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	<title>Steppe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2026-89139-3 am 9. Februar 2026 um 11:09 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-09T11:09:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die baumlose Gras- und Krautlandschaft. Zur weiteren Bedeutung siehe [[Steppe (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Steppe of western Kazakhstan in the early spring.jpg|mini|hochkant=1.3|[[Kasachensteppe]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steppe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(aus dem Kasachischen степ step)&amp;#039;&amp;#039; werden [[Semiarides Klima|semiaride]] (bis [[Semihumides Klima|semihumide]]), nahezu baumlose [[Grasland|Gras]]- oder [[Strauchsteppe|Buschlandschaften]] der trockenen [[Gemäßigte Zone|gemäßigten]] [[Breitenkreis|Breiten]] beiderseits des Äquators bezeichnet, deren [[Jahresniederschlag]]ssummen vorwiegend zwischen 250 und 500{{nnbsp}}mm&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grenzwerte&amp;quot;&amp;gt;In der Biogeographie existiert eine Vielzahl von Grenzwerten verschiedener Autoren, die voneinander abweichen, zum Teil veraltet sind und bis zur Jahrtausendwende nie verifiziert wurden &amp;#039;&amp;#039;(siehe Quelle Beierkuhnlein &amp;amp; Fischer, S. 249 sowie [[Geozonen#Datengrundlage]])&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;Die hier genannten Spannen der Jahresdurchschnittstemperaturen und -niederschlagssummen sind gemittelte Werte aus den Bezugsrahmen, die zwei moderne Studien (2017 u. 2021) zur Ermittlung der realistischen Abgrenzungen von Biomen geschaffen haben. Für die detaillierteren Biom-Untergliederungen und unter Berücksichtigung konzeptionell festliegender Werte wurde nach Möglichkeit auf die Einteilungen und Festlegungen von Post et al. (1982) und Müller-Hohenstein (1989) zurückgegriffen, da sie den Studienergebnissen am ehesten entsprechen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Carl Beierkuhnlein]] u. Jan-Christopher Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Global Biomes and Ecozones – Conceptual and Spatial Communalities and Discrepancies.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Erdkunde.&amp;#039;&amp;#039; Band 75, Nr. 4, 2021 ({{Webarchiv |url=https://www.erdkunde.uni-bonn.de/archive/2021/global-biomes-and-ecozones-2013-conceptual-and-spatial-communalities-and-discrepancies/at_download/attachment |text=erdkunde.uni-bonn.de |wayback=20230528220759 |archiv-bot=2024-05-17 07:20:19 InternetArchiveBot}} PDF). {{ISSN|2702-5985}}, S. 257–261 sowie ergänzend Appendix III: ‘2D Kernel graphs for all condensed biomes’ [[doi:10.3112/erdkunde.2021.04.01b]].&lt;br /&gt;
* Mingkai Jiang, Benjamin Felzer, Uffe N Nielsen, Belinda E. Medlyn: &amp;#039;&amp;#039;Biome‐specific climatic space defined by temperature and precipitation predictability&amp;#039;&amp;#039;, Research Paper in Wiley Global Ecology an Biogeography, September 2017, [[doi:10.1111/geb.12635]], S. 1275–1277.&lt;br /&gt;
* W. M. Post, W. R. Emanuel, P. J. Zinke, A. G. Stangenberger.: &amp;#039;&amp;#039;Grafik: Die Kohlenstoffvorräte im Mineralboden in Abhängigkeit von Klima und Vegetation&amp;#039;&amp;#039;, in Anwendung des &amp;#039;&amp;#039;life zone-Modelles&amp;#039;&amp;#039; nach [[Leslie Holdridge|Holdridge]] 1947, aus ‘‘Soil carbon pools and world life zones‘‘, in Nature 298, 1982, S. 156–159, übernommen in Jürgen Schultz: &amp;#039;&amp;#039;Die Ökozonen der Erde.&amp;#039;&amp;#039; 4., völlig neu bearbeitete Auflage, Ulmer UTB, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8252-1514-9. S. 79.&lt;br /&gt;
* Klaus Müller-Hohenstein: &amp;#039;&amp;#039;Die geoökologischen Zonen der Erde&amp;#039;&amp;#039; (1989, S. 6–7), in Heinz Nolzen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Geographieunterrichts.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 12/I, Geozonen, Aulis Verlag Deubner &amp;amp; Co. KG, Köln 1995, ISBN 3-7614-1618-0. S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; liegen. Damit reicht das Wasserangebot für Bäume nicht aus, sie würden im Sommer vertrocknen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.botgarten.uni-mainz.de/freiland/steppe-und-steppenwald/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; Fünf bis über sieben Monate herrschen monatliche [[Jahresmitteltemperatur|Mitteltemperatur]]en von über 10&amp;amp;nbsp;°C. Die Jahresmitteltemperaturen liegen zwischen 4 und 12&amp;amp;nbsp;°C,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grenzwerte&amp;quot; /&amp;gt; da jedoch die Feuchteverhältnisse der bestimmende Faktor sind, kommen Steppen auch in wesentlich kälteren und wesentlich wärmeren Gebieten vor. Die Vegetationsdecke ist in der Regel geschlossen. Typische Merkmale sind [[Kontinentalklima|kontinentales Klima]] mit Winterkälte und sommerlicher [[Trockenheit]], feinerdige Böden (oft [[Löss]]) und einförmiger, niedriger Bewuchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Die Steppen im engeren Sinne sind die reinen Grassteppen, die vorwiegend nur von [[Azonale Vegetation|azonalen]] [[Galeriewald|Galeriewäldern]] entlang von Flüssen unterbrochen werden. Sie können nach den vorherrschenden Klimafaktoren und der Artenzusammensetzung nochmals unterteilt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Steppentyp !! Trockenmonate !! typische Vegetation&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;Langgrassteppe&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hochgrassteppe&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Feuchtsteppe&amp;#039;&amp;#039; || 5–8 || Gräser über 50{{nnbsp}}cm bis über 2{{nnbsp}}m hoch, viele [[Krautige Pflanze|Kräuter]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;Mischgrassteppe&amp;#039;&amp;#039; || 6–9 || ausgeprägte Schichtung von mittelhohen und kurzen Grasarten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;Kurzgrassteppe&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Trockensteppe&amp;#039;&amp;#039; || 7–10 || Gräser unter 50{{nnbsp}}cm bis 20{{nnbsp}}cm hoch, häufig [[Horst (Botanik)|Horste]] bildend&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein idealtypisches Beispiel dieser Abfolge sind die [[Prärie]]n Nordamerikas. Auf der [[Südhalbkugel]] sind viele Grassteppen fast ausschließlich mit horstbildenden &amp;#039;&amp;#039;[[Tussock]]-Gräsern&amp;#039;&amp;#039; bestanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne werden auch baumfreie Buschlandschaften – [[Strauch]]formationen, denen [[Gräser]] beigemischt sind –, die oft zu den trockenen [[Subtropen]] überleiten,&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Kehl: &amp;#039;&amp;#039;Vegetationsökologie Tropischer&amp;amp;nbsp;&amp;amp; Subtropischer Klimate.&amp;#039;&amp;#039; TU-Berlin, [https://www.science-e-publishing.de/project/lv-twk/240-temp-dry1-twk.htm Hygrothermische Wachstumsbedingungen der Trockenen Mittelbreiten], abgerufen am 2. Dezember 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu den Steppen gerechnet. Sie bilden je nach den dominanten Arten &amp;#039;&amp;#039;[[Strauchsteppe]]n&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Dornsteppen&amp;#039;&amp;#039; und unterliegen 8–11 trockenen Monaten. Die Vegetationsbedeckung liegt hier häufig unter 100{{nnbsp}}% und ist lückenhaft, jedoch insgesamt immer noch über 50{{nnbsp}}%. Dominant sind häufig [[Zwergsträucher]], [[Therophyt]]en (kurzlebige Stauden) und [[Hemikryptophyt]]en (etwa niederliegende oder kriechende krautige Pflanzen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die seltener genannten &amp;#039;&amp;#039;Wüstensteppen&amp;#039;&amp;#039; werden häufig bereits den [[Halbwüste]]n zugerechnet. Der Bedeckungsgrad liegt unter 50{{nnbsp}}%, der Unterschied liegt lediglich in der Dominanz der Gräser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind mehr als vereinzelte [[Baum]]gruppen oder größere Waldinseln vorhanden, spricht man von &amp;#039;&amp;#039;Waldsteppe&amp;#039;&amp;#039;, dem [[Ökoton|Übergangslebensraum]] zu [[Wald]]gebieten. Häufig bestehen die Waldinseln aus [[Eichen]], [[Kiefern]], [[Birken]] oder [[Pappeln]], zwischen denen [[staude]]nreiche &amp;#039;&amp;#039;Wiesensteppen&amp;#039;&amp;#039; liegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schultz&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Schultz: &amp;#039;&amp;#039;Die Ökozonen der Erde.&amp;#039;&amp;#039; 4., völlig neu bearbeitete Auflage, Ulmer UTB, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8252-1514-9. S. 210–212, 270–271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://geohilfe.de/oekozonen-nach-schultz/die-trockenen-mittelbreiten/ geohilfe.de] Ökozonen nach Schultz: Trockene Mittelbreiten, abgerufen am 2. Dezember 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Stichwort „Steppen“ im Lexikon der Geographie auf [https://www.spektrum.de/lexikon/geographie/steppen/7646 spektrum.de], abgerufen am 2. Dezember 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Extrazonale Vegetation|Extrazonale Steppen]] der [[Alpine Höhenstufe|alpinen]] [[Höhenstufe (Ökologie)|Höhenstufen]] sind die &amp;#039;&amp;#039;Hochlandsteppen&amp;#039;&amp;#039;: die [[Puna (Anden)|Puna]] der [[Anden]] und anderer [[Tropen|tropischer]] Gebirge sowie die [[subtropisch]]en Hochgebirgssteppen (etwa im [[Hochland von Tibet]], die an die &amp;#039;&amp;#039;[[Mammutsteppe]]n&amp;#039;&amp;#039; der [[Letzte Kaltzeit|letzten Kaltzeit]] erinnern). Die floristisch und klimatisch vergleichbaren alpinen [[Grasland|Matten]] der gemäßigten [[Hochgebirge]] werden hingegen nicht zu den Steppen gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Kältesteppe“ wird bisweilen ein anderer Landschaftstyp bezeichnet, die [[Tundra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Waldsteppe ==&lt;br /&gt;
Am Übergang der Steppenregion zur [[Sommergrüner Laubwald|Laubwaldzone]] gibt es eine als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Waldsteppe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete Zone, in der die Grassteppe in Gewässernähe und auf durchlässigen Böden von Waldinseln durchsetzt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Ehrendorfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Geobotanik&amp;#039;&amp;#039; in: [[Lehrbuch der Botanik]] für Hochschulen, begründet von E.&amp;amp;nbsp;Strasburger, F.&amp;amp;nbsp;Noll, H.&amp;amp;nbsp;Schenck, A.&amp;amp;nbsp;F.&amp;amp;nbsp;W.&amp;amp;nbsp;Schimper. 13. Auflage, Stuttgart 1978, S. 979.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Bei den in älterer Literatur manchmal als „Waldsteppe“ bezeichneten &amp;#039;&amp;#039;tropischen Vegetationsformen&amp;#039;&amp;#039; handelt es sich dagegen um [[Savanne]]n.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typen ==&lt;br /&gt;
Nach den Gründen ihrer Entstehung kann man Steppen folgendermaßen einteilen:&amp;lt;ref&amp;gt;Luise Schratt-Ehrendorfer: &amp;#039;&amp;#039;Die Pflanzenwelt der Steppen Niederösterreichs: Flora und Vegetation, Standortsvielfalt und Gefährdung&amp;#039;&amp;#039;, in: Heinz Wiesbauer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Steppe lebt - Felssteppen und Trockenrasen in Niederösterreich&amp;#039;&amp;#039;, St. Pölten 2008, ISBN 3-901542-28-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Primärsteppe&amp;#039;&amp;#039;: Dieser Typ ist klimatisch bedingt und entsteht dort, wo ein trockenes Großklima mit Niederschlägen unter 250 Millimetern pro Jahr herrscht. Die Böden, auf denen sie entstehen, können durchaus tiefgründig und nährstoffreich sein und ein hervorragendes Ackerland abgeben, sofern sie künstlich bewässert werden. So werden die ehemaligen primären Steppen in der [[Ukraine]], welche über [[Tschernosem]]en bestehen, heute oft als landwirtschaftliche Fläche genützt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sekundärsteppe&amp;#039;&amp;#039;: Diese entstanden auf waldfähigen Standorten durch menschliche [[Rodung]] und Nutzung als [[Weide (Grünland)|Weidefläche]] für die Nutztiere des Menschen und daraus folgender [[Versteppung]]. Ein Beispiel sind Teilgebiete der [[Puszta]], welche von Natur aus bewaldet wären, in einigen Regionen war die Puszta aber auch primär Waldsteppe und Steppe.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Substratsteppen&amp;#039;&amp;#039; bestehen dort, wo der Boden keine hohe [[Vegetation]] zulässt:&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Felssteppen&amp;#039;&amp;#039; gibt es dort, wo das [[Gestein]] bis knapp unter oder bis an die Oberfläche reicht.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Serpentinvegetation&amp;#039;&amp;#039; entsteht über [[Ultrabasit|ultrabasischen]] Gesteinen, die vermutlich durch die Aussonderung giftiger Schwermetalle das Pflanzenwachstum hemmen.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Schottersteppen&amp;#039;&amp;#039; entstehen über [[Schotter]]anlagerungen.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Lösssteppen&amp;#039;&amp;#039; bestehen über [[Löss]], einem Sediment, das während der Kaltzeiten vom Wind verfrachtet und abgelagert wurde.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Sandsteppen&amp;#039;&amp;#039; entstehen über [[Sand]]böden.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Salzsteppen&amp;#039;&amp;#039; bilden sich über salzhaltigen Böden. Dabei kann es sich um [[Natriumchlorid]] handeln, aber auch um andere Salze wie [[Natriumsulfat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Steppen der [[Gemäßigte Zone|gemäßigten Zone]] gehören:&lt;br /&gt;
* die [[Eurasische Steppe]], die sich vom [[Burgenland]] über die [[Puszta]] in [[Ungarn]] und [[Bărăgan]] in [[Rumänien]] bis in die westliche [[Mandschurei]] am [[Großes Hinggan-Gebirge|Großen Hinggan-Gebirge]] erstreckt,&lt;br /&gt;
* Teile der Halbwüste [[Gobi]],&lt;br /&gt;
* die [[Prärie]]n und [[Great Plains]] in [[Nordamerika]],&lt;br /&gt;
* die [[Pampa]] und Teile [[Patagonien]]s in [[Südamerika]],&lt;br /&gt;
* Teilgebiete des [[Outback]]s in [[Australien]],&lt;br /&gt;
* die [[High Country]] auf [[Neuseeland]],&lt;br /&gt;
* das [[Veld]] in Südafrika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale der Steppe ==&lt;br /&gt;
Eine Steppe ist eine offene, semiaride, baumlose Graslandschaft der [[Gemäßigte Zone|gemäßigten Zone]]. Der Pflanzenbewuchs wird durch Wassermangel begrenzt. In [[Eurasien]] liegen die Steppen im Inneren des Kontinents in großer Entfernung von den [[Ozean]]en, dort wo die [[Jahresniederschlag]]smenge stark eingeschränkt ist ([[Kontinentalität]]). Die Steppengebiete in Nord- und Südamerika entstehen durch die [[Luv und Lee|Leelage]] der Gebiete. Durch die jahreszeitliche Verteilung der [[Niederschlag|Niederschläge]] wird die Vegetationszeit oft durch Sommertrockenheit bzw. Winterkälte unterbrochen. Die Vegetationsphasen liegen nur im [[Frühjahr]] und im [[Herbst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zonalen Böden der Steppen sind die äußerst fruchtbaren [[Humusakkumulationsböden]] mit tiefgründigem, [[humus]]reichem [[Oberboden]]. In Deutschland werden diese als [[Schwarzerde]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Wissenschaftler der [[Universität Lund]] feststellten, haben die Steppen und Savannen der Erde neben den tropischen Regenwäldern eine große Bedeutung als [[Kohlenstoffsenke]]n und damit für das globale Klima. Rund ein Drittel der anthropogenen Kohlendioxidemissionen werden von den Grasländern aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Viktiga savanner&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Sveriges Natur&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 106 – 415, Mitgliedszeitschrift des schwedischen Naturschutzvereins, Stockholm, September 2015, {{ISSN|0039-6974}}, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Konza Prärie.jpg|mini|Prärie Nordamerikas]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Steppenvegetation in der Walachei.JPG|mini|Natürliche Steppenvegetation in der [[Walachische Tiefebene|Walachischen Tiefebene]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die prägenden Pflanzengesellschaften der (Gras-)Steppe bestehen aus Gräsern. Man findet daneben vor allem [[Moose]] und [[Flechte]]n, aber auch niedrigere Sträucher wie die [[Heidekrautgewächse]] und vereinzelte Waldinseln in günstigen Lagen. Ursprünglich waren die meisten [[Getreide]]pflanzen Steppenbewohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl in der Steppe in den Sommermonaten die meisten Niederschläge fallen, steht den Pflanzen in den übrigen Jahreszeiten mehr Wasser zur Verfügung. Dies hängt damit zusammen, dass im Sommer die [[Verdunstung]] sehr groß ist. Doch das erklärt noch nicht vollständig das Ausmaß dieser Graslandschaften in Klimaten, die potentiell von [[Wald]] bestanden wären: Möglicherweise spielt dabei Feuer eine wichtige Rolle – bereits seit vorgeschichtlicher Zeit absichtlich von Menschen gelegt oder durch Blitzschlag verursacht. Dies betrifft vor allem Waldsteppen (etwa in Ungarn). Ebenso wird die [[Megaherbivorenhypothese]] als Ursache diskutiert (etwa im [[Ökoton|Übergangsbereich]] zwischen Wäldern und Prärien Nordamerikas durch den Einfluss der großen weidenden [[Bison]]herden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fauna ==&lt;br /&gt;
Für Steppen typische Tierarten sind z.&amp;amp;nbsp;B.&lt;br /&gt;
* die [[Saiga]] (eine Antilopenart), [[Wildesel]]-Arten und kleine Restbestände des [[Przewalski-Pferd]]es in Zentralasien. Das Przewalski-Pferd steht heute an Stelle des [[Wildpferd]]es, das früher ein Charaktertier der Altwelt-Steppen war,&lt;br /&gt;
* der [[Gabelbock]] und der [[Amerikanischer Bison|Präriebison]] in den nordamerikanischen [[Great Plains|Plains]], sowie heute auch der [[Mustang (Pferd)|Mustang]], der von verwilderten europäischen Hauspferden abstammt,&lt;br /&gt;
* die Stammform des Lamas, das [[Guanako]] (Lama guanicoe) in der [[Patagonien|„patagonischen Pampa“]] [[Südamerika]]s.&lt;br /&gt;
Ebenfalls finden sich in allen Steppen häufig [[Nagetiere]], die in großen unterirdischen [[Kolonie (Biologie)|Kolonien]] wohnen, z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Präriehunde]] in Nordamerika, [[Steppenmurmeltier]]e und diverse [[Ziesel]]arten in Asien, [[Kammratten]]arten in Südamerikas Steppen und [[Viscacha]]-Chinchillas in der steppenähnlichen [[Pampa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landwirtschaft ==&lt;br /&gt;
In der Steppe der gemäßigten Zone wird auf fruchtbaren Böden wie [[Phaeozem]]en oder [[Chernozem]]en [[Landwirtschaft]] betrieben, zumeist als [[Bewässerungsfeldwirtschaft]]. Wegen der kurzen Vegetationszeit werden überwiegend [[Mais]] und [[Weizen]] angebaut. Große Teile der Weltweizenproduktion stammen aus den Steppen Nordamerikas und Eurasiens. Je arider das Klima der Steppe wird, desto unsicherer werden die Erträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo die Wasserverhältnisse nur eine [[extensive Landwirtschaft]] zulassen, dominiert die [[mobile Tierhaltung]]. [[Nutztier]]e sind z.&amp;amp;nbsp;B. [[Büffel]], [[Hausrind|Rind]], [[Hauspferd|Pferd]], [[Hausschaf|Schaf]], [[Hausziege|Ziege]], [[Kamele|Kamel]] und [[Yak]]. Zudem findet sich in einigen Bereichen der [[Eurasische Steppe|eurasischen Steppe]] noch traditionell [[Nomadismus|nomadische]] Viehzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Steppensee]]&lt;br /&gt;
* [[Desertifikation]] (fortschreitende Wüstenbildung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Hänsel|Hänsel, Bernhard]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Steppe und das [[Karpatenbecken]] im Spannungsfeld zwischen nomadischen und seßhaften Lebensformen,&amp;#039;&amp;#039; in: Das Karpatenbecken und die osteuropäische Steppe. Prähist. Arch. Südosteuropa 12, 1998, 7–18.&lt;br /&gt;
* Hänsel, Bernhard: &amp;#039;&amp;#039;Die Steppe und der südosteuropäische Subkontinent. Nomadeneinfälle und [[Transhumanz]],&amp;#039;&amp;#039; in: Civilisation Grèque et Cultures Antiques Péripheriques – Hommage à P. Alexandrescu (Bukarest 2000) 31–43.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Steppes|Steppen}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4057302-3}}&lt;br /&gt;
* [[deutschlandfunk.de]], &amp;#039;&amp;#039;Dossier&amp;#039;&amp;#039;, 17. Juni 2016, Tom Lessokallow: [http://www.deutschlandfunk.de/china-das-ende-der-nomaden-oder-die-entstehung-einer-oeko.1170.de.html?dram%3Aarticle_id=357491 &amp;#039;&amp;#039;Das Ende der Nomaden oder die Entstehung einer Öko-Katastrophe&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.payer.de/cifor/cif0209.htm payer.de: &amp;#039;&amp;#039;Materialien zur Forstwissenschaft. ... 7. ZB VII: Winterkalte Steppen, Halbwüsten und Wüsten&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Vegetationszonen}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4057302-3|LCCN=sh85127984}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaftstyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steppe| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimageographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geobotanik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-89139-3</name></author>
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