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	<title>Stephen W. Kuffler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T10:24:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hutch: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
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		<updated>2025-10-22T06:42:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Stephen W Kuffler.png|mini|hochkant|Stephen W. Kuffler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stephen William Kuffler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (*&amp;amp;nbsp;[[24. August]] [[1913]] in [[Táp]], [[Österreich-Ungarn]]; †&amp;amp;nbsp;[[11. Oktober]] [[1980]] in [[Woods Hole (Massachusetts)|Woods Hole]], [[Massachusetts]]), geboren als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Kuffler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, war ein [[Vereinigte Staaten|amerikanischer]] [[Neurobiologie|Neurobiologe]] [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarischer]] Herkunft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wirkte von 1946 bis 1958 an der [[Johns Hopkins University]] sowie von 1959 bis zu seinem Tod an der [[Harvard University]] und beschäftigte sich insbesondere mit verschiedenen Aspekten der Funktion von [[Nervenzelle]]n. Für seine Forschungsleistungen wurde er unter anderem 1964 in die [[National Academy of Sciences]] und 1971 in die [[Royal Society]] aufgenommen sowie 1972 mit dem [[Louisa-Gross-Horwitz-Preis]] und 1974 mit dem [[Dickson Prize in Medicine]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Stephen Kuffler wurde 1913 im ungarischen [[Táp]] geboren und absolvierte ab 1932 an der [[Universität Wien]] ein [[Studium der Medizin]], das er im Dezember 1937 mit der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] abschloss. Danach arbeitete er zunächst kurze Zeit an der zweiten Medizinischen Klinik und in der Abteilung für Pathologie der Universität, bevor er für einige Monate nach [[England]] und im Sommer 1938 nach [[Australien]] an das [[Sydney Hospital]] ging, wo er am &amp;#039;&amp;#039;Kanematsu Memorial Institute of Pathology&amp;#039;&amp;#039; sowie im Labor des späteren Nobelpreisträgers [[John Carew Eccles]] forschte. Dort lernte er auch den Neurobiologen [[Bernard Katz]] kennen, der seine wissenschaftlichen Interessen wesentlich beeinflusste. Nach seiner [[Auswanderung|Emigration]] nahm er 1938 den Vornamen &amp;#039;&amp;#039;Stephen&amp;#039;&amp;#039; an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war er ab Herbst 1945 zunächst an der [[University of Chicago]] tätig, bevor er 1946 eine Professur für Sehphysiologie und Biophysik am Institut für Ophthalmologie der medizinischen Fakultät der [[Johns Hopkins University]] erhielt. Im Jahr 1959 wechselte er auf Einladung von [[Otto Krayer]] mit seiner Arbeitsgruppe an die Abteilung für Pharmakologie der [[Harvard University]], an der er sieben Jahre später die weltweit erste eigenständige Abteilung für Neurobiologie gründete und bis zu seinem Tod als Professor für Neurophysiologie und Neuropharmakologie beziehungsweise ab 1966 für Neurobiologie wirkte. Neben seiner Tätigkeit in Harvard verbrachte er mit seiner Arbeitsgruppe im Sommer regelmäßig Forschungsaufenthalte am [[Marine Biological Laboratory]] in [[Woods Hole (Massachusetts)|Woods Hole]], [[Massachusetts]] beziehungsweise in den Jahren von 1967 bis 1971 am [[Salk Institute for Biological Studies]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stephen Kuffler war ab 1943 verheiratet und Vater von vier Kindern. Seine Tochter [[Eugénie Kuffler]] ist eine bekannte Komponistin, Flötistin und Tänzerin. Im Jahr 1954 wurde er amerikanischer Staatsbürger. Er starb 1980 in Woods Hole infolge eines [[Herzinfarkt]]s, den er nach einem längeren Schwimmen in der [[Buzzards Bay]] erlitten hatte. Zu seinen akademischen Schülern zählten unter anderem [[David H. Hubel]] und [[Torsten N. Wiesel]], die ein Jahr nach seinem Tod den [[Nobelpreis für Physiologie oder Medizin]] erhielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliches Wirken ==&lt;br /&gt;
Kennzeichnend für die Forschung von Stephen Kuffler, der rund 90 [[wissenschaftliche Publikation]]en veröffentlichte, war die Kombination von verschiedenen Methoden aus den Bereichen [[Physiologie]], [[Biochemie]], [[Histologie]], [[Neuroanatomie]] und [[Elektronenmikroskop]]ie zur Bearbeitung von neurobiologischen Fragestellungen. Er beschäftigte sich insbesondere mit der Funktion von [[Nervenzelle]]n und untersuchte dabei unter anderem die [[Erregungsleitung]] an der [[Motorische Endplatte|motorischen Endplatte]] und anderen [[Synapse]]n sowie die Rolle des [[Nervensystem]]s bei der [[Muskelkontraktion|Kontraktion]] von [[Muskelfaser]]n. Weitere seiner Arbeiten betrafen Studien zur Signalübertragung in den [[Ganglion (Nervensystem)|Ganglien]] der [[Netzhaut]], zur Anregung und zur [[Inhibition (Neuron)|Inhibition]] von [[Mechanorezeptor]]en sowie zur Wirkung von [[γ-Aminobuttersäure|GABA]] als [[Neurotransmitter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Stephen Kuffler wurde in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen unter anderem 1960 in die [[American Academy of Arts and Sciences]], 1964 in die [[National Academy of Sciences]], 1978 in die [[American Philosophical Society]] und 1971 als auswärtiges Mitglied in die [[Royal Society]] aufgenommen. Darüber hinaus war er auswärtiges Mitglied der [[Königlich Dänische Akademie der Wissenschaften|Königlich Dänischen Akademie der Wissenschaften]], der [[Österreichische Akademie der Wissenschaften|Österreichischen Akademie der Wissenschaften]] und der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]] sowie ab 1980 Ehrenmitglied der Österreichischen Physiologischen Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Universität Bern]] (1964), die [[Yale University]] (1972), die [[Washington University in St. Louis]] (1974), die [[University of London]] (1974), die [[University of Chicago]] (1977), die [[Universität Pierre und Marie Curie]] (1977) und die [[University of Oxford]] (1980) verliehen ihm einen [[Ehrendoktor]]titel. Außerdem erhielt er 1971 den [[Passano Award]], 1972 den [[Louisa-Gross-Horwitz-Preis]], 1978 den [[Ralph-W.-Gerard-Preis]] und 1974 den [[Dickson Prize in Medicine]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Stephen Kuffler benannt sind unter anderem die &amp;#039;&amp;#039;Stephen W. Kuffler Lecture in Neurobiology&amp;#039;&amp;#039;, eine an der Harvard University stattfindende Ehrenvorlesung, sowie der &amp;#039;&amp;#039;Stephen W. Kuffler Chair in Biology&amp;#039;&amp;#039;, ein [[Lehrstuhl]] an der [[University of California, San Diego]], und der &amp;#039;&amp;#039;Stephen W. Kuffler Fellowship Fund&amp;#039;&amp;#039; am Marine Biological Laboratory.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Physiology of Neuroglial Cells.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Ergebnisse der Physiologie, Biologischen Chemie und Experimentellen Pharmakologie]].&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;57. Berlin, Heidelberg und New York 1966, S.&amp;amp;nbsp;1–90 (als Mitautor)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;From Neuron to Brain: A Cellular Approach to the Function of the Nervous System.&amp;#039;&amp;#039; Sunderland 1976, 1984; weitere Auflagen unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;From Neuron to Brain: A Cellular and Molecular Approach to the Function of the Nervous System.&amp;#039;&amp;#039; Sunderland 1992, 2000, 2012; spanische Ausgabe, Barcelona 1982 (als Mitautor)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neurotransmission, Neurotransmitters, and Neuromodulators.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge und New York 1980 (als Mitherausgeber)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* John G. Nicholls: &amp;#039;&amp;#039;Stephen W. Kuffler. 1913–1980.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biographical Memoirs.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;74. National Academy of Sciences, Washington D.C. 1998, ISBN 0-309-08281-1, S.&amp;amp;nbsp;193–208&lt;br /&gt;
* [[Bernard Katz]]: &amp;#039;&amp;#039;Stephen William Kuffler. 24 August 1913 – 11 October 1980.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Biographical Memoirs of Fellows of the Royal Society.&amp;#039;&amp;#039; 28/1982. The Royal Society, S.&amp;amp;nbsp;224–259, {{ISSN|0080-4606}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Veröffentlichungen ===&lt;br /&gt;
* U. J. McMahan: &amp;#039;&amp;#039;Steve: Remembrances of Stephen W. Kuffler.&amp;#039;&amp;#039; Sinauer Associates, Sunderland 1990, ISBN 0-87893-516-9&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;In Appreciation of Stephen W. Kuffler.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Neuroscience.&amp;#039;&amp;#039; 1(1)/1981. Society for Neuroscience, S.&amp;amp;nbsp;1/2, {{ISSN|0270-6474}}&lt;br /&gt;
* Timothy S. Harrison: &amp;#039;&amp;#039;Five Scientists at Johns Hopkins in the Modern Evolution of Neuroscience.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the History of the Neurosciences.&amp;#039;&amp;#039; 9(2)/2000. Psychology Press / Taylor &amp;amp; Francis, S.&amp;amp;nbsp;165–179, {{ISSN|0964-704X}} (insbesondere Abschnitt „Neurobiology: Stephen William Kuffler at Johns Hopkins, 1946–1958“, S.&amp;amp;nbsp;172–176)&lt;br /&gt;
* W. Maxwell Cowan, Donald H. Harter, Eric R. Kandel: &amp;#039;&amp;#039;The Emergence of Modern Neuroscience: Some Implications for Neurology and Psychiatry.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Annual Review of Neuroscience.&amp;#039;&amp;#039; 23/2000. Annual Reviews, S.&amp;amp;nbsp;343–391, {{ISSN|0147-006X}} (insbesondere Abschnitt „Stephen Kuffler and the Formation, At Harvard, of the First Neurobiology Department in the United States“, S.&amp;amp;nbsp;346/347)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1019586354|LCCN=n/83/132478|VIAF=166972183}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kuffler, Stephen W}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurobiologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Johns Hopkins University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Harvard University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Philosophical Society]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Auswärtiges Mitglied der Royal Society]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlich Dänischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Bern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Yale University]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der University of Oxford]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der University of Chicago]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Louisa-Gross-Horwitz-Preises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Transleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ungar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kuffler, Stephen W.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kuffler, Stephen William (vollständiger Name); Kuffler, Wilhelm (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=ungarisch-amerikanischer Neurobiologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. August 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Táp]], [[Österreich-Ungarn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Oktober 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Woods Hole (Massachusetts)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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