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	<title>Sternlebermoose - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T16:23:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sternlebermoose&amp;diff=2040002&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;HermannSchachner: Ordnung = Marchantiales</title>
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		<updated>2025-12-05T10:57:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ordnung = Marchantiales&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Sternlebermoose&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Riccia&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|L.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Ricciaceae&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Marchantiales&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Marchantiidae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterklasse&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Marchantiopsida&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Lebermoose&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Marchantiophyta&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Abteilung&lt;br /&gt;
| Bild             = Riccia huebeneriana Lindenb. Kohatakegoke.JPG&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia huebeneriana]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Riccia minima Strasburger1900.png|mini]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Riccia Rhizoide 050910.jpg|mini|[[Rhizoid]]e]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sternlebermoose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Riccia&amp;#039;&amp;#039; L.) sind eine Gattung innerhalb der Ordnung [[Marchantiales]]. Weltweit gehören über 150 Arten zur Gattung, deren Verbreitungszentrum in Gebieten mit mediterran geprägtem Klima liegt. Die europäischen Vertreter lassen sich anhand des Auftretens von Luftkammern in die zwei Untergattungen Ricciella (mit Luftkammern) und Riccia unterteilen. Der Gattungsname ehrt den italienischen Senator Pietro Francesco de’ Ricci (1690–1751).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burkhardt2022&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Riccien sind kleine, auf Erde oder im Wasser lebende [[Lebermoose]], unter denen es sowohl [[annuell]]e als auch ausdauernde Arten gibt. Der [[Thallus]] besteht aus mehrfach dichotom verzweigten Segmenten, was zur Ausbildung der charakteristischen Rosetten- oder Halbrosettenform führt. Teilweise werden an den Rändern [[Papille (Botanik)|Papillen]] oder Cilien ausgebildet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gewebe kann entweder aus einem lose organisierten [[Parenchym|Assimilationsgewebe]] unter einer zumeist unterbrochenen [[Epidermis (Pflanze)|Epidermis]] bestehen, oder es wird aus einer zusammenhängenden Epidermis mit darunterliegenden kompakten Zellreihen, ohne weitere Differenzierung gebildet.&lt;br /&gt;
Allen Arten der Gattung fehlen die sonst für viele Lebermoose charakteristischen [[Ölkörper]].&lt;br /&gt;
Die [[Antheridium|Antheridien]] und [[Archegonium|Archegonien]] liegen zerstreut in den [[Thallus]] eingesenkt. Die reifen Sporen werden erst durch den Zerfall des Thallus freigegeben. Pro Kapsel werden 32–1350 Sporen mit einem Durchmesser von 40 bis 200&amp;amp;nbsp;µm produziert. Ein wesentliches Bestimmungsmerkmal stellt bei einigen Arten die Anzahl und Größe der Luftkammern auf der Sporenoberfläche dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Gattung ist kosmopolitisch verbreitet. Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt jedoch in Gebieten mit einem mediterran geprägten Klima, wo auch das Diversitätszentrum der Gattung liegt. Wesentlich für das Auftreten der Gattung ist der Wechsel von trockenen und feuchten Perioden. In tropischen Gebieten ohne Trockenzeiten fehlt die Gattung daher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Riccia&amp;#039;&amp;#039;-Arten wachsen vor allem auf offenerdigen Standorten mit mineralischem Untergrund. Dabei werden bevorzugt Böden mit einem sehr guten Wasserhaltevermögen, wie Ton- und Lehmböden, besiedelt. Fast alle Arten sind relativ konkurrenzschwache [[Pionierpflanze|Pionierarten]], die auf eine regelmäßige Störung angewiesen sind. Solche Bedingungen sind häufig auf vom Menschen geschaffenen Standorten, wie z.&amp;amp;nbsp;B. Äckern oder periodisch trocken fallenden Kleingewässern, zu finden. Andere, wie beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;[[Grubiges Sternlebermoos|Riccia cavernosa]]&amp;#039;&amp;#039; treten auf regelmäßig überschwemmten Auenböden entlang von Flüssen auf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Gebieten mit semiariden und ariden Bedingungen ändert sich die Ökologie der dort vorkommenden Sternlebermoose deutlich. Die Arten sind zu meist ausdauernd und nicht mehr einjährig und weisen Anpassungen an Austrocknung und Hitze auf. Wesentliche Merkmale sind häufig stark pigmentierte Thalli gegen die hohe Strahlungsintensität, die Einrollung der Thalli bei Austrocknung, sowie die Fähigkeit zum jahrelangen Überdauern in einem ausgetrockneten Zustand.&lt;br /&gt;
In solchen Gebieten sind Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Riccia&amp;#039;&amp;#039; mit anderen Lebermoosen, Flechten und Algen vergesellschaftet und bilden mit diesen zusammen biologische Krusten, die bei der Reduzierung der Erosion eine wesentliche Rolle spielen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Mitteleuropa treten die Arten vor allem in Teichboden- und Stoppelackergesellschaften auf. Auf leicht sauren bis subneutralen, feuchten Stoppeläckern sind Arten der Gattung in einer lebermoosreichen Ausprägung der Assoziation Pottietum truncatae Waldheim 1944 zu finden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ahrens&amp;quot;&amp;gt;Matthias Ahrens: &amp;#039;&amp;#039;Die Moosvegetation des nördlichen Bodenseegebietes&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Dissertationes botanicae&amp;#039;&amp;#039; Bd. 190, 1992, {{ISSN|0070-6728}}, 681 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; In eher ozeanisch geprägten Klimaten ist eine Gesellschaft mit &amp;#039;&amp;#039;[[Staubfrüchtiges Sternlebermoos|Riccia sorocarpa]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Büscheliges Hinterzahnmoos|Entosthodon fascicularis]]&amp;#039;&amp;#039; und teilweise [[Bläschenmoos|&amp;#039;&amp;#039;Sphaerocarpos&amp;#039;&amp;#039;-Arten]] (Riccio sorocarpae-Funarietum fascicularis Lec. 1978) anzutreffen. Auf Teichböden ist vor allem das Riccio cavernosae-Pseudephemeretum nitidi All. ex v. Hübschm. 1957 verbreitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marstaller&amp;quot;&amp;gt;Rolf Marstaller: &amp;#039;&amp;#039;Syntaxonomischer Konspekt der Moosgesellschaften Zentraleuropas und angrenzender Gebiete&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Haussknechtia&amp;#039;&amp;#039; Beiheft 13, 2006, {{ISSN|0863-6451}}, 192 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rheinufer Königswinter Okt 2018 Img 1672.jpg|alternativtext=Riccia cavernosa am Rheinufer bei Bonn|mini|&amp;#039;&amp;#039;Riccia cavernosa&amp;#039;&amp;#039; am Rheinufer bei Bonn]]&lt;br /&gt;
Die Gattung lässt sich in fünf Untergattungen einteilen, von denen die Untergattungen Riccia und Ricciella in Mitteleuropa vertreten sind. Deren mitteleuropäische Vertreter werden im Folgenden aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Subgenus Riccia mit kompaktem, undifferenziertem Gewebe&lt;br /&gt;
** [[Haartragendes Sternlebermoos]] (&amp;#039;&amp;#039;Riccia ciliifera&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia gougetiana]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia michelii]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia ciliata]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia intumescens]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** [[Staubfrüchtiges Sternlebermoos]] (&amp;#039;&amp;#039;Riccia sorocarpa&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia papillosa]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia beyrichiana]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** [[Blaugrünes Sternlebermoos]] (&amp;#039;&amp;#039;Riccia glauca&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia bifurca]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia gothica]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia subbifurca]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia trabutiana]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia warnstorfii]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia ligula]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia crozalsii]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia crustata]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia lamellosa]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia macrocarpa]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia sommieri]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia breidleri]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia bicarinata]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia atromarginata]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Subgenus Ricciella mit gekammertem Assimilationsgewebe&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia canaliculata]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia cavernosa]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia duplex]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** [[Untergetauchtes Sternlebermoos]] (&amp;#039;&amp;#039;Riccia fluitans&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia huebeneriana]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia rhenana]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia frostii]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia crystallina]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Riccia perennis]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Subgenus Thallocarpus&lt;br /&gt;
* Subgenus Viridisquamata&lt;br /&gt;
* Subgenus Leptoriccia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burkhardt2022&amp;quot;&amp;gt;Lotte Burkhardt 2022: Eine Enzyklopädie zu eponymischen Pflanzennamen: Von Menschen &amp;amp; ihren Pflanzen – Berlin: Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin. – {{DOI|10.3372/epolist2022}}, Berlin 2022.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Helene Bischler: &amp;#039;&amp;#039;Systematics and Evolution of the Genera of the Marchantiales.&amp;#039;&amp;#039; J. Cramer, Stuttgart 1998, ISBN 3-443-62023-X.&lt;br /&gt;
* [[Suzanne Jovet-Ast]]: &amp;#039;&amp;#039;Les Riccia de la région méditerranéenne&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Cryptogamie Bryologie Lichénologie.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 7, 1986, {{ISSN|0181-1576}}, S. 287–431.&lt;br /&gt;
* Ludwig Meinunger &amp;amp; Wiebke Schröder: &amp;#039;&amp;#039;Verbreitungsatlas der Moose Deutschlands.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Regensburg 2007.&lt;br /&gt;
* Rudolf M. Schuster: &amp;#039;&amp;#039;The Hepaticae and Anthocerotaceae of North America.&amp;#039;&amp;#039; Band 6, Field Museum of Natural History, Chicago 1992, ISBN 0-914868-21-7.&lt;br /&gt;
* Ingo Holz &amp;amp; Michael Sauer: &amp;#039;&amp;#039;Riccia.&amp;#039;&amp;#039; In: Martin Nebel &amp;amp; Georg Philippi (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Moose Baden-Württembergs&amp;#039;&amp;#039;. Band 3, Ulmer Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-8001-3278-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Riccia|Sternlebermoose (&amp;#039;&amp;#039;Riccia&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marchantiopsida (Klasse)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HermannSchachner</name></author>
	</entry>
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