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	<title>Stephanie Hollenstein - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stephanie_Hollenstein&amp;diff=527730&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;W. Edlmeier: /* Zeit des Nationalsozialismus */ wl</title>
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		<updated>2026-03-22T07:35:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zeit des Nationalsozialismus: &lt;/span&gt; wl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Stephanie Hollenstein - Bildnis eines Soldaten.jpg|mini|hochkant|Das &amp;#039;&amp;#039;Bildnis eines Soldaten&amp;#039;&amp;#039; von 1917 wird weithin als ein [[Selbstbildnis]] der Künstlerin angesehen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stephanie Hollenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Juli]] [[1886]] in [[Lustenau]], [[Vorarlberg]]; † [[24. Mai]] [[1944]] in [[Wien]]) war eine [[österreich]]ische Malerin des [[Expressionismus]], die im [[Nationalsozialismus]] zu einer hohen [[Funktionär]]in des öffentlichen Kunstbetriebs aufstieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Die prägenden Elemente in Stephanie Hollensteins Leben waren ihre Kindheit im bäuerlichen Umfeld, ihre Kriegserlebnisse und ihre Reisen. All dies schlägt sich in ihrem Werk nieder. Bemerkenswert in ihrer Biografie ist unter anderem der extreme Gegensatz zwischen ihrer glühenden Begeisterung für den Nationalsozialismus einerseits und ihrem Ausbrechen aus den damaligen [[Wertvorstellung]]en andererseits – sei es durch ihr Schaffen als expressionistische Malerin, aber vor allem durch ihre offen [[lesbisch]]e Lebensweise&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nina Schedlmayer |Titel=Hitlers queere Künstlerin: Stephanie Hollenstein – Malerin und Soldat |Auflage=1. Auflage |Verlag=Paul Zsolnay Verlag |Ort=Wien |Datum=2025 |ISBN=978-3-552-07512-2 |Seiten=241-258 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephanie Hollenstein - Magd treibt Kuhherde heim.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Magd treibt Kuhherde heim&amp;#039;&amp;#039;, 1910]]&lt;br /&gt;
Hollenstein war fünftes Kind des [[Bauernstand|Bauern]] und [[Sticker (Handwerk)|Stickers]] Ferdinand Hollenstein und seiner Gattin, Anna Maria geb. Bösch. Sie arbeitete in ihrer Jugend als [[Hirte|Kuhhirtin]] auf dem elterlichen Hof. Dort entstanden erste Zeichnungen, die Hirten und Tiere zeigten. Von 1892 bis 1900 besuchte sie die [[Volksschule]] in Lustenau. Im November 1904 wurde sie aufgrund ihrer mitgebrachten Zeichnungen ohne die sonst übliche Prüfung an der [[Königliche Kunstgewerbeschule München|Königlichen Kunstgewerbeschule München]] aufgenommen. Bis 1908 studierte sie in München und eröffnete danach in [[Schwabing]] eine eigene [[Malschule]], die sie bis 1910 betrieb. In den folgenden Jahren stellte sie im Münchener Kunstverein und im Rahmen von Gruppenausstellungen im [[Tiroler Landesmuseum|Ferdinandeum]] Innsbruck, in [[Bregenz]] und in Zürich aus. 1913 wurde ihr durch ein Stipendium auf Empfehlung [[Franz Defregger (Maler)|Franz von Defreggers]] eine Studienreise nach [[Italien]] ermöglicht; in den Jahren 1913 bis 1914 bereiste sie [[Venedig]], [[Florenz]] und [[Rom]]. Ihre Malerei dieser Jahre ist stark an [[Vincent van Gogh]] orientiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephanie Hollenstein - Sterbender Soldat.JPG|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Sterbender Soldat&amp;#039;&amp;#039;, 1917]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] machte sie zunächst einen [[Sanitäter]]innenkurs, schloss sich aber im Mai 1915 unter dem Namen „Stephan Hollenstein“ den Vorarlberger „[[k.k. Standschützen|Standschützen]]“ an. Sie wurde an der [[Gebirgskrieg 1915–1918|Südfront]] eingesetzt. Während ihren Kameraden ihr Geschlecht bekannt war, wurden Vorgesetzte erst bei einem Truppenbesuch am 4.&amp;amp;nbsp;August 1915 darauf aufmerksam, worauf sie sofort nach Hause geschickt wurde. Sie ist neben [[Viktoria Savs]] eine von nur drei bekannten weiblichen Soldaten der [[Österreich-Ungarns Heer im Ersten Weltkrieg|österreich-ungarischen Armee im Ersten Weltkrieg]].&lt;br /&gt;
Das Erlebnis als Soldatin garantierte ihr bis an ihr Lebensende öffentliche Aufmerksamkeit. Bald darauf wurde sie als [[Kriegsmaler]]in für das [[k.u.k. Kriegspressequartier]] tätig und war in dieser Funktion 1916 mindestens dreimal an der Front im Einsatz. Später erhielt sie für ihren Dienst von insgesamt über 90&amp;amp;nbsp;Tagen an der Front das [[Karl-Truppenkreuz]]. 1916/1917 malte sie auch für das [[Heeresgeschichtliches Museum|Heeresgeschichtliche Museum]] in Wien, das schließlich 87 ihrer Werke ankaufte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwanziger Jahre ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephanie Hollenstein - Allerseelen.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Allerseelen&amp;#039;&amp;#039;, 1924]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Kriegserfahrung lebte sie mit ihrer Freundin, der Ärztin Franziska Gross, in Wien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geheimsache&amp;quot;&amp;gt;[[Andreas Brunner (Historiker, 1962)|Andreas Brunner]], Ines Rieder, Nadja Schefzig, [[Hannes Sulzenbacher]], Niko Wahl: &amp;#039;&amp;#039;geheimsache:leben – Schwule und Lesben im Wien des 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Löcker Verlag, Wien 2005, ISBN 3-85409-435-3, S. 99&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1920 bis 1921 stellte sie dort erstmals in einer Ausstellung der [[Kunstgemeinschaft (Wien)|Kunstgemeinschaft]] aus und bald darauf auch in Ausstellungen des [[Künstlerhaus Wien]], der [[Wiener Secession]] und des [[Hagenbund]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 war sie – zusammen mit [[Fanny Harlfinger-Zakucka|Fanny Harlfinger]] – Mitbegründerin der Künstlerinnengruppe „[[Wiener Frauenkunst]]“. Sie erlangte immer größere Anerkennung als Malerin: 1924 schrieb [[Hans Ankwicz-Kleehoven]] einen ausführlichen Artikel über sie für das &amp;#039;&amp;#039;[[Thieme-Becker|Allgemeine Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart]]&amp;#039;&amp;#039;, in dem er ihr eine {{&amp;quot; |Text=ungemein kräftige, dabei aber harmonische Farbengebung}} bescheinigte und ihr eine {{&amp;quot; |Text=durchaus moderne Auffassung}} zuschrieb, die {{&amp;quot; |Text=jedoch immer in Naturnähe}} bleibe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ThiemeBecker |Autor=Hans Ankwicz-Kleehoven |Lemma=Hollenstein, Stephanie |Band=17 |Seite=380 |SeiteBis=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen doppelten [[Knöchel]]bruch, den sich Stephanie Hollenstein bei einem Unfall im Jahr 1928 zuzog, wurde diese Schaffensperiode für längere Zeit unterbrochen. Erst die Behandlung durch den berühmten Unfallchirurgen [[Lorenz Böhler]] – ebenfalls ein Vorarlberger – in Wien ermöglichte ihre Genesung und eine neue künstlerisch fruchtbare Phase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reisejahre ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephanie Hollenstein - Cetara.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Cetara]]&amp;#039;&amp;#039;, 1931]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1929 bis 1932 war sie viel auf Reisen: Neben Italien bereiste sie dabei vor allem [[Südtirol]] und die [[Schweiz]]. 1931 gewann sie einen [[Österreichischer Staatspreis|Staatspreis]] für ein inzwischen verschollenes Porträt ihrer Mutter, 1932 einen weiteren für das [[Gemälde]] &amp;#039;&amp;#039;Alter Winkel aus dem Fleimstal&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephanie Hollenstein - Im Walgau.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Im [[Walgau]]&amp;#039;&amp;#039;, 1942]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren begeisterte sie sich für den [[Männlichkeit]]skult und das [[Militarismus|militärische]] Menschenideal des [[Faschismus]]. Schon früh wurde sie Mitglied der in Österreich verbotenen [[NSDAP]], nach dem „[[Anschluss Österreichs]]“ an das Deutsche Reich beantragte sie am 10.&amp;amp;nbsp;Juni 1938 die Aufnahme in die Partei und wurde rückwirkend zum 1.&amp;amp;nbsp;Mai aufgenommen (Mitgliedsnummer 6.240.350).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/16621401&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Juli 1938 bis 1943 war sie Vorsitzende des 1938 als Nachfolgeorganisation der [[Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs]] (VBKÖ) gegründeten &amp;#039;&amp;#039;Künstlerverbands Wiener Frauen&amp;#039;&amp;#039; (ab 1941 &amp;#039;&amp;#039;Vereinigung Bildender Künstlerinnen der Reichsgaue der Ostmark&amp;#039;&amp;#039;). Dadurch wurde sie eine der einflussreichsten österreichischen Künstlerinnen in der [[Zeit des Nationalsozialismus]]. Sie stand in engem Kontakt mit [[Reichsstatthalter]] [[Baldur von Schirach]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nina Schedlmayer |Titel=Hitlers queere Künstlerin: Stephanie Hollenstein – Malerin und Soldat |Auflage=1. Auflage |Verlag=Paul Zsolnay Verlag |Ort=Wien |Datum=2025 |ISBN=978-3-552-07512-2 |Seiten=196 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und verfasste Reden, in denen sie [[Adolf Hitler]] lobte: „Es wird wohl kaum ein Land geben, welches in diesem geschichtlichen Zeitgeschehen so viele Ausstellungen veranstalten kann wie gerade wir, dies unter der vom Führer vorsehenden Lenkung der Geschicke unseres Volkes.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nina Schedlmayer |Titel=Hitlers queere Künstlerin: Stephanie Hollenstein – Malerin und Soldat |Auflage=1. Auflage |Verlag=Paul Zsolnay Verlag |Ort=Wien |Datum=2025 |ISBN=978-3-552-07512-2 |Seiten=187 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stephanie Hollenstein, die in der Zwischenkriegszeit von den jüdischen Sammlern und [[Mäzen]]en Ludwig Neumark und Heinrich Rieger unterstützt worden war, verleugnete diese ab 1938. Hatte sie zuvor deren Namen als Besitzer ihrer Werke angeführt, so führte sie in ihrem Aufnahmebogen für die [[Reichskunstkammer]] statt ihrer Namen nur noch an „außerdem eine Menge Privat“. Ludwig Neumark überlebte den Holocaust als sogenanntes [[Untergetauchte Juden während des Nationalsozialismus|„U-Boot“]] in Wien, seine Frau wurde von der [[Gestapo]] ermordet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nina Schedlmayer |Titel=Hitlers queere Künstlerin: Stephanie Hollenstein – Malerin und Soldat |Auflage=1. Auflage |Verlag=Paul Zsolnay Verlag |Ort=Wien |Datum=2025 |ISBN=978-3-552-07512-2 |Seiten=224-230 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hollenstein war eindeutig [[Antisemitismus|Antisemitin]]. Dies äußert sich in zahlreichen von ihr verfassten Texten ebenso wie in ihren Briefen, in denen sie Juden und Jüdinnen diffamierte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nina Schedlmayer |Titel=Hitlers queere Künstlerin: Stephanie Hollenstein – Malerin und Soldat |Auflage=1. Auflage |Verlag=Paul Zsolnay Verlag |Ort=Wien |Datum=2025 |ISBN=978-3-552-07512-2 |Seiten=203-222 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Völkisch]]es Gedankengut tauchte erstmals ungefähr 1917 in ihren Notizen auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nina Schedlmayer |Titel=Hitlers queere Künstlerin: Stephanie Hollenstein – Malerin und Soldat |Auflage=1. Auflage |Verlag=Paul Zsolnay Verlag |Ort=Wien |Datum=2025 |ISBN=978-3-552-07512-2 |Seiten=60 f. |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moderne Kunst und Nationalsozialismus schienen weder für Hollenstein noch für die Machthaber in unauflöslichem Gegensatz zu stehen (in der Eigenwahrnehmung ähnelt sie hier [[Emil Nolde]]). Noch 1938 verteidigte sie das [[Kubismus|kubistische]] Werk ihres Vorarlberger Landsmanns [[Albert Bechtold]] öffentlich – wenn auch erfolglos – gegen den Vorwurf, „[[Entartete Kunst]]“ zu sein. Für die immer wieder aufgestellte Behauptung, ihre Werke seien in der [[Große Deutsche Kunstausstellung|Großen Deutschen Kunstausstellung]] gezeigt worden, findet sich kein Beleg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nina Schedlmayer |Titel=Hitlers queere Künstlerin: Stephanie Hollenstein – Malerin und Soldat |Auflage=1. Auflage |Verlag=Paul Zsolnay Verlag |Ort=Wien |Datum=2025 |ISBN=978-3-552-07512-2 |Seiten=156 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ansuchen zur Verleihung des Professorentitels wurde 1942/1943 mit der Begründung abgelehnt, dass die Künstlerin nur eine „lokale Bedeutung“ habe. Außerdem sei „nicht festzustellen, dass ihr Schaffen geeignet ist, dem von ihr betreuten Kreis von Kulturschaffenden Anregungen im Sinne der vom Führer gegebenen Richtlinien zu geben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;geheimsache&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Vermächtnis ===&lt;br /&gt;
1943 trat sie aus gesundheitlichen Gründen vom Vorsitz des &amp;#039;&amp;#039;Künstlerverbands Wiener Frauen&amp;#039;&amp;#039; zurück. Im Jahr darauf starb sie in Wien an den Folgen eines Herzanfalls. Ihre sterblichen Überreste wurden nach [[Lustenau]] überführt und in einem [[Ehrengrab]] der Gemeinde bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre beiden Schwestern Maria und Frieda verwalteten ihren Nachlass sorgsam, bevor sie ihn 1961 an die Marktgemeinde Lustenau übergaben. Als an der Stelle ihres Geburtshauses der Gebäudekomplex „Vorarlberger Stickereizentrum“ gebaut wurde, wurde auch die gemeindeeigene &amp;#039;&amp;#039;Galerie Stephanie Hollenstein&amp;#039;&amp;#039; geplant und am 4.&amp;amp;nbsp;Juli 1971 eröffnet. 2020 benannte die Marktgemeinde Lustenau diesen Ort um in „Dock 20“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=DOCK20 |url=https://dock20.lustenau.at/de/neuigkeiten/galerie-hollenstein-wird-dock-20 |titel=Galerie Hollenstein wird DOCK 20 |sprache=de |abruf=2026-01-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange Zeit wurde Hollenstein in ihrer Heimat verehrt als „Lustenaus bedeutende Künstlerin“, ihre NS-Vergangenheit verschwiegen und relativiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nina Schedlmayer |Titel=Hitlers queere Künstlerin: Stephanie Hollenstein – Malerin und Soldat |Auflage=1. Auflage |Verlag=Paul Zsolnay Verlag |Ort=Wien |Datum=2025 |ISBN=978-3-552-07512-2 |Seiten=259-268 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kritische Auseinandersetzung mit Hollenstein setzte erst 2001 ein, mit den Forschungen von Evelyn Kain.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Evelyn Kain |Titel=Stephanie Hollenstein: Painter, Patriot, Paradox |Sammelwerk=Woman’s Art Journal |Band=22 |Nummer=1 |Datum=2001 |Seiten=27 |ISSN=0270-7993 |DOI=10.2307/1358728 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Gemeinde Lustenau beleuchtete ihre Person und ihr Werk kritisch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stephanie Hollenstein, Oliver Heinzle, Vanessa Waibel |Titel=Stephanie Hollenstein - Leben und Werk |Auflage=1. Auflage |Verlag=Marktgemeinde Lustenau |Ort=Lustenau |Datum=2016 |ISBN=978-3-900954-15-4 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2025 erschien im [[Paul Zsolnay Verlag|Verlag Paul Zsolnay]] das Buch &amp;#039;&amp;#039;Hitlers queere Künstlerin. Stephanie Hollenstein – Malerin und Soldat&amp;#039;&amp;#039; von [[Nina Schedlmayer]], das Hollensteins NS-Verbindungen und ihren Antisemitismus erstmals umfassend untersuchte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nina Schedlmayer |Titel=Hitlers queere Künstlerin: Stephanie Hollenstein - Malerin und Soldat |Auflage=1. Auflage |Verlag=Paul Zsolnay Verlag |Ort=Wien |Datum=2025 |ISBN=978-3-552-07512-2 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Oliver Pfohlmann |url=https://www.nzz.ch/feuilleton/stephanie-hollenstein-sie-war-queer-ueberzeugte-nazi-und-machte-entartete-kunst-ld.1919547 |titel=Stephanie Hollenstein: Sie war queer, überzeugte Nazi und machte «entartete» Kunst |werk=[[Neue Zürcher Zeitung|nzz.ch]] |datum=2026-01-10 |sprache=de |abruf=2026-01-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Neben Porträts stellen Hollensteins Gemälde und Grafiken meist Landschaften aus der heimatlichen [[Bodensee]]region, aus den [[Alpen]] oder aus dem Süden Italiens dar. Ihr farbenfroher, expressiver Stil mit einer charakteristischen Behandlung des Raumes brachte ihr den Spitznamen „Schiefmalerin“ ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bedeutendste Sammlung ihres Werks mit 94&amp;amp;nbsp;Gemälden, 150&amp;amp;nbsp;[[Aquarell]]en und [[Gouache]]n sowie 870&amp;amp;nbsp;Zeichnungen, Skizzen und Studien befindet sich in der Galerie &amp;#039;&amp;#039;DOCK 20 – Kunstraum und Sammlung Hollenstein&amp;#039;&amp;#039; (vormals &amp;#039;&amp;#039;Galerie Stephanie Hollenstein&amp;#039;&amp;#039;). Ihr Nachlass wird im Gemeindearchiv Lustenau aufbewahrt. Stephanie Hollenstein ist damit die einzige österreichische Künstlerin, der ein mit öffentlichen Mitteln finanziertes umfangreiches Archiv und ein nach ihr benannter Ausstellungsraum gewidmet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ehrengrab Stephanie Hollenstein.jpg|mini|hochkant|Ehrengrab in Lustenau]]&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrab]] der Marktgemeinde Lustenau&lt;br /&gt;
* [[Büste]] in einem kleinen Park neben dem [[Rathaus (Lustenau)|Lustenauer Rathaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ThiemeBecker |Autor=Hans Ankwicz-Kleehoven |Lemma=Hollenstein, Stephanie |Band=17 |Seite=380 |SeiteBis=381}}&lt;br /&gt;
* {{Vollmer |Lemma=Hollenstein, Stephanie |Band=2 |Seite=474}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hollenstein, Stephanie (1886–1944), Malerin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950]].&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Lieferung 10: &amp;#039;&amp;#039;Glae–Hüb.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1959, S. 402 ([https://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_H/Hollenstein_Stephanie_1886_1944.xml biographien.ac.at]).&lt;br /&gt;
* [[Elmar Vonbank]] (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Galerie Stephanie Hollenstein. Führer durch die Sammlung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Führer durch Museen und Sammlungen in Vorarlberg.&amp;#039;&amp;#039; Band 5). Marktgemeinde Lustenau, Lustenau 1971.&lt;br /&gt;
* Liselotte Popelka (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Die Frau im Krieg.&amp;#039;&amp;#039; Heeresgeschichtliches Museum, Wien 1986 (Ausstellungskatalog).&lt;br /&gt;
* Edeltraud Fürst (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Künstlervereinigung „Der Kreis“. Maler und Bildhauer am Bodensee. 1925–1938&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kunst am See.&amp;#039;&amp;#039; Band 24). Gessler, Friedrichshafen 1992, ISBN 3-922137-83-0.&lt;br /&gt;
* Willi Oberfrank, Helmut Gassner: &amp;#039;&amp;#039;Stephanie Hollenstein. 1886–1944.&amp;#039;&amp;#039; Marktgemeinde Lustenau, Lustenau 1994, ISBN 3-900954-03-8 (Ausstellungskatalog).&lt;br /&gt;
* Evelyn Kain: &amp;#039;&amp;#039;Stephanie Hollenstein: Painter, Patriot, Paradox.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Woman’s Art Journal.&amp;#039;&amp;#039; Band 22, 2001, S.&amp;amp;nbsp;27–33.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Wolfgang Scheffknecht]] |Titel=100 Jahre Marktgemeinde Lustenau |Ort=Lustenau |Datum=2003 |ISBN=3-900954-06-2 |Seiten=254–261 |Sprache=de}}&lt;br /&gt;
* Oliver Heinzle, Vanessa Waibel, Claudia Voit (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stephanie Hollenstein. Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Marktgemeinde Lustenau 2016, ISBN 978-3-90095415-4.&lt;br /&gt;
* [[Nina Schedlmayer]]: &amp;#039;&amp;#039;Hitlers queere Künstlerin. Stephanie Hollenstein – Malerin und Soldat.&amp;#039;&amp;#039; Paul Zsolnay Verlag, Wien 2025, ISBN 978-3-552-07512-2.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Buch-ueber-Hitlers-queere-Kuenstlerin/!6139141// &amp;#039;&amp;#039;Wie kann eine Person solche Widersprüche vereinen?&amp;#039;&amp;#039;] Besprechung von Regine Müller auf [[taz online]] vom 30. Dezember 2025, abgerufen am 31. Dezember 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Belletristik&lt;br /&gt;
* Brigitte Herrmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Suche nach der eigenen Farbe – Das widersprüchliche Leben der Malerin Stephanie Hollenstein&amp;#039;&amp;#039;, Gmeiner, 2025.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagblatt.ch/kultur/ostschweiz/historischer-roman-sie-liebte-frauen-und-machte-unter-den-nazis-karriere-ein-roman-erzaehlt-das-widerspruechliche-leben-der-vorarlberger-kuenstlerin-stephanie-hollenstein-ld.2761400 &amp;#039;&amp;#039;Sie liebte Frauen und machte unter den Nazis Karriere: Ein Roman erzählt das widersprüchliche Leben der Vorarlberger Künstlerin Stephanie Hollenstein.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[St. Galler Tagblatt|tagblatt.ch]]&amp;#039;&amp;#039;. 17.&amp;amp;nbsp;April 2025, abgerufen am 17.&amp;amp;nbsp;April 2025 (Paywall).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://dock20.lustenau.at/de/sammlung/sammlung-stephanie-hollenstein Stephanie Hollenstein – Biografie und Weiterführendes] auf den Seiten von DOCK 20 – Kunstraum und Sammlung Hollenstein&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119159082}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Hollenstein,_Stephanie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119159082|LCCN=nb2001064603|VIAF=8191627}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hollenstein, Stephanie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler des Expressionismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Vorarlberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:LGBT im Militär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauen im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Karl-Truppenkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Als Mann verkleidete weibliche Militärperson]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Lustenau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1886]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hollenstein, Stephanie&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hollenstein, Stephan (Soldatenname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichische Malerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Juli 1886&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lustenau]], [[Vorarlberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Mai 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;W. Edlmeier</name></author>
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