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	<title>Steyrtalbahn - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Steyrtalbahn&amp;diff=323174&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Knergy: /* Errichtung */ Linkfix und Datum geändert</title>
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		<updated>2025-10-26T17:43:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Errichtung: &lt;/span&gt; Linkfix und Datum geändert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
{{BS-header|Steyrtalbahn}}&lt;br /&gt;
{{BS-daten&lt;br /&gt;
| AT-KBS =&lt;br /&gt;
| AT-STRECKENNR =&lt;br /&gt;
| LÄNGE = 39,8&lt;br /&gt;
| SPURWEITE = 760&lt;br /&gt;
| NEIGUNG =&lt;br /&gt;
| RADIUS= 60&lt;br /&gt;
| V-MAX =&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_FOTO = Trains du Steyrtalbahn 09.jpg&lt;br /&gt;
| PIXEL_FOTO = 280px&lt;br /&gt;
| TEXT_FOTO = Zwei Loks der [[kkStB U|Reihe 298]] verschieben in Garsten, 1977&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_KARTE =&lt;br /&gt;
| PIXEL_KARTE =&lt;br /&gt;
| TEXT_KARTE =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{BS-table}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xKBHFa|0,0|[[Garsten]]}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xHST|1,2|Sarning}}&lt;br /&gt;
{{BS|KBHFxa|2,7|[[Steyr]] Lokalbahnhof}}&lt;br /&gt;
{{BS|HST|3,7|Unterhimmel-[[Christkindl]]}}&lt;br /&gt;
{{BS|HST|5,2|Rosenegg}}&lt;br /&gt;
{{BS|BHF|6,7|Pergern}}&lt;br /&gt;
{{BS2e|eBS2+l|BS2+r|0,0||ehem. Abzweig nach [[Bad Hall]]}}&lt;br /&gt;
{{BS2e|exhKRZWae|STR|||[[Steyr (Fluss)|Steyr]]}}&lt;br /&gt;
{{BS2e|exBHF|STR|2,1|[[Sierninghofen]]}}&lt;br /&gt;
{{BS2e|exHST|STR|3,1|[[Wahlmühle]]}}&lt;br /&gt;
{{BS2e|exBHF|STR|4,8|[[Sierning]]}}&lt;br /&gt;
{{BS2e|exHST|STR|6,9|Oberwallern}}&lt;br /&gt;
{{BS2e|exHST|STR|9,5|[[Steinersdorf (Gemeinde Waldneukirchen)|Steinersdorf]]}}&lt;br /&gt;
{{BS2e|exBHF|STR|11,1|[[Waldneukirchen]]-[[Adlwang]]}}&lt;br /&gt;
{{BS2e|exHST|STR|12,6|Sankt Blasien (Mangstmühle)}}&lt;br /&gt;
{{BS2e|exHST|STR|13,8|[[Kammerhub (Gemeinde Sierning)|Kammerhub]]}}&lt;br /&gt;
{{BS2e|exKBHFe|STR|To1=exSTR|T2=STR|15,4|[[Bad Hall]]|&amp;lt;br /&amp;gt;Übergang zur [[Bahnstrecke Rohr–Bad Hall]]}}&lt;br /&gt;
{{BS2|BS2c2|BS2r||}}&lt;br /&gt;
{{BS|HST|9,3|[[Neuzeug]]}}&lt;br /&gt;
{{BS|HST|10,5|[[Letten (Gemeinde Sierning)|Letten]]}}&lt;br /&gt;
{{BS|BHF|12,1|[[Aschach an der Steyr]]}}&lt;br /&gt;
{{BS|HST|14,4|Sommerhubermühle}}&lt;br /&gt;
{{BS|hKRZWae|||[[Steyr (Fluss)|Steyr]]}}&lt;br /&gt;
{{BS|HST|17,9|[[Waldneukirchen]]}}&lt;br /&gt;
{{BS|KBHFxe|19,2|[[Grünburg]]}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xBHF|22,2|Unterhaus}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xHST|22,9|Haunoldmühle}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xBHF|28,1|[[Leonstein (Gemeinde Grünburg)|Leonstein]]}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xBHF|30,2|[[Molln]]}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xHST|31,7|Agonitz}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xHST|34,3|[[Steyrdurchbruch]]}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xHST|36,8|Frauenstein}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xKBHFe|To=exSTR|39,8|[[Klaus an der Pyhrnbahn|Klaus]]|&amp;lt;br /&amp;gt;Übergang zur [[Pyhrnbahn]]}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steyrtalbahn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Schmalspurbahn]] in [[Bosnische Spurweite|Bosnischer Spurweite]] (760 mm) in [[Oberösterreich]] und führte ursprünglich von [[Garsten]] über [[Grünburg]] und [[Molln]] nach [[Klaus an der Pyhrnbahn|Klaus]] mit einem [[Flügelbahn|Seitenflügel]] von [[Garsten|Pergern]] über [[Sierning]] nach [[Bad Hall]]. Heute verkehrt sie nur noch auf der Teilstrecke von [[Steyr]] nach Grünburg als [[Museumsbahn]] an Wochenenden im Sommerhalbjahr, im Advent und um den Jahreswechsel (Stand 2024).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Steyrtalbahn die erste Schmalspurbahn auf dem Gebiet des heutigen [[Österreich|Österreichs]] in Bosnischer Spurweite war, kam ihr eine gewisse Pionierrolle zu. Die ursprünglich für diese Strecke entwickelten Lokomotiven stellten den Ursprung fast sämtlicher österreichischen Schmalspur-Lokomotiven dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Errichtung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Styrthalbahn.jpg|mini|links|Aktie der Steyrtalbahn von 1890]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Trains du Steyertalbahn.jpg|mini|links|Güterzug im Bahnhof Molln, 1977]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Steyrtalbahn 01.jpg|links|mini|Steyrtalbahn-Loks 4 und 6 am Lokalbahnhof in Steyr]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnhof Klaus an der Pyhrnbahn.jpg|mini|Der Bahnhof Klaus. Beim Bau der regelspurigen Kremstalbahn entstand auch das als Restaurant dienende ehemalige Heizhaus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirtschaftlichen Standbeine des Steyrtals waren die Forstwirtschaft und die Metallverarbeitung. Das Holz wurde per „[[Ladenkarl]]“ genannten Flößen&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Neweklowsky: &amp;#039;&amp;#039;Ladenkarl und Schiftfuhren.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Oberösterreichische Heimatblätter.&amp;#039;&amp;#039; April–Juni 1957, S. 145–150 ({{OoeGeschichte |pdf=hbl1957 2 145-150.pdf}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Flößerei|Holztrift]] auf der [[Steyr (Fluss)|Steyr]] abtransportiert, was nur eine Verwendung als Bau- und Brennholz oder für die Holzkohle- oder Papiererzeugung zuließ. Der Straßentransport war zu teuer, erst der Bahntransport würde den Verkauf von Qualitätsholz zulassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1868 erhielt die Stadt Steyr durch die [[Rudolfsbahn]] Anschluss an das Eisenbahnnetz. 1887 erreichte die [[Bahnstrecke Rohr–Bad Hall|Kremstalbahn Bad Hall]] sowie im darauffolgenden Jahr [[Klaus an der Pyhrnbahn|Klaus]]. In der Folge entwickelte sich ein Interesse, das Tal der Steyr durch eine Nebenbahn zu erschließen. Zu den Proponenten das Bahnbaus zählte auch der Industrielle [[Josef Werndl]], Gründer der [[Österreichische Waffenfabriks-Gesellschaft|Österreichischen Waffenfabrik]], dessen Fabrik in Letten durch die Bahn Anschluss an die Rudolfsbahn bekommen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1888, in dem zugunsten von [[Josef Ritter von Wenusch]] die Konzession für eine „als schmalspurige Localbahn auszuführende Locomotiveisenbahn von Steyr (Garsten) durch das Steyerthal bis Unter-Grünburg“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&amp;amp;aid=rgb&amp;amp;datum=18880004&amp;amp;seite=00000051&amp;amp;zoom=2 RGBl. 1888/30.]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit eventueller Fortsetzung bis [[Klaus an der Pyhrnbahn|Klaus]] ausgestellt wurde, erfolgte die den Bahnbau unmittelbar nach sich ziehende Gründung der &amp;#039;&amp;#039;Steyrtalbahn AG&amp;#039;&amp;#039;. Als Spurweite wurde erstmals im Gebiet des heutigen Österreichs die vorher in [[Bosnien]] mit Erfolg in großem Stil angewandte [[Bosnische Spurweite]] von 760 mm zum Einsatz. Diese bewährte sich so gut, dass das [[K.u.k Armee|k.u.k Militär]] – auch in Hinblick auf einen Kriegsfall am Balkan – bei weiteren Schmalspur-Bahnbauten so gut wie ausschließlich diese Spurweite vorschrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19.&amp;amp;nbsp;August 1889 wurde die Strecke Garsten–Grünburg feierlich eröffnet&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|tpt|21|08|1889|03|AUTOR=|ZUSATZ=Nr. 191/1889 (XXV. Jahrgang)|Die Eröffnung der Steyrthalbahn|ALTSEITE=3&amp;amp;nbsp;f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, ein Jahr später, am 18.&amp;amp;nbsp;November 1890, die Verlängerung nach Agonitz&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|tpt|20|11|1890|03|AUTOR=|ZUSATZ=Nr. 267/1890 (XXVI. Jahrgang)|Grünburg–Agonitz|ALTSEITE=3 Mitte}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Gegen den Weiterbau bis [[Klaus an der Pyhrnbahn|Klaus]] gab es Widerstand von der &amp;#039;&amp;#039;[[Kremstalbahn|Kremsthalbahn]]-Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, die fürchtete, einen Teil des Verkehrs an die Steyrtalbahn zu verlieren. Also konzentrierte man sich bei der Steyrtalbahn vorerst auf den Bau der Flügelstrecke Pergern–Bad Hall, die am 1.&amp;amp;nbsp;Dezember 1891 (auf Basis der Konzessionsurkunde vom 21. September 1890&amp;lt;ref&amp;gt;[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&amp;amp;aid=rgb&amp;amp;datum=18900004&amp;amp;seite=00000415&amp;amp;zoom=2 RGBl. 1890/188].&amp;lt;/ref&amp;gt;) feierlich eröffnet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|tpt|03|12|1891|03|AUTOR=|ZUSATZ=Nr. 278/1891 (XXVII. Jahrgang)|Eröffnungsfahrt Pergern–Bad Hall|ALTSEITE=3, unten links}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Steyrtalbahn begann von Anfang an im Bahnhof Garsten nächst dem Bahnhof Garsten der Normalspurstrecke. Zumindest bis 1891 befand sich der Betriebsmittelpunkt mit [[Heizhaus]] (heute ein Wohnhaus) und Werkstätte 2 km nördlich davon bei Streckenkilometer 2,7 am Bahnhof Steyrdorf, der erst ab 1928 als [[Steyr Lokalbahn]] bezeichnet wird. Weil hier Flächen zur Erweiterung fehlten, wurden 1891/1892 am Bahnhof Garsten der Steyrtalbahn Heizhaus und Werkstätte neu errichtet und hier der Betriebsmittelpunkt eingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Süß, Museumsbahn Steyrtalbahn, Telefonat 17. März 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Verstaatlichung der Kremstalbahn (1902) wurde das Projekt der Verlängerung nach [[Klaus an der Pyhrnbahn|Klaus]] wieder aufgenommen. 1908 war Baubeginn, am 26.&amp;amp;nbsp;Oktober 1909 feierliche Eröffnung bei gleichzeitiger Betriebsfreigabe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|tpt|27|10|1909|06|AUTOR=|ZUSATZ=Nr. 246/1909 (XLV. Jahrgang)|Eröffnung der Strecke Agonitz–Klaus der Steyrtalbahn|ALTSEITE=6, Mitte links}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit hatte das Netz der Steyrtalbahn seine größte Ausdehnung (55&amp;amp;nbsp;Kilometer) erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung bis 1918 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Steyrtalbahn 05.jpg|mini|Zug in der Station [[Christkindl]] mit der [[Wallfahrtskirche Christkindl|gleichnamigen Wallfahrtskirche]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgesehen von einigen Rückschlägen durch Hochwässer entwickelte sich der Betrieb der Steyrtalbahn positiv. Es konnte stets ein Betriebsüberschuss erwirtschaftet und sogar eine bescheidene [[Dividende]] ausbezahlt werden. Die Streckenausbauten wurden durch Kapitalerhöhungen finanziert. Als Großaktionäre traten das [[Oberösterreich|Land Oberösterreich]], die [[Steyr|Stadt Steyr]], die [[Österreichische Waffenfabriks-Gesellschaft]], die Sparkasse Steyr und schließlich auch der Staat (Kapitalerhöhung für den Abschnitt Agonitz–Klaus) in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] kam es vor allem durch die Transporte zu und von den zwei Waffenfabriken bei Steyr Lokalbahn (damals: Steyrdörfl) und in [[Sierning|Letten]] zu einem starken Verkehrsanstieg. Von 1916 bis 1918 wurde daher bis Letten ein provisorischer [[Rollbock]]betrieb eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung bis 1945 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] begann für die Steyrtalbahn eine wirtschaftlich schwierige Zeit. Der Straßenverkehr wurde ein ernstzunehmender Konkurrent (Einrichtung von Autobuslinien Steyr–Bad Hall und Steyr–Grünburg). Vor allem auf der Flügelstrecke nach Bad Hall, wo ein Anschluss an die normalspurige [[Bahnstrecke Rohr–Bad Hall|Strecke nach Rohr]] bestand, wanderte ein Großteil der Fahrgäste zum Autobus ab. Alle Sanierungsbemühungen scheiterten, und so wurde der Betrieb 1931 von den [[Österreichische Bundesbahnen|Österreichischen Bundesbahnen]] (BBÖ) übernommen. Die Flügelstrecke nach Bad Hall blieb auch unter BBÖ-Betrieb ein unrentables Sorgenkind. Somit wurde am 1. August 1933 die Teilstrecke Sierning–Bad Hall stillgelegt und Anfang der 1940er Jahre zwecks Materialgewinnung abgetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den „[[Anschluss Österreichs]]“ an das [[Deutsches Reich|Deutsche Reich]] ging der Betrieb der Steyrtalbahn an die [[Deutsche Reichsbahn (1920–1945)|Deutsche Reichsbahn]] (DR) über. 1940 wurde die Steyrtalbahn AG aufgelöst, die Bahnstrecken übernahm die DR, sie kamen damit nach 1945 zur [[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung nach 1945 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Steyrtalbahn 04.jpg|mini|Die ehemalige Heeresfeldbahnlok 699.103 im Bahnhof Aschach an der Steyr]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Steyrtalbahn überstand den Krieg zwar unbeschädigt, trotzdem wäre eine Sanierung (Verstärkung des [[Oberbau (Eisenbahn)|Oberbaus]]) notwendig gewesen. Diese unterblieb aber, man musste zunächst Kriegsschäden an anderen Strecken ausbessern. Der leichte Oberbau verhinderte den Einsatz der neuen Schmalspur-Diesellok Reihe 2095 (Baujahre ab 1958), so dass die Strecke weiterhin ausschließlich mit Dampflokomotiven betrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Kostensenkung wurde am 1.&amp;amp;nbsp;Jänner 1967 der Gesamtbetrieb auf dem Reststück der Flügelstrecke (Pergern–Sierning) eingestellt. Am 26. Mai 1968 wurde der Personenverkehr zwischen [[Klaus an der Pyhrnbahn|Klaus]] und Molln eingestellt und durch einen [[Schienenersatzverkehr]] mit Autobussen ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14.&amp;amp;nbsp;März 1980 wurde die Strecke zwischen [[Leonstein (Gemeinde Grünburg)|Leonstein]] und Haunoldmühle durch einen Felssturz unterbrochen. Am nächsten Tag war die Strecke geräumt und der Betrieb wurde wieder aufgenommen. Zwei Wochen später kam allerdings eine Kommission zu dem Ergebnis, dass die Betriebssicherheit nicht gewährleistet sei, und sperrte die Strecke erneut. Dies wurde zum Anlass genommen, den Abschnitt Grünburg–[[Klaus an der Pyhrnbahn|Klaus]] komplett stillzulegen, obwohl ein Weiterbetrieb zumindest im Abschnitt Molln–[[Klaus an der Pyhrnbahn|Klaus]] möglich gewesen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Steyrtalbahn Brücke Waldneukirchen 2016-08.webm|mini|Lok Nr. 6, „Klaus“, fährt über die Waldneukirchner Brücke]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Steyrtalbahn 02.jpg|mini|Winterbetrieb auf der Steyrtal-Museumsbahn im [[Museumsbahnhof Grünburg|Bahnhof Grünburg]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Jahre später, am 28. Februar 1982, wurde auch die Reststrecke Garsten–Grünburg eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museumsbahn ab 1985 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Steyrtal Lok Klaus 760mm Jubilaeum 16-08-2015.webm|mini|thumbtime=10|Führerstand der Lok Nr. 6 „Klaus“]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grünburg Bahnhof Fahrkartenschalter-0680.jpg|mini|Fahrkartenschalter im Aufnahmsgebäude Grünburg]]&lt;br /&gt;
Die [[Österreichische Gesellschaft für Eisenbahngeschichte]] (ÖGEG) übernahm die Strecke Steyr Lokalbahn – Grünburg und betreibt sie seit 1985 als Museumsbahn mit Dampfzügen. Der Bahnhof Steyr Lokalbahn befindet sich heute an der Adresse Steyr, Redtenbachergasse 14, fußläufig gut 2 km vom Bahnhof Garsten entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle übrigen Gleisanlagen wurden abgetragen. Auf der Trasse Grünburg–Klaus wurde ein Radweg angelegt (Teil des [[Steyrtalradweg]]s). An die Zweigstrecke Pergern–Bad Hall erinnern vor allem die Widerlager der [[Steyr (Fluss)|Steyrbrücke]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Museumsfahrbetrieb besteht nach einem Fahrplan am [[1. Mai]], im Juni und Juli an Sonntagen, im August und September an Samstagen und Sonntagen, am [[Nationalfeiertag (Österreich)|26. Oktober]], an den Adventwochenenden und um den Jahreswechsel. Daneben werden auf Bestellung Sonderzüge geführt. (Stand Juli 2022)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Museumsbahn bietet nach Maßgabe von Platz die kostenlose Mitnahme von Fahrrädern an. So können Mitfahrende nach der Bahnfahrt auch noch via Steyrtalradweg 21 km nach Klaus radeln und damit den Großteil des Rests der ehemaligen Bahntrasse bis zum damaligen Endpunkt in Klaus befahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chronologie ===&lt;br /&gt;
Eröffnung:&lt;br /&gt;
* 20. August 1889 Garsten–Grünburg&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; name=&amp;quot;Vortag&amp;quot;&amp;gt;Eröffnungsfeier am Vortag.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 19. November 1890 Grünburg–Agonitz&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; name=&amp;quot;Vortag&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{0}}2. Dezember 1891 Pergern–Bad Hall&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; name=&amp;quot;Vortag&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 26. Oktober 1909 Agonitz–Klaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stilllegung:&lt;br /&gt;
* {{0}}1. August 1933 Sierning–Bad Hall&lt;br /&gt;
* {{0}}1. Jänner 1967 Pergern–Sierning&lt;br /&gt;
* 26. Mai 1968 Molln–Klaus (Personenverkehr)&lt;br /&gt;
* 29. März 1980 Molln–Klaus (Gesamtverkehr)&lt;br /&gt;
* 29. März 1980 Grünburg–Molln&lt;br /&gt;
* {{0}}1. März 1982 Garsten–Grünburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Museumsbahn (kein Linienbetrieb):&lt;br /&gt;
* 1985: Steyr Lokalbahnhof – Grünburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fahrzeuge ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;→ siehe Hauptartikel [[Steyrtalbahn 1–6]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Steyrtalbahn 4 Kienberg-Gaming 2005-05-05.jpg|mini|Steyrtalbahn Nr. 4 &amp;quot;Molln&amp;quot; (1890)]]&lt;br /&gt;
Die Steyrtalbahn AG bestellte 1888 bei der [[Lokomotivfabrik Krauss &amp;amp; Comp. Linz|Lokomotivfabrik Krauss &amp;amp; Comp.]] in Linz an der Donau drei C´1-gekuppelte [[Nassdampf]]-[[Tenderlokomotive|Tenderlokomotiven]]. Die von Krauss entwickelte, kurvengängige Type mit [[Krauss-Helmholtz-Gestell]] erwies sich als derart gelungen, dass bereits 1890 und 1891 je ein weiteres Exemplar ins Steyrtal sowie gleichartige Lokomotiven an die [[Salzkammergut-Lokalbahn]] und die [[Lokalbahn Mori–Arco–Riva|Lokalbahn Mori-Arco-Riva]] geliefert wurden. Die Steyrtal-Type wurde zum konstruktiven Vorbild für die meistgebaute altösterreichische Schmalspurlok, der [[KkStB U|Type U]]. Diese übernahm Triebwerk sowie Fahrgestell unverändert. 1914 folgte mit der Nr. 6 &amp;quot;Klaus&amp;quot; nochmals ein bereits weitgehend an die Reihe U angeglichenes Exemplar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von der [[Grazer Maschinen- und Waggonbau-Aktiengesellschaft|Grazer Waggonfabrik]] gelieferten Personenwagen wurden zum Vorbild für die ab 1891 gebauten [[Achtfenster-Wagen|Achtfensterwagen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als technische Besonderheit der Steyrtalbahn-Fahrzeuge darf der in Österreich-Ungarn einmalige Einsatz der mittels Seilzug betätigten [[Heberleinbremse]] nach sächsischen Vorbildern gelten. Erst die [[Österreichische Bundesbahnen|Österreichischen Bundesbahnen]] führten die [[Gebrüder Hardy A.G.|Hardy]]-[[Saugluftbremse|Vakuumbremse]] ein, ein zuvor eingesetztes Exemplar der Reihe U musste eigens mit den Schnurrollen der Heberleinbremse ausgestattet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walter Schober: &amp;#039;&amp;#039;Die Steyrtalbahn&amp;#039;&amp;#039;. Bahn im Bild 25. Verlag Pospischil, Wien 1982, überarbeitete Auflage 1992.&lt;br /&gt;
* Christian Hager, Peter Wegenstein: &amp;#039;&amp;#039;Steyrtalbahn. Schmalspurstrecken Garsten–Steyr–Klaus und Pergern–Bad Hall&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Denkmayr, Linz 1988, ISBN 3-901838-22-8.&lt;br /&gt;
* Helmut Grassner: &amp;#039;&amp;#039;Die Steyrtalbahn&amp;amp;nbsp;– 90 Jahre Romantik&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Oberösterreichische Heimatblätter]].&amp;#039;&amp;#039; Band 33, Linz 1979, {{ZDB|505037-6}}. Land Oberösterreich, Linz 1979, S.&amp;amp;nbsp;192–204 (Historische Aufnahmen: [[Paginierung|Unpaginierte]] S.&amp;amp;nbsp;204A&amp;amp;nbsp;ff.; {{OoeGeschichte |pdf=hbl1979 3 4 192-204.pdf}}).&lt;br /&gt;
* Walter Krobot, Josef Otto Slezak, Hans Sternhart: &amp;#039;&amp;#039;Schmalspurig durch Österreich. Geschichte und Fahrpark der Schmalspurbahnen Österreichs. 327 Fotos, 1063 Fahrzeugskizzen, 23 Streckenpläne, 36 Bahnhofspläne, 11 Typenzeichnungen&amp;#039;&amp;#039;. Vierte Auflage. Internationales Archiv für Lokomotivgeschichte, Band 3, {{ZDB|256348-4}}. Slezak, Wien 1991, ISBN 3-85416-095-X.&lt;br /&gt;
* [[Elmar Oberegger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Steyrtalbahn. Garsten–Steyr Lokalbahnhof–Pergern–Bad Hall/Klaus&amp;#039;&amp;#039;. Veröffentlichungen des Info-Büros für Österreichische Eisenbahngeschichte, Band 14.2007, {{ZDB|2278238-2}}. Eigenverlag Info-Büro für Österreichische Eisenbahngeschichte, Sattledt 2007&amp;amp;nbsp;([http://media.obvsg.at/p-AC06298854-1001 obvsg.at] Inhaltsverzeichnis [PDF]).&lt;br /&gt;
* Patrick Van Brusselen: &amp;#039;&amp;#039;Die Steyrtalbahn im Bild – gestern und heute&amp;#039;&amp;#039;. Eigenverlag, Brüssel 2011, ISBN 978-3-200-02241-6.&lt;br /&gt;
* [[Andreas Knipping]], Wolfgang Kaiser: &amp;#039;&amp;#039;Österreich – die Eisenbahngeschichte. Das große Album&amp;#039;&amp;#039;. GeraMond-Verlag, München 2012, ISBN 3-86245-117-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.oegeg.at/schmalspur-steyrtalbahn/ &amp;#039;&amp;#039;Willkommen bei der Steyrtal-Museumsbahn.&amp;#039;&amp;#039;] In: oegeg.at.&lt;br /&gt;
* [https://www.steyr-nationalpark.at/aktivitaeten/sommer/top-10-sommerplaetze/oesterreich-poi/detail/402153/steyrtal-museumsbahn.html &amp;#039;&amp;#039;Steyrtal Museumsbahn&amp;#039;&amp;#039;] auf der Website des Tourismusverbands Steyr.&lt;br /&gt;
* [http://www.schmalspur-fotos.at/index.php?cat=24 &amp;#039;&amp;#039;Fotodatenbank. Schmalspurig durch Österreich.&amp;#039;&amp;#039;] In: schmalspur-fotos.at (historische Fotos vom Betrieb vor der Einstellung).&lt;br /&gt;
* [https://www.oberoesterreich.at/service/reise-ideen/oesterreich-tour/detail/430001275/steyrtal-radweg-r8.html &amp;#039;&amp;#039;Steyrtal Radweg R8.&amp;#039;&amp;#039;] In: oberoesterreich.at.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{Coordinate |NS=48/02/25/N |EW=14/23/10/E |type=landmark |region=AT-4}}--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bahnstrecke in Oberösterreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museumsbahn (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eisenbahnmuseum in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum in Oberösterreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1880er Jahren]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Knergy</name></author>
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