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	<title>Sterbfritz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sterbfritz&amp;diff=62403&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;5glogger: Lit: Link Kingreen</title>
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		<updated>2026-01-16T06:55:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lit: Link Kingreen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Sterbfritz&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = &lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Sinntal&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 50/18/46/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 09/37/27/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-HE&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 355 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 11.63&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 2032 &amp;lt;!-- hier nur Hauptwohnsitze --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2020-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sinntal.de/gemeinde/datenundanfahrt/41.Einwohner-Daten-und-Anfahrt.html |titel=Gemeinde Sinntal – Gemeindeinformationen |abruf=2022-11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1974-07-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 36391&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 06664&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sterbfritz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist [[Ortsteil]] und Sitz der Gemeindeverwaltung der Gemeinde [[Sinntal]] im [[Hessen|hessischen]] [[Main-Kinzig-Kreis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografische Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephanskuppe.jpg|mini|hochkant|Mittelgebirgslandschaft bei Sterbfritz: Die Stephanskuppe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kinzigquelle.jpg|mini|hochkant|[[Kinzigquelle]]]]&lt;br /&gt;
Sterbfritz liegt auf einer Höhe von 355 m über [[Normalnull|NN]] etwa 8,5 km südöstlich von [[Schlüchtern]] am Anfang des [[Kinzig (Main)|Kinzigtales]], an den Ausläufern der Mittelgebirge [[Spessart]] und [[Rhön]]. In Sterbfritz entspringt am Fuße des Berges [[Steinfirst (Spessart)|Steinfirst]] (512&amp;amp;nbsp;m) die [[Kinzig (Main)|Kinzig]], die in [[Hanau]] in den [[Main]] mündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ortsgeschichte ===&lt;br /&gt;
Die älteste erhaltene Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 815. Damals wird er als &amp;#039;&amp;#039;in marcu Chirizichheimero&amp;#039;&amp;#039; gelegen bezeichnet. In erhaltenen Urkunden wurde der Ort später unter den folgenden [[Ortsname|Namen]] erwähnt (in Klammern das Jahr der Erwähnung):&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Starcfriedeshuson&amp;#039;&amp;#039; (815), &amp;#039;&amp;#039;Stercfrides&amp;#039;&amp;#039; (1167), &amp;#039;&amp;#039;Sterfrides&amp;#039;&amp;#039; (1295) und &amp;#039;&amp;#039;Sterpfritz&amp;#039;&amp;#039; (1549).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entstehung des Ortsnamens, der in seiner heutigen Form Assoziationen weckt, die mit seiner Herkunft überhaupt nichts zu tun haben, bestehen [[Volksetymologie|volksetymologisch]] motivierte Anekdoten verschiedenen Inhalts: Im [[Fulda]]er Land belud ein Fahrensmann seinen Wagen, spannte sein Pferd vor und reiste los. Als das Pferd nicht mehr wollte, lockte er seinen Gaul mit den Worten „Komm Fritz!“ weiter (an dieser Stelle der Reise liegt heute der Ort [[Gomfritz]]). So liefen sie über die Berge und durch die Täler der Vorder-[[Rhön]], was das Pferd sehr anstrengte. Irgendwann konnte das Pferd nicht mehr und der Fahrensmann blieb stehen und sagte mitleidig: „Sterb Fritz!“ Es gibt auch die Variante, dass es ein Kreuzritter gewesen sei, sowie dass der Pferdebesitzer dem ausgelaugten Tier die [[Kinzigquelle]] als Tränkung versprochen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1167 gehörten Dorf, Kirche und [[Zehnt]] dem [[Kloster Schlüchtern]]. Sterbfritz gehörte zum [[Gericht Altengronau]], das 1333 als [[Lehen|Reichslehen]] aus einer Erbschaft vom Haus [[Rieneck (Adelsgeschlecht)|Rieneck]] an die [[Herrschaft Hanau]] kam. Aus dem Gericht entstand im 15. Jahrhundert das [[Amt Schwarzenfels]] der [[Grafschaft Hanau]], ab 1459 die [[Grafschaft Hanau-Münzenberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1643 wurde das Amt Schwarzenfels – und damit auch Sterbfritz – als Pfand zusammen mit anderen Sicherheiten der [[Landgrafschaft Hessen-Kassel]] übergeben. Es sollte für Hanauer Schulden bürgen, die im Zusammenhang mit der Befreiung der Stadt Hanau von der Belagerung durch kaiserliche Truppen 1636 gegenüber Hessen-Kassel entstanden waren. Den [[Hanau (Adelsgeschlecht)|Grafen von Hanau]] gelang es nicht mehr, dieses Pfand von Hessen-Kassel zu lösen. Das Amt wurde in der Folgezeit wie landgräfliches Eigentum verwaltet. Auch nachdem Hessen-Kassel 1736, nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen, [[Johann Reinhard III. (Hanau)|Johann Reinhard III.]], die Grafschaft Hanau-Münzenberg erbte, wurde es mit dieser nicht wieder vereinigt. Der Landgraf wurde 1803 zum [[Kurfürst]]en erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[napoleon]]ischen Zeit stand Sterbfritz ab 1806 unter französischer Militärverwaltung, gehörte von 1807 bis 1810 zum [[Fürstentum Hanau]] und dann von 1810 bis 1813 zum [[Großherzogtum Frankfurt]], [[Departement Hanau]]. Anschließend fiel es an das [[Kurfürstentum Hessen]] zurück. Nach der [[Kurfürstentum Hessen#Verwaltungsgliederung|Verwaltungsreform des Kurfürstentums Hessen]] von 1821, durch die Kurhessen in vier Provinzen und 22 Kreise eingeteilt wurde, gehörte Sterbfritz zum [[Landkreis Schlüchtern]]. 1866 wurde das Kurfürstentum nach dem [[Deutscher Krieg|Preußisch-Österreichischen Krieg]] von [[Preußen]] annektiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg ließen sich zahlreiche Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Sterbfritz nieder, wodurch sich die Bevölkerungszahl von 1200 auf 2000 fast verdoppelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1958 gab es kurzzeitig Bestrebungen, den Ort umzubenennen, weil der Ortsname vor allem von Neubürgern als unangemessen empfunden wurde. In der Diskussion stand zunächst der Name &amp;#039;&amp;#039;Starkfried&amp;#039;&amp;#039;, nach der historisch belegten Etymologie des Namens, später wurden von Bürgern aus dem ganzen Land auch Vorschläge wie &amp;#039;&amp;#039;Strebfritz&amp;#039;&amp;#039; eingereicht. Durch die Diskussion schaffte es der kleine Ort kurzzeitig in die überregionalen Medien; der Namensstreit wurde sogar in Österreich ([[Kurier (Tageszeitung)|Neuer Kurier]]) rezipiert. Das Begehren scheiterte schließlich an der Ablehnung durch die Gemeindeversammlung (die fast ausschließlich mit Altbürgern besetzt war) im Oktober 1958.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Müller-Marschhausen: &amp;#039;&amp;#039;Sterbfritz oder Starkfried - Der Streit um den Dorfnamen 1958&amp;#039;&amp;#039;. In: Bergwinkel-Bote, Schlüchtern 2019, S. 119–129&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hessische Gebietsreform (1970–1977)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Gebietsreform in Hessen]] wurden zum 1. Dezember 1969 die bis dahin [[Selbständige Gemeinde|selbständigen Gemeinden]] Breunings, Sannerz und Weiperz auf freiwilliger Basis nach Sterbfritz [[Eingemeindung|eingegliedert]]. Die so vergrößerte Gemeinde kam kraft [[Landesgesetz]] am 1. Juli 1974 zur 1972 gebildeten Gemeinde Sinntal und zum neu gebildeten Main-Kinzig-Kreis.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=GVBL |hrsg=Der Hessische Minister des Innern |titel=Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Gelnhausen, Hanau und Schlüchtern und der Stadt Hanau sowie die Rückkreisung der Städte Fulda, Hanau und Marburg (Lahn) betreffende Fragen (GVBl. 330–26) |nr=9 |jahr=1974 |datum=1974-03-12 |seite=1 |seiten=149 |fundstelle=§§&amp;amp;nbsp;15 und 18 |kbytes=2910}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1|Seite=376}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für alle ehemals eigenständigen Gemeinden von Sinntal wurden [[Ortsbezirk]]e mit [[Ortsbeirat]] und [[Ortsvorsteher]] nach der [[Hessische Gemeindeordnung|Hessischen Gemeindeordnung]] gebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.sinntal.de/m_1589#page=3 |titel=Hauptsatzung |titelerg=§;&amp;amp;nbsp;5 |werk=Webauftritt |hrsg=Gemeinde Sinntal  |format=PDF;&amp;amp;nbsp;529&amp;amp;nbsp;kB |zugriff=2019-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsgeschichte im Überblick ===&lt;br /&gt;
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Bis zur [[Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung]] waren die [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Ämter]] und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.&amp;lt;/ref&amp;gt; denen Sterbfritz angehört(e):&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=land_hessen.html|name=Land Hessen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* vor 1458: [[Heiliges Römisches Reich]], [[Grafschaft Hanau]]&lt;br /&gt;
* ab 1458: [[Heiliges Römisches Reich]], [[Grafschaft Hanau-Münzenberg]], [[Amt Schwarzenfels]]&lt;br /&gt;
* ab 1643: Heiliges Römisches Reich, [[Landgrafschaft Hessen-Kassel]] (als Pfand), Grafschaft Hanau-Münzenberg, Amt Schwarzenfels&lt;br /&gt;
* ab 1803: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, [[Fürstentum Hanau]], Amt Schwarzenfels&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Durch den [[Reichsdeputationshauptschluss]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1806–1810: [[Erstes Kaiserreich|Kaiserreich Frankreich]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge der [[Napoleonische Kriege|Napoleonischen Kriege]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Fürstentum Hanau, Amt Schwarzenfels (Militärverwaltung)&lt;br /&gt;
* 1807–1810: [[Erstes Kaiserreich|Kaiserreich Frankreich]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge der [[Napoleonische Kriege|Napoleonischen Kriege]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Fürstentum Hanau]], Amt Schwarzenfels (Militärverwaltung)&lt;br /&gt;
* 1810–1813: [[Großherzogtum Frankfurt]], [[Departement Hanau]], [[Distrikt Schwarzenfels]]&lt;br /&gt;
* ab 1816: Kurfürstentum Hessen,&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge der Beschlüsse des [[Wiener Kongress]]es.&amp;lt;/ref&amp;gt; Fürstentum Hanau, [[Amt Schwarzenfels]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;KHK1818&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1821/22: Kurfürstentum Hessen, [[Provinz Hanau]], [[Kreis Schlüchtern]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend&amp;#039;&amp;#039;, Anlage: &amp;#039;&amp;#039;Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken.&amp;#039;&amp;#039; Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10510384?page=226 (&amp;#039;&amp;#039;kurhess&amp;#039;&amp;#039; GS 1821) S.&amp;amp;nbsp;76.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Trennung von Justiz ([[Amtsgericht Schwarzenfels|Justizamt Schwarzenfels]]) und Verwaltung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1848: Kurfürstentum Hessen, [[Bezirk Hanau]]&lt;br /&gt;
* ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Schlüchtern&lt;br /&gt;
* ab 1867: [[Königreich Preußen]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge des [[Deutscher Krieg|Deutschen Krieges]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Provinz Hessen-Nassau]], [[Hessen-Nassau#Regierungsbezirk Kassel|Regierungsbezirk Kassel]], Kreis Schlüchtern&lt;br /&gt;
* ab 1871: [[Deutsches Reich]], Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Schlüchtern&lt;br /&gt;
* ab 1918: Deutsches Reich, [[Freistaat Preußen]], Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Schlüchtern&lt;br /&gt;
* ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, [[Provinz Nassau]], [[Landkreis Schlüchtern]]&lt;br /&gt;
* ab 1945: [[Amerikanische Besatzungszone]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Groß-Hessen]], [[Regierungsbezirk Wiesbaden]], Landkreis Schlüchtern&lt;br /&gt;
* ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, [[Hessen]], Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Schlüchtern&lt;br /&gt;
* ab 1949: [[Bundesrepublik Deutschland]], Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Schlüchtern&lt;br /&gt;
* ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, [[Regierungsbezirk Darmstadt]], Landkreis Schlüchtern&lt;br /&gt;
* ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Schlüchtern, Gemeinde Sinntal&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Am 1. Juli 1972 als [[Ortsbezirk]] zur Gemeinde Sinntal.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, [[Main-Kinzig-Kreis]], Gemeinde Sinntal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
=== Einwohnerstruktur 2011 ===&lt;br /&gt;
Nach den Erhebungen des [[Zensus 2011]] lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Sterbfritz 1842 Einwohner. Darunter waren 69 (3,7 %) Ausländer.&lt;br /&gt;
Nach dem Lebensalter waren 357 Einwohner unter 18 Jahren, 735 zwischen 18 und 49, 366 zwischen 50 und 64 und 384 Einwohner waren älter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt; Die Einwohner lebten in 756 Haushalten. Davon waren 216 [[Alleinstehender|Singlehaushalte]], 180 [[Ehe|Paare]] ohne Kinder und 285 Paare mit Kindern, sowie 60 [[Alleinerziehender|Alleinerziehende]] und 12 [[Wohngemeinschaft]]en. In 156 Haushalten lebten ausschließlich [[Senior]]en und in 474 Haushaltungen lebten keine Senioren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Quelle: Historisches Ortslexikon&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1549: {{0|00}}30 [[Hausgesess|Haushaltungen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1587: {{0|00}}34 Schützen, 9 Spießer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1812: {{0}}114 Feuerstellen, 828 Seelen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{LAGIS Einwohner Diagramm|Name=Sterbfritz|width=450|float=none|maxEinwohner=2000&lt;br /&gt;
|1100|1119|1190|1124|980|953|1305|1044|1077|998|1211|1246|1202|1230|1859|2020|1799|1556|1812&lt;br /&gt;
|vor1834=(1812,828)&lt;br /&gt;
|nach1967=(1969,1791)(1979,1891)(1990,2006)(1995,2067)(2000,2035)(2005,2121)(2010,2002)(2011,1842)(2015,1988)(2020,2032)&lt;br /&gt;
|quelle=LAGIS&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;; ab 1969: Gemeinde Sinntal&amp;lt;ref name=&amp;quot;HH2019&amp;quot; /&amp;gt;; [[Zensus 2011]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
=== Christliche Kirchen ===&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] gehörte die Kirche von Sterbfritz, erstmals erwähnt 1167, zur Pfarrei [[Ramholz (Schlüchtern)|Ramholz]]. Das [[Kirchenpatronat]] lag beim [[Kloster Schlüchtern]]. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts führten die Grafen von Hanau-Münzenberg in ihren Ländern die [[Reformation]] – zunächst in ihrer [[Luthertum|lutherischen]] Ausrichtung – ein („[[cuius regio, eius religio]]“). 1593 setzte Graf [[Philipp Ludwig II. (Hanau-Münzenberg)|Philipp Ludwig II.]] die [[Calvinismus|reformierte]] [[Konfession]] durch. In nachreformatorischer Zeit gehörte die Gemeinde in Sterbfritz zum [[Dekanat]] Schwarzenfels (damalige Bezeichnung: &amp;#039;&amp;#039;Protestantische Pfarrei der Klasse Schwarzenfels&amp;#039;&amp;#039;). Von 1648 bis 1683 gehörte die Kirchengemeinde zur Pfarrei [[Mottgers]]. Seit 1663 amtierte wieder ein Pfarrer in Sterbfritz. Die Gemeinde von [[Breunings]] war hierher eingepfarrt. 1792 wurde die mittelalterliche Kirche durch einen Neubau ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sprengel-hanau.de/images/schluechtern/kirchengemeinden/schluechtern_sterbfritz-breunings.jpg Evangelische Kirche von 1792] (Bild)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Evangelische Kirche (Sterbfritz)]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römisch-katholischen Christen gehören zum Bistum Fulda. Die Gemeinden in Sinntal werden vor allem aus Mitgliedern gebildet, die sich nach 1945 in der Region niedergelassen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jüdische Gemeinde ===&lt;br /&gt;
In Sterbfritz bestand, 1665 urkundlich erstmals belegt, bis 1938/42 eine [[Kehillah|jüdische Gemeinde]], die eine [[Synagoge]], eine [[Mikwe]] und eine Volksschule unterhielt. Die Verstorbenen wurden auf dem [[Jüdischer Friedhof Altengronau|jüdischen Friedhof Altengronau]] beigesetzt. 55 Personen, die in Sterbfritz geboren sind oder dort längere Zeit gelebt haben, wurden im [[Holocaust]] ermordet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.alemannia-judaica.de/sterbfritz_synagoge.htm Jüdische Gemeinde Sterbfritz] auf Alemannia Judaica&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische  Religionszugehörigkeit ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1885: || {{0}}884 [[Evangelische Kirche|evangelische]] (= 82,08 %), 24 [[Römisch-katholische Kirche|katholische]] (= 2,23 %), 169 [[Judentum|jüdische]] (= 15,69 %) Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1961: || 1414 [[Evangelische Kirche in Deutschland#Geschichte|evangelische]] (= 80,52 %), 336 katholische (= 19,13 %) Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilde Orchideen Stephanskuppe.jpg|mini|hochkant|Wilde [[Orchidee]]n auf der Stephanskuppe]]&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Im Umkreis von Sterbfritz gibt es seltene wilde [[Orchidee]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.orchid-rhoen.de/or-naturschutzgebiete Liste der Naturschutzgebiete], in denen Orchideen vorkommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sterbfritz01.jpg|mini|Empfangsgebäude des Bahnhofs Sterbfritz]]&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Sterbfritz liegt an der [[Bahnstrecke Flieden–Gemünden]], mit Anbindung an die alle zwei Stunden verkehrende Regionalbahnlinie 53 [[Schlüchtern]]–[[Würzburg Hauptbahnhof|Würzburg]]–[[Bahnhof Bamberg|Bamberg]]. Der Bahnhof galt bis zum Bau der [[Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg]] als der höchstgelegene Bahnhof der Verbindung München–Hamburg. Züge von der Schnellfahrstrecke werden über Sterbfritz umgeleitet, wenn der [[Landrückentunnel]], der längste deutsche Eisenbahntunnel, unpassierbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/vermischtes/article1945335/Schafe-koennten-in-Tunnel-getrieben-worden-sein.html ICE-Unglück 26. April 2008]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
In Sterbfritz sind geboren und über seine Grenzen hinaus bekannt geworden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--CHRONOLOGISCHE Sortierung--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Christian Koch (Pädagoge)|Christian Koch]] (1781–1861), Pädagoge in [[Marburg]]&lt;br /&gt;
* Freiherr Gustav Adolph [[Schenck zu Schweinsberg]] (1843–1909)&lt;br /&gt;
* [[Fritz Kahl (Mediziner)|Fritz Kahl]] (1895–1974), Mediziner, er und seine Frau Margarete als &amp;#039;&amp;#039;Gerechte unter den Völkern&amp;#039;&amp;#039; geehrt&lt;br /&gt;
* [[DJane Housekat|Kathrin Kohlhepp]] (* 1988), bekannt als [[DJane Housekat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Max Dessauer: &amp;#039;&amp;#039;Aus unbeschwerter Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt 1962.&lt;br /&gt;
* Georg W. Hanna: &amp;#039;&amp;#039;Das Deutsche Reich und Kiautschou. Gustav Adolf Freiherr Schenck zu Schweinsberg (1843–1909) verschaffte dem Kaiserreich Kiautschou&amp;#039;&amp;#039;. In: Geldgeschichtliche Nachrichten 14 (1979), Nr. 69, S. 33.&lt;br /&gt;
* [[Monica Kingreen]]: &amp;#039;&amp;#039;Lazarus Hecht aus Sterbfritz – ein jüdischer Hausierer.&amp;#039;&amp;#039; In: Mitteilungen des Heimat- und Geschichtsvereins Bergwinkel e. V. Schlüchtern Bd. 14 (1998), S. 111–119.&lt;br /&gt;
* Thomas Müller: &amp;#039;&amp;#039;Max Dessauer (1893–1962)&amp;#039;&amp;#039;. Ein Sterbfritzer Jude, sein Leben und seine Erinnerungen an die „unbeschwerte Zeit“. In: Mitteilungen des Heimat- und Geschichtsvereins Bergwinkel e. V. Schlüchtern Bd. 14 (1998), S. 1–110.&lt;br /&gt;
* Matthias Nistahl: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Geschichte des Klosters Schlüchtern im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;. Diss. Darmstadt u. Marburg, 1986, S. 57, 94, 165, 168, 200, 202.&lt;br /&gt;
* Heinrich Reimer: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Ortslexikon für Kurhessen&amp;#039;&amp;#039;. Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 14, 1926, S.&amp;amp;nbsp;458.&lt;br /&gt;
* {{HessBib |PPN=11632161X |GND=4468768-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.sinntal.de/gemeinde/ortsteile/42.Sterbfritz.html &amp;#039;&amp;#039;Ortsteil Sterbfritz&amp;#039;&amp;#039;] In: Webauftritt der Gemeinde Sinntal.&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=OL|ID=435027090|titel=Sterbfritz, Main-Kinzig-Kreis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anmerkungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einzelnachweise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{LAGIS|ref=nein|DB=OL|ID=435027090|titel=Sterbfritz, Main-Kinzig-Kreis| datum=2021-11-17}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;HH2019&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle|url=https://www.sinntal.de/m_1992#page=43 |titel=Haushaltssatzung für den Haushaltsplan 2019 |titelerg=Statistische Angaben |hrsg=Gemeinde Sinntal |seiten=41|format=PDF;&amp;amp;nbsp;2,8&amp;amp;nbsp;MB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190228174957/https://www.sinntal.de/m_1992 |zugriff=2019-01}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;KHK1818&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=&lt;br /&gt;
 |Titel=Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818&lt;br /&gt;
 |Verlag=Verlag d. Waisenhauses&lt;br /&gt;
 |Ort=Kassel&lt;br /&gt;
 |Datum=1818&lt;br /&gt;
 |Seiten=205 f&lt;br /&gt;
 |Online={{Google Buch|Linktext=online bei Google Books|KeinText=1|BuchID=eYQAAAAAcAAJ|Seite=RA2-PA205}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_a.pdf#page=34 |seiten=30 und 84 |titel=Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen |werk=[[Zensus 2011]] |hrsg=[[Hessisches Statistisches Landesamt]] |abruf=2021-11 |format=PDF;&amp;amp;nbsp;1,8&amp;amp;nbsp;MB |abruf-verborgen=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210711150906/https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_a.pdf#page=34 |archiv-datum=2021-07-11 |offline=1}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Sinntal}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4468768-0|VIAF=241853878}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Sinntal)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Main-Kinzig-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafschaft Hanau-Münzenberg]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Ersterwähnung 815]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1974]]&lt;/div&gt;</summary>
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