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	<title>Stichomantie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-01-10T14:00:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stichomantie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bibliomantie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Bibliomantik&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Form der [[Wahrsagung]] mittels Texten. Oft werden dafür Werke benutzt, die als heilig oder jedenfalls besonders bedeutend gelten, etwa die [[Ilias]], die [[Bibel]] oder das [[I Ging|I&amp;amp;nbsp;Ging]]. Im Iran ist hierfür das Werk des Dichters [[Hafis]] sehr populär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wahrsager formuliert eine Frage, die er nicht selbst beantworten kann. Dann wählt er eines der genannten Bücher oder ein beliebiges anderes, schlägt es auf oder sticht mit einem spitzen Gegenstand irgendwo intuitiv in eine Buchseite und deutet die Textstelle an dieser Position als Antwort. Er versucht mit dieser Methode etwas über eigene oder „fremde“ Verhaltensweisen, über künftige Bestimmungen und Möglichkeiten zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bibliomantie war bereits in der [[Antike]] bekannt. Oft wurden dafür Texte von [[Homer]] und [[Publius Vergilius Maro|Vergil]] benutzt. Im [[Latein]]ischen sprach man von &amp;#039;&amp;#039;sortes homericae&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;sortes vergilianae&amp;#039;&amp;#039;. Mit dem Aufkommen des [[Christentum]]s lebten diese Weissagungspraktiken auf Basis der [[Bibel]] (&amp;#039;&amp;#039;sortes Sanctorum&amp;#039;&amp;#039;) fort. Dies ist sowohl für den [[Kirchenvater]] [[Augustinus]] als auch für [[Franz von Assisi]] überliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;Mark Forsyth &amp;#039;&amp;#039;Bibliomantik...&amp;#039;&amp;#039; in „Lob der guten Buchhandlung“, Fischer 2015, ISBN 978-3-596-03610-3&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der Synode von Vannes im Jahr [[465]] wurden solche Praktiken untersagt und mit [[Exkommunikation]] bedroht. Dieses Verbot wurde auch in zahlreichen späteren Konzilien übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens]], Band 5, S. 1375f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieder angeregt u. a. durch [[Nikolaus Ludwig von Zinzendorf|Nikolaus Graf von Zinzendorf]], war auch im 19. Jahrhundert die Bibliomantie in vielen Schichten verbreitet. Man bezeichnete sie auch als &amp;#039;&amp;#039;Däumeln&amp;#039;&amp;#039;, weil die Seiten mit dem Daumen schnell durchgeblättert wurden und man dann eine zufällige Seite aufschlug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Bibelstechen]]&lt;br /&gt;
* [[Homeromantie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Bibliomantie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mantik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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