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	<title>Sternzeit - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sternzeit&amp;diff=56395&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-36281-27: Text entschwurbelt und somit verschlankt. Bessere Lesbarkeit.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sternzeit&amp;diff=56395&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-25T14:40:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Text entschwurbelt und somit verschlankt. Bessere Lesbarkeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sternzeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine in der [[Astronomie]] gebrauchte [[Zeitskala]] und beruht auf der [[Scheinbar (Astronomie)|scheinbaren]] Bewegung der [[Stern]]e als Folge der Eigendrehung der Erde. Ein [[Sterntag]] ist die Dauer, die der [[Sternhimmel]]&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;genauer: der [[Frühlingspunkt]]&amp;amp;nbsp;– für eine ganze scheinbare Umrundung der Erde benötigt. Im Vergleich zur gewöhnlich benutzten [[Sonnenzeit]], die auf der scheinbaren Umrundung der Erde durch die Sonne beruht, ist der Sterntag knapp vier Minuten kürzer als der [[Sonnentag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sterntag wird wie der Sonnentag auch in 24, aber kürzere Stunden eingeteilt.&amp;lt;ref&amp;gt; Eine &amp;#039;&amp;#039;Sternstunde&amp;#039;&amp;#039; ist etwa 0,9973&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Sonnenstunden&amp;#039;&amp;#039; lang.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er beginnt, wenn der Frühlingspunkt den [[Meridian (Astronomie)|Meridian]] des Beobachtungsortes passiert und endet dort bei dessen nächster Passage. Der Beobachter&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;in der Regel ein Astronom in einer [[Sternwarte]]&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;schließt aus der Sternzeit auf den momentanen Himmelsanblick.&amp;lt;ref&amp;gt;Da sich die Sonne einmal im Jahr durch den Himmel bewegt, ist dieser “momentane Himmelsanblick” während etwa eines halben Jahres nur ein “fiktiver Himmelsanblick”. Die in ihm enthaltenen Himmelskörper können trotz unveränderlicher Sternzeit nämlich bei Tageslicht nicht beobachtet werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die Sternzeit ist aus dem [[Rektaszension]]s-Winkel&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;einer primären Größe für die Stellung der Sterne am Himmel&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;abgeleitet. Ein Stern mit beispielsweise 15°&amp;amp;nbsp;Unterschied in Rektaszension zum Frühlingspunkt passiert den Meridian eine Sternstunde später als letzterer. Dieser Sachverhalt lässt sich kurz damit angeben, dass es zum Beispiel 1:00&amp;amp;nbsp;Uhr Sternzeit ist. Zu beachten ist aber, dass die Sternzeit eine an den Ort gebundene Zeit ist. Zum erleichterten Zeitvergleich für Beobachtungen, die an verschiedenen Orten erfolgen, werden die örtlichen Sternzeituhren auf die Sternzeit von Greenwich eingestellt. Der Zeitunterschied ist –&amp;amp;nbsp;gleich wie bei der Sonnenzeit&amp;amp;nbsp;– 1&amp;amp;nbsp;Stunde für 15°&amp;amp;nbsp;Längendifferenz zwischen den Beobachtungsorten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beobachtungsarbeit unter Verwendung der Sternzeit hat den Vorteil, dass zur gleichen Sternzeit die Sterne immer in der gleichen Richtung am Himmel stehen. Gegenüber der gewöhnlichen Uhr geht die Sternzeit-Uhr täglich etwa 4&amp;amp;nbsp;weitere Minuten vor. Nach einem Jahr überholt sie letztere und stimmt mit ihr kurzzeitig wieder überein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mittlere Sonnenzeit [[Universal Time]] (UT) wird in der Praxis durch die exakter mögliche Beobachtung der Sternstellungen bestimmt. Die ermittelte Sternzeit wird über eine per Konvention festgelegte Formel (siehe unten) in die UT umgerechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition und Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Die Sternzeit ist definiert als der [[Stundenwinkel]] des [[Äquinoktium#Äquinoktium als Koordinatennullpunkt|Frühlingspunktes]]. Bezieht man sich auf den &amp;#039;&amp;#039;mittleren Frühlingspunkt&amp;#039;&amp;#039;, so erhält man die &amp;#039;&amp;#039;mittlere Sternzeit&amp;#039;&amp;#039;. Bezieht man sich auf den &amp;#039;&amp;#039;wahren Frühlingspunkt&amp;#039;&amp;#039;, so erhält man die &amp;#039;&amp;#039;scheinbare&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;wahre Sternzeit&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Schödlbauer: &amp;#039;&amp;#039;Geodätische Astronomie.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin / New York 2000, ISBN 3-11-015148-0, S.&amp;amp;nbsp;312.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursache für das kontinuierliche Anwachsen des genannten Stundenwinkels ist die [[Erdrotation]]. Die Sternzeit unterliegt damit allen kurz- und langfristigen Ungleichmäßigkeiten der Erdrotation und ist daher kein gleichförmig verlaufendes Zeitmaß. Sie ist aber stets ein getreues Abbild des Drehwinkels der Erde bezüglich des Frühlingspunktes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Frühlingspunkt sich wegen der [[Präzession#Präzession der Erdachse|Präzession]] gegenüber dem Fixsternhintergrund bewegt, ist ein Sterntag (d.&amp;amp;nbsp;h. eine volle Umdrehung der Erde bezüglich des Frühlingspunktes) etwas kürzer als eine Erdrotation (d.&amp;amp;nbsp;h. eine volle Umdrehung der Erde bezüglich des Fixsternhintergrundes). Da der Frühlingspunkt sich pro Tag um etwa 0,137 Bogensekunden rückläufig entlang der Ekliptik bewegt, fällt ein mittlerer Sterntag um 0,009 Sekunden kürzer aus als eine Erdrotation.&amp;lt;ref&amp;gt;H.U. Keller: &amp;#039;&amp;#039;Astrowissen.&amp;#039;&amp;#039; Kosmos Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-440-08074-9, S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wahre Frühlingspunkt unterscheidet sich um die ihrerseits veränderliche [[Nutation (Astronomie)|Nutation]] vom mittleren Frühlingspunkt. Die scheinbare Sternzeit unterliegt daher gegenüber der (selbst schon ungleichförmigen) mittleren Sternzeit einer zusätzlichen Ungleichförmigkeit, deren Hauptkomponente mit einer Periode von 18,6&amp;amp;nbsp;Jahren und einer Amplitude von ±1,05&amp;amp;nbsp;Sekunden schwankt.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Schödlbauer: &amp;#039;&amp;#039;Geodätische Astronomie.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin / New York 2000, ISBN 3-11-015148-0, S.&amp;amp;nbsp;316.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stundenwinkel des Frühlingspunktes ist derselbe für Beobachter, die sich auf demselben Längengrad befinden, für Beobachter auf verschiedenen Längengraden jedoch unterschiedlich. Die daraus abgeleitete Sternzeit ist also eine Ortszeit. Die Sternzeit des Referenzortes [[Royal Greenwich Observatory|Greenwich]] ist die Greenwicher Sternzeit. Sie wird in Berechnungen besonders häufig benötigt. Die verschiedenen Arten von Sternzeit werden oft durch ihre englischen Abkürzungen bezeichnet:&lt;br /&gt;
* LAST: &amp;#039;&amp;#039;local apparent sidereal time,&amp;#039;&amp;#039; scheinbare Ortssternzeit&lt;br /&gt;
* LMST: &amp;#039;&amp;#039;local mean sidereal time,&amp;#039;&amp;#039; mittlere Ortssternzeit&lt;br /&gt;
* GAST: &amp;#039;&amp;#039;Greenwich apparent sidereal time,&amp;#039;&amp;#039; scheinbare Greenwicher Sternzeit&lt;br /&gt;
* GMST: &amp;#039;&amp;#039;Greenwich mean sidereal time,&amp;#039;&amp;#039; mittlere Greenwicher Sternzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stundenwinkel des Frühlingspunktes ist der entlang des Himmelsäquators gezählte Winkel vom Meridian zum Frühlingspunkt. Die Rektaszension eines Sterns andererseits ist der entlang des Himmelsäquators gezählte Winkel vom Frühlingspunkt zum Stern. Steht der Stern auf dem Meridian (das heißt: [[Kulmination (Astronomie)|kulminiert]] der Stern), so sind beide Winkel gleich groß. Daraus folgt: Im Augenblick der Kulmination eines Sternes ist die Sternzeit gleich der Rektaszension des Sternes.&lt;br /&gt;
:{| &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot; border: 1px solid black; padding:5px&amp;quot;|Die Sternzeit ist die Rektaszension in der oberen Kulmination.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Dies lässt sich benutzen, um durch Beobachtung des Kulminationszeitpunktes unmittelbar die Rektaszension des Sterns zu bestimmen. Das ist der Grund, warum die Rektaszension oft in Zeiteinheiten statt in Winkeleinheiten angegeben wird: sie ist dann unmittelbar die zum Zeitpunkt der Kulmination abgelesene Sternzeit. [[Wega]] zum Beispiel hat eine Rektaszension von 18&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt; 36&amp;lt;sup&amp;gt;m&amp;lt;/sup&amp;gt; 56&amp;lt;sup&amp;gt;s&amp;lt;/sup&amp;gt;, wird also stets um 18&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt; 36&amp;lt;sup&amp;gt;m&amp;lt;/sup&amp;gt; 56&amp;lt;sup&amp;gt;s&amp;lt;/sup&amp;gt; Ortssternzeit kulminieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits kann durch Beobachtung der Kulmination eines Sterns bekannter Rektaszension die momentane Sternzeit bestimmt werden: Wenn Wega kulminiert, beträgt die Sternzeit 18&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt; 36&amp;lt;sup&amp;gt;m&amp;lt;/sup&amp;gt; 56&amp;lt;sup&amp;gt;s&amp;lt;/sup&amp;gt; (in der Praxis sind noch Korrekturen wegen Präzession, [[Eigenbewegung (Astronomie)|Eigenbewegung]], [[Parallaxe]] usw. anzubringen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grosserwagenmitzeigerz.jpg|mini|hochkant=1.6|1. Der „Stern-Stundenzeiger“ dreht sich auf einem am Horizont fixen Zifferblatt: &amp;lt;br /&amp;gt;Nach einer 15°-Drehung (Skala&amp;amp;nbsp;0°, 15°, 30°,&amp;amp;nbsp;…) ist eine Sternzeitstunde (Skala&amp;amp;nbsp;23, 0, 1,&amp;amp;nbsp;…) vergangen.&amp;lt;br /&amp;gt;2. Der „Stern-Stundenzeiger“ dreht sich auf einem von der Sonne mitgeschleppten, um den Polarstern drehbaren Zifferblatt: &amp;lt;br /&amp;gt;Nach etwa einem Monat (Skala 06, 07, 08,&amp;amp;nbsp;…) ist er der Sonne um 30° (Skala 0°, 15°, 30°,&amp;amp;nbsp;…) vorausgeeilt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Drehung des Sternhimmels ==&lt;br /&gt;
=== Tägliche Drehung ===&lt;br /&gt;
Man kann sich den [[Sternhimmel]] als große Uhrscheibe vorstellen, die sich an einem Sterntag dem Uhrzeigersinn entgegen (auf der Nordhalbkugel) einmal um sich selbst dreht. Im Bild ist diese Scheibe mit einem Zeiger zwischen Polarstern und [[Großer Bär|Großem Bären]] markiert. Das 24-Stunden-Zifferblatt (Skala&amp;amp;nbsp;23, 0, 1,&amp;amp;nbsp;…) ist am Horizont fixiert. Hat sich der Zeiger um 15° weiter gedreht (Skala&amp;amp;nbsp;0°, 15°, 30°,&amp;amp;nbsp;…), ist eine Sternzeitstunde vergangen. Für eine Sonnenzeitstunde muss er sich geringfügig weiter drehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jährliche Drehung ===&lt;br /&gt;
Auf einem von der Sonne mitgeschleppten, sich um den Polarstern drehenden Zifferblatt stellt man ein sehr langsames Vorrücken des Zeigers fest. Der Zeiger umrundet es einmal im Jahr: 30° (Skala&amp;amp;nbsp;0°, 15°, 30°,&amp;amp;nbsp;…) in etwa einem Monat (Skala&amp;amp;nbsp;06, 07, 08,&amp;amp;nbsp;…).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild wurde Anfang Juli (Ziffer 07) gegen 2:00 Uhr aufgenommen. Zwei Stunden später (etwa 4:00 Uhr) ist der [[Großer Wagen|Große Wagen]] zur Ziffer&amp;amp;nbsp;4 weiter gewandert. Einen Monat später im August (Ziffer 08) befindet er sich um 2:00 Uhr schon bei der Ziffer&amp;amp;nbsp;4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sterntag und Sonnentag ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sidereal day (prograde).svg|miniatur|Sterntag (1 nach 2) und&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Sonnentag]] (1 nach 3),&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Die Schräge der Erdachse auf Erdbahn ist hier vernachlässigt worden.)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Der [[Sonnentag]] als Basis der allgemein gebräuchlichen Sonnenzeit dauert geringfügig länger als der Sterntag, weil sich die Sonne geringfügig langsamer als die Sterne – auch scheinbar – um die Erde bewegt. Der Grund dafür ist erneut die eigene Bewegung der Erde, nämlich ihre jährliche Umrundung der Sonne. Innerhalb eines Tages bewegt sich die Erde auf ihrem jährlichen Weg um die Sonne rund ein Grad voran. Somit muss sie sich um so viel nach einer vollen Umdrehung weiter drehen, bis die Sonne wieder in derselben Richtung steht und dafür braucht sie rund vier Minuten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutschlandfunk.de/sternzeit-um-mitternacht-wenn-die-sternzeituhr-richtig-geht.732.de.html?dram:article_id=429791 |titel=Sternzeit um Mitternacht - Wenn die Sternzeituhr richtig geht |abruf=2021-01-06 |autor=Hermann-Michael Hahn |werk=deutschlandfunk.de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sterntag ist etwa 1/365 (Länge des Jahres gleich 365,2422 Tage) kürzer als der Sonnentag. An den 24&amp;amp;nbsp;Stunden des Sonnentags gemessen ist der Sterntag 23&amp;amp;nbsp;Stunden, 56&amp;amp;nbsp;Minuten und 4,091&amp;amp;nbsp;Sekunden lang. Der Sterntag wird selbst wieder in 24&amp;amp;nbsp;Stunden, seine Stunden in 60&amp;amp;nbsp;Minuten und seine Minuten in 60&amp;amp;nbsp;Sekunden unterteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die [[Nutation (Astronomie)|Nutation]] der Erde schwankt der Frühlingspunkt mit einer Periode von etwa 18,6&amp;amp;nbsp;Jahren. Dementsprechend unterscheidet man die &amp;#039;&amp;#039;wahre Sternzeit&amp;#039;&amp;#039;, die sich aus der direkten Beobachtung ergibt, und die &amp;#039;&amp;#039;mittlere Sternzeit&amp;#039;&amp;#039;, die von diesen Schwankungen befreit ist. Der Unterschied zwischen wahrer und mittlerer Sternzeit beträgt maximal etwa 1,1&amp;amp;nbsp;Sekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sternzeit und Sternbeobachtung ==&lt;br /&gt;
Die Kenntnis der Sternzeit erleichtert die Beobachtung von Gestirnen wesentlich. In Sternwarten benutzt man Uhren, die die Sternzeit anzeigen. Sie gehen synchron mit den am Himmel laufenden Sternen. Auf einem festen [[Standort]] hat jeder [[Sterndurchgang]] durch eine bestimmte Höhe oder Richtung eine fixe Sternzeit und kann daher in einen Beobachtungs-[[Ephemeride|Stundenplan]] nach Sternzeit unverrückbar eingetragen werden. Zu beachten ist, dass die mögliche nächtliche Beobachtungszeit den Stundenplan einmal im Jahr durchläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sternzeit ist wie die [[Wahre Sonnenzeit]] eine lokale Zeit. So wie bei der Wahren Sonnenzeit 12&amp;amp;nbsp;Uhr (mittags) ist, wenn die Sonne den Orts-[[Meridian (Astronomie)|Meridian]] durchläuft, ist bei Sternzeit 0&amp;amp;nbsp;Uhr, wenn der Frühlingspunkt im Orts-Meridian steht. Die Sternzeit auf eine [[Zonenzeit]] zu vereinheitlichen wäre widersinnig. Im Gegenteil: Die in Jahrbüchern für einen Tag enthaltene Sternzeit gilt für einen bestimmten Längengrad. Sie muss auf den Längengrad des Beobachtungsortes umgerechnet werden, um mit ihr nutzbringend arbeiten zu können (+&amp;amp;nbsp;4&amp;amp;nbsp;Minuten Sternzeit pro Grad westlicher). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Differenz der lokalen Sternzeit eines Orts zur Sternzeit in [[Royal Greenwich Observatory|Greenwich]] folgt unmittelbar die [[geografische Länge]] dieses Orts, siehe [[astronomische Navigation]]. Einer Messung dieser lokalen Sternzeit entspricht also entweder eine [[Ortung]] oder eine [[Zeitmessung]] – je nachdem, ob die Sternzeit in Greenwich zum Beobachtungszeitpunkt oder der Längengrad des Beobachtungsorts bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Deutschland kann man die aktuelle Sternzeit ungefähr mit dem Term &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt; 2M+h+6 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abschätzen, wobei &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/Math&amp;gt; der Monat und &amp;lt;math&amp;gt;h&amp;lt;/math&amp;gt; die Uhrzeit (MEZ) ist. Liegt das Ergebnis über 24, so ist 24 abzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sternzeit und Rektaszension ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Sternzeit gilt:&lt;br /&gt;
* Die Sternzeit ist der [[Stundenwinkel]] des Frühlingspunkts.&lt;br /&gt;
* Sternzeit [[Theta|Θ]] sowie Stundenwinkel τ und [[Rektaszension]] α eines Gestirns sind verknüpft über die Beziehung τ = Θ − α.&lt;br /&gt;
* Die Sternzeit an einem Ort ist die [[Rektaszension]] desjenigen Gestirns, das gerade [[Kulmination (Astronomie)|kulminiert]] (τ = 0).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit des [[Herbstäquinoktium]]s sind Wahre Sonnenzeit und Sternzeit annähernd gleich; denn ein Stern nahe beim Frühlingspunkt kulminiert zu Mitternacht, wenn die moderne 24-Stunden-Zählung beginnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sternzeit und UT ==&lt;br /&gt;
Der Stundenwinkel der Sonne ist die [[wahre Sonnenzeit]]. Sie ist unmittelbar beobachtbar und wird von [[Sonnenuhr]]en angezeigt. Wegen der [[Ekliptik#Schiefe der Ekliptik|Neigung der Erdachse]] und der Elliptizität der [[Erdbahn]] verläuft die wahre Sonnenzeit jedoch ungleichförmig (&amp;#039;&amp;#039;Hauptartikel:&amp;#039;&amp;#039; [[Zeitgleichung]]). Um ein von der Zeitgleichung befreites Zeitmaß zu erhalten, betrachtet man anstelle der wahren Sonne die so genannte &amp;#039;&amp;#039;fiktive mittlere Sonne&amp;#039;&amp;#039;, einen gedachten Punkt, welcher mit konstanter Geschwindigkeit entlang des Himmelsäquators (nicht der Ekliptik) läuft. Der Stundenwinkel dieses Punktes ist die nicht der Zeitgleichung unterliegende [[mittlere Sonnenzeit]]. Die Lage der fiktiven mittleren Sonne auf dem Himmelsäquator kann nicht durch Beobachtung, sondern nur durch Rechnung bestimmt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1896 wurde in einer internationalen Übereinkunft der folgende von [[Simon Newcomb]] ermittelte Ausdruck für die Rektaszension der fiktiven mittleren Sonne als verbindlich festgelegt:&amp;lt;ref&amp;gt;D.D. McCarthy, P.K. Seidelmann: &amp;#039;&amp;#039;Time – From Earth Rotation to Atomic Physics.&amp;#039;&amp;#039; Wiley-VCH Verlag, Weinheim 2009, ISBN 978-3-527-40780-4, S.&amp;amp;nbsp;13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;R_{U} \, = \, 18^\mathrm{h} \,38^\mathrm{m} \,45{,}836^\mathrm{s} + 8640184{,}542^\mathrm{s} \cdot T_U + 0{,}0929^\mathrm{s} \cdot T_U^2&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist &amp;lt;math&amp;gt;\textstyle T_U&amp;lt;/math&amp;gt; die Anzahl der seit dem Greenwicher mittleren Mittag (12&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt; UT) am 0.&amp;lt;!-- sic --&amp;gt; Januar 1900 verstrichenen Julianischen Jahrhunderte zu je 36525 mittleren Sonnentagen. Der lineare Term der Gleichung gibt die Geschwindigkeit der fiktiven mittleren Sonne bezüglich des mittleren Frühlingspunkts des Datums an, der quadratische Term berücksichtigt den Umstand, dass die präzessionsbedingte Bewegung des Frühlingspunktes gegenwärtig leicht beschleunigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weltzeit UT wurde definiert als der Greenwicher Stundenwinkel der fiktiven mittleren Sonne plus 12 Stunden (die Addition von 12 Stunden ist nötig, weil der Meridiandurchgang der fiktiven mittleren Sonne um 12 Uhr UT stattfinden soll, ihr Stundenwinkel in diesem Augenblick aber 0&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt; beträgt). Der Stundenwinkel eines Objekts ist aber gleich dem Stundenwinkel des Frühlingspunktes minus der Rektaszension des Objekts, und der Stundenwinkel des Frühlingspunktes wiederum ist per Definition nichts anderes als die Sternzeit. Der Zusammenhang zwischen Weltzeit UT und Greenwicher Sternzeit lautet also:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|UT&amp;amp;nbsp;|| = 12h + Greenwicher Stundenwinkel der fiktiven mittleren Sonne&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;amp;nbsp; || = 12h + Greenwicher Stundenwinkel des Frühlingspunktes – &amp;#039;&amp;#039;R&amp;lt;sub&amp;gt;U&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;amp;nbsp; || = 12h + Greenwicher Sternzeit – &amp;#039;&amp;#039;R&amp;lt;sub&amp;gt;U&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die von Newcomb gegebene Rektaszension der fiktiven mittleren Sonne sich auf den &amp;#039;&amp;#039;mittleren&amp;#039;&amp;#039; Frühlingspunkt des Datums bezieht, ist die hier auftretende Sternzeit die &amp;#039;&amp;#039;mittlere&amp;#039;&amp;#039; Greenwicher Sternzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeweils um 12 Uhr UT ist die Greenwicher Sternzeit identisch mit &amp;#039;&amp;#039;R&amp;lt;sub&amp;gt;U&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; (da dies der Kulminationszeitpunkt der fiktiven mittleren Sonne mit der Rektaszension &amp;#039;&amp;#039;R&amp;lt;sub&amp;gt;U&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; ist). Daher kann &amp;#039;&amp;#039;R&amp;lt;sub&amp;gt;U&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; auch als die dem Zeitpunkt 12&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt; UT entsprechende Greenwicher Sternzeit angesehen werden. Daraus folgt der von 1900 bis 1984 benutzte Ausdruck für die mittlere Greenwicher Sternzeit: zum Zeitpunkt 0&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt; UT eines jeden Tages ist die zugehörige mittlere Greenwicher Sternzeit&amp;lt;ref name=&amp;quot;McCarthySeidelmannS15&amp;quot;&amp;gt;D.D. McCarthy, P.K. Seidelmann: &amp;#039;&amp;#039;Time – From Earth Rotation to Atomic Physics.&amp;#039;&amp;#039; Wiley-VCH Verlag, Weinheim 2009, ISBN 978-3-527-40780-4, S.&amp;amp;nbsp;15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{GMST (0^\mathrm{h} \, UT)}\, = \, 6^\mathrm{h} 38^\mathrm{m} 45{,}836^\mathrm{s} \, + \, 8640184{,}542^\mathrm{s} \cdot T_U + 0{,}0929^\mathrm{s} \cdot T_U^2&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wächst &amp;#039;&amp;#039;T&amp;lt;sub&amp;gt;U&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;, vom Zeitpunkt 1900.0 startend, sukzessive mit der Schrittweite 1/36525. Zu der so für 0h UT bestimmten Sternzeit sind noch die seit 0&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt; UT verflossenen Sternzeit-Stunden zu addieren (siehe unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Einführung verbesserter astronomischer Konstanten im Jahre 1984 wurde auch diese Formel einer Revision unterzogen. Der Zusammenhang zwischen GMST und [[Universal Time#Varianten|UT1]] wurde neu definiert als&amp;lt;ref&amp;gt;S. Aoki, H. Kinoshita, B. Guinot, G.H. Kaplan, D.D. McCarthy, P.K. Seidelmann: &amp;#039;&amp;#039;The New Definition of Universal Time.&amp;#039;&amp;#039; Astronomy and Astrophysics, Bd. 105 (1982), Nr. 2, S. 359–361 ({{bibcode|1982A&amp;amp;A...105..359A}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;McCarthySeidelmannS15&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{GMST1 (0^\mathrm{h} \, UT1)} \, = \, 24110{,}54841^\mathrm{s} \, + \, 8640184{,}812866^\mathrm{s} \, \cdot \, T_U \, + \, 0{,}093104^\mathrm{s} \, \cdot \, T_U^2 \, - \, {6{,}2\cdot10^{-6}}^\mathrm{\, s} \, \cdot \, T_U^3&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist &amp;lt;math&amp;gt;T_U=\tfrac{d_U}{36525}&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;d_U&amp;lt;/math&amp;gt; die Anzahl der seit dem 1. Januar 2000, 12&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt; UT1 (JD = 2451545.0 UT1) verstrichenen UT-Tage: &amp;#039;&amp;#039;d&amp;lt;sub&amp;gt;U&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; = ±0,5, ±1,5, ±2,5, ±3,5, …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genannten Gleichungen stellen einen Zusammenhang zwischen der Sternzeit und der Weltzeit UT her. Obwohl UT ihrer Definition gemäß eigentlich vom Sonnenlauf abzuleiten wäre, wurde sie in der Praxis über diese Formeln aus den beobachteten Meridiandurchgängen von Sternen, also der Sternzeit abgeleitet. Sterndurchgänge lassen sich wesentlich präziser beobachten als die Position der überaus hellen und die Instrumente erwärmenden Sonne. Diese Definition von UT1 war bis ins Jahr 2003 gültig. Seither wird UT1 nicht mehr über die Sternzeit, sondern den neu eingeführten „Erdrotationswinkel“ bestimmt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;McCarthySeidelmannS15&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor die Unregelmäßigkeiten und die langfristige Verlangsamung der [[Erdrotation]] erkannt wurden, galten die Sternzeit und die aus ihr abgeleitete UT als strikt gleichmäßige Zeitskalen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stellten die Astronomen fest, dass die beiden Skalen ungleichförmig verliefen und mussten neue, gleichförmige Zeitskalen einführen. Die von der Erdrotation abgeleiteten Zeitskalen wie UT werden auch als „bürgerliche Zeit“ bezeichnet und weichen zunehmend von gleichmäßigen Zeitskalen wie [[Ephemeridenzeit]], [[Atomzeit]] u.&amp;amp;nbsp;ä. ab (&amp;#039;&amp;#039;Hauptartikel:&amp;#039;&amp;#039; [[Delta T]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Sternzeit ==&lt;br /&gt;
Die Formeln können auch benutzt werden, um die Sternzeit aus bekannter UT zu berechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Meeus: &amp;#039;&amp;#039;Astronomical Algorithms.&amp;#039;&amp;#039; Willmann-Bell, Richmond 2000, ISBN 0-943396-61-1, Kap. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sternzeit in Greenwich ===&lt;br /&gt;
Dazu bestimme man zunächst das [[Julianisches Datum|Julianische Datum]] &amp;#039;&amp;#039;JD&amp;#039;&amp;#039; für den Zeitpunkt 0&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt; UT am gewünschten Datum (eine auf ,5 endende Zahl). Dann berechne &amp;#039;&amp;#039;T&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;T \, = \, \frac{JD - 2451545{,}0}{36525}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und damit die mittlere Greenwicher Sternzeit für 0&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt; UT, je nach Bedarf im Zeit- oder Gradmaß:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\begin{align}&lt;br /&gt;
 \mathrm{GMST(0h \, UT)}\, &amp;amp; = \, 6^\mathrm{h} 41^\mathrm{m} 50{,}54841^\mathrm{s} + 8640184{,}812866^\mathrm{s} \cdot T + 0{,}093104^\mathrm{s} \cdot T^2 - 0{,}0000062^\mathrm{s} \cdot T^3 \\&lt;br /&gt;
                           &amp;amp; = \, 24110{,}54841^\mathrm{s} + 8640184{,}812866^\mathrm{s} \cdot T + 0{,}093104^\mathrm{s} \cdot T^2 - 0{,}0000062^\mathrm{s} \cdot T^3 \\&lt;br /&gt;
                           &amp;amp; = \, 100{,}46061837^\circ + 36000{,}770053608^\circ \cdot T + 0{,}000387933^\circ \cdot T^2 - (T^3 / 38710000)^\circ&lt;br /&gt;
\end{align}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bestimmung der Sternzeit GMST für einen &amp;#039;&amp;#039;beliebigen&amp;#039;&amp;#039; Zeitpunkt UT des gegebenen Datums multipliziere man UT mit 1,00273790935 und addiere das Ergebnis zur vorhin berechneten Sternzeit für 0&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt; UT.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis: Da die Variable T bzw. das Julianische Datum in oben genannter Berechnung während des Tages konstant gehalten wird, entspricht der letztgenannte Faktor (≈ 1.0027) der Zunahme von GMST(0h UT) während eines Tages zuzüglich 1, um den Tagesbruchteil zu berücksichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sternzeit am Standort des Beobachters ===&lt;br /&gt;
Ein Beobachter auf der geographischen Länge λ muss noch auf seine Ortssternzeit umrechnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\begin{alignat}{2}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
\mathrm{LMST} \, &amp;amp; \, = \mathrm{GMST} + \lambda / 15  &amp;amp;\quad&amp;amp;  \text{falls GMST im Zeitmaß} \\&lt;br /&gt;
                         &amp;amp; \, = \mathrm{GMST} + \lambda       &amp;amp;&amp;amp;       \text{falls GMST im Gradmaß} \\&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
\end{alignat}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Winkel LMST ist gegebenenfalls noch auf den Hauptwert (0°–360°) zu bringen, und in das [[Zeitmaß (Winkel)|Zeitmaß]] umzurechnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Siderischer Tag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4204458-3}}&lt;br /&gt;
* [http://www.jgiesen.de/astro/astroJS/siderealClock/ Online Sternzeitrechner]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4204458-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronomische Größe der Zeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sphärische Astronomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronomisches Koordinatensystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-36281-27</name></author>
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