;br /&gt;
* [[Margret Friedrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Stifte in der Frühen Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hannes Obermair]], [[Klaus Brandstätter]], Emanuele Curzel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dom- und Kollegiatstifte in der Region Tirol – Südtirol – Trentino in Mittelalter und Neuzeit / Collegialità ecclesiastica nella regione trentino-tirolese dal medioevo all’età moderna&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Schlern-Schriften]].&amp;#039;&amp;#039; Band 329). Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2006, ISBN 3-7030-0403-7, S. 51–65.&lt;br /&gt;
* {{Brockhaus-1911 |Lemma=Stift |Band=2 |Seite=768 |zenoID=20001589938}}&lt;br /&gt;
* {{Brockhaus-1837 |Lemma=Stift |Band=4 |Seite=299 |SeiteBis=301 |zenoID=20000866970}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4057534-2}}&lt;br /&gt;
* Katholische Stifte&lt;br /&gt;
** [https://www.kloster-roggenburg.de/ Prämonstratenser-Stift Roggenburg]&lt;br /&gt;
* Evangelische Stifte&lt;br /&gt;
** [http://www.stiftskirche-frose.de/ Stiftskirche-Frose]&lt;br /&gt;
** [http://www.klosterkammer.de/html/kloester_stifte.html Klosterkammer Hannover]&lt;br /&gt;
** [http://www.evstift.uni-tuebingen.de/ Evangelisches Stift Tübingen]&lt;br /&gt;
** [http://www.portal-zur-geschichte.de/ Ev. Damenstift Gandersheim]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4057534-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Klosterwesen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum und Wirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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