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	<title>Stephan Pfürtner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T09:49:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;08Linus: BKL ersetzt mit bkl-replace</title>
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		<updated>2025-11-12T23:32:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL ersetzt mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:CennoxX/js/bkl-replace.js&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:CennoxX/js/bkl-replace.js (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;bkl-replace&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stephan Hubertus Pfürtner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. November]] [[1922]] in [[Danzig]]; † [[2. Juli]] [[2012]] in [[Marburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kath.ch/newsd/stephan-pfuertner-in-marburg-gestorben/ Stephan Pfürtner in Marburg gestorben]&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Römisch-katholische Kirche|katholischer]] [[Moraltheologe]] und [[Sozialethik]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Stephan Pfürtner wuchs mit fünf Geschwistern als Sohn eines [[Typograph]]en in Danzig auf. 1941 kam er als Medizinstudent und Angehöriger einer Sanitätskompanie der [[Wehrmacht]] nach [[Lübeck]]. Dort wurde er von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] verhaftet, weil er an einem Gesprächskreis des Lübecker [[Kaplan]]s [[Johannes Prassek]] teilgenommen hatte. Man warf ihm vor, sich über [[Hermann Göring]] mokiert zu haben. Gemeinsam mit den weiteren [[Lübecker Märtyrer]]n war er bis zum Lübecker Christenprozess inhaftiert und saß in Einzelhaft. Beim [[Volksgerichtshof]]sprozess setzte sich sein Kommandeur für ihn ein. Pfürtner wurde zu einer Haftstrafe von 6 Monaten verurteilt, die durch die Untersuchungshaft abgegolten war, weswegen er unmittelbar nach dem Prozess freigelassen wurde. Wenig später kam er wieder an die Front im Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] trat Pfürtner 1945 der [[Ordensgemeinschaft]] der [[Dominikaner]] bei. Als [[Theologe]] lehrte er von 1966 bis 1974 an der [[Universität Freiburg (Schweiz)]] Moraltheologie. In seinem Buch „Kirche und Sexualität“ äußerte er sich 1972 kritisch zur [[Enzyklika]] &amp;#039;&amp;#039;[[Humanae vitae]]&amp;#039;&amp;#039;, mit der [[Papst]] [[Paul VI.]] 1968 die [[Anti-Baby-Pille]] und andere [[Empfängnisverhütung|Verhütungsmethoden]] als verwerfliche Handlungen zur Verhinderung der Fortpflanzung beurteilte. 1972 sah im Nicht-Gelingen homosexueller Dauerbeziehungen ein Zeichen der emotionalen und generellen Lebensschwäche der Betreffenden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johannes Gründel]]: &amp;#039;&amp;#039;AIDS – Anlaß zur Enttabuisierung ehtischer Fragestellungen.&amp;#039;&amp;#039; In: Johannes Gründel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;AIDS. Herausforderung an Gesellschaft und Moral&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften der Katholischen Akademie in Bayern.&amp;#039;&amp;#039; Band 125). Patmos, Düsseldorf 1987, ISBN 3-491-77686-4, S. 80–106, hier: S. 94–95.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem er von der römischen [[Dikasterium für die Glaubenslehre|Glaubenskongregation]] beschuldigt worden war, im Bereich der [[Sexualethik]] gegen die kirchliche Autorität verstoßen zu haben, folgte er der Aufforderung der Kirchenleitung und trat 1974 von seinem Lehrstuhl zurück. Er verließ den Dominikanerorden und heiratete 1974 die Ärztin Irmgard Bloos, mit der er zwei Kinder hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfürtner lebte mit seiner Familie in Marburg, wo er von 1975 bis zu seiner [[Emeritierung]] 1988 einen Lehrstuhl für Sozialethik im Fachbereich Evangelische Theologie innehatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gerechter unter den Völkern ==&lt;br /&gt;
Pfürtner verhalf als Soldat im November 1944 drei Jüdinnen zur Flucht aus dem [[KZ Stutthof]] und verbarg eine von ihnen in seinem Danziger Elternhaus. Alle drei Frauen überlebten die [[Zeit des Nationalsozialismus]], obwohl eine von ihnen noch einmal gefasst und ins [[Ghetto Theresienstadt|KZ Theresienstadt]] gebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 2003: [[Herbert-Haag-Preis]]&lt;br /&gt;
* 2007: [[Gerechter unter den Völkern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Luther und Thomas im Gespräch. Unser Heil zwischen Gewissheit und Gefährdung.&amp;#039;&amp;#039; Kerle, Heidelberg 1961.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kirche und Sexualität.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek 1972, ISBN 3-499-68039-4; 2. Auflage ebenda 1973.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Macht, Recht, Gewissen in Kirche und Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Benziger, Zürich 1972, ISBN 3-545-24038-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Politik und Gewissen – Gewissen und Politik. Grundsätzliche Erwägungen zum Verhältnis von Ethik und Politik.&amp;#039;&amp;#039; Benziger, Zürich 1976, ISBN 3-545-24049-5.&lt;br /&gt;
* mit Werner Heierle: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die katholische Soziallehre.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1980, ISBN 3-534-06687-1.&lt;br /&gt;
* (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Wider den Turmbau zu Babel. Disput mit [[Ivan Illich]].&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek 1985, ISBN 3-499-15640-7.&lt;br /&gt;
* mit [[Dieter Lührmann]] und [[Adolf Martin Ritter]]: &amp;#039;&amp;#039;Ethik in der europäischen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Kohlhammer, Stuttgart 1988.&lt;br /&gt;
** Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Antike und Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;, ISBN 3-17-010308-3.&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Reformation und Neuzeit&amp;#039;&amp;#039;, ISBN 3-17-010315-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fundamentalismus. Die Flucht ins Radikale.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg im Breisgau 1991, ISBN 3-451-04031-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sexualfeindschaft und Macht. Eine Streitschrift für verantwortete Freiheit in der Kirche.&amp;#039;&amp;#039; Grünewald, Mainz 1992, ISBN 3-7867-1650-1.&lt;br /&gt;
* (Mitautor) &amp;#039;&amp;#039;Abschottung statt Dialog? Das Lehramt der Kirche und die Moral.&amp;#039;&amp;#039; Edition Exodus, Luzern 1994, ISBN 3-905575-87-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nicht ohne Hoffnung. Erlebte Geschichte 1922 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 2001, ISBN 3-17-017091-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Komm, Heiliger Geist! Ökumenische Meditation zur Pfingstsequenz.&amp;#039;&amp;#039; Paulus, Fribourg 2004, ISBN 3-7228-0628-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Josef Schäfer (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Wo seine Zeugen sterben ist sein Reich. Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1946. &lt;br /&gt;
* Else Pelke: &amp;#039;&amp;#039;Der Lübecker Christenprozess 1943.&amp;#039;&amp;#039; Mainz 1961/1974 (mit einem Nachwort von Stephan Pfürtner).&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Kaufmann (Theologe)|Ludwig Kaufmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein ungelöster Kirchenkonflikt, Dokumente und zeitgeschichtliche Analysen. Der Fall Pfürtner.&amp;#039;&amp;#039; Freiburg/Schweiz 1987.&lt;br /&gt;
* Ingaburgh Klatt: &amp;#039;&amp;#039;„Lösch mir die Augen aus …“ Leben und gewaltsames Sterben der vier Lübecker Geistlichen in der Zeit des Nationalsozialismus. Eine Ausstellung im Burgkloster zu Lübeck vom 8. November 1993 bis zum 10. November 1994.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Demokratische Geschichte: Jahrbuch zur Arbeiterbewegung und Demokratie in Schleswig-Holstein&amp;#039;&amp;#039; 8 (1993), S. 205–280.&lt;br /&gt;
* Martin Merz: &amp;#039;&amp;#039;„Die Pfaffen aufs Schafott“. Ein Lübecker Prozess vor 50 Jahren. Begleitheft zur Ausstellung „Lösch mir die Augen aus …“ Leben und gewaltsames Sterben der vier Lübecker Geistlichen in der Zeit des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Überarb. Manuskript einer Rundfunksendung im Rahmen der Reihe „Religion und Gesellschaft“ am 6. August 1993 im Dritten Programm des Norddeutschen Rundfunks. Lübeck 1993. &lt;br /&gt;
* Isabella Spolovjnak-Pridat und Helmut Siepenkort (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ökumene im Widerstand. Der Lübecker Christenprozess 1943.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Lübeck 2006.&lt;br /&gt;
* Nikolaus Klein: &amp;#039;&amp;#039;Stephan H. Pfürtner (1922–2012).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wort und Antwort.&amp;#039;&amp;#039; 4/2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von katholischen Theologen, denen die Lehrerlaubnis entzogen wurde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118740911}}&lt;br /&gt;
* {{Helveticat-GND|gnd=118740911}}&lt;br /&gt;
* [http://www.pfuertner.de/ Website von Stephan Pfürtner]&lt;br /&gt;
* {{HLS|9982|Stephan Pfürtner|Autor=Jacques Rime}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118740911|titel=Pfürtner, Stephan Hubert Peter Paul|datum=2024-10-02}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118740911|LCCN=n/84/126117|VIAF=109285916}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pfurtner, Stephan}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christlicher Sozialethiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Philipps-Universität Marburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Freiburg, Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dominikanerbruder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholische Kirche im Deutschen Reich 1933–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerechter unter den Völkern (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Herbert-Haag-Preises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2012]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pfürtner, Stephan&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Pfürtner, Stephan Hubertus&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher katholischer Moraltheologe und Sozialethiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. November 1922&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Danzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Juli 2012&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Marburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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