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	<title>Stethoskop - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T01:25:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stethoskop&amp;diff=77154&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Joerg Graff: eigenes Bild ergänzt</title>
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		<updated>2026-02-18T13:39:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;eigenes Bild ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Stethoscope-2.png|mini|Modernes, akustisches &amp;lt;br /&amp;gt;[[David Littmann|Littmann-Stethoskop]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Laennecs stethoscope, c 1820. (9660576833).jpg|mini|Stethoskop von René Laënnec, ca. 1820; [[Science Museum London]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rene-Theophile-Hyacinthe Laennec Drawings stethoscope 1819.jpg|mini|Historische Detailzeichnungen von Stethoskopen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Physical Exam - Stethoscope.jpg|mini|Arzt beim Abhorchen der Lungen mit Hilfe eines Stethoskops]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stethoscope-ja-2019.jpg|mini|Verschiedene Stethoskop-Typen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Maschinen-Stethoskop.jpg|mini|Maschinen-Stethoskop mit verlängerbarer Nadel 9 + 21 cm]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stethoskop&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein zur Beurteilung von [[Schall]]phänomenen im Innern von Hohlkörpern verwendetes Instrument. Es dient in der [[Medizin]] der [[Diagnose]] von [[Krankheit|Erkrankungen]] und wird beispielsweise im [[Maschinenbau]] zur Erkennung von Fehlfunktionen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gerät wurde 1816 für den [[medizin]]ischen Gebrauch entwickelt, wo es dem mittelbaren Abhören ([[Auskultation]]) von Geräuschen innerer [[Hohlorgan|Organ]]e dient, insbesondere [[Herz]] und [[Lungen]], die im Brustkorb liegen. Sein Erfinder [[René Laënnec]] nannte das Instrument neoklassisch {{lang|fr|&amp;#039;&amp;#039;stéthoscope&amp;#039;&amp;#039;}} („Brustüberwacher“; von {{grcS|στῆθος|stēthos}} „Brust“ und {{lang|grc|σκοπεῖν|skopein}} „schauen, untersuchen“) und dieser Name wurde aus dem Französischen auch ins Deutsche als &amp;#039;&amp;#039;Stethoskop&amp;#039;&amp;#039; entlehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Walter de Gruyter Verlag, 2004, ISBN 978-3-11-015714-7[http://books.google.de/books?id=LLoOUP-y54YC&amp;amp;pg=PA724&amp;amp;vq=stethoskop&amp;amp;source=gbs_search_r&amp;amp;cad=1_1&amp;amp;sig=ACfU3U0yG5Rxcf6dFdaR71JLATVeHqTz2g online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wirksame Durchmesser eines Stethoskop-Kopfes (d.&amp;amp;nbsp;h. ohne Rand) beträgt typischerweise 30 bis 46&amp;amp;nbsp;mm. Bei Doppelschlauch-Stethoskopen gehen vom Kopf zwei Schläuche ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In der Medizin ==&lt;br /&gt;
In der [[Humanmedizin|Human-]] und [[Veterinärmedizin]] werden mit dem Stethoskop Töne und Geräusche beurteilt, die im Zusammenhang mit der Tätigkeit des [[Herzgeräusch|Herzens]], der [[Atemgeräusch|Lungen]] und des [[Darmgeräusch|Darmes]] entstehen. Zu jeder [[Körperliche Untersuchung|körperlichen Untersuchung]] gehört die [[Auskultation]] der [[Herzklappe]]n und manchmal auch der [[Arteria carotis communis|Halsschlagadern]] zum Ausschluss krankhafter [[Strömungsgeräusch]]e oder fortgeleiteter pathologischer Herzgeräusche. Bei der [[Blutdruckmessung]] verwendet man ein Stethoskop zum Hören der [[Korotkow-Geräusch|Korotkow-Strömungsgeräusche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Binaurale Tonaufnahme|binaurales]] Stethoskop mit einem Doppelmembran-Bruststück und zwei parallelen Schläuchen wird nach [[Nikolai Sergejewitsch Korotkow]] auch als &amp;#039;&amp;#039;Phonendoskop&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, ein heutzutage jedoch kaum noch verwendeter Begriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner modernen Form hat sich das Stethoskop im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert neben dem weißen [[Kittel]] zu einem Erkennungszeichen des [[Arzt]]berufs und zum Symbol oder [[Mem]]e ärztlicher Kompetenz und Autorität entwickelt. Eine Person mit umgehängtem Stethoskop wird in der Öffentlichkeit fast automatisch als Ärztin oder Arzt identifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eberhard Wolff (Kulturwissenschaftler und Medizinhistoriker)|Eberhard Wolff]]: &amp;#039;&amp;#039;Über das Stethoskop und seine Wandlungen als Symbol.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerische Ärztezeitung]]&amp;#039;&amp;#039; 12, 21. März 2018, S.&amp;amp;nbsp;404 [https://phc.swisshealthweb.ch/fileadmin/assets/SAEZ/2018/_issues/saez.2018.12/SAEZ-Fulltext-2018-12-de.pdf (online)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im Maschinenbau ==&lt;br /&gt;
Im Maschinenbau wird das Stethoskop ebenfalls verwendet, um beispielsweise über [[Lager (Maschinenelement)|Lagergeräusche]] einen entstehenden Maschinenschaden frühzeitig erkennen zu können oder das Laufen einer Heizungsumwälzpumpe detektieren zu können. Ein solcher Motor- oder Lagertester wird mit seiner eventuell leicht geknickten, mit Spitze oder Kontaktpuffer ausgestatteten 20 bis 30&amp;amp;nbsp;cm langen Nadel an die auf Körperschall abzuhörende Stelle gehalten. Das andere Nadelende erzeugt über eine Membran oder Dose mit etwa 30&amp;amp;nbsp;mm Durchmesser Luftschall, der über axial abgehende Schläuche und Bügel zu den Ohren geführt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Peter König, Axel Rossmann | Titel=Ratgeber für Gasturbinenbetreiber | Verlag=Vulkan-Verlag | Ort=Essen | Jahr=1999 | ISBN=3-8027-2545-X | Seiten=155|Online={{Google Buch|BuchID=BXbBpKkRKxgC|Seite=155}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typen ==&lt;br /&gt;
=== Akustische Stethoskope ===&lt;br /&gt;
Stethoskope sind heute [[Akustik|akustische]] oder klassische Stethoskope, die durch einfache physikalische Phänomene Körpergeräusche besser hörbar machen. Einfache Stethoskope sind aus Holz gefertigte trichterförmige Hörrohre. Sie werden heute noch in der vorgeburtlichen Diagnostik benutzt und als [[Pinard-Rohr]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gebräuchlichsten Stethoskope bestehen aus den drei Grundelementen: Ohrbügel, Schlauch und Bruststück (oder „Kopf“). Im Bruststück befindet sich eine [[Schwingungsmembran|Membran]], die die akustischen Wellen aufnimmt, dadurch selbst in Schwingungen versetzt wird und diese an die Luftsäule im Stethoskop-Schlauch weitergibt. Über die Ohrbügel (Röhrchen) werden die Wellen an das [[Trommelfell]] des Untersuchenden geleitet. Die am Ende des Ohrbügels angebrachten „Oliven“ aus hartem oder (besser) weichem Kunststoff dichten die Gehörgänge ab. Man nennt dieses Stethoskop auch Flachkopf-Stethoskop.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://stethoscopejudge.com/ |wayback=20150413103515 |text=Nursing Stethoscope }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Ohrbügel sind an ihren Basen durch einen Federbügel verbunden, der die Oliven leicht in die Ohrgänge presst oder bei Nichtbenutzung hinter dem Hals zusammenführt. Bei ausreichend langer Schlauchgabelung kann der Federbügel ein Scharnier aufweisen, um die Ohrbügel zum Verstauen platzsparend zueinander klappen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Modellen kann das Bruststück um 180° gedreht werden. Alternativ zur Seite mit Membran gibt es einen Trichter ohne Membran. Dieser Trichter ermöglicht eine bessere Darstellung des tieferen [[Frequenz]]spektrums. Insbesondere in der [[Kardiologie]] ist dies relevant. Dieses Stethoskop nennt sich Doppelkopf-Stethoskop, den Kopf selbst nennt man Doppelkopf-Bruststück. Weiterhin gibt es Doppelkopf-Stethoskope, die auch auf der zweiten Seite eine Membran besitzen, allerdings mit kleinerem Durchmesser für die Untersuchung kleiner Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine spezielle Membrankonstruktion&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.3mdeutschland.de/3M/de_DE/Littmann-DE/my-stethoscope/using-your-stethoscope/using-tunable-technology/  Einsatz der Dual Frequency Technologie Ihres Stethoskop bei der Untersuchung]&amp;lt;/ref&amp;gt; können einige Stethoskope in Abhängigkeit vom Anpressdruck der Membran unterschiedliche Frequenzbereiche betonen. Bei geringem Anpressdruck werden, wie beim Trichter, die tiefen Frequenzen betont, bei höherem Anpressdruck die höherfrequenten Schallwellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweckmäßig ist eine gewisse Masse des Kopfes, da er gegenüber dem an seiner Oberfläche schwingenden, abgehörten Körper in Ruhe bleiben soll, damit Luft im Kopf komprimiert wird. Die pneumatisch aktive Fläche von Trichter oder Membran am Kopf zum Lumen von Schlauch und Bügel bilden eine Übersetzung, die die hörbare Lautstärke durch Anpassung erhöht. Bei Verwendung eines Doppelkopfes wird die nichtangelegte Seite mit einer Fingerkuppe oder zwei Fingern möglichst gut verschlossen, sofern dies nicht durch Drehung des Bruststückes geschieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Valide akustische Qualitätsunterschiede innerhalb der klassischen, rein mechanischen Stethoskope lassen sich in messtechnischen bzw. objektiven Vergleichen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dasstethoskop.de/ DasStethoskop.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; nicht belegen. Ein möglichst kurzer, steifer Schlauch sowie gut abdichtende Oliven zur Abschirmung von [[Störgeräusch]]en sind für die Auskultation von Vorteil, das belegen die aufwendigen Versuche von Sprague und Rappaport, die von ihnen in der ersten Hälfte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts durchgeführt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Maurice B Rappaport, Howard B Sprague: &amp;#039;&amp;#039;Physiologic and physical laws that govern auscultation, and their clinical application.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[American Heart Journal]].&amp;#039;&amp;#039; 21, 1941, S.&amp;amp;nbsp;257–318, {{DOI|10.1016/S0002-8703(41)90904-3}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Sprague, einem Bostoner Kardiologen, und Rappaport, seinem technischen Ingenieur, sind die Stethoskope vom Typ Sprague-Rappaport benannt, die heute als Nachbau zahlreich angeboten werden. Die Erfindung des „Kombinationsstethoskops“, bestehend aus einem Doppelkopf-Bruststück mit einem Trichter auf der einen und einer Membran auf der anderen Seite, geht auf [[David Littmann]] zurück. Damit lassen sich seitdem [[Frequenz|hoch- und niedrigfrequente]] Töne besser abhören. 1963 meldete er seine Entwicklung zum [[Patent]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.littmann.com/wps/portal/3M/en_US/3M-Littmann/stethoscope/littmann-learning-institute/about-stethoscopes/stethoscope-history/ 3M™ Littmann® Stethoscope, Geschichte]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Preisspanne für mechanische Stethoskope ist generell sehr groß, Markenstethoskope kosten zum Teil weit über 100&amp;amp;nbsp;Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stethoclip ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Stethoclip}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stethoclip ist ein in der Hörgeräteakustik gebräuchliches klassisches Stethoskop ohne Bruststück. Das offene Schlauchende des Stethoclips kann direkt auf den Winkel des Hörgerätes aufgesteckt werden und ermöglicht somit ein nahezu störgeräuschfreies Abhören der Technik ohne Schallverluste durch Filter oder Membran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektronische Stethoskope ===&lt;br /&gt;
Verschiedene Stethoskop-Hersteller bieten mittlerweile auch elektronische Stethoskope (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Phonoskope&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) an – die den Schall elektronisch verstärken, verschiedene Töne hervorheben und Störgeräusche (wie zum Beispiel Umgebungs- und Reibungsgeräusche) eliminieren sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martina Kahl-Scholz |Titel=Basisdiagnostik in der Inneren Medizin: Perkussion, Auskultation, Palpation |Verlag=Springer-Verlag |Datum=2018-05-09 |ISBN=978-3-662-56153-9 |Seiten=4 |Online=https://www.google.de/books/edition/Basisdiagnostik_in_der_Inneren_Medizin/YGRaDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=elektronische+stethoskope&amp;amp;pg=PA4&amp;amp;printsec=frontcover |Abruf=2024-08-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Töne können auch aufgezeichnet und wieder abgespielt bzw. an einen Computer übermittelt werden. In der klinischen Erprobung ist die Auskultation der Herzkranzgefäße mittels elektronischer Stethoskope.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.spiegel.de/spiegel/diagnostik-aerzte-streiten-ueber-das-stethoskop-a-1105327.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch über Smartphones zu steuernde Stethoskope sind auf dem Markt. Mittels einer direkt am Mobiltelefon anbringbaren Membran werden die Töne aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Steth IO launches digital stethoscope housed within smartphone case |Sammelwerk=MobiHealthNews |Datum=2018-04-24 |Online=http://www.mobihealthnews.com/content/steth-io-launches-digital-stethoscope-housed-within-smartphone-case |Abruf=2018-06-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Aufnahmen können gespeichert, analysiert und optisch sichtbar gemacht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Visualizing Auscultation {{!}} Steth IO |Sammelwerk=Steth IO |Online=https://stethio.com/visualizing-auscultation/ |Abruf=2018-06-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; An einer automatischen Interpretation mittels Künstlicher Intelligenz wird gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:4 Stethoscope. Wellcome M0014342.jpg|mini|Diverse Hörrohre als Stethoskop, 1845–1882]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Antique stethoscope.JPG|mini|Stethoskop Mitte des 19. Jahrhunderts, BrokenSphere, Seton Medical Center in Daly City, California]]&lt;br /&gt;
Entwickelt wurde das Stethoskop im Jahre 1816 von [[René Laënnec]] in Frankreich. Da er nicht, wie damals üblich, sein Ohr direkt auf die Brust einer jungen Patientin legen wollte, verwendete er eine Papierrolle als „Hörrohr“. Nachdem er festgestellt hatte, dass er so nicht schlechter, sondern sogar besser hörte, trieb er die Entwicklung des Stethoskops, zunächst in Form des hölzernen Hörrohres, voran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die abgebildeten Hörrohre aus dem 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert werden im &amp;#039;&amp;#039;[[Meyers Konversations-Lexikon]]&amp;#039;&amp;#039; wie folgt beschrieben:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Das Stethoskop ist eine 26–31&amp;amp;nbsp;cm lange Röhre aus Holz, die unten trichterförmig gestaltet, und an der oben eine runde Scheibe, die so genannte Ohrplatte, gewöhnlich aus [[Elfenbein]], angebracht ist. Das untere Ende von etwa 2,6–3,9&amp;amp;nbsp;cm Durchmesser muss abgerundet sein, damit es beim Aufsetzen auf die Körperhaut nicht schmerzhaft einschneidet. Beim Gebrauch ergreift man das Stethoskop am trichterförmigen Ende, setzt es genau auf die Oberfläche des Körperteils, welcher untersucht werden soll, so dass es rundum fest aufsitzt, und legt dann das Ohr auf die Ohrplatte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Technik der [[Auskultation]] geht auf den österreichischen Mediziner [[Josef von Škoda]] (1839) zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Stethoskope mit flexiblem Schlauch wurden durch die Ärzte [[Arthur Leared]] und [[George Cammann]] in den 1850er Jahren entwickelt. Sie hatten ein trichterförmiges Endstück und zwei Ohrstücke. Der Italiener [[Aurelio Bianchi]] erfand 1884 schließlich ein Stethoskop mit einer Wasserdichtung und schuf damit die Grundlage für ein modernes Membran-Bruststück.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lehmanns.de/page/stethoskop Die Geschichte des Stethoskops], Lehmanns WissensBox. Abgerufen am 11. Mai 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hygiene ==&lt;br /&gt;
In einer Querschnittsstudie der [[University of Houston]] wurde festgestellt, dass nur 18 % der Stethoskope desinfiziert werden. Nur in 4 % der Fälle erfolgte die Desinfektion konform zu den in den USA gültigen Richtlinien.&lt;br /&gt;
Stethoskope sind von zahlreichen Bakterien besiedelt, darunter [[Nosokomiale Infektion|nosokomiale]] Erreger – häufig auch nach einer Reinigung. Typischerweise waren Bakterien der Gattungen [[Porphyromonas gingivalis]], [[Bacteroides]], [[Granulicatella]], [[Actinomyces]], [[Prevotellaceae]], [[Streptokokken]], [[Staphylokokken]], [[Corynebacterium]] und [[Propionibakterien]] zu finden. Auf etwa der Hälfte der Instrumente fanden sich [[Enterokokken]], [[Stenotrophomonas maltophilia]] und [[Clostridien]]. Besonders für Menschen mit größeren offenen Wunden, [[Verbrennung (Medizin)|Verbrennungen]] oder [[Immunsuppression|immunsupprimierte]] Patienten stellen verunreinigte Stethoskope eine unnötige potentielle Gefährdung dar. Wenn überhaupt, werden [[Händedesinfektionsmittel]] und vorgetränkte Tücher zur [[Flächendesinfektion]] verwendet. Diese sind nach dem [[Medizinproduktegesetz]] jedoch an sich nicht zulässig, weil das Stethoskop als Instrument mit einem Instrumentendesinfektionsmittel aufgearbeitet werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.doccheck.com/de/detail/articles/21362-was-die-stethoskopsau-feuchtet Was die Stethoskopsau feuchtet], 29. März 2019. Abgerufen am 30. März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* M. Donald Blaufox: &amp;#039;&amp;#039;An Illustrated History of the Evolution of the Stethoscope.&amp;#039;&amp;#039; Parthenon Publishing, 2001, ISBN 978-1-85070-278-8.&lt;br /&gt;
* U. Koehler, V. Gross, C. Reincke, T. Penzel: &amp;#039;&amp;#039;The History of Percussion and Auscultation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pneumologie.&amp;#039;&amp;#039; 58, 2004, S.&amp;amp;nbsp;525–530, {{DOI|10.1055/s-2004-818416}}.&lt;br /&gt;
* [[Werner Bartens]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/geschichte-des-stethoskops-hoerende-heilkunde-1.1871621 Hörende Heilkunde].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 26. Januar 2014.&lt;br /&gt;
* T. R. H. Laennec: &amp;#039;&amp;#039;De l&amp;#039;Auscultation médiate ou traité du diagnostic des maladies des poumons et du coeur.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1819.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Stethoskop}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Stethoscopes|Stethoskop}}&lt;br /&gt;
* [http://www.medizinressourcen.de/4625/ Das Stethoskop], medizinlehrbuecher.de&lt;br /&gt;
* [http://www.medizinressourcen.de/3705/ Die Geschichte des Stethoskopes], Textquellen-Sammlung&lt;br /&gt;
* Anne Preger: [https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/das-stethoskop-horchen-auf-das-innere-des-menschen-1/1815549 &amp;#039;&amp;#039;Das Stethoskop – Horchen auf das Innere des Menschen&amp;#039;&amp;#039;] [[Bayern 2]] [[Radiowissen]]. Ausstrahlung am 21. Januar 2021 (Podcast)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4740648-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diagnostikgerät]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Joerg Graff</name></author>
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