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	<title>Stelzenhaus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stelzenhaus&amp;diff=2620606&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Andreas Wolf 01: Kategorie ergänzt</title>
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		<updated>2025-11-06T09:09:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Industriebau in Leipzig, für Holzbauten auf Stelzen siehe unter [[Pfahlbau]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Stelzenhaus von Osten 01.jpg|mini|Stelzenhaus am Karl-Heine-Kanal, 2007]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stelzenhaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Industriedenkmal]] in [[Leipzig]] an einer Biegung des [[Karl-Heine-Kanal]]s. Das 1937 bis 1939 vom Architekten Hermann Böttcher für die Wellblechfabrik &amp;#039;&amp;#039;Grohmann &amp;amp; Frosch&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Staatsarchiv&amp;quot;&amp;gt;Staatsarchiv Leipzig: [http://www.archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?bestandid=20860#einleitung Bestand 20860 – &amp;#039;&amp;#039;Grohmann &amp;amp; Frosch, Eisenhochbau, Leipzig.&amp;#039;&amp;#039;] Abgerufen am 17. Mai 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Weißenfelser Straße 65 (heute Hausnummern 65a–h) im Stadtteil [[Plagwitz (Leipzig)|Plagwitz]] erbaute Gebäude zählt zu den bekanntesten Leipziger Industriebauten der 1930er Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grohmann Frosch 1939.jpg|mini|Grohmann &amp;amp; Frosch 1939]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 18. Dezember 1888 von Wilhelm Frosch und Rudolph Grohmann&amp;lt;ref name=&amp;quot;Staatsarchiv&amp;quot; /&amp;gt; gegründete Firma &amp;#039;&amp;#039;Grohmann &amp;amp; Frosch&amp;#039;&amp;#039; erbaute 1889 auf einem kleinen trichterförmigen Grundstück direkt am Karl-Heine-Kanal die ersten kleineren Produktionshallen für ein [[Wellblech]]walzwerk und eine [[Verzinken|Verzinkerei]]. Das Grundstück zwischen dem Karl-Heine-Kanal, der [[Leipzig-Plagwitz Industriebahnhof#Ausgewählte Anschlussbahnen|Ladestelle I]] und dem Fabrikgelände der [[Bodenbearbeitungsgerätewerk Leipzig|Landmaschinenfabrik Rudolph Sack]] hatte zwar einen privaten Gleisanschluss, jedoch keine Anbindung an die Straße. Um eine Zufahrt von der Weißenfelser Straße aus zu ermöglichen, erwarben Grohmann &amp;amp; Frosch zusätzlich noch das Restgrundstück an der Uferböschung des Kanals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 1914 war das Betriebsgelände zu fast zwei Dritteln bebaut. Zur Gewinnung weiteren Baulands entschloss man sich zum Zukauf der Uferböschung. Um den Raum optimal auszunutzen, wurde vor dem Zweiten Weltkrieg ein Baukörper auf Stützen („Stelzen“) errichtet; nach ihnen erhielt das Gebäude später seinen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 wurde das Stelzenhaus vom Nachfolger der Firma Rudolph Sack, dem VEB Bodenbearbeitungsgerätewerk, genutzt. Nach 1990 stand es leer. Nach umfassender Restaurierung konnte es am 15. Mai 2003 mit Ateliers, Wohnungen und Büroräumen wieder eröffnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Plagwitz. Eine historische und städtebauliche Studie.&amp;#039;&amp;#039; Pro Leipzig, Leipzig 2008, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stelzenhaus Weissenfelser Strasse.jpg|mini|Stelzenhaus, gesehen von der Weißenfelser Brücke aus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stelzenhaus Hof.jpg|mini|hochkant|Im Hof des Stelzenhauses]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Baugenehmigung nur unter Verzicht auf eine Böschungsmauer am Kanal und nur auf Widerruf erteilt wurde, musste der ursprüngliche Entwurf von Hermann Böttcher überarbeitet werden. Als wesentlichste Veränderung stellte er eine Plattform samt Baukörper in der Art eines [[Pfahlbau]]s auf über 100 massive im Raster angeordnete Betonstützen, die hoch über die ansteigende Böschung und zum Teil ins Wasser hinein ragen. Böttcher entwarf je eine ein- und eine zweigeschossige Lagerhalle. Zwischen beiden lag ein überdachter Gleiskopf. Außerdem sollte eine offene Plattform als Lagerfläche dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil das Reichsverkehrsministerium Ausbaupläne für den Karl-Heine-Kanal zugunsten einer Fahrwasserverbreiterung für die Schifffahrt offenhalten wollte, hatten Hafenamt, Stadtplanung und Baupolizei Bedenken gegen den Bau. Trotz der Einwände genehmigte der damalige Oberbürgermeister [[Rudolf Haake]] im September 1937 den Bau, da die Fabrik für die Rüstung produzierte. &amp;#039;&amp;#039;Grohmann &amp;amp; Frosch&amp;#039;&amp;#039; und deren nach 1920 entstandenes Tochterunternehmen &amp;#039;&amp;#039;Eisenhochbau Grohmann &amp;amp; Frosch&amp;#039;&amp;#039; in Lindenau stellten Rumpfbleche für den U-Boot- und Flugzeugbau sowie Hindernispfähle und Wellbleche für Unterstände und Baracken sowie Munitionskästen und Ähnliches her.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Hesse: &amp;#039;&amp;#039;1933–1945 Rüstungsindustrie in Leipzig. Teil 1.&amp;#039;&amp;#039; Im Selbstverlag, Leipzig 2001, S. 135&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Geschäftsführung begründete den Bau in einem Schreiben vom 22. April 1938 wie folgt: „Die […] Neubauten dienen dazu, die bereits vorliegenden Aufträge der Wehrmacht, bezw.&amp;lt;!-- Nicht ändern! Bei der Schreibweise „bezw.“ handelt es sich um ein wörtliches Zitat von 1938. --&amp;gt; die zu erwartenden [[Mobilmachung|Mob]]-Aufträge auszuführen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Leipzig, Archiv Amt für Bauordnung und Denkmalpflege: Weißenfelser Straße 65, Bd. IV, Bl. 28 r&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die markante Erscheinung des Stelzenhauses, die es heute so sehenswert macht, resultiert u.&amp;amp;nbsp;a. aus den Forderungen des [[Luftschutz]]es zur Erbauungszeit. Die enormen Querschnitte der Betonpfeiler von 1 × 1&amp;amp;nbsp;Meter rühren aus statischen Berechnungen, in die jeweils 1000&amp;amp;nbsp;Kilogramm „für evtl. Trümmerlasten“ eingingen. Außerdem wurden unter der Fußbodensohle fensterlose Luftschutzräume für 90&amp;amp;nbsp;Personen eingerichtet; sie sind bis heute gut zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;thema.M&amp;#039;&amp;#039;, Heft 10, ISBN 978-3-910034-05-1, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Raum zwischen den Betonpfeilern diente ebenfalls Luftschutzzwecken: „Durch die Ausführung des Plateau’s&amp;lt;!-- Nicht ändern! Bei der Schreibweise „Plateau’s“ handelt es sich um ein wörtliches Zitat von 1938. --&amp;gt; über der Kanalböschung wird auch eine Zufluchtsmöglichkeit für solche [[Volksgenosse]]n, welche nicht zu den [[Belegschaft|Gefolgschaftsmitgliedern]] gehören, geschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Leipzig, Archiv Amt für Bauordnung und Denkmalpflege: Weißenfelser Straße 65, Bd. IV, Bl. 29 r&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bau wurden Backstein und Beton in der Nachfolge der [[Moderne#Kunstgeschichte|Klassischen Moderne]] auf eine rein funktionale Weise eingesetzt. Die Kanalfassade wurde als Schauseite gestaltet, an ihr lassen sich die Funktionen der Gebäudeteile gut ablesen. Die [[Sturz (Architektur)|Betonstürze]] über den Fenstern sind in eisensparender Bauweise ausgeführt, so wie es die Durchführungsbestimmungen zum [[Vierjahresplan]] forderten. Die großen Fenster der Halle 1 sowie des Gleiskopfes ersetzten das fehlende [[Oberlicht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Restaurierung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stelzenhaus im Winter.jpg|mini|Das &amp;#039;&amp;#039;Stelzenhaus-Restaurant&amp;#039;&amp;#039; im Winter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit einem Aus- und Umbau des Stelzenhauses verbundene Restaurierung plante das Leipziger Architekturbüro &amp;#039;&amp;#039;Weis &amp;amp; [[Gunnar Volkmann|Volkmann]]&amp;#039;&amp;#039;. Sie wurde von 2001 bis 2003 realisiert. Bei der behutsamen und denkmalgerechten Instandsetzung wurde der originale Eindruck des Bauwerks gewahrt. Äußerlich blieb der bauliche Bestand erhalten, die Klinkerfassaden und alle Betonteile wurden gereinigt und ausgebessert, und die historische Dachkonstruktion wurde saniert. Die originale Fensteraufteilung wurde nach dem Einbau neuer Fenster beibehalten, nur die großen Fensterflächen zur Wasserseite hin wurden für mehr Lichteinfall um ein Drittel tiefer herabgezogen. Die ehemals offene Gleishalle wurde geschlossen. Bei der Innenraumgestaltung bezog man die alte Stahlkonstruktion sichtbar ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Architekten &amp;#039;&amp;#039;Weis &amp;amp; Volkmann&amp;#039;&amp;#039; haben im Gebäude ihr Büro eingerichtet. Daneben gibt es weitere Ateliers, in der ehemaligen Halle 1 entstanden vier Wohneinheiten. Unterhalb der Erdgeschosszone des Baukörpers wurde zwischen die Stelzen ein durchlaufender „gläserner Kasten“ gehängt, der Büroräume beherbergt. Er hebt den Eindruck eines schwebenden Gebäudes hervor. Ein ebensolcher „gläserner Kasten“ befindet sich unterhalb der nicht bebauten ehemaligen Lagerplattform. In seinem Inneren befinden sich ebenso Büroräume, aktuell genutzt durch die Firmen fairforce.one und CDM Smith.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auszeichnungen ===&lt;br /&gt;
* 2003: [[Architekturpreis der Stadt Leipzig]] (Lobende Erwähnung)&lt;br /&gt;
* 2004: Sächsischer Staatspreis für Baukunst&lt;br /&gt;
* 2004: [[Hieronymus-Lotter-Preis]] der [[Kulturstiftung Leipzig]]&lt;br /&gt;
* 2004: Deutscher Umbaupreis (Lobende Anerkennung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wellblechfabrik und Verzinkerei Grohmann &amp;amp; Frosch (Stelzenhaus) Weißenfelser Straße 65.&amp;#039;&amp;#039; In: Peter Leonhardt, [[Volker Rodekamp]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Totalitär, Leipzig 1933–1945. Städtebau und Architektur im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Anlässlich der Ausstellung vom 10. September bis 9. November 2008 (thema.M, Heft 10), Stadtgeschichtliches Museum, Leipzig 2008, ISBN 978-3-910034-05-1, S. 51.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Kil: &amp;#039;&amp;#039;Noch ein Leuchtturm. Das Stelzenhaus in Plagwitz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Blätter.&amp;#039;&amp;#039; Heft 42, Frühjahr 2003, S. 11, {{ISSN|0232-7244}}.&lt;br /&gt;
* Anna Dolezalova: &amp;#039;&amp;#039;Das Stelzenhaus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Leipziger Blätter]].&amp;#039;&amp;#039; Sonderheft &amp;#039;&amp;#039;Leipzig – den Wandel zeigen.&amp;#039;&amp;#039; Mai 2000, S. 46 f., {{ISSN|0232-7244}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;50 Jahre 1889–1939 Grohmann &amp;amp; Frosch und Eisenhochbau Grohmann &amp;amp; Frosch Leipzig.&amp;#039;&amp;#039; Festschrift, Leipzig 1939.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Stelzenhaus}}&lt;br /&gt;
* Hanna Hilger: [https://www.monumente-online.de/06/01/streiflicht/08_Leipzig.php &amp;#039;&amp;#039;Schwebende Halle der Moderne. Stelzenhaus in Leipzig.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Monumente]] Online&amp;#039;&amp;#039;, Januar 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=51.328855|EW=12.330853|type=landmark|region=DE-SN}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industriebauwerk in Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industriedenkmal in Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1930er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technisches Denkmal in Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk aus Beton]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Backsteinarchitektur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk der Moderne in Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umgenutztes Bauwerk in Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Plagwitz (Leipzig)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Andreas Wolf 01</name></author>
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