<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Stephan_Brassloff</id>
	<title>Stephan Brassloff - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Stephan_Brassloff"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stephan_Brassloff&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T11:54:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stephan_Brassloff&amp;diff=2130035&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Leben */ typografische Anführungszeichen, fehlendes Wort ergänzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stephan_Brassloff&amp;diff=2130035&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2022-10-10T18:10:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; typografische Anführungszeichen, fehlendes Wort ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stephan Brassloff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Juni]] [[1875]] in [[Wien]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[25. Februar]] [[1943]] im [[Ghetto Theresienstadt]]) war ein österreichischer [[Rechtshistoriker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Stephan Brassloff besuchte ab 1885 das Deutsche Staatsobergymnasium zu Prag und ab 1891 das Obergymnasium zu Wien-[[Döbling]]. Nach der 1893 bestandenen [[Matura]] studierte er [[Rechtswissenschaft]], [[Klassische Philologie]], [[Alte Geschichte]] und [[Archäologie]] an der [[Universität Wien]], wo ihn besonders [[Ludwig Mitteis]] prägte. Nach einem Semester an der [[Universität Leipzig]] (1897/1898) wurde er in Wien zum [[Doktor der Rechtswissenschaften|Dr. jur.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. 1903 [[Habilitation|habilitierte]] er sich für Rechtsgeschichte des Altertums. Ab 1906 arbeitete er als Lehrer an der [[Handelsakademie]] und als Strafverteidiger am Oberlandesgericht Wien. Er war außerdem seit 1906 Mitglied der rechtshistorischen und seit 1914 der judiziellen Staatsprüfungskommission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 wurde Brasslof zum außerordentlichen Professor für [[Römisches Recht]] an der Universität Wien ernannt. Er hielt seitdem regelmäßig Vorlesungen und Übungen ab, wobei er auch seinen Forschungsschwerpunkt, die [[Epigraphik]], einfließen ließ. Seit seiner Ernennung beschäftigte sich Brassloff auch mit geltendrechtlichen Themen. Er brachte zahlreiche Reformvorschläge auf dem Gebiet des [[Privatrecht]]s und des [[Prozessrecht]]s ein, wobei er sich besonders für die [[Gleichberechtigung]] der Frauen einsetzte. Sein soziales Engagement zeigt sich auch an seiner zwanzigjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit als Rechtsberater in der Rechtsfürsorgestelle der Gemeinde Wien für Bedürftige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seines liberalen Engagements und seiner jüdischen Herkunft bekam er bereits in den 1920er Jahren Probleme: Eine studentische Hetzkampagne gegen ihn mündete in ein Disziplinarverfahren und endete 1925 mit einer Rüge Brassloffs. Zum Ordinarius wurde Brassloff nie berufen. Nach dem „[[Anschluss Österreichs]]“ an das [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]] und einem „Gutachten“ von [[Wenzeslaus von Gleispach]] wurde Brassloff von Staatssekretär [[Otto Wächter]], der bei ihm studiert hatte&amp;lt;ref&amp;gt;[[Philippe Sands]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Rattenlinie – ein Nazi auf der Flucht. Lügen, Liebe und die Suche nach der Wahrheit&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzung Thomas Bertram. Frankfurt am Main : S. Fischer, 2020, ISBN 978-3-10-397443-0, S. 108&amp;lt;/ref&amp;gt; zwangsweise in den Ruhestand versetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Oliver Rathkolb]]: Die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät der Universität Wien zwischen Antisemitismus, Deutschnationalismus und Nationalsozialismus. 1938, davor und danach. In: Gernot Heiss/[[Siegfried Mattl]]/Sebastian Meissel/[[Edith Saurer]]/[[Karl Stuhlpfarrer]] (Hg.), Willfährige Wissenschaft. Die Universität Wien 1938-&lt;br /&gt;
1945, S. 197–232, hier S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Jude wurde ihm 1939 seine Pension gestrichen. Während seinem Sohn Friedrich Lothar (1907–1985) die Emigration nach Großbritannien gelang&amp;lt;ref&amp;gt; Friedrich Lothar Brassloff in Geni (abgerufen am 5. September 2021): &amp;quot;Emigration 1938 in die Schweiz und 1939 nach England. Er war Rechtsberater beim [[Jüdischer Weltkongress|Jüdischen Weltkongress]] und regelmäßiger Mitarbeiter mehrerer deutsch-jüdischer Zeitschriften. Starb in Zürich.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;, wurden Stephan Brassloff und seine Frau Ottilie 1942 ins Ghetto Theresienstadt [[Deportation|deportiert]]. Seine Frau starb dort bereits am 21. September 1942, Brassloff selbst am 25. Februar 1943.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Kenntniss des Volksrechtes in den romanisirten Ostprovinzen des römischen Kaiserreiches&amp;#039;&amp;#039;. Weimar 1902&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leitfaden der österreichischen Verfassungskunde für die Abiturientenkurse der österreichischen Handelsakademien&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1909. 2., verbesserte Auflage, Wien/Leipzig 1914&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Sklaverei im mosaisch-talmudischen Recht&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1921&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Wandlungen in den Grundsätzen des österreichischen Wohnungsmietrechtes&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1925&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Studien zur römischen Rechtsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Teil 1 (mehr nicht erschienen), Wien 1925&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Epigraphische Analekten&amp;#039;&amp;#039;. Teil 1 (mehr nicht erschienen), Wien 1926&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Possessio in den Schriften der römischen Juristen. Ein Beitrag zur Kenntnis der römischen Rechtssprache&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1928&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Rechtssicherheit. Eine Studie auf dem Gebiete der allgemeinen Rechtslehre&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1928&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der römische Staat und seine internationalen Beziehungen&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1928&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Rechtsfrage im preussischen Mischehenstreit&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1929&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reformen im Unterhaltsrecht und im Vormundschaftsrecht&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1929&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grenzen einer Reform des zivilprozessualen Armenrechts&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1931&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sozialpolitische Motive in der römischen Rechtsentwicklung&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1933&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Staat und Gesellschaft in der römischen Kaiserzeit (Zeit des Prinzipates)&amp;#039;&amp;#039;. Wien/Leipzig 1933&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reformen und Reformvorschläge auf dem Gebiete des Privatrechts und Zivilprozeßrechts&amp;#039;&amp;#039;. Wien/Leipzig 1936&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Siegmund Grünberg als juristischer Schriftsteller&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Susanne Blumesberger, Michael Doppelhofer, Gabriele Mauthe: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft 18. bis 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;A–I.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von der Österreichischen Nationalbibliothek. Saur, München 2002, ISBN 3-598-11545-8, S. 156.&lt;br /&gt;
* Kurt Mühlberger: &amp;#039;&amp;#039;Dokumentation: Vertriebene Intelligenz 1938. Der Verlust geistiger und menschlicher Potenz an der Universität Wien von 1938 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;. Zweite verbesserte und vermehrte Auflage, Wien 1993. S. 12 (mit Bild)&lt;br /&gt;
* {{ÖBL2|Stephan|Brassloff|1875|1943|[[Thomas Olechowski]]}}&lt;br /&gt;
* Mary Steinhauser (1938–2017): &amp;#039;&amp;#039;Totenbuch Theresienstadt. Damit sie nicht vergessen werden&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1987, ISBN 3-900370-91-5. S. 162.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116409223|TYP=Literatur von}}&lt;br /&gt;
* [https://roemr.univie.ac.at/fileadmin/user_upload/i_roemisches_recht/Publikationen/Roemisches_Recht_und_Erinnerungskultur.pdf „Römisches Recht und Erinnerungskultur. Zum Gedenken an Stephan Brassloff (1875–1943)“] – Vortrag von Franz-Stefan Meissel am 9. Oktober 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116409223|VIAF=5292504}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Brassloff, Stephan}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtshistoriker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Brassloff, Stephan&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Rechtshistoriker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Juni 1875&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Februar 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>