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	<title>Steuerabzug - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T21:39:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Steuerabzug&amp;diff=1349506&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Saehrimnir: /* Betroffene Steuerarten */ BKL Fix</title>
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		<updated>2025-08-15T13:02:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Betroffene Steuerarten: &lt;/span&gt; BKL Fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steuerabzug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der [[Finanzwissenschaft]] und [[Steuerlehre]] eine besondere [[Steuererhebung]]sform der [[Abzugsteuern]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Die meisten [[Steuerart]]en werden aufgrund einer [[Steuererklärung]] durch [[Veranlagung (Steuerrecht)|Veranlagung]] erhoben. Das hat zur Folge, dass der steuerbare [[Tatbestand]] beim [[Steuerobjekt]] bereits eingetreten ist, die [[Steuerzahler|Steuerzahlung]] des [[Steuerbetrag]]s jedoch erst nach dem [[Steuerbescheid]] durch den [[Steuerpflicht]]igen erfolgen muss. In diesem Zeitraum kommt es zu einer faktischen [[Stundung|Steuerstundung]]. Beim Steuerabzug dagegen hat sich der [[Steuergesetz]]geber dazu entschieden, das &amp;#039;&amp;#039;Quellenprinzip&amp;#039;&amp;#039; steuertechnisch durch Steuerabzug durchzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Kompakt_Lexikon_Finanzwissenschaft/j7UkBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Steuerabzug+lexikon&amp;amp;pg=PA169&amp;amp;printsec=frontcover Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Finanzwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 186]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies führt dazu, dass die [[Steuer]] bereits an der Quelle des [[Ertrag]]s oder einer [[Einkunftsart (Deutschland)|Einkunftsart]] abgezogen wird. Die Steuer wird direkt bei der Entstehung der [[Steuerbemessungsgrundlage]] und nicht erst später beim Steuerpflichtigen erhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Lexikon_der_Volkswirtschaft/NC4Bd2C-MJcC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=quellenAbzugsverfahren+lexikon&amp;amp;pg=PA585&amp;amp;printsec=frontcover Michael Hohlstein, &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Volkswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 585]&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierdurch sind [[Steuerschuldner]]/[[Steuerträger]] und [[Steuerzahler]] nicht identisch, denn letzterer ist die Ertrags- oder Einkunftsquelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betroffene Steuerarten ==&lt;br /&gt;
Vom Steuerabzug sind sämtliche Abzugsteuern betroffen, die im Rahmen des [[Abzugsverfahren]]s von der Quelle einzubehalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Einkommensteuer (Deutschland)|Einkommensteuer]] ist allgemein eine &amp;#039;&amp;#039;Veranlagungssteuer&amp;#039;&amp;#039;, doch gibt es hierbei einige Ausnahmen. Ein Steuerabzug an der Quelle wird bei der [[Lohnsteuer (Deutschland)|Lohnsteuer]] (Quelle: [[Arbeitgeber]]), bei der [[Kapitalertragsteuer (Deutschland)|Kapitalertragsteuer]] (Quelle: [[Zahlungspflichtiger]] wie [[Emittent (Finanzmarkt)|Emittenten]] bei [[Dividende]]n oder [[Kreditinstitut]]e bei [[Habenzins]]en), beim  [[Steuerabzug bei Bauleistungen]] (Quelle: [[Auftraggeber]]) und in bestimmten Fällen der [[Beschränkte Steuerpflicht|beschränkten Steuerpflicht]] vorgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Wirtschafts_Lexikon/VmzRBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Steuerabzug+lexikon&amp;amp;pg=PA501&amp;amp;printsec=frontcover Ute Arentzen/Eggert Winter, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, 1997, S. 3576]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu letzterer gehören die [[Aufsichtsratsteuer (Deutschland)|Aufsichtsratsteuer]], Einkünfte von [[Künstler]]n, [[Sportler]]n usw. und Einkünfte aus der Überlassung der Nutzung von [[Urheberrecht]]en, [[Lizenz]]en usw. ({{§|50a|estg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 [[Einkommensteuergesetz (Deutschland)|EStG]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Umsatzsteuer (Deutschland)|Umsatzsteuer]], deren [[Steuerdestinatar]] eigentlich der [[Verbraucher]] ist ([[indirekte Steuer]]), wird im Regelfall durch den [[Unternehmer]] als [[Steuerschuldner]] einbehalten und an das [[Finanzamt]] abgeführt ({{§|13a|ustg_1980|juris}} Abs. 1 [[Umsatzsteuergesetz (Deutschland)|UStG]]). Der [[Umsatzsteuergesetz (Deutschland)#Vorsteuerabzug|Vorsteuerabzug]] funktioniert wie ein Steuerabzug, das gilt auch für die [[Einfuhrumsatzsteuer (Deutschland)|Einfuhrumsatzsteuer]], für den erklärten [[Innergemeinschaftlicher Erwerb (Deutschland)|Innergemeinschaftlichen Erwerb]] und für erklärte, als Leistungsempfänger geschuldete Umsatzsteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liegen die Ertrags- oder Einkunftsquellen im [[Ausland]], so wird dort die [[Quellensteuer]] vom Quellenstaat abgezogen und einbehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Steuertechnik ==&lt;br /&gt;
Nach {{§|43|estg|juris}} EStG in Verbindung mit {{§|43a|estg|juris}} EStG sind zwei Abzugsverfahren zu unterscheiden, nämlich das Abzugsverfahren für [[Eigenkapital]]anlagen und [[Lebensversicherung]]en sowie das als [[Zinsabschlag]] bezeichnete Verfahren für [[Fremdkapital]]anlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Finanzanlagen_und_Steuerstrategien_in_Eu/WcTJBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=quellenAbzugsverfahren&amp;amp;pg=PA86&amp;amp;printsec=frontcover Ute G. Richter, &amp;#039;&amp;#039;Finanzanlagen und Steuerstrategien in Europa&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. 86]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauere steuertechnische Regelungen über den Steuerabzug enthält {{§|44|estg|juris}} EStG für die Kapitalertragsteuer. Sie entsteht in dem Zeitpunkt, in dem die [[Kapitalertrag|Kapitalerträge]] dem [[Gläubiger]] [[Zuflussprinzip|zufließen]]. Steuerschuldner ist der Gläubiger des Kapitalertrags. Der Steuerabzug ist durch den [[Steuerzahler]] vorzunehmen, das ist die den „Kapitalertrag auszahlende Stelle“, also meist Kreditinstitute. Diese haben die innerhalb eines Kalendermonats einbehaltene Steuer jeweils bis zum zehnten des folgenden Monats an das Finanzamt abzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kein Verlustausgleich ==&lt;br /&gt;
Bei Einkünften, die dem Steuerabzug unterliegen und bei [[Zinsertrag|Zinseinkünften]] nach {{§|20|estg|juris}} Abs. 1 Nr. 5 und 7 EStG ist ein [[Verlustausgleich]] mit Verlusten anderer Einkunftsarten nicht zulässig ({{§|50|estg|juris}} Abs. 2 EStG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Das [[Quellenabzugsverfahren]] ist aus Sicht des [[Steuergläubiger]]s der Veranlagung fiskalisch überlegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ute G. Richter, &amp;#039;&amp;#039;Finanzanlagen und Steuerstrategien in Europa&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. 86&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei erheblicher [[Steuerhinterziehung (Deutschland)|Steuerhinterziehung]] stellt das Verfahren sicher, dass überhaupt eine Einkommensteuer erhoben werden kann. Da der Zeitpunkt der der Steuerzahlung vorverlegt wird, entstehen für den Steuergläubiger Zinsvorteile. Schließlich führt die Delegation der Steuererhebung auf [[Unternehmen]] oder [[Institution]]en zu einer Entlastung der [[Finanzverwaltung (Deutschland)|Finanzverwaltung]] auch im Hinblick auf die [[Verwaltungskosten]].	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umgangssprache ==&lt;br /&gt;
Ganz allgemein werden umgangssprachlich – steuerrechtlich jedoch unkorrekt – [[Werbungskosten]], [[Sonderausgabe (Steuerrecht)|Sonderausgaben]] und [[außergewöhnliche Belastung]]en, mit denen die [[Einkommensteuer]] gemindert werden kann, als Steuerabzug bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Planung und Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steuerrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steuern und Abgaben]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saehrimnir</name></author>
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