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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Stickstofflaser</id>
	<title>Stickstofflaser - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T13:02:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stickstofflaser&amp;diff=365884&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie, Kleinigkeiten.</title>
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		<updated>2025-12-21T12:48:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie, Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stickstofflaser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein 3-Niveau-[[Gaslaser]], der nur im [[Pulslaser|Pulsbetrieb]] arbeiten kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sigrist&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Markus Werner Sigrist |Titel=Laser: Theorie, Typen und Anwendungen |Auflage=8 |Verlag=Springer Spektrum |Ort=Berlin |Datum=2018 |ISBN=978-3-662-57514-7 |Seiten=244-248}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Anregung des Stickstoffgases erfolgt durch eine [[Gasentladung|Hochspannungsentladung]] quer zur Ausbreitungsrichtung des Laserstrahls. Bemerkenswert am Stickstofflaser ist sein einfacher Aufbau &amp;#039;&amp;#039;ohne&amp;#039;&amp;#039; [[Laserresonator]] („[[Superstrahler]]“) und der mögliche Betrieb mit atmosphärischer [[Luft]], sodass er mit einfachen Mitteln auch von Hobbybastlern gebaut werden kann.&lt;br /&gt;
[[Datei:N2 Laser.jpg|mini|Aufbau eines N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Lasers; links die [[Funkenstrecke]] aus zwei Hutmuttern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Typische Daten:&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Druck (Physik)|Gasdruck]]: einige [[Vorsätze für Maßeinheiten|Milli]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;[[Bar (Einheit)|bar]] bis mehrere Bar.&lt;br /&gt;
* [[Energie]]: Mikro[[joule]] bis Millijoule.&lt;br /&gt;
* [[Leistung (Physik)|Leistung]]: Spitzenleistung einige Kilo&amp;lt;nowiki /&amp;gt;[[Watt (Einheit)|watt]] bis ein Megawatt, mittlere Leistung einige Milliwatt.&lt;br /&gt;
* [[Wellenlänge]]: stärkste Linie bei 337,1&amp;amp;nbsp;nm ([[Ultraviolett]]).&lt;br /&gt;
* Pulsdauer: einige hundert Pico&amp;lt;nowiki /&amp;gt;[[Sekunde|sekunden]] bis einige zehn Nanosekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungsweise ==&lt;br /&gt;
[[Stickstoff]] (wie auch Wasserstoff und Neon) kann durch eine sehr kurzzeitige (um 1–10&amp;amp;nbsp;ns) und intensive elektrische Gasentladung zum Lasern gebracht werden. Der Resonator ist bei diesem Laser wertlos, weil die Verweildauer des Elektrons im oberen Laserniveau des Stickstoffs nach dem „Pumpen“ kürzer ist als die Laufzeit des Lichtes von einem Spiegel zum anderen. Das reflektierte Licht würde erst dann zurückkommen, wenn die [[Besetzungsinversion]] nach der Anregung bereits beendet ist. Dann sind aber keine energiereichen Atome mehr da, die energetisch „gemolken“ werden können. In diesem Fall ist die Intensitätszunahme des Lichtes pro Millimeter (die Verstärkung) aber ausreichend groß, dass es zur spontanen Laserentstehung kommt. Der N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Laser verfügt also über eine außerordentlich hohe Strahlungsverstärkung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eichler&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Joachim Eichler, Jürgen Eichler |Titel=Laser - Bauformen, Strahlführung, Anwendungen |Auflage=8 |Verlag=Springer |Ort=Berlin, Heidelberg |Datum=2015 |ISBN=978-3-642-41437-4 |Seiten=115-118}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn [[Laserbetrieb]] stattfindet, ohne dass ein Resonator erforderlich ist, spricht man von einem Superstrahler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Lebensdauer (Physik)#Lebensdauer und Zerfallswahrscheinlichkeit|Lebensdauer]] &amp;lt;math&amp;gt;\tau_C&amp;lt;/math&amp;gt; des oberen Laserniveaus ([[Termsymbol|spektroskopische Notation]]: &amp;lt;math&amp;gt;C ~^3\Pi_u&amp;lt;/math&amp;gt;) ist mit &amp;lt;math&amp;gt;40~ns&amp;lt;/math&amp;gt; um mehrere Größenordnungen geringer als die des unteren Laserniveaus (&amp;lt;math&amp;gt;B ~^3\Pi_g&amp;lt;/math&amp;gt;) mit &amp;lt;math&amp;gt;\tau_B = 10~ms&amp;lt;/math&amp;gt;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hollas&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. Michael Hollas |Titel=Modern Spectroscopy |Auflage=4 |Verlag=Wiley |Ort=Chichester |Datum=2004 |ISBN=0-470-84416-7 |Seiten=355-356}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies verhindert einen &amp;#039;&amp;#039;cw&amp;#039;&amp;#039;-Betrieb ([[Dauerstrich]]) und limitiert den N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Laser auf den Pulsbetrieb, da sich das obere Laserniveau &amp;lt;math&amp;gt;C&amp;lt;/math&amp;gt; schneller entleert als das untere Niveau &amp;lt;math&amp;gt;B&amp;lt;/math&amp;gt;. Die anfängliche Besetzungsinversion wird also durch das Auffüllen von &amp;lt;math&amp;gt;B&amp;lt;/math&amp;gt; zerstört. Dieser Abbruch der Lasertätigkeit wird in der englischsprachigen Literatur als „self-termination“ bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eichler&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laserbetrieb von Stickstoff ist auch bei normalem Druck von 1&amp;amp;nbsp;bar möglich. Solche Laser heißen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;TEA-Laser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (transversal elektrisch angeregte Atmosphärendruck-Laser), es gibt sie auch für CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; als Lasermedium für die Wellenlänge 10,6&amp;amp;nbsp;µm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je geringer der Stickstoffdruck, desto seltener stoßen Atome zusammen und desto länger ist die Lebensdauer des oberen Laserniveaus, die Anforderungen an die Intensität und Kürze der Pump-Entladung sind dann geringer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zur Anregung erforderlichen kurzen und intensiven elektrischen Pulse können, wie u.&amp;amp;nbsp;a. [[Satyendra Nath Bose]] herausfand, durch [[Funkenstrecke]]n und einen [[Blümleingenerator]] erzeugt werden. Hierfür geeignete [[Schaltfunkenstrecke]]n müssen besonders schnell arbeiten und laufen daher teilweise in Edelgas und unter hohem Druck. Die Schaltung besteht im Wesentlichen aus einer parallel zu einem als Streifenleiter ausgebildeten Kondensator 1 liegenden Schalt-Funkenstrecke und der Laser-Entladungsstrecke, an welcher sich ein weiterer Kondensator 2 befindet. Die Spannung liegt zuerst an Kondensator 1 und Funkenstrecke an, die Funkenstrecke bricht durch und die Spannung liegt in der Folge kurzzeitig an der Laser-Entladungsstrecke an. Diese bricht sofort durch, es fließt ein Strom durch den Stromkreis und beide Kondensatoren entladen sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau mit einfachem Wanderfeld ==&lt;br /&gt;
[[Datei:N2laser.jpg|mini|Leiterstrukturen eines Stickstofflasers bei einfachem Wanderfeld, Draufsicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Form der Kondensatorplatten ergibt sich aus dem zu erzeugenden Wanderfeld:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ein Stickstofflaser meist länger ist als die Strecke, die Licht innerhalb 1&amp;amp;nbsp;ns zurücklegt, muss man einen elektrischen [[Streifenleiter]] verwenden,&lt;br /&gt;
um den Puls von der Funkenstrecke seitlich zu den Elektroden der Stickstoffentladung zu leiten.&lt;br /&gt;
Insbesondere bei langen Stickstofflasern ist die Entladungsstrecke während der Entladung sehr niederohmig (R &amp;lt; 10&amp;amp;nbsp;Ohm), so dass eine daran angepasste Streifenleitung sehr flach und breit sein muss.&lt;br /&gt;
Zu hohe Induktivitäten zwischen Funkenentladung und Streifenleiter werden vermieden, indem die Funkenstrecke direkt im Streifenleiter untergebracht ist (im Bild als Ring dargestellt).&lt;br /&gt;
Die elektrische Pulsfront trifft schräg auf die Elektroden der Stickstoffentladung, um über die gesamte Länge den durchlaufenden Laserpuls jeweils im richtigen Zeitpunkt zu treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:N2lasercross.jpg|mini|400px|links|Aufbau eines Stickstofflasers bei einfachem Wanderfeld, Querschnitt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funkenstrecke wird mit einer separaten Hochspannungsquelle innerhalb 0,1–10&amp;amp;nbsp;s (je nach Leistung) gemeinsam mit der Streifenleiterstruktur gespeist, um sich dann innerhalb 1&amp;amp;nbsp;ns durch Spontanzündung der Funkenstrecke zu entladen.&lt;br /&gt;
Die Elektroden der Stickstoffentladung erhalten nur während dieses kurzen Pulses die zur Entladung führende Spannung – nur dadurch können die Ionen der Stickstoffentladung die zum Lasern nötige Inversion erreichen, denn das obere Laserniveau entleert sich sehr schnell. Auch wird die Entladung dadurch homogener – sie hat keine Zeit, sich zu einzelnen Kanälen einzuschnüren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine länger dauernde Entladung wird durch einen Kondensator an der zweiten Wand des Wellenleiters nahe (weniger als etwa eine Licht-Nanosekunde „entfernt“) der Funkenstrecke verhindert: Er entlädt sich ebenfalls und die Spannungsdifferenz zwischen den Elektroden wird null.&lt;br /&gt;
Dieser Kondensator verhält sich bei den kurzen Pulsen ebenfalls wie ein Streifenleiter. Um möglichst wenig Energie in diesen zu verlieren, muss seine Impedanz möglichst schlecht an den eigentlichen Wellenleiter angepasst sein, d.&amp;amp;nbsp;h., er muss noch deutlich niederohmiger sein.&lt;br /&gt;
Um die Funkenstrecke nach ca. 1&amp;amp;nbsp;ns wieder zu löschen, muss seine Kapazität kleiner als 10&amp;amp;nbsp;nF sein (&amp;lt;math&amp;gt;R \cdot C = t&amp;lt;/math&amp;gt;).&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau mit vollständigem Wanderfeld für große Laser ==&lt;br /&gt;
[[Datei:N2laser top tw000.png|mini|links|Aufbau eines Stickstofflasers mit vollständigem Wanderfeld, Draufsicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:N2Laser dynamics tw000.png|mini|400px|[[Dynamik (Physik)|Dynamik]].Links: Funkenstrecke, Rechts: Laser-Funkenstrecke. Blau=U=Spannung, Schwarz=I=Strom, Rot=Ionen=Ionen-Konzentration]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in den Bildern gezeigte Wellenleiteraufbau verhindert Abstrahlung und somit Leistungsverlust oder Störung anderer Geräte. Nur eine einzige hochohmige, hochinduktive Leitung führt von der Rückseite des Kondensators nach außen. Diese wirkt zusammen mit dem 10-nF-Kondensator als 10-Hz-[[Tiefpass]], schützt das Netzteil vor Kurzschluss und muss meist gekühlt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:N2Laser cross cut tw000.png|mini|400px|Komplett eingebettete Kondensatorplatten bei Aufbau mit vollständigem Wanderfeld, Querschnitt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem vom Normaldruck abweichenden Innendruck benötigt man seitliche Fenster, um den Laserpuls auszukoppeln. Bei geeigneter Konstruktion wird fast nur in einer Richtung Laserstrahlung abgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeichnung rot dargestellt sind die Elektroden ober- und unterhalb des Laser-Kanales.&lt;br /&gt;
Die Funkenstrecke ist blau dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die konkaven Endflächen des [[Dielektrikum]]s um den Laser-Kanal herum sorgen für sog. [[Vorentladung]]en und damit zur Vor[[ionisation]] des Laser-Kanales durch deren UV-Emission. Dadurch wird eine homogenere Entladung erzielt.&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erreichen einer homogenen Entladung ==&lt;br /&gt;
Man benötigt eine [[Koronaentladung]] und keine [[Funke (Entladung)|Funkenentladung]]. Dies wird zum einen durch die kurze Pulszeit (die Entladung hat keine Zeit, sich zu Funken einzuschnüren) und zum anderen durch eine Vorionisation des Entladungskanals erreicht.&lt;br /&gt;
Die Vorionisation wird oft durch getrennte schwache Entladungen (Vorentladungen oder speziell dafür erzeugte Entladungen) erreicht, die durch ihre Ultraviolett-Emission das Gas im Laserkanal ionisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
Stickstofflaser haben hauptsächlich wissenschaftliche Bedeutung. Lange waren sie die einzigen verfügbaren Laser im [[Ultraviolett]].&lt;br /&gt;
Die kurzen, intensiven Laserpulse werden u.&amp;amp;nbsp;a. zum Pumpen von [[Farbstofflaser]]n, zur Untersuchung von [[Fluoreszenz]]farbstoffen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.laserfaq.org/sam/lasercn2.htm#cn2toc Sam&amp;#039;s Laser FAQ - Alle Antworten zu Selbstbaulasern]&lt;br /&gt;
* [http://www.diane-neisius.de/laser/ Diane’s Selbstbaulaser-site]&lt;br /&gt;
* [https://www.pulslaser.de/ Pulslaser.de - diverse Eigenbaulaser]&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Laserstrahlquelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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