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	<title>Sticker-Sarkom - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-22T16:15:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sticker-Sarkom&amp;diff=707218&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-11-20T14:50:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Surgical diseases and surgery of the dog (1906) (14784705963).jpg|mini|Sticker-Sarkom an einem [[Penis der Hunde|Hundepenis]]]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sticker-Sarkom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch  venerischer Hunde-Tumor, {{enS|&amp;#039;&amp;#039;Canine transmissible venereal tumor&amp;#039;&amp;#039;}} (CTVT), &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|transmissible venereal tumor}}&amp;#039;&amp;#039; (TVT), &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Sticker tumor}}&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|infectious sarcoma}}&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[infektiöser Tumor]] der äußeren [[Geschlechtsorgan]]e der [[Hunde]]. Die [[Krankheit]] kommt weltweit vor, in Deutschland aber nicht [[Endemie|endemisch]]. In den tropischen und subtropischen Regionen (Afrika, Mittelmeerraum, Südamerika) ist sie am häufigsten und tritt dort vor allem bei streunenden Hunden auf. Das Sticker-Sarkom wurde 1876 von dem russischen [[Tierarzt]] [[Mstislaw Alexandrowitsch Nowinski|M. A. Nowinski]] (1841–1914) entdeckt, der auch feststellte, dass dieser Tumor sich von Tier zu Tier übertragen lässt. Der Tumor lässt sich mittels [[Chemotherapie]] oder [[Strahlentherapie|Bestrahlung]] gut behandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathogenese ==&lt;br /&gt;
Die Übertragung kann einerseits durch den Deckakt, durch direkten Kontakt oder durch Lecken an den betroffenen Stellen von Tier zu Tier erfolgen. Während eine Zeit lang auch ein [[Viren|Virus]] als Ursache der Tumorbildung angenommen wurde, geht man heute davon aus, dass die Übertragung über abschilfernde Tumorzellen erfolgt, die sich über kleinste [[Epithel]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;defekte&amp;lt;/nowiki&amp;gt; in die Schleimhaut einnisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tumor wirkt immunogen, löst also eine [[Immunantwort]] aus. Ob es zu einer spontanen Rückbildung ([[Remission (Medizin)|Remission]]) oder im anderen Extrem zu einer [[Metastase|Metastasierung]] kommt, scheint stark vom Immunstatus des betroffenen Tieres abzuhängen. Bei jüngeren Tieren ist die Metastasierungsrate höher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Arbeitsgruppe aus England hat im Jahr 2006 den klonalen Ursprung des Sticker-Sarkoms nachgewiesen. Dabei wurden Marker von [[Haupthistokompatibilitätskomplex|Histokompatibilitätsantigenen]], Mikrosatelliten-[[Desoxyribonukleinsäure|DNA]] und [[Mitochondrium|mitochondrialer]] DNA verwendet. Man fand heraus, dass alle untersuchten Tumoren sich genetisch vom Wirt unterschieden. Es zeigte sich auch, dass Tumoren von 40 verschiedenen Hunden aus allen Kontinenten einen gemeinsamen [[Klonierung|klonalen]] Ursprung haben. Der ursprüngliche Tumor entstand vor bis zu 11.000 Jahren – die Zahlen variieren je nach Berechnungsmethode der [[Molekulare Uhr|molekularen Uhr]] und besitzen eine hohe [[Empirische Varianz|Standardabweichung]] – bei einem sibirischen Wolf oder einer Hunderasse und verbreitete sich seitdem als übertragbarer Tumor weltweit.&amp;lt;ref&amp;gt;C. Murgia, J. K. Pritchard, S. Y. Kim, A. Fassati, R. A. Weiss: &amp;#039;&amp;#039;Clonal origin and evolution of a transmissible cancer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Cell (Zeitschrift)|Cell]]&amp;#039;&amp;#039; (2006), Band 126(3), S. 477–87. PMID 16901782; {{PMC|2593932}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;I. D. O’Neill: &amp;#039;&amp;#039;Concise review: transmissible animal tumors as models of the cancer stem-cell process.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Stem Cells]]&amp;#039;&amp;#039; (2011), Band 29(12), S. 1909–14. {{DOI|10.1002/stem.751}}. PMID 21956952.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Parker&amp;quot;&amp;gt;H. G. Parker, E. A. Ostrander: &amp;#039;&amp;#039;Hiding in Plain View - An Ancient Dog in the Modern World.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Science.&amp;#039;&amp;#039; 343, 2014, S.&amp;amp;nbsp;376–378, {{DOI|10.1126/science.1248812}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit seiner Entstehung hat das Sticker-Sarkom etwa 1,9 Millionen [[Mutation]]en angesammelt, 646 [[Gen]]e wurden [[Deletion|deletiert]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Parker&amp;quot; /&amp;gt; Vor etwa 500 Jahren hat es sich global in Hundepopulationen ausgebreitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Parker&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptomatik ==&lt;br /&gt;
Diese Krankheit betrifft bei Rüden hauptsächlich [[Hundepenis|Penis]] und [[Hundepenis#Vorhaut|Präputium]], bei Hündinnen [[Vagina der Säugetiere|Vagina]] und [[Schamlippe]]n. Es zeigen sich rötliche, knotige, schnell blutende Geschwülste an den Genital[[schleimhaut|schleimhäuten]], auch mit eitrigem oder blutigem Ausfluss aus den Geschlechtsorganen. Mit dem weiteren Wachstum nehmen die Tumoren eine blumenkohlartige Form an und können über 5 cm groß werden. Primärherde können auch an anderen Hautstellen wie der [[Mundschleimhaut|Maul-]] oder [[Anus|Analschleimhaut]] auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Tumor metastasiert eher selten, die Angaben in der Literatur schwanken zwischen 5 und 17 %. Metastasen können in den [[Leistenlymphknoten]], im [[Perineum|Damm]] und am [[Hodensack]] auftreten, vor allem wenn der Tumor länger als einen Monat bestehen bleibt. Sehr selten können auch entferntere Organe ([[Lunge]], [[Zentralnervensystem]], [[Auge]]) betroffen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnose ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Canine transmissible venereal tumor cytology.JPG|mini|[[Vaginalzytologie|zytologischer]] Befund]]&lt;br /&gt;
Die [[Diagnose]] erfolgt durch eine pathologische Untersuchung einer [[Biopsie]]. Es handelt sich um einen Rundzelltumor [[mesenchym]]aler Herkunft. Die Zellen des Sticker-Sarkoms zeigen Anzeichen einer Chromosomen[[Anomalie (Medizin)|anomalie]]. Sie besitzen weniger [[Chromosom]]en (57 bis 62) als gesunde Zellen (78).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
In einigen Fällen kommt es zu einer Abheilung (&amp;#039;&amp;#039;spontane Remission&amp;#039;&amp;#039;) ohne Behandlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tumor spricht gut auf eine [[Chemotherapie]] an, wobei sich [[Vincristin]] als gut wirksam erwiesen hat. Es wird einmal wöchentlich über vier bis sechs Wochen verabreicht. Auch auf eine [[Strahlentherapie|Bestrahlung]] spricht der Tumor gut an. Nach chirurgischer Entfernung kann es zu Rezidiven kommen. Insgesamt gesehen ist die Prognose jedoch gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Beutelteufel#Die Bedrohung durch DFTD|Devil Facial Tumour Disease des Beutelteufels]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* http://www.ivis.org/docarchive/A1233.0405.pdf (pdf in englischer Sprache mit Abbildungen; 148&amp;amp;nbsp;kB)-- WayBack nicht gespeichert--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* C. Donatti; C.V.S. Brandão; J.J.T. Ranzani; M.G. Sereno; N. Vieira; G.T. Angelico : [https://www.vin.com/apputil/content/defaultadv1.aspx?pId=11290&amp;amp;id=4253002 Primary Ocular Transmissible Venereal Tumor in a Dog ], in: World Small Animal Veterinary Association World Congress Proceedings, 2009, UNESP Botucatu, São Paulo, Brazil; [https://www.ivis.org/library/wsava/wsava-annual-congress-brazil-2009/primary-ocular-transmissible-venereal-tumor-a-dog IVIS]&lt;br /&gt;
* Andréia Vitor Couto de Amaral, Francine Mucha, Igor Borges de Oliveira, Camila Franco de Carvalho, Wanessa Ferreira de Ataide, Klaus Casaro Saturnino: [https://seer.ufrgs.br/ActaScientiaeVeterinariae/article/view/98489 Primary Ocular Transmissible Venereal Tumor in a Prepubescent Female Dog], in: Acta Scientiae Veterinariae, Bamd 48, 2020/Dezember 2019, [https://www.researchgate.net/publication/339708131_Primary_Ocular_Transmissible_Venereal_Tumor_in_a_Prepubescent_Female_Dog PDF], [[doi:10.22456/1679-9216.98489]]&lt;br /&gt;
* [https://secure.vet.cornell.edu/nst/nst.asp?Fun=Image&amp;amp;imgID=5954 Transmissable veneral Tumor], Schwerer Fall aus der Pathologie der Cornell University, Stand: 2013/2014&lt;br /&gt;
* A. Gürel, B. Kuscu, E.&amp;amp;nbsp;G. Gulanber, S.&amp;amp;nbsp;S. Arun: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.isrvma.org/ImageToArticle/Files/Vol%2057%201%20TVT%20DETECTED%20IN%20EXTRAGENITAL%20ORGANS%20OF%20DOGS.doc Transmissible venereal tumors detected in the extragenital organs of dogs.] ([[Microsoft Word|MS Word]]; 253&amp;amp;nbsp;kB)&amp;#039;&amp;#039; Israel J Vet Med 57 (1): 23–27 (in englischer Sprache)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.newscientist.com/article.ns?id=dn9713&amp;amp;feedId=online-news_rss20= | wayback=20080205122855 | text=&amp;#039;&amp;#039;Newscientist-Artikel über übertragbare Tumoren bei Tieren&amp;#039;&amp;#039;}} (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.sciencedaily.com/releases/2006/08/060811075902.htm Contagious Cancer In Dogs Confirmed; Origins Traced To Wolves Centuries Ago], auf: ScienceDaily vom 10. August 2006, Quelle: University College London. Artikel über die Herkunft des infektiösen Tumors (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/news/infektioeser-hunde-krebs-geht-auf-ein-einzelnes-tier-zurueck/847376 Infektiöser Hunde-Krebs geht auf ein einzelnes Tier zurück], auf: Spektrum.de vom 10. August 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hautkrankheit des Hundes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bösartige Tumorbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Infektionskrankheit bei Hunden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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