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	<title>Stenka Rasin - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T16:37:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stenka_Rasin&amp;diff=33691&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BrunoBoehmler: /* Film */ dito</title>
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		<updated>2026-02-28T22:29:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Film: &lt;/span&gt; dito&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Arolsen Klebeband 02 511.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Wahre Abbildung STEPHAN RAZINS Haupt-Rebellens in Moskovien&amp;#039;&amp;#039;, um 1670]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kustodiev razin.jpg|mini|Stenka Rasin auf der [[Wolga]]. [[Boris Kustodijew]], 1918]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stenka Razin by Vasily Surikov 1906.jpg|mini|Stenka Rasin ([[Wassili Iwanowitsch Surikow|Surikow]])]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stepan „Stenka“ Timofejewitsch Rasin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (andere Schreibweise: Stenka Razin; {{ruS|Степан (Стенька) Тимофеевич Разин}}, wiss. [[Transliteration]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ru-Latn|Sten&amp;#039;ka Razin}}&amp;#039;&amp;#039;; * um [[1630]] in [[Simoweiskaja]] am [[Don (Asowsches Meer)|Don]]; † {{JULGREGDATUM|16|6|1671|Link=1}} in [[Moskau]]) war ein [[Ataman]] der [[Donkosaken]]. Er war Anführer des [[Rasin-Aufstand]]es gegen das [[Zarentum Russland|russische Zarenreich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Stenka Rasin entstammte einer wohlhabenden [[Kosaken]]familie. Er wurde 1661 erstmals als russischer Gesandter bei den [[Kalmücken]] und den [[Tataren]] erwähnt. Im selben Jahr pilgerte er zum [[Solowezki-Kloster]]. In den folgenden Jahren war er mit seiner Truppe [[Marodeur|plündernd]] bis ins [[Osmanisches Reich|Osmanische Reich]] unterwegs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plünderzüge ===&lt;br /&gt;
Rasins älterer Bruder Iwan führte eine selbständige Kosakeneinheit im [[Russisch-Polnischer Krieg 1654–1667|russisch-polnischen Krieg]]. 1665 verlangte er die Entlassung seiner Einheit. Als diese verweigert wurde, verließ er mit seinen Kosaken eigenmächtig das Heer. Sie wurden verfolgt und Iwan Rasin als [[Fahnenflucht|Deserteur]] [[Erhängen|gehenkt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stenka Rasin schwor Rache. Er wiegelte die [[Leibeigenschaft#Russland|Leibeigenen]] auf, deren Lage sich durch das 1649 von Zar [[Alexei I. (Russland)|Alexei I.]] erlassene [[Sobornoje Uloschenije|Gesetzbuch]] verschärft hatte. Geflohene Leibeigene schlossen sich seiner Räuberbande an, die sich in der Nähe von [[Wolgograd|Zarizyn]] festsetzte. Zunächst überfielen sie Kaufleute, die auf der [[Wolga]] von [[Nischni Nowgorod]] in den Süden zogen. Dabei wurden die reichen Kaufleute und die Anführer der [[Strelizen|Strelitzen]], die Handelsschiffe des Zaren bewachten, brutal ermordet, die Knechte jedoch übernahm Rasin ebenso wie die Schiffe. Bald verfügte er über eine Flotte aus über 30 Booten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rasin und seine Gefolgsleute waren damit zwischen 1667 und 1669 als [[Piraterie|Piraten]] am [[Kaspisches Meer|Kaspischen Meer]] aktiv. Er ließ [[Dagestan]] und die [[Iran|persische]] Küste verwüsten. 1668 richteten seine Männer ein Massaker unter den Einwohnern von [[Farahabad (Mazandaran)|Faraḥābād]] an, nachdem in [[Rascht|Rasht]] 400 seiner Gefolgsleute getötet worden waren. Im Frühjahr 1669 gelang es Rasin, eine Flotte, die [[Schah]] [[Safi II.|Sulaiman I.]] gegen die Kosaken ausgesandt hatte, vernichtend zu schlagen. Im Herbst kehrte er mit großer Beute an den Don zurück, darunter auch eine Tochter des Schahs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. August 1669 erschien Stenka Rasin plötzlich in Astrachan und erklärte, sich dem Befehl des Zaren zu unterwerfen und um Vergebung für seine Taten bitten zu wollen. Dann veranstaltete er ein Gastmahl, um den Abschied vom Piratenleben zu feiern. Seine Männer warfen ihm vor, er wäre weich geworden, seit er die persische Prinzessin entjungfert und zu seiner Geliebten gemacht hatte. Während einer Vergnügungsfahrt auf der Wolga packte Rasin die soeben von ihm beschlafene Prinzessin und warf sie unter dem Jubel seiner Mannen in den Fluss. „Nimm, Mütterchen Wolga“, rief er aus. „Viel Silber und Gold und Reichtum jeder Art hast du mir gegeben und Ehre und Ruhm mir zuteil werden lassen, ich aber habe dir noch nicht gedankt.“ Die Prinzessin starb in den Fluten, und Stenka Rasin wurde für seine Männlichkeit gefeiert. Dieses Ereignis wurde später in einem Volkslied&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=https://www.volksliederarchiv.de/in-den-wellen-hinter-inseln-stenka-rasin/ | title=In den Wellen hinter Inseln (Stenka Rasin) | publisher=volksliederarchiv.de | accessdate=2019-11-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; besungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Aufstand der Donkosaken ===&lt;br /&gt;
1670 begann er, die Wolga stromauf zu ziehen. Der kosakischen Kerntruppe seiner Schar schlossen sich schnell weitere Bauern, darunter auch [[Aljona Arsamasskaja]]s Truppe, [[Altorthodoxe]] sowie andere religiöse und ethnische Minderheiten an. Rasins Heer eroberte mehrere Städte, darunter [[Astrachan]] und [[Samara]], so dass die Aufständischen für kurze Zeit weite Teile Südrusslands kontrollierten. Auch in die Wirren um den Zarenthron griff der Kosakenführer ein, indem er einen angeblichen Sohn Zar [[Alexei I. (Russland)|Alexeis]] als rechtmäßigen Erben präsentierte. Nachdem jedoch ein reguläres [[Adelsaufgebot]] mobilisiert worden war und den Aufständischen mehrere Niederlagen beigebracht hatte, zerstreute sich Rasins Anhängerschaft schnell. Am {{JULGREGDATUM|24|4|1671}} nahmen ihn Kosaken aus seinem Gefolge gefangen, später wurde er durch [[Vierteilung]] [[Hinrichtung|hingerichtet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Rasin-Aufstand|Rasinsche Aufstand]] stand in der Reihe der zahlreichen Aufstandsbewegungen seiner Zeit, die maßgeblich durch die verschärfte Behandlung der Leibeigenen unter Zar [[Alexei I. (Russland)|Alexei]] und die darauf folgende Fluchtbewegung angeheizt worden waren. Bemerkenswert wurde er durch seine großen Anfangserfolge und durch die erstmalige Verbindung mit religiösen Abspaltungen von der orthodoxen Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstlerische Bearbeitungen ==&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Iwan Naschiwin: &amp;#039;&amp;#039;Stepan Rasin. Ein Bauernaufruhr in Russland im 17. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzer [[Wolfgang E. Groeger]]. 466 Seiten. Dr. Fritz Fikentscher Verlag, Leipzig 1927.&lt;br /&gt;
* [[Alexei Pawlowitsch Tschapygin]]: &amp;#039;&amp;#039;Stepan Rasin&amp;#039;&amp;#039;. (historischer Roman) Verlag Kultur und Fortschritt, Berlin (DDR) 1953.&lt;br /&gt;
* [[Wassili Makarowitsch Schukschin]]: &amp;#039;&amp;#039;Ich kam euch die Freiheit zu bringen.&amp;#039;&amp;#039; (Roman) Verlag Volk und Welt, Berlin (DDR) 1978 (= &amp;#039;&amp;#039;Rebell gegen den Zaren&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Verlags-Anstalt (März 1985), ISBN 3-421-01971-1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Stenka Rasin wird in mehreren russischen Liedern besungen, darunter insbesondere in dem bekannten Volkslied &amp;#039;&amp;#039;Stenka Rasin&amp;#039;&amp;#039;. In dem Lied wird besungen, dass Rasin an Bord des Schiffes die Prinzessin beschläft und seine Männer ihm vorwerfen, nicht mehr zu kämpfen. Er entwindet sich den Lenden der Prinzessin und wirft sie in den Fluss. Nicht ohne die Worte an den Fluss zu richten:&lt;br /&gt;
{{&amp;quot;|Wolga, Wolga, liebe Mutter,&lt;br /&gt;
Wolga, du russischer Strom,&lt;br /&gt;
du hast noch kein Geschenk gesehen&lt;br /&gt;
von einem Donkosaken!&lt;br /&gt;
Und damit keine Zwietracht herrsche&lt;br /&gt;
unter freien Menschen,&lt;br /&gt;
Wolga, Wolga, liebe Mutter,&lt;br /&gt;
wegen eines schönen Mädchens – nimm du es!}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=https://www.flashlyrics.com/lyrics/don-kosaken-chor/stenka-rasin-89 | title=Stenka Rasin Lyrics | publisher=flashlyrics.com | accessdate=2019-11-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einer moderneren romantisierten Variante behängt er ihren Leib mit Schmuck, bevor er sie in die Fluten wirft, was aber historisch nicht verbürgt ist, zumal er und seine Mannen den Schmuck brauchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Melodie des Liedes war Grundlage für zahlreiche [[Politisches Lied|politische Lieder]], wie etwa das [[Heuberg-Lied]] oder auch &amp;#039;&amp;#039;Wer die Arbeit hat erfunden (Lied der Pennbrüder)&amp;#039;&amp;#039;. Auch das Lied „The Carnival is over“ der [[The Seekers]] verwendet die Melodie, ebenso wie „Witzischkeit kennt keine Grenzen“ aus dem Film [[Kein Pardon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Zwanzigjähriger schrieb [[Alexander Konstantinowitsch Glasunow|Alexander Glasunow]] sein symphonisches Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Stenka Razin&amp;#039;&amp;#039; Op. 13. Auch [[Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch|Dmitri Schostakowitsch]] schrieb 1964 eine kantatenähnliche Tondichtung mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Die Hinrichtung des Stenka Rasin&amp;#039;&amp;#039; für Baritonsolo, Orchester und gemischten Chor. Die Geschichte Rasins behandelte auch [[Nikolai Jakowlewitsch Mjaskowski|Nikolai Mjaskowski]] in seiner [[8. Sinfonie (Mjaskowski)|achten Sinfonie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Film ===&lt;br /&gt;
Der 10-minütige Kurzfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Stenka Rasin (1908)|Stenka Rasin]]&amp;#039;&amp;#039; von 1908, Regie: [[Wladimir Romaschkow]], ist die erste fiktionale Produktion der russischen Filmgeschichte. Es werden einige Episoden aus Rasins Leben dargestellt. 1936 wurde der deutsche Film &amp;#039;&amp;#039;[[Stjenka Rasin (1936)|Stjenka Rasin]]&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht. [[Hans Adalbert Schlettow]] übernahm die Rolle von Rasin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Stepan Razin|Stenka Rasin}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118641883}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20070927212225/http://www.kaikracht.de/balalaika/songs/izza_bal.htm &amp;#039;&amp;#039;Stenka Rasin&amp;#039;&amp;#039; – Das Volkslied: russischer Text mit Übersetzung]&lt;br /&gt;
* [http://www.musicanet.org/robokopp/Lieder/stenkara.html &amp;#039;&amp;#039;Stenka Rasin&amp;#039;&amp;#039; – Das Volkslied: deutscher Text und Melodie]&lt;br /&gt;
* [http://www.bauernkriege.de/rasin.html Bauernaufstand im Don-, Ural- und Wolgagebiet unter Stepan Rasin 1667–1671]&lt;br /&gt;
* [http://www.migrationsmuseum.it/deu/3deutsche_in_russland/kosaken/1.70_kosaken_stepan_razin.html Der Donkosake Stenka Rasin]&lt;br /&gt;
* [https://www.volksliederarchiv.de/liedergeschichten/stenka-rasin/ Verschiedene Lieder auf die Melodie von &amp;#039;&amp;#039;Stenka Rasin&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118641883|LCCN=n/82/233827|VIAF=21042472}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rasin, Stenka}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Zarentum Russland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ataman]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kosak]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pirat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1630]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1671]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rasin, Stenka&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Разин, Стенька; Rasin, Stepan Timofejewitsch; Razin, Stenka&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=russischer Ataman der Donkosaken&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1630&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Simoweiskaja]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Juni 1671&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Moskau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BrunoBoehmler</name></author>
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