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	<title>Stephan II. (Bayern) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Gogafax: Grammatik</title>
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		<updated>2024-12-26T09:18:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Grammatik&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Stephan II. (Bayern).jpg|mini|Siegel Stephans II.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stephan mit der Hafte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1319]]; † [[Mai]] [[1375]] in [[Landshut]] oder [[München]], auch [[Latinisierung von Personennamen|latinisiert]] &amp;#039;&amp;#039;Stephan Fibulatus&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Wilhelm Koebler, &amp;#039;&amp;#039;[https://www.bavarikon.de/object/bav:BSB-MDZ-00000BSB10721787?p=170&amp;amp;cq=Leoniweiher&amp;amp;lang=de Wegweiser in der k.b. Haupt- und Residenz-Stadt München und ihren Vorstädten.]&amp;#039;&amp;#039; München, 1827.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war von 1347 bis zu seinem Tod Herzog von [[Geschichte Bayerns|Bayern]]. Er war der zweite Sohn Kaiser [[Ludwig IV. (HRR)|Ludwig des Bayern]] aus dessen erster Ehe mit [[Beatrix von Schlesien-Schweidnitz]]. Der Beiname rührt wohl von einer auffälligen Haar- oder Kleiderspange, die Stephan trug. Er vereinigte 1363 [[Herzogtum Oberbayern|Oberbayern]] mit [[Bayern-Landshut]], führte danach zwei erbitterte Erbfolgekriege um [[Grafschaft Tirol|Tirol]] und die [[Mark Brandenburg]] und begnügte sich am Ende jeweils mit kleineren Gebietsabtretungen, jedoch mit hohen finanziellen Abfindungen zu Gunsten Bayerns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitgeschichtlicher Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Mit Stephans Vater Ludwig IV. dem Bayern stellten die [[Wittelsbacher]] 1314 erstmals den Römisch-deutschen König. Ludwig, der sich erst nach langem Ringen gegen seinen Konkurrenten [[Friedrich der Schöne|Friedrich den Schönen]] aus dem Hause [[Habsburg]] durchgesetzt hatte, baute die [[Hausmacht]] seiner Familie planvoll aus: Zusätzlich zu den angestammten Besitzungen im [[Herzogtum Bayern]] und der [[Kurpfalz|Pfalz]] erwarb er [[Mark Brandenburg|Brandenburg]] und [[Tirol]] sowie [[Grafschaft Holland|Holland]], Seeland und den [[Grafschaft Hennegau|Hennegau]]. Nach seinem Tod 1347 fielen diese Gebiete an seine sechs Söhne [[Ludwig V. (Bayern)|Ludwig V. den Brandenburger]], Stephan II., [[Ludwig VI. (Bayern)|Ludwig VI. den Römer]], [[Wilhelm I. (Bayern)|Wilhelm I.]], [[Albrecht I. (Bayern)|Albrecht I.]] und [[Otto V. (Bayern)|Otto V.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Todesjahr Ludwigs IV., 1347, stellt einen Einschnitt in der Geschichte Europas dar. Der [[Schwarzer Tod|Schwarze Tod]], eine Pestepidemie ungeahnten Ausmaßes, verbreitete sich auf dem ganzen Kontinent. Zu den verheerenden ökonomischen und demografischen Auswirkungen der Pest trat der 1337 ausgebrochene [[Hundertjähriger Krieg|Hundertjährige Krieg]] zwischen [[England]] und [[Frankreich]]. Auch der Einfluss der Kirche, die sich 1378 im [[Avignonesisches Papsttum|Avignonesischen Schisma]] für vier Jahrzehnte spaltete, ging zurück. Wegen dieser Entwicklungen spricht man für die Zeit, in die Stephan geboren wurde, auch von der Krise des [[Spätmittelalter]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Frühe Jahre ===&lt;br /&gt;
Im Verlauf des Italienzuges Kaiser Ludwigs hatte Stephan am 27. Juni 1328 Elisabeth von Sizilien geheiratet, eine Tochter [[Friedrich II. (Sizilien)|König Friedrichs II. von Sizilien]], um den Bund seines Vaters mit Sizilien zu stärken. 1339 ging Stephan im Auftrag seines Vaters gegen die Bischöfe von Straßburg und Basel vor. Unter Ludwig dem Bayern war Stephan ab 1340 Hauptmann des [[Schwaben|schwäbisch]]-bayerischen Landfriedensbundes und seit 1341 auch Inhaber der [[Vogt|Reichslandvogtei]] im [[Elsass]]. Da ihm schwäbische [[Reichsgut|Reichsgüter]] verpfändet wurden, gewann die wittelsbachische Partei in Schwaben an Macht. Von den schwäbischen [[Freie und Reichsstädte|Reichsstädten]] unterstützt, ging Stephan noch im September 1347 gegen den schwäbischen Adel vor, der mehrheitlich ins Lager des 1346 gewählten Gegenkönigs [[Karl IV. (HRR)|Karl IV.]] übergelaufen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeginn ===&lt;br /&gt;
Im Oktober 1347 folgte Stephan seinem verstorbenen Vater mit seinen fünf Brüdern als Herzog des seit Dezember 1340 wiedervereinigten Bayerns nach. Daneben hielten die Brüder die [[Markgrafschaft Brandenburg]], die [[Gefürstete Grafschaft Tirol|Grafschaft Tirol]] sowie die niederländischen Grafschaften [[Holland]], [[Provinz Zeeland|Zeeland]] und [[Grafschaft Hennegau|Hennegau]]. Zwei Jahre nach dem Tode Ludwigs des Bayern wurden die wittelsbachischen Länder im [[Landsberger Vertrag]] unter seinen Söhnen aufgeteilt. Stephan II. regierte zunächst 1349 bis 1353 zusammen mit seinen beiden Halbbrüdern [[Wilhelm I. (Bayern)|Wilhelm I.]] und [[Albrecht I. (Bayern)|Albrecht I.]], die auch die [[Straubing-Holland|niederländischen Grafschaften]] besaßen, [[Bayern-Landshut|Niederbayern-Landshut]], seit dem [[Regensburger Vertrag (1353)|Regensburger Vertrag]] 1353 nur noch den südlichen Teil Niederbayern-Landshuts ohne [[Straubing-Holland|Straubing]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:HRR 14Jh.jpg|mini|Das Heilige Römische Reich in der Mitte des 14. Jahrhunderts. 1363/1369 fiel Tirol an die Habsburger, 1373 ging auch Brandenburg den Wittelsbachern wieder verloren. Die niederländischen Grafschaften brachte 1433 Burgund an sich.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst setzten die Brüder die Reichspolitik ihres Vaters fort. Erst im Februar 1350 erkannten auch die Wittelsbacher [[Karl IV. (HRR)|Karl IV.]] als neuen König an und verpflichteten sich ihm die [[Reichskleinodien]] auszuliefern. Nach dieser vorübergehenden Aussöhnung mit Karl IV., der den Wittelsbachern alle Reichslehen bestätigt hatte, nahm Stephan 1354 am Italienzug Karls teil, zerstritt sich mit ihm aber wieder, als Karl 1355 die Herrschaft [[Donaustauf]] erwarb und 1356 mit der [[Goldene Bulle]] Bayerns Rechte auf die [[Kur (HRR)|Kur]] übergangen wurden. Die Goldene Bulle ignorierte die [[Hausvertrag von Pavia|hausinternen Regelungen]] der Wittelsbacher zur Teilnahme an der Königswahl. Der [[Kurpfalz|Pfalzgraf bei Rhein]] aus der pfälzischen Linie der Wittelsbacher erlangte die Kurstimme und das Amt des [[Erztruchsess]], auch weil dessen Territorium im alten fränkischen Siedlungsgebiet lag. Daneben erhielt Stephans jüngerer Halbbruder [[Ludwig VI. (Bayern)|Ludwig VI.]] die brandenburgische Kurwürde. Stephan II. und sein älterer Bruder [[Ludwig V. (Bayern)|Ludwig V.]] waren dagegen den Nürnberger Hoftagen ferngeblieben, auf denen die Goldene Bulle beraten und verkündet worden war. 1362 wurde Stephan als letzter der Söhne Ludwigs des Bayern von der [[Exkommunikation]] befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampf um Tirol ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tode seines Bruders Ludwig V. fielen dessen Herrschaftsgebiete [[Herzogtum Oberbayern|Oberbayern]] und [[Grafschaft Tirol|Tirol]] an dessen Sohn [[Meinhard III.|Meinhard]]. Der jugendliche Meinhard geriet bald unter den Einfluss einer Adelspartei, mit der Stephans zweiter Sohn [[Friedrich (Bayern)|Friedrich]] verbunden war, bis Stephan im Mai 1362 dagegen eingriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im Januar 1363 sein Neffe Meinhard starb, folgte Stephan entgegen den Wittelsbachischen Vereinbarungen mit Hilfe der [[Bayerische Landstände|Stände]] auch im Herzogtum Oberbayern nach. Er verbündete sich mit seinem Bruder Albrecht von Bayern-Holland, den er schon 1357 gegen Karl IV. unterstützt hatte und marschierte im Herbst 1363 in [[Tirol]] ein. Stephan nahm auch die Titel eines „Grafen von Tirol und Görz, Vogt der Kirchen Aquileia, Trient und Brixen“ an. Später schloss Stephan noch weitere Allianzen mit König [[Ludwig I. (Ungarn)|Ludwig]] von Ungarn, [[Meinhard VI. (Görz)|Meinhard von Görz]] sowie dem [[Mailand|Mailänder]] Stadtherren [[Bernabò Visconti]]. Meinhards Mutter [[Margarete von Tirol]] hatte jedoch Tirol dem Habsburger [[Rudolf IV. (Österreich)|Rudolf IV. von Österreich]], dem Bruder ihrer Schwiegertochter, übertragen. Die Habsburger standen im Bunde mit dem Erzbistum Salzburg und führten im Verlaufe des Krieges mehrere Raubzüge im Inntal durch. In der Gegend von Altötting kam es am 23. November 1363 zu einem weiteren Gefecht zwischen den Bayern und Österreichern, dabei wurden 70 adelige Österreicher gefangen genommen, ohne dass es zu einer Entscheidung kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf IV. wurde nach einigem Zögern am 10. Februar 1364 in [[Brünn]] trotz der Erbansprüche der Wittelsbacher durch seinen Schwiegervater Kaiser Karl IV., mit Tirol belehnt. Doch schon im Mai des Jahres 1364 begannen die Kämpfe erneut. Bei der Belagerung des Salzburgischen [[Mühldorf am Inn]] setzte Stephan erstmals damals neuartige Feuergeschütze ein. 1365 starben seine Gegner Rudolf IV. und der Salzburger Erzbischof [[Ortolf von Weißeneck]], doch ihre Nachfolger setzten den Kampf fort. 1366 schloss Salzburg zwar einen Waffenstillstand mit Bayern, der zweimal verlängert wurde, aber das Bündnis mit Österreich wurde schon 1367 wieder erneuert. Im Spätsommer 1368 führte Stephan abermals einen erfolgreichen aber kostspieligen Feldzug ins [[Unterinntal]], eroberte [[Landeck (Tirol)|Landeck]], [[Burg Schlossberg (Seefeld in Tirol)|Burg Schlossberg]] sowie [[Matrei am Brenner|Matrei]] und überquerte den [[Brennerpass|Brenner]]. Stephans ältester Sohn [[Stephan III. (Bayern)|Stephan der Kneißel]] kämpfte derweil in Italien an der Seite seines Schwiegervaters Bernabò Visconti gegen die antimailändische Liga um Papst [[Urban V.]] und Karl IV.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stephan gab Tirol schließlich erst Ende September 1369 im [[Frieden von Schärding]] den [[Habsburger]]n gegen eine hohe Entschädigung von 116.000 Gulden preis. Die Gerichte [[Kufstein]], [[Kitzbühel]] und [[Rattenberg (Tirol)|Rattenberg]], die Ludwig V. einst anlässlich seiner Hochzeit mit [[Margarete von Tirol|Margarete]] an Tirol abgetreten hatte, fielen nun jedoch wieder an Bayern zurück und wurden von Stephan in Besitz genommen ([[Unterinntal]]). Auch das zuvor den Habsburgern verpfändete Schärding selbst kam durch den Vertrag wieder an Bayern und fiel an Stephans Bruder Albrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampf um die Mark Brandenburg ===&lt;br /&gt;
Der Streit mit seinem Halbbruder Ludwig VI. um das bayerische Erbe Meinhards, das Stephan 1363 entgegen dem Landsberger Vertrag an sich gerissen hatte, führte schließlich auch zum Verlust der [[Mark Brandenburg]] für die Wittelsbacher, da Ludwig VI. daraufhin seine bayerischen Brüder Stephan und Albrecht enterbte und eine Erbverbrüderung mit Kaiser Karl IV. schloss. Weiter entstand sogar ein Bündnis der Brandenburger Wittelsbacher mit Habsburg im Kampf um Tirol. Zwar blieb nach Ludwigs Tod der jüngste Bruder [[Otto V. (Bayern)|Otto]] noch Kurfürst, doch ab 1371 wollte Karl IV. nicht mehr abwarten, die Mark Brandenburg in Besitz zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto setzte sich jedoch gegen Karl zur Wehr, da er sich nicht damit abfand zu Lebzeiten &amp;quot;enterbt&amp;quot; zu werden. Mit Stephan hatte Otto sich bereits auf dem Nürnberger Reichstag im September 1370 versöhnt und zusammen mit seinem Bruder ging er nun gegen Karl vor und ließ Stephans zweiten Sohn [[Friedrich (Bayern)|Friedrich]] im April 1371 durch die neumärkischen Stände huldigen und veröffentlichte im Juni eine Klageschrift gegen den Kaiser. Danach kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen, bei denen Karl mit Magdeburg, Pommern, Mecklenburg und Sachsen-Wittenberg verbündet war, während die Wittelsbacher auf die Hilfe der [[Haus Wettin|Wettiner]] in Meißen und nach vorübergehender Aussöhnung auf [[Pilgrim II. von Puchheim|Pilgrim von Salzburg]] zählen konnten. Auch das bestehende Bündnis Stephans mit [[Ludwig I. (Ungarn)|Ludwig]] von Ungarn aus den Tiroler Jahren unterstützte die Position der Wittelsbacher, zumal Ludwig seit 1370 auch die polnische Krone trug. Im Oktober 1371 wurde in Pirna ein Waffenstillstand geschlossen, der bis Pfingsten 1373 dauerte.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Winkelmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Mark Brandenburg des 14. Jahrhunderts,&amp;#039;&amp;#039; 2011, ISBN 978-3-86732-112-9, S.&amp;amp;nbsp;81.&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach wurden die Feindseligkeiten wieder aufgenommen, wobei auch der Dom von [[Lebus]] durch Karls Truppen zerstört wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1372 gelang es Karl jedoch die Verlobung seines Sohnes [[Sigismund (HRR)|Sigismund]] mit der Erbin König Ludwigs von Ungarn zu arrangieren. Erst nachdem Ludwig von Ungarn nun die Seiten wechselte, ging mit dem im August 1373 im [[Vertrag von Fürstenwalde]] besiegelten Verkauf der Kurmark für 500.000 Gulden an Karl IV. die [[Mark Brandenburg]] schließlich auch de jure an die Luxemburger über. Stephan erkannte den aus Brandenburg heimgekehrten Bruder [[Otto V. (Bayern)|Otto V.]] als Mitregenten in Bayern an. Otto war in Besitz der Kurwürde bis an sein Lebensende und war mit [[Nordgau (Bayern)|nordgauischen]] Besitzungen durch Karl IV. entschädigt worden, diese brachte er nun in die gemeinsame Regierung mit ein. Karl musste dadurch sein [[Neuböhmen|Projekt, Böhmen nach Westen auszudehnen]], aufgeben. Ein Teil der Gebiete, die Stephans pfälzischer Vetter [[Ruprecht I. (Pfalz)|Ruprecht]] einst an Böhmen gegeben hatte, fiel so an die Wittelsbacher zurück. Auch die umstrittene [[Burgruine Donaustauf|Burg Donaustauf]] fiel nun wieder an die Wittelsbacher. Stephan selbst erhielt für seinen Verzicht auf Brandenburg unter anderem Donauwörth, Nördlingen und Dinkelsbühl verpfändet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Niederbayern-Landshut und Oberbayern.png|mini|Stephans Herrschaftsgebiet bei seinem Tod 1375]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätere Regierungsjahre ===&lt;br /&gt;
Bayern hatte für die Abtretung Tirols (1369) und Brandenburgs (1373) die enorme Summe von ungefähr einer halben Million Gulden in bar und in Schuldverschreibungen erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Zander, Florian. Leben und politisches Wirken des Herzogs Stefan III., Seminararbeit, 2000&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit den hohen Entschädigungssummen gelangen den Wittelsbachern später weitere Erwerbungen zur Abrundung ihres Territoriums in Bayern. Durch die Privilegien, die Stephan zur Deckung seines kriegsbedingten Finanzbedarfs den ober- und niederbayerischen [[Landstände]]n verlieh, stärkte er aber auch deren Einfluss und Selbstbewusstsein. 1368 regelte Stephan das für Bayern bedeutsame [[Salzwesen]] in [[Bad Reichenhall|Reichenhall]]. Zur Sicherung auf den Straßen und im Land erließ Stefan II. 1374 den &amp;#039;&amp;#039;Großen [[Brandbrief]]&amp;#039;&amp;#039; und verpflichtete darauf Ritter und Städte, die er mehrmals befehdete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Söhne [[Stephan III. (Bayern)|Stephan III.]] und [[Friedrich (Bayern)|Friedrich]] sowie sein Enkel [[Ernst (Bayern)|Ernst]] vermählten sich mit Töchtern des Mailänder Stadtherrn Bernabò Visconti, mit dem sich Stephan bereits im Streit um Tirol verbündet hatte. Im Zuge der späteren Aussöhnung zwischen dem [[Haus Luxemburg]] und den Wittelsbachern ernannte Karl IV. die beiden älteren Söhne Stephans, Stephan III. und Friedrich, 1374 zu Reichslandvögten in [[Oberschwaben]] und im Elsass, das Reichsamt das ihr Vater in seiner Jugend selbst innegehabt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stephan starb Mitte Mai 1375 und wurde [[Johannes Aventinus]] zufolge in der [[Marienkapelle (München)|Frauenkirche]] in [[München]] beigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Aventin, &amp;#039;&amp;#039;Bayerische Chronik&amp;#039;&amp;#039; 514. Diskussion zu Sterbedatum und Grablege bei {{Literatur|Autor = Helga Czerny|Titel = Der Tod der bayerischen Herzöge im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit 1347–1579. Vorbereitungen – Sterben – Trauerfeierlichkeiten – Grablegen – Memoria|Verlag = C. H. Beck|Ort = München|Datum = 2005|ISBN = 3-406-10742-7|Seiten = 94–95|Reihe = Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte|BandReihe = 146|Kommentar = zugleich Dissertation, Universität München 2004}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seinem Tod regierten seine Söhne Stephan, Friedrich und [[Johann II. (Bayern)|Johann]] zunächst gemeinsam mit Otto, [[Bayerische Landesteilung von 1392|teilten jedoch später]] das Herrschaftsgebiet ihres Vaters in die Linien [[Bayern-München]], [[Bayern-Landshut]] und [[Bayern-Ingolstadt]]. Ihre späteren Versuche, Tirol für die Wittelsbacher zurückzugewinnen, scheiterten. Der Besitz der Bergwerke in den Herrschaften um Kitzbühel sollte jedoch im 15. Jahrhundert erheblich zum Reichtum der Landshuter Herzöge beitragen. Nachdem die Linie [[Bayern-Straubing]] seines Bruders Albrecht 1425 im Mannesstamm ausstarb, bestand die bayerische Linie der Wittelsbacher nur noch aus den Nachfahren Stephans, die das Herzogtum Straubing nach längerem Streit unter sich aufteilten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehen und Nachkommen ==&lt;br /&gt;
Herzog Stephan II. heiratete am 27. Juni 1328 in [[München]] [[Elisabeth von Sizilien (1310–1349)|Elisabeth von Sizilien]] (um 1310–1349), eine Tochter [[Friedrich II. (Sizilien)|König Friedrichs II. von Sizilien]]. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor:&lt;br /&gt;
* [[Stephan III. (Bayern)|Stephan III.]] (1337–1413, Linie [[Bayern-Ingolstadt]])&lt;br /&gt;
*# ⚭ 1367 [[Taddea Visconti]] (1350–1381), Tochter [[Bernabò Visconti]]s&lt;br /&gt;
*# ⚭ 1401 in Köln [[Elisabeth von Kleve]], Witwe von Reinold von Valkenburg&lt;br /&gt;
* Agnes (* 1338) ⚭ 1356 König [[Jakob I. (Zypern)|Jakob I.]] von Zypern, Jerusalem und Armenien (1334–1398)&lt;br /&gt;
* [[Friedrich (Bayern)|Friedrich]] (1339–1393, Linie [[Bayern-Landshut]])&lt;br /&gt;
*# ⚭ 1360 in Reichenhall Gräfin Anna von Neuffen (1327–1380)&lt;br /&gt;
*# ⚭ 1381 in Landshut Maddalena Visconti (1366–1404), Tochter Bernabò Viscontis&lt;br /&gt;
* [[Johann II. (Bayern)|Johann II.]] (1341–1397, Linie [[Bayern-München]])&lt;br /&gt;
*# ⚭ 1372 in Treviso Prinzessin Katharina von Görz und Tirol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zweiter Ehe heiratete er am 14. Februar 1359 in [[Landshut]] die Burggräfin Margarete (1333–1377), Tochter des Burggrafen [[Johann II. (Nürnberg)|Johann II. von Nürnberg]]. Die Ehe blieb kinderlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|36|64|68|Stephan II., Herzog von Baiern|[[Sigmund Ritter von Riezler]]|ADB:Stephan II.}}&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Volkert]]: &amp;#039;&amp;#039;Kanzlei und Rat in Bayern unter Herzog Stephan II. 1331–1375.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Universität München 1952.&lt;br /&gt;
* {{NDB|25|256|257|Stephan II.|Gerhard Schwertl|13687570X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|13687570X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER=[[Ludwig IV. (HRR)|Ludwig IV. der Bayer]]|NACHFOLGER=[[Johann II. (Bayern)|Johann II.]], [[Stephan III. (Bayern)|Stephan III.]] und [[Friedrich (Bayern)|Friedrich]]|AMT=[[Liste der Herrscher Bayerns|Herzog von Bayern]]|ZEIT=1347–1375}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=13687570X|VIAF=81148218}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stephan 02 #Bayern}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herzog (Oberbayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herzog (Bayern-Landshut)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wittelsbacher (Linie Oberbayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1319]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1375]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stephan II.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stephan mit der Hafte&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Herzog von Bayern&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1319&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Mai 1375 oder 19. Mai 1375&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Landshut]] oder [[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gogafax</name></author>
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