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	<title>Sterngarten - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sterngarten&amp;diff=898301&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Sternführungen und Zielsetzung */ Halbgeviertstrich</title>
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		<updated>2024-07-28T10:45:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Sternführungen und Zielsetzung: &lt;/span&gt; Halbgeviertstrich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Sterngarten von Westen.png|mini|330px|Sterngarten, Ansicht von Westen. Von der Plattform-Mitte aus zeigt der Südmast (rechts) den jahreszeitlichen Höchststand der Sonne, und der Nordmast den Polarstern. Er dient auch als Schattenzeiger einer Sonnenuhr.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sterngarten Sonnenuhr.png|mini|250px|Begehbare Sonnenuhr. Der Schrägmast steht parallel zur Erdachse. Im Vordergrund die Datumslinien des Nordmast-Schattens.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Freiluftplanetarium &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sterngarten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; am [[Georgenberg (Wien)|Georgenberg]] in [[Mauer (Wien)|Wien-Mauer]] ist eine unentgeltlich benützbare Anlage zur [[freiäugig|freisichtigen]] Beobachtung des Himmelsgeschehens bei Tag und Nacht. Die von [[Hermann Mucke]] initiierte Anlage geht auf eine Idee seines Vorgängers [[Oswald Thomas]] für einen [[Sternenhain]] am Laaerberg zurück. Sie wurde 1997 bis 2000 am Rand des [[Maurerwald]]es errichtet und wird vom [[Österreichischer Astronomischer Verein|Österreichischen Astronomischen Verein]] betreut. Die Naturnähe auf einer großen Lichtung und der relativ dunkle Himmel soll den Besuchern die „obere Hälfte der Welt“ bewusst und erlebbar machen, besonders den jahreszeitlichen Verlauf der [[Ekliptik|Sonnenbahn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sterngarten liegt im Südwesten Wiens am Rand eines Naturschutzgebiets, den Erholungsräumen Niederösterreich – Wien. Durch drei weithin sichtbare, etwa 17&amp;amp;nbsp;Meter hohe Masten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hermann Mucke |Titel=Himmelskunde im Freiluftplanetarium Wien |Hrsg=Österreichisch Astronomischer Verein |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=2002 |ISBN=3-9501574-0-9 |Seiten=122}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zieht die Anlage daher auch Wanderer sowie Besucher der nahen [[Wotruba-Kirche]] an, einem skulptural aufgefassten Kirchenraum aus den Jahren 1974–76.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlage auf der Kuppe des Georgenbergs liegt 1,2&amp;amp;nbsp;Kilometer westlich des Maurer Ortskerns und 130&amp;amp;nbsp;Meter höher. Rund um die jetzige Plattform war im 2.&amp;amp;nbsp;Weltkrieg das Areal einer [[Luftnachrichtentruppen-Kaserne]] mit einem Übungsgelände und einem großen [[Truppenübungsplatz#Ehemalige Truppenübungsplätze in Österreich|Schießplatz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die fast 1 Hektar große Anlage stellt das erste Projekt der sogenannten [[Horizontastronomie]] in Europa dar, bei der auch die scheinbare Drehung des Sternhimmels und der Jahresverlauf der Sonnenbahn demonstriert werden kann. Sie wurde vom früheren Leiter des [[Planetarium Wien|Wiener Planetariums]] Hermann Mucke nach Ideen von [[Oswald Thomas]] (1882–1963) geplant und besteht aus&lt;br /&gt;
* einer [[Stufenpyramide]] mit Edelstahlbrüstung und [[barrierefrei]]er Zugangsrampe,&lt;br /&gt;
* einem [[Mast (Technik)|Südmast]] (südlicher [[Pfeiler|Messpfeiler]]),&lt;br /&gt;
* sechs Sonnensäulen mit Querarmen für die Sonnenauf- und -untergänge,&lt;br /&gt;
* einem Nordmast mit [[Lochscheibe]] für den [[Himmelspol]] und als Mittags-Schattenzeiger,&lt;br /&gt;
* einer als „Ungeziffer“ (Hermann Mucke) bezeichneten Zeitentabelle,&lt;br /&gt;
* dem Nordweg mit [[Meridianlinie]] und dem Schrägmast parallel zur [[Erdachse]]&lt;br /&gt;
* und an dessen Fuß eine begehbare [[Sonnenuhr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Gebrauch bei Tage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sterngarten1.19-WinterFJV°.jpg|mini|links|350px|Wintersonne hinter dem Nordmast. Am Südmast die Marken für Höhengrade (alle 10°) und den Beginn der Jahreszeiten]]&lt;br /&gt;
Von der [[Wotrubakirche|Wotruba-Kirche]] kommend betritt man den Sterngarten von Norden her und erreicht zunächst den Stützpfeiler des Schrägmastes am Ende des Nordweges. Man erkennt, dass Stützpfeiler, Schrägmast, Nordmast und Südmast genau fluchten und damit eine Ebene bilden (Bild rechts).&lt;br /&gt;
In dieser Ebene liegen der örtliche [[Meridian (Geographie)|Meridian]] und die [[Erdachse]]. Der Schrägpfeiler ist eine Parallele zur Erdachse, entsprechend der [[geografische Breite|geografischen Breite]] um 48° geneigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Fuß des Schrägpfeilers ist im Nordweg das Zifferblatt einer [[Horizontalsonnenuhr]] eingelassen, die den Schrägmast als [[Schattenwerfer]] nutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eineinhalb Meter über die Pyramidenplattform ragende Oberkante der Edelstahlbrüstung, die Sockeloberkanten des Nord- und des Südmastes sowie die Oberkanten der Querarme der Sonnensäulen bilden eine Ebene, die „Mathematischer Horizont“ genannt wird. In der Mitte der Pyramidenplattform ist eine Scheibe eingelassen, die die Position des Beobachters markiert. Über diesem Punkt kann der Beobachter durch Bücken oder Strecken sein Auge exakt in die sogenannte Himmelsmitte bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Azimut]] eines Objektes am Himmel kann an der Brüstung und die Höhe an Nord- oder Südmast oder an den Sonnensäulen geschätzt werden. Nord- und Südmast verfügen über Edelstahlringe im Höhenabstand von 10°.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sechs Sonnensäulen stehen etwas entfernt rund um die Stufenpyramide. Drei davon markieren im Osten den [[Sonnenaufgang]] zur [[Sommersonnenwende]], zu den [[Tagundnachtgleiche]]n und zur [[Sonnenwende|Wintersonnenwende]]. Die anderen drei markieren im Westen entsprechend den Ort des [[Sonnenuntergang]]es zur Wintersonnenwende, den Tagundnachtgleichen und zur Sommersonnenwende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Säulen den geometrischen Aufgangsort des Sonnenkörpers markieren, geben Kerben in den Querarmen der Sonnensäulen den Aufgangsort der wahrnehmbaren Sonnenscheibe an. Dieser liegt wegen der [[astronomische Refraktion|Strahlenbrechung]] in der Atmosphäre stets etwas weiter nördlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sternführungen und Zielsetzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sterngarten-Führung zur Mondfinsternis 27.7.18.jpg|mini|300px|Führung zur Mondfinsternis am 27.&amp;amp;nbsp;August 2018. Auf der Plattform haben über 50 Personen Platz, auf den umgebenden Sitzstufen weitere 100.]]&lt;br /&gt;
Die Anlage am äußersten südwestlichen Stadtrand hat durch ihre Lage am [[Georgenberg (Wien)|Georgenberg]] (Naturschutzgebiet [[Maurer Wald]]) gute Sichtbedingungen und dient dem [[Österreichischer Astronomischer Verein| österreichischen Astronomischen Verein]] für regelmäßige, unentgeltliche [[Sternführung]]en, vor allem mit [[freiäugig]]er Beobachtung des Sternhimmels.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Österreichischer Astronomischer Verein |url=https://www1.astroverein.at/freiluftplanetarium |titel=Freiluftplanetarium Wien - Sterngarten Georgenberg |werk= |hrsg= |datum= |abruf=2020-08-04 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit steht sie in der Tradition des [[Sommerhaidenweg]]s, wo der Vereinsgründer [[Oswald Thomas]] ab etwa 1920 seine monatlichen Sternführungen abhielt. Für diese &amp;#039;&amp;#039;[[Sternwanderung]]en&amp;#039;&amp;#039; entlang der Weinberge mit oft 100 Teilnehmern wurde sogar die Straßenbeleuchtung lokal abgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sterngarten versteht sich als Ergänzung zum Wiener Planetarium und als Ort, wo Sternfreunde eigene Aktivitäten entwickeln können. Der Initiator Hermann Mucke gründete eine Gruppe von Fachleuten, die ein bis zwei Mal monatlich öffentliche Sternführungen veranstalten und zusätzlich Beobachtungen bei besonderen Ereignissen, etwa [[Mondfinsternis]]sen oder hellen [[Komet]]en organisieren. Seit 2018 wurde die Zahl der monatlichen Führungen verdoppelt.&lt;br /&gt;
Auf Wunsch veranstaltet der Astronomische Verein auch Sonderführungen für [[Schulklasse]]n oder Jugendgruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das weite Gelände erlaubte auch in Zeiten der [[Corona-Pandemie]] (2020–2021) eine fast uneingeschränkte Nutzung der Anlage. Nur bei Fernrohr-Beobachtungen waren einige Hygiene-Maßnahmen erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit September 2020 erinnert eine vom [[Österreichischer Astronomischer Verein| österreichischen Astronomischen Verein]] am Nordmast angebrachte Gedenktafel an Prof. [[Hermann Mucke]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Hermann Mucke]] |Titel=Sterngarten auf dem Georgenberg in Wien |Hrsg=Astronomisches Büro Wien |Sammelwerk=Der [[Sternenbote]]. Österreichische Astronomische Monatsschrift|ISSN=0039-1271|Band=Band 490/1997 |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort=Wien |Datum=1997-05 |ISBN= |Seiten=86-93}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Hermann Mucke |Titel=Sterngarten Georgenberg: zweiter Bauabschnitt |Hrsg=Astronomisches Büro Wien |Sammelwerk=Der [[Sternenbote]]. Österreichische Astronomische Monatsschrift|ISSN=0039-1271|Band=Band 504/1998 |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort=Wien |Datum=1998-07 |ISBN= |Seiten=143-145}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Hermann Mucke |Titel=Sterngarten Georgenberg - dritter Bauabschnitt |Hrsg=Astronomisches Büro Wien |Sammelwerk=Der [[Sternenbote]]. Österreichische Astronomische Monatsschrift|ISSN=0039-1271|Band=Band 530/2000 |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort=Wien |Datum=2000-09 |ISBN= |Seiten=176-179}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Hermann Mucke |Titel=Freiluftplanetarium Sterngarten Georgenberg, Wien-Mauer |Hrsg=Astronomisches Büro Wien |Sammelwerk=Der [[Sternenbote]]. Österreichische Astronomische Monatsschrift|ISSN=0039-1271|Band=Band 548/2002 |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort=Wien |Datum=2002-03 |ISBN= |Seiten=42-52}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Hermann Mucke |Titel=Freiluftplanetarium Sterngarten Georgenberg |Hrsg=Astronomisches Büro Wien |Sammelwerk=Der [[Sternenbote]]. Österreichische Astronomische Monatsschrift|ISSN=0039-1271|Band=Band 559/2003 |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort=Wien |Datum=2003-02 |ISBN= |Seiten=36-38}}&lt;br /&gt;
* [[Gottfried Gerstbach]] et al.: &amp;#039;&amp;#039;Amateurastronomie in Österreich seit 1920&amp;#039;&amp;#039;. Festschrift zur 100-Jahr-Feier des Österreichischen Astronomischen Vereins, Wien 2024 (erscheint im September)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www1.astroverein.at/freiluftplanetarium Freiluftplanetarium Sterngarten Georgenberg, Wien-Mauer]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/08/48/N |EW=16/15/08/E |type=landmark |region=AT-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronomische Beobachtungseinrichtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sternwarte in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildung in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liesing (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronomie in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 2000er Jahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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