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	<title>Stephan Bodecker - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-21T13:21:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stephan_Bodecker&amp;diff=539735&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nilaxus: Zwei alte Bilder durch neue mit besserer Qualität ersetzt. Die vorherigen sind jederzeit in der Cat abrufbar.</title>
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		<updated>2026-02-22T22:05:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zwei alte Bilder durch neue mit besserer Qualität ersetzt. Die vorherigen sind jederzeit in der Cat abrufbar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Grabplatte Stephan Bodecker 28.12.2025 06.jpg|mini|Darstellung des Bischofs Stephan auf seiner Grabplatte im Dom zu Brandenburg.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabplatte Stephan Bodecker 28.12.2025 01.jpg|mini|Vollständige Grabplatte aus dem Todesjahr (1459) des Bischofs.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stephan Bodecker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Prämonstratenser|O. Praem.]] (* [[15. November]] [[1384]] in [[Rathenow]]; † [[15. Februar]] [[1459]] in [[Dom (Brandenburg an der Havel)]]) war ein deutscher Geistlicher der [[Lateinische Kirche|Lateinischen Kirche]] und einer der ersten deutschen [[Hebraistik|Hebraisten]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dietrich Kurze |Titel=Berlin-Brandenburgische Kirchengeschichte im Mittelalter. Neun ausgewählte Beiträge |Hrsg=Marie-Luise Heckmann, Susanne Jenks und Stuart Jenks |Sammelwerk=Bibliothek der Brandenburgischen und Preußischen Geschichte |Band=9 |Auflage=1 |Verlag=BWV Berliner Wissenschafts-Verlag |Ort=Berlin |Datum=2002 |ISBN=978-3-8305-0343-9 |Seiten=104-106}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1421 bis 1459 war er als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stephan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Bischof]] des [[Bistum Brandenburg|Bistums Brandenburg]] und damit [[Fürstbischof]] des [[Hochstift Brandenburg|Hochstifts Brandenburg]].&amp;lt;ref name = &amp;quot;dudzb&amp;quot;&amp;gt;Joachim Fait: &amp;#039;&amp;#039;Dom und Domschatz zu Brandenburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Das christliche Denkmal&amp;#039;&amp;#039;, Heft 20/20A, Hrsg. Fritz Löffler, Union Verlag (VOB), 1. Auflage Berlin 1975, S. 52&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Stephan Bodecker wurde als Sohn eines [[Küfer|Fassbinders]] in [[Rathenow]] geboren. [[Samuel Buchholtz]] stellt 1767 in seinem &amp;#039;&amp;#039;Versuch einer Geschichte der Churmark…&amp;#039;&amp;#039; die Behauptung auf, dass der Familiennamen Bodeckers „wohl nicht von der Profeßion seines Vaters hergerühret, sondern ein Geschlechtsname gewesen“.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Bhltz&amp;quot;&amp;gt;Samuel Buchholtz: &amp;#039;&amp;#039;Versuch einer Geschichte der Churmark Brandenburg von der ersten Erscheinung der deutschen Sennonen an bis auf jetzige Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Dritter Teil: neue Geschichte, Friedrich Wilhelm Birnstiel, Berlin 1767, S. 159.&amp;lt;/ref&amp;gt; Buchholtz legt seinem Gedanken die Vermutung zugrunde, dass der zeitgleich amtierende Bischof von [[Schwerin]], [[Nicolaus Böddeker|Niclas Bodecker]] (reg. 1444–1457) ein Verwandter Bischof Stephans gewesen sei. Der junge Bodecker schrieb sich an den Universitäten von [[Universität Erfurt|Erfurt]], [[Universität Leipzig|Leipzig]] und [[Karls-Universität Prag|Prag]] ein. Er studierte die [[Sieben freie Künste|Freien Künste]], [[Philosophie]] und [[Rechtswissenschaft]]. Schon bald erwarb sich Bodecker den Ruf großer Gelehrsamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1415 wurde er nach Brandenburg berufen, wo er sechs Jahre später das Amt des Bischofs übernahm. 1422 in [[St. Peter und Paul (Brandenburg an der Havel)|Dom zu Brandenburg]] zum [[Bischofsweihe|Bischof geweiht]], rückte er damit trotz seiner [[Adel|nichtadligen]] Geburt als Fürstbischof in den Stand eines [[Reichsfürst]]en auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bischof Stephan Bodecker folgte in seinem Gedankengut nur sehr verhalten dem [[Antisemitismus|antisemitischen]] Tenor seiner Zeit. Zwangsbekehrungen und Gewalt gegen Juden lehnte er entschieden ab. Er gilt als der erste fundierte christliche Kenner der hebräischen Sprache und des jüdischen Brauchtums Brandenburgs. So wandte er sich mit folgenden Worten gegen die Verfolgung der Juden durch die Obrigkeit und ihre Ausbeutung als „Subjekte der Finanzwirtschaft“: „Schlecht handeln die Fürsten, die die Juden aus Habgier, ohne Verhör, ohne jede gerechte Ursache ihrer Güter berauben, sie erwürgen oder ins Gefängnis werfen, und selbst wenn die entrissenen Güter durch Wucher erworben waren, sind die Fürsten zum vollen Ersatz verpflichtet“.&amp;lt;ref name =&amp;quot;OT&amp;quot;&amp;gt;Otto Tschirch: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Chur- und Hauptstadt Brandenburg an der Havel&amp;#039;&amp;#039;. Zwei Bände, Buch- und Kunstdruckerei J. Wiesike, Brandenburg an der Havel 1928, Bd. I, S. 148.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Bischof von Brandenburg kümmerte er sich um das verwahrloste Bistum, das er von seinen Vorgängern übernommen hatte und sanierte es. Eines seiner größten Verdienste besteht in seinen Anstrengungen, die Ausbildung der Kinder zu befördern, die im ausgehenden Mittelalter keinesfalls eine Selbstverständlichkeit war. An der Gründung der [[Universität Greifswald]] im Jahre 1456 wirkte Bischof Stephan im Auftrag des [[Heiliger Stuhl|Heiligen Stuhls]], indem er an der Erteilung der päpstlichen Legitimation (des sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Privilegs&amp;#039;&amp;#039;) beteiligt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bodecker gehörte dem Orden der [[Prämonstratenser]] an, wie auch das Brandenburger [[Domkapitel]] aus einem Stift regulierter Prämonstratenser-Chorherren bestand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sub&amp;quot;&amp;gt;Stahl und Brennabor - Die Stadt Brandenburg im 19. und 20. Jahrhundert, Autorenkollektiv, Bibliothek der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte Band 3, Verlag für Berlin-Brandenburg, 1. Aufl. 1998, ISBN 3-932981-22-7, S. 634&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bodecker war ein enger Vertrauter und Rat der Brandenburger [[Kurfürst]]en [[Friedrich I. (Brandenburg)|Friedrich I.]] und [[Friedrich II. (Brandenburg)|Friedrich II.]] Da Brandenburg für die Hohenzollern ein Schlüsselbistum war, hatte Bodecker maßgeblichen Anteil an der historischen Entwicklung der Mark, die zu seiner Zeit noch immer ein instabiles politisches und wirtschaftliches Gebilde war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Grabplatte]] Bodeckers findet sich in der nordöstlichen Ecke des Südchores des Domes St. Peter und Paul zu [[Brandenburg an der Havel]], seiner Bischofskirche. Der Bischof ist auf dieser Platte lebensecht und porträthaft authentisch im Lebensalter von 30 Jahren dargestellt. Er trägt [[Kasel (liturgische Kleidung)|Kasel]] und [[Mitra]]. Als Zeichen seiner Gelehrsamkeit steht er neben einem mit Büchern und [[Foliant]]en bestückten Schreib- und Lesepult.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zählungsdivergenz ==&lt;br /&gt;
Die Auflistung der Brandenburger Bischöfe auf der Bischofsresidenz Burg Ziesar führt Stephan Bodecker als 36. und seinen Nachfolger Dietrich von Stechow als 37. Bischof, weil Exil-Bischof [[Ezilo]] (1018–1022) (Nr. 5 in der [[Liste der Bischöfe von Brandenburg]]) aus einem unbekannten Grunde unbestätigt blieb. Dabei bezieht sich Ziesar auf die [[Germania Sacra]]. Darüber hinaus argumentiert die bischöfliche Residenz mit der Zählungsangabe auf dem sich auf der Burg Ziesar befindlichen Epitaph des Nachfolgers Bischof Stephans, [[Dietrich von Stechow|Dietrich IV.]] (1459–1472), der bereits in der Zeit seines Episkopats als 37. Brandenburger Bischof benannt wurde. Dennoch wird das Episkopat Ezilos mit einer Dauer von vier Jahren angegeben, so dass es ungerechtfertigt erscheint, Ezilo aus der Zählung auszuschließen. Kinder und Porada schließen sich in ihrer landesgeschichtlichen Bestandsaufnahme der Zählung Bodeckers als 37. Bischof Brandenburgs an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BRBundUmg.&amp;quot;&amp;gt;Brandenburg an der Havel und Umgebung - Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Brandenburg an der Havel, Pritzerbe, Reckahn und Wusterwitz, Hrsg. Sebastian Kinder und Haik Thomas Porada im Auftrag des Leibniz-Instituts für Länderkunde und der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Band 69, Böhlau Verlag Köln und Weimar 2006, ISBN 978-3-412-09103-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verhältnis zum Judentum ==&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Baseler Konzilsbeschlusses aus dem Jahr 1434 zur Judenbekehrung und Judenpredigt eignete sich Bodecker die [[hebräische Sprache]] an und wurde zu einem der ersten deutschen Hebraisten. Tötung von Juden im Rahmen der Zwangsbekehrung lehnte der Bischof ab. Zwar war Bodecker christlich-theologisch motivierter [[Antijudaismus|Antijudaist]], und an der Missionierung der Juden interessiert, doch war sein Umgang mit diesen durch das ernsthafte Interesse an einem Gespräch geprägt. Es ist keine Taufe aufgrund der Missionierung durch den Bischof bekannt. Besonders im Vergleich zu anderen Episkopaten der Zeit war Bodeckers Umgang mit den Berliner Juden bemerkenswert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gerda Arndt: &amp;#039;&amp;#039;Stephan Bodecker – Dompropst&amp;#039;&amp;#039;. In: Marcus Alert; Wolfgang Kusior (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;45 namhafte Brandenburger.&amp;#039;&amp;#039; Neddermeyer, Berlin 2002, S. 11f., ISBN 3-933254-34-5&lt;br /&gt;
* [[Peter Aufgebauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Schutz und Verfolgung. Zur Judenpolitik der Brandenburger Bischöfe im 15. und frühen 16. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In: Roderich Schmidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutsche Bistümer im Spätmittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Nordostdeutsches Kulturwerk, Lüneburg 1988, S. 94–114.&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|350|350|Bodeker (Bodecker), Stephan|Otto Groß|119075709}}&lt;br /&gt;
* Erika Guthjahr: &amp;quot;Ein Rathenower im Bischofsamt, Vor 600 Jahren: Bischof Bodecker warb für Toleranz und forderte Bildung für alle&amp;quot;, erschienen in BRAWO – Brandenburger Wochenblatt, 20. Februar 2002, S. 25&lt;br /&gt;
* {{ADB|36|71|71|Bodeker, Stephan|[[Rudolf Schwarze]]|ADB:Bodeker, Stephan}}&lt;br /&gt;
* Annette Wigger. &amp;#039;&amp;#039;Stephan Bodeker, O. Praem, Bischof von Brandenburg (1421-1459), Leben, Wirken und ausgewählte Werke.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt, Peter Lang 1992.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20110205043232/http://www.bautz.de/bbkl/s/stephan_b.shtml|autor=[[Uwe Czubatynski]]|artikel=Stephan Bodeker (auch: Bodecker)|band=46|spalten=207-210}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Catholic-hierarchy|Bischof|bbodec}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Johann von Waldow († 1423)|Johannes II.]]|AMT=[[Liste der Bischöfe von Brandenburg|Bischof von Brandenburg]]|NACHFOLGER=[[Dietrich von Stechow|Dietrich III.]]|ZEIT=1421–1459}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119075709|LCCN=n/93/69492|VIAF=30339016}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bodecker, Stephan}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof (Hochstift Brandenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof von Brandenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (15. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof (Prämonstratenser)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (HRR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mark Brandenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1384]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1459]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bodecker, Stephan&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bötticher, Stephan&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher römisch-katholischer Geistlicher, Reformbischof am Dom St. Peter und Paul zu Brandenburg an der Havel&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. November 1384&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rathenow]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Februar 1459&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Dom Brandenburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nilaxus</name></author>
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