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	<title>Sternenrotz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T06:23:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sternenrotz&amp;diff=2195365&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Quiorm: Nicht auf Begriffserklärungen verlinken</title>
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		<updated>2026-01-22T17:13:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nicht auf Begriffserklärungen verlinken&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:A moss (Grimmia pulvinata), with &amp;quot;mystery jelly&amp;quot; - geograph.org.uk - 1182111.jpg|mini|Typischer Fund von „Sternenrotz“ (Star jelly) auf Moos (&amp;#039;&amp;#039;[[Grimmia pulvinata]]&amp;#039;&amp;#039;).]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Star jelly - lindsey.jpg|mini|Gallertartige Ablagerung („Sternenrotz“/Star jelly).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sternenrotz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sternrotz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; volkstümlich auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meteorgallerte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) wird umgangssprachlich eine [[gel]]- bzw. [[gelatine]]artige, gallertige Substanz bezeichnet, die klumpenweise im Freien gefunden wird und in der Volksüberlieferung teils als „vom Himmel gefallen“ gedeutet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchluepmannMeteorgallerte&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Martin Schlüpmann |url=https://www.herpetofauna-nrw.de/beobachtungen/beobachtungen/meteorgallerte/index.php |titel=Meteorgallerte oder Sternenrotz |werk=Arbeitskreis Amphibien und Reptilien Nordrhein-Westfalen |abruf=2026-01-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff bezeichnet keine einheitliche Substanz, sondern einen Sammelnamen für äußerlich ähnliche Erscheinungen unterschiedlicher biologischer Herkunft. Im englischen Sprachraum ist das Phänomen u. a. als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Star jelly&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ORL2013&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Myles O’Reilly, Nicole Ross, Sarah Longrigg |Titel=Recent observations of “mystery star jelly” in Scotland appear to confirm one origin as spawn jelly from frogs or toads |Sammelwerk=The Glasgow Naturalist |Band=26 |Nummer=1 |Datum=2013 |Seiten=89–92}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Sternenrotz wird in Fundberichten als durchscheinende bis grauweißliche, teils weißliche oder gelbliche Gallertmasse beschrieben, die auf Wiesen, Wegen oder in Parks liegt und gelegentlich auch an Gehölzen bemerkt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ORL2013&amp;quot; /&amp;gt; Häufig wird sie nach feuchter Witterung bzw. Regen wahrgenommen, was sowohl die Sichtbarkeit (Aufquellen) als auch die Erhaltung der Substanz beeinflussen kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fothergill1824&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=William Fothergill |Titel=XIV. Hints towards the natural history of the toad |Sammelwerk=Philosophical Magazine |Band=64 |Nummer=316 |Datum=1824 |Seiten=85–91 |DOI=10.1080/14786442408644561}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelne Laboruntersuchungen an eingesandten Proben lieferten teils keine auswertbaren DNA-Ergebnisse, u. a. aufgrund mikrobieller (bakterieller bzw. fungaler) Kontamination der Proben; daraus folgt jedoch nicht, dass Sternenrotz grundsätzlich „DNA-frei“ wäre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ORL2013&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturwissenschaftliche Erklärungen ==&lt;br /&gt;
Da es sich um eine umgangssprachliche Bezeichnung für ein Beobachtungsphänomen handelt, werden in der Literatur mehrere biologische Ursachen diskutiert, die sich teilweise ähneln oder miteinander verwechselt werden können. Die folgenden Erklärungen sind nach heutiger Quellenlage unterschiedlich gut belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Amphibien (Laich-/Oviduktgallert nach Prädation) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Oviducts of amphibians regurgitated by predators - Lindsey.jpg|mini|Ausgewürgte Ovidukte von Amphibien nach Prädation; die schwarze Struktur unten links sind Eiklumpen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als häufig berichtete Erklärung gilt gallertiges Material aus dem Fortpflanzungstrakt (u. a. Ovidukt-/Laichgallert) von [[Froschlurche|Fröschen]] oder [[Kröten]], das nach Prädation (z. B. durch [[Greifvögel]] oder Reiher) ausgewürgt bzw. als schwer verdaulicher Anteil zurückgelassen wird. In mehreren dokumentierten Fällen wurden gallertige Ablagerungen zusammen mit Eiresten bzw. oviduktähnlichen Strukturen beschrieben; nach Wasserkontakt kann das Material stark aufquellen und dadurch besonders auffällig werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ORL2013&amp;quot; /&amp;gt; Bereits im 19. Jahrhundert wurde „star-jelly/star-shot“ als Produkt der Umwandlung von Frosch- oder Krötenresten diskutiert und mit feuchter Witterung in Verbindung gebracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fothergill1824&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cyanobakterien (&amp;#039;&amp;#039;Nostoc&amp;#039;&amp;#039;) ===&lt;br /&gt;
Als weitere Möglichkeit werden Kolonien von [[Cyanobakterien]] der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Nostoc]]&amp;#039;&amp;#039; genannt: Diese können auf dem Boden als unauffällige Beläge vorkommen und nach Niederschlag zu gallertigen Massen aufquellen, wodurch sie als „plötzlich erschienen“ wahrgenommen werden. Solche Funde gelten in der Literatur als häufige Verwechslungen mit Sternenrotz im engeren Sinne.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ORL2013&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pilze und Schleimpilze (Verwechslungen/Alternativen) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Yellow slime mold.jpg|mini|Fruktifikation eines Schleimpilzes (Beispiel) – optisch kann dies mit „Sternenrotz“ verwechselt werden.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Enteridium lycoperdon, showing &amp;#039;slime&amp;#039;.JPG|mini|Schleimpilz (&amp;#039;&amp;#039;[[Enteridium lycoperdon]]&amp;#039;&amp;#039;) im gallertartigen Entwicklungsstadium („jelly phase“).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch gallertige [[Pilze]] (umgangssprachlich „Gallertpilze“) sowie [[Schleimpilze]] können je nach Entwicklungsstadium eine stark schleimige bzw. gallertige Erscheinung zeigen und daher als Sternenrotz gedeutet werden. Schleimpilze besitzen teils plasmodiale Stadien mit gelartigem [[Protoplasma]]; bei der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Ceratiomyxa]]&amp;#039;&amp;#039; stehen Fruchtkörper auf einer schleimigen Matrix.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RojasStephenson2021&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carlos Rojas, Steven L. Stephenson |Titel=Myxomycetes - Biology, Systematics, Biogeography and Ecology |Auflage=2. |Verlag=Elsevier |Datum=2021 |ISBN=978-0-12-824281-0 |Seiten=277–278}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Technische Stoffe (Fehlzuordnungen) ===&lt;br /&gt;
In Einzelfällen wurden gallertige Funde später als synthetische Materialien (z. B. stark wasseraufnehmende Polymere) identifiziert. Solche Vorkommen gelten als Fehlzuordnungen und werden vom klassischen Verständnis des Sternenrotz-Phänomens abgegrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff und Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Der Ausdruck „Sternenrotz“ bzw. „Sternrotz“ ist ein volkstümlicher Sammelbegriff für gallertartige Funde unterschiedlicher Ursache. Der Arbeitskreis Amphibien und Reptilien Nordrhein-Westfalen erläutert, dass der Volksmund u. a. die Bezeichnungen „Meteorgallerte“ oder „Sternenrotz“ für ausgespiene bzw. ausgewürgte Reste (z. B. aus den Eileitern) von gefressenen Amphibien verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchluepmannMeteorgallerte&amp;quot; /&amp;gt; Daneben werden gallertige Funde nach Regen in der Praxis häufig mit &amp;#039;&amp;#039;[[Nostoc]]&amp;#039;&amp;#039;-Kolonien oder mit Schleimpilzen verwechselt, die äußerlich ähnlich erscheinen können (siehe Abschnitt „Naturwissenschaftliche Erklärungen“).&amp;lt;ref name=&amp;quot;ORL2013&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte, Sprache und Volksglaube ==&lt;br /&gt;
In der Volksüberlieferung wurde Sternenrotz teils mit [[Sternschnuppe]]n oder [[Meteor]]en in Verbindung gebracht („vom Himmel gefallen“). Historische Bezeichnungen wie &amp;#039;&amp;#039;stella terrae&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;uligo&amp;#039;&amp;#039; oder das walisische &amp;#039;&amp;#039;pwdre ser&amp;#039;&amp;#039; („Sternenverwesung“) belegen die lange kulturelle Deutungstradition.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hughes1910&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zentrale Quelle für die kritische Einordnung dieser Vorstellungen ist der Beitrag von Thomas McKenny Hughes in &amp;#039;&amp;#039;[[Natur (Zeitschrift)|Nature]]&amp;#039;&amp;#039; (1910). Hughes beschreibt eigene Beobachtungen weißlich-durchscheinender, gallertiger Massen auf Gras und zeigt, dass diese Erscheinungen nicht als meteoritischer Niederschlag zu deuten sind. Er verweist auf literarische und naturkundliche Quellen, die den „vom Himmel gefallenen“ Ursprung bereits früh bezweifelten, und diskutiert irdische Erklärungen, u. a. tierischen (z. B. aus Fröschen/Würmern) sowie pflanzlich-mikrobiellen Ursprung (Vergleich mit &amp;#039;&amp;#039;Nostoc&amp;#039;&amp;#039;). Damit markiert der Beitrag den Übergang von einer folkloristischen Deutung zu naturwissenschaftlichen Erklärungsansätzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hughes1910&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas McKenny Hughes |Titel=Pwdre Ser |Sammelwerk=Nature |Band=83 |Datum=1910 |Seiten=492–494 |DOI=10.1038/083492a0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
In der kultur- und literaturwissenschaftlichen Literatur wird Sternenrotz nicht nur als naturkundliches Phänomen, sondern auch als Bestandteil von Volksglauben und symbolischer Deutung behandelt. Folkloristische Analysen ordnen Berichte über „fallende Sterne“ und gallertartige Substanzen in den Kontext metaphorischer und mythischer Vorstellungen ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hilary Belcher, Erica Swale |Titel=Catch a Falling Star |Sammelwerk=Folklore |Band=95 |Nummer=2 |Datum=1984 |Seiten=210–220 |DOI=10.1080/0015587X.1984.9716316}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Myles O’Reilly, Nicole Ross, Sarah Longrigg&lt;br /&gt;
   |Titel=Recent observations of “mystery star jelly” in Scotland appear to confirm one origin as spawn jelly from frogs or toads&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=The Glasgow Naturalist&lt;br /&gt;
   |Band=26&lt;br /&gt;
   |Nummer=1&lt;br /&gt;
   |Datum=2013&lt;br /&gt;
   |Seiten=89–92}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Thomas McKenny Hughes&lt;br /&gt;
   |Titel=Pwdre Ser&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Nature&lt;br /&gt;
   |Band=83&lt;br /&gt;
   |Datum=1910&lt;br /&gt;
   |Seiten=492–494&lt;br /&gt;
   |DOI=10.1038/083492a0}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=William Fothergill&lt;br /&gt;
   |Titel=XIV. Hints towards the natural history of the toad&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Philosophical Magazine&lt;br /&gt;
   |Band=64&lt;br /&gt;
   |Nummer=316&lt;br /&gt;
   |Datum=1824&lt;br /&gt;
   |Seiten=85–91&lt;br /&gt;
   |DOI=10.1080/14786442408644561}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Carlos Rojas, Steven L. Stephenson&lt;br /&gt;
   |Titel=Myxomycetes – Biology, Systematics, Biogeography and Ecology&lt;br /&gt;
   |Auflage=2.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Elsevier&lt;br /&gt;
   |Ort=London&lt;br /&gt;
   |Datum=2021&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-0-12-824281-0&lt;br /&gt;
   |Seiten=277–278}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Hilary Belcher, Erica Swale&lt;br /&gt;
   |Titel=Catch a Falling Star&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Folklore&lt;br /&gt;
   |Band=95&lt;br /&gt;
   |Nummer=2&lt;br /&gt;
   |Datum=1984&lt;br /&gt;
   |Seiten=210–220&lt;br /&gt;
   |DOI=10.1080/0015587X.1984.9716316}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.laubfrosch-hannover.com/amph/predation_02.html Uwe Manzke: &amp;#039;&amp;#039;Prädatoren von Amphibien: Säugetiere und Vögel – Vandalismus oder Beutegreifer?&amp;#039;&amp;#039;] (deutsch)&lt;br /&gt;
* [https://www.herpetofauna-nrw.de/beobachtungen/beobachtungen/meteorgallerte/index.php Arbeitskreis Amphibien und Reptilien NRW: &amp;#039;&amp;#039;Meteorgallerte oder Sternenrotz&amp;#039;&amp;#039;] (deutsch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zoologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Quiorm</name></author>
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