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	<title>Sternwarte Leipzig - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T02:15:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sternwarte_Leipzig&amp;diff=338559&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mario todte: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-11-20T16:32:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pleißenburg 1804 mit Sternwarte.01.jpg|mini|hochkant=1.3|Alte Sternwarte im Turm der Pleißenburg im Jahr 1804]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sternwarte Leipzig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; existierte ab 1794 als Einrichtung der [[Universität Leipzig|Universität]] nacheinander an zwei Standorten in [[Leipzig]]. Die erste [[Sternwarte]] befand sich bis 1861 auf dem Turm der mittelalterlichen [[Pleißenburg]]. Die im selben Jahr eröffnete neue Sternwarte im [[Johannistal (Leipzig)|Johannistal]] wurde nach der teilweisen Zerstörung bei dem schweren [[Luftangriffe auf Leipzig#4. Dezember 1943|Luftangriff vom 4.&amp;amp;nbsp;Dezember 1943]] notdürftig weiter betrieben, jedoch 1956 endgültig geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute gibt es in Leipzig kein [[Astronomie|astronomisches]] [[Observatorium]] oder [[Planetarium]] mehr. Das 1926 im [[Zoo Leipzig|Leipziger Zoo]] eröffnete [[Planetarium (Leipzig)|Großplanetarium]] wurde ebenfalls von Bomben zerstört; das von 1992 bis 1996 existierende &amp;#039;&amp;#039;Planetarium im Zoo&amp;#039;&amp;#039; musste den Betrieb wegen mangelnder Zuschauerresonanz und sommerlicher Temperaturprobleme in der Kuppel einstellen. Bis ca. 2002 gab es neben der [[Bethanienkirche (Leipzig)|Bethanienkirche]] in [[Schleußig]] ein von der [[Volkshochschule]] und dem [[Johannes-Kepler-Gymnasium Leipzig|Johannes-Kepler-Gymnasium]] genutztes Observatorium.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Fuer-Astronomie-Fans-sieht-s-in-Leipzig-finster-aus Für Astronomie-Fans sieht’s in Leipzig finster aus] auf lvz.de vom 17. Januar 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dessen Schließung und dem Verkauf des Grundstückes Stieglitzstraße&amp;amp;nbsp;40 durch die Stadt Leipzig sind die beiden nächstgelegenen Einrichtungen dieser Art die 1965 eröffnete [[Sternwarte Eilenburg|Sternwarte „Juri Gagarin“ Eilenburg]] und das seit 1978 bestehende [[Astronomisches Zentrum Schkeuditz|Astronomische Zentrum Schkeuditz]]. Zusammen bilden sie die &amp;#039;&amp;#039;Sternwarte Nordsachsen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die alte Sternwarte auf der Pleißenburg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pleissenburg Abriss Leipzig 1899.jpg|mini|hochkant|Abriss des Turmes 1897]]&lt;br /&gt;
Die erste Universitäts-Sternwarte entstand 1787/1790 durch den Umbau des Turmes der Pleißenburg nach einem Entwurf der Leipziger [[Mathematiker]] [[Georg Heinrich Borz]] (1714–1799) und [[Carl Friedrich Hindenburg]] (1741–1808). Den am 3.&amp;amp;nbsp;Februar 1794 eingeweihten [[Klassizismus|klassizistischen]] [[Rotunde|Rundbau]] der Sternwarte als oberen Abschluss des Burgturmes entwarf der [[Architekt]] und Baudirektor der Stadt Leipzig [[Johann Carl Friedrich Dauthe]] (1746–1816). Die Fundierung des [[Teleskoppfeiler]]s entsprach allerdings nicht den späteren Erfordernissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sternwarte stand bis 1848 ein [[Observator]] vor, der durch (bis 1815 zwei, danach nur noch einen) Gehilfen ([[Amanuensis]]) unterstützt wurde. Zum Personalbestand gehörte außerdem ein Aufwärter (seit 1842: &amp;#039;&amp;#039;[[Hausmeier|Castellan]]&amp;#039;&amp;#039;). Im Jahr 1848 wurde die Stelle des Gehilfen in die eines zweiten Observators umgewandelt; der bisherige Observator fungierte seitdem als Direktor der Sternwarte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Observatoren bzw. Direktoren der alten Sternwarte waren:&lt;br /&gt;
* 1791–1809: [[Christian Friedrich Rüdiger]] (1760–1809)&lt;br /&gt;
* 1811–1816: [[Carl Brandan Mollweide]] (1774–1825), entwickelte die [[Mollweide-Projektion|nach ihm benannte]] [[Kartennetzentwurf|Kartenprojektion]]&lt;br /&gt;
* 1816–1848: [[August Ferdinand Möbius]] (1790–1868); 1848–1861 Direktor der Sternwarte&lt;br /&gt;
* 1848–1857: [[Heinrich Louis d’Arrest]] (1822–1875), Mitentdecker des Planeten [[Neptun (Planet)|Neptun]]&lt;br /&gt;
* 1860–1861: [[Karl Christian Bruhns]] (1830–1881)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1861 wurde die Sternwarte geschlossen, nachdem sie durch die dichte Bebauung ihrer eigentlichen Bestimmung nicht mehr gerecht werden konnte und als Ersatz die neue Sternwarte im [[Johannistal (Leipzig)|Johannistal]] eröffnet worden war. Die Pleißenburg wurde mitsamt der alten Sternwarte 1897 abgebrochen, um Platz für das [[Neues Rathaus (Leipzig)|Neue Rathaus]] von Leipzig zu schaffen. Die Fundamente des alten Burgturmes wurden für die Errichtung des neuen Rathausturmes genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die neue Sternwarte im Johannistal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Sternwarte Leipzig mit Wohnhaus 1861.jpg|mini|Die neue Sternwarte im Johannistal (links) mit dem Wohnhaus des Direktors (rechts) 1861, von Norden gesehen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sternwarte Leipzig 1909.jpg|mini|Die Sternwarte um 1909, von Süden&lt;br /&gt;
gesehen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Universitaetssternwarte Stephanstr Leipzig um 1900.jpg|mini|In der Sternwarte am Johannistal, um 1900]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sternwarte Leipzig Refraktometer.jpg|mini|hochkant|[[Fernrohr|Refraktor]], um 1909]]&lt;br /&gt;
Bereits 1857 gab es Pläne für einen Neubau. Nachdem das Grundstück durch die Stadt für die Universität zu günstigen Bedingungen zur Verfügung gestellt worden war, wurde 1860 mit dem Bau begonnen. Die neue Universitäts-Sternwarte in Leipzig wurde 1860/1861 am Westrand des [[Johannistal (Leipzig)|Johannistales]] auf dem heutigen Grundstück Stephanstraße Nr.&amp;amp;nbsp;3 erbaut und am 8.&amp;amp;nbsp;November 1861 eröffnet. Deren Architekt war [[Albert Geutebrück]] (1801–1868).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Entwurf von Geutebrück wurde gleichfalls das Wohnhaus für den Direktor K.&amp;amp;nbsp;C.&amp;amp;nbsp;Bruhns gebaut, das direkt neben der Sternwarte stand und mit ihr über einen Korridor verbunden war. Das zweigeschossige Bauwerk im [[Klassizismus|klassizistischen]] Stil mit [[Tympanon (Architektur)|Tympanon]] über dem [[Mittelrisalit]] war die Dienstwohnung des Direktors der Sternwarte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sternwarte befanden sich eine Bibliothek und das sogenannte „[[Meridian (Astronomie)|Meridianzimmer]]“, das auch eine Sammlung [[Astronomie|astronomischer]] Instrumente beherbergte. Bemerkenswert für die damalige Zeit war die Konstruktion der [[Kuppel]], die auf Kugeln gelagert in alle Himmelsrichtungen drehbar war. Dazu kam ein Fernrohr von 12 [[Fuß (Einheit)#Deutschsprachiger Raum|Fuß]] (ca. 3,5 Meter) [[Brennweite]] und einem [[Objektiv (Optik)|Objektiv]] von 8 [[Zoll (Einheit)|Zoll]] (ca. 0,19 Meter). Entlang der Kuppel diente eine ringsum begehbare Plattform der Aufstellung von mobilen Instrumenten zur Himmelsbeobachtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 wurde die Anlage um einen zweiten Kuppelbau erweitert, und 1886 kam noch ein Turmbau hinzu (im Bild von Süden gesehen halb verdeckt am linken Bildrand).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direktoren der neuen Sternwarte waren:&lt;br /&gt;
* 1861–1881: [[Karl Christian Bruhns]] (1830–1881)&lt;br /&gt;
* 1882–1919: [[Heinrich Bruns (Mathematiker)|Heinrich Bruns]] (1848–1919)&lt;br /&gt;
* 1920–1930: [[Julius Bauschinger]] (1860–1934)&lt;br /&gt;
* 1930–1943: [[Josef Hopmann|Franz Josef Hopmann]] (1890–1975)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde die Sternwarte bei dem schweren [[Luftangriffe auf Leipzig#4. Dezember 1943|Luftangriff vom 4.&amp;amp;nbsp;Dezember 1943]] teilweise zerstört. Im Jahr 1956 musste sie ihren Betrieb völlig einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im rekonstruierten Überrest des Sternwartengebäudes befindet sich seit 1993 das Institut für [[Meteorologie]] der [[Fakultät (Hochschule)|Fakultät]] für Physik und [[Geowissenschaften]] der Universität Leipzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinrich Bruns: &amp;#039;&amp;#039;Die Universitäts-Sternwarte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zum 500-jährigen Bestehen der Universität Leipzig.&amp;#039;&amp;#039; Band 4 Teil 2, Hirzel Leipzig 1909. [http://archive.org/stream/p2festschriftzur04leipuoft#page/n7/mode/2up (online)]&lt;br /&gt;
* Birgit Hartung: &amp;#039;&amp;#039;Albert Geutebrück. Baumeister des Klassizismus in Leipzig&amp;#039;&amp;#039;. Lehmstedt-Verlag, Leipzig 2003, ISBN 3-937146-05-9, S. 80 f.&lt;br /&gt;
* Horst Riedel: &amp;#039;&amp;#039;Stadtlexikon Leipzig von A bis Z&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;PRO&amp;#039;&amp;#039; LEIPZIG, Leipzig 2005, ISBN 3-936508-03-8, S. 573.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Joachim Ilgauds|Hans-Joachim Illgauds]], [[Gisela Münzel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Leipziger Universitätssternwarten auf der Pleißenburg und im Johannistal. Astronomische Schulen von Weltruf.&amp;#039;&amp;#039; Sax Verlag, Beucha 1995, ISBN 978-3-930076-11-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Universitätssternwarte Leipzig (Stephanstraße 3)|Sternwarte Leipzig|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Sternwarte|Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sternwarte in Deutschland|Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk von Albert Geutebrück]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildung und Forschung in Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universität Leipzig]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mario todte</name></author>
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