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	<title>Stele - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T20:00:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stele&amp;diff=57805&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-02-13T10:57:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt freistehende Pfeiler oder Säulen. Zum Leitgewebe von Pflanzen siehe [[Stele (Botanik)]]. Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Steele]] oder [[Stehle]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:stele2.jpg|mini|hochkant=0.9|Antike griechische Grabstele]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stele&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|στήλη|stélē}} = „Säule“, „Grabstein“) wird seit der [[Griechische Antike|griechischen Antike]] primär ein hoher, freistehender, [[monolith]]ischer [[Pfeiler]] bezeichnet. Stelen dienten oft als [[Grabmal]] oder auch als [[Inschrift]]en- oder [[Grenzstein]]; bei den [[Maya]] dienten sie meist der Herrscher[[apotheose]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Form ==&lt;br /&gt;
Die meisten klassischen Stelen sind zwischen einem und drei Meter hoch und bestehen aus einem rechteckigen Unterteil und einem gewölbten oder anderweitig verzierten Oberteil; beide Teile haben in der Regel rechtwinklige Kanten. Nur selten sind der untere Teil oder dessen Kanten gerundet. Bereits im ausgehenden Mittelalter und in der frühen Neuzeit entstanden neue Formen (vgl. [[Hilarri]]). Im 20. Jahrhundert entwickelte sich eine große Formenvielfalt; außerdem erweiterte sich der Begriff „Stele“ auch auf säulen- oder pfeilerähnliche Formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Jungsteinzeit ===&lt;br /&gt;
Ob den [[jungsteinzeit]]lichen [[Menhir]]en und Steinplatten (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Table des Marchand]]) bereits Stelencharakter zuzuschreiben ist, ist unklar, doch ist den um 1500 bis 2500 v. Chr. datierten [[Statuenmenhir]]en bereits eine deutliche Stelenform zu eigen. Natürlich geformte oder in Form gebrachte aufgerichtete Steine mit künstlichen [[Schalenstein|Schälchen]] sind in allen Regionen zahlreich zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Menhir von La Vernette, einer der Menhire von [[Corcelles-près-Concise]] (Schweiz).&amp;lt;/ref&amp;gt; Häufig haben sie neben den Schalen weitere Gravuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ägypten und Äthiopien ===&lt;br /&gt;
Ägyptische Stelen sind häufig viereckig und verjüngen sich leicht nach oben. Diese Form wird als [[Obelisk]] bezeichnet, wenn sie mit einer [[Pyramide (Bauwerk)|Pyramide]] abgeschlossen wird. Die wohl in die erste Hälfte des 1. Jahrtausends n.&amp;amp;nbsp;Chr. zu datierenden, bis zu 33&amp;amp;nbsp;m hohen und nicht beschrifteten Stelen von [[Obelisk von Aksum|Obelisken von Aksum]] (Äthiopien) gehören zu den eindrucksvollsten Exemplaren der Gattung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mesopotamien ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Victory stele of Naram Sin 9066.jpg|mini|Siegesstele des [[Naram-Sin (Akkad)|Naram-Sin]]&amp;lt;ref&amp;gt;D. Bänder: &amp;#039;&amp;#039;Die Siegesstele des Naramsīn und ihre Stellung in der Kunst- und Kulturgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Kunstgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 103). 2 Bände. Idstein 1995.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits um 2100 v. Chr. entstand die [[Ur-Nammu|Ur-Nammu-Gesetzesstele]]. Berühmter ist jedoch die aus dem 18. Jahrhundert v. Chr. stammende säulenförmige Gesetzesstele [[Hammurapi I. (Babylon)|Hammurapis I.]] aus [[Babylon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anatolien ===&lt;br /&gt;
In Anatolien entstanden ab der Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. im [[Hethiter|hethitischen]] Großreich und nach dessen Ende im 12. Jahrhundert v. Chr. weiter in den [[Neo-hethitische Staaten|späthethitischen]] Kleinstaaten zahlreiche Stelen. Sie zeigten Reliefs von Herrschern und Götter sowie auch Inschriften in [[Luwische Hieroglyphen|luwischen Hieroglyphen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Griechenland ===&lt;br /&gt;
[[Antike]] Stelen aus [[Antikes Griechenland|Griechenland]] sind oft mit [[Akanthus (Ornament)|Blätter]]- und Blumenverzierungen ([[Anthemion]]) versehen. Wenn sie ein Grabmal markieren, tragen sie auf der Vorderseite den Namen des/der Toten und häufig ein [[Relief]], auf dem auch die [[Familie]] oder Szenen aus dem Leben des Verstorbenen dargestellt sein können. Die größte Sammlung solcher Stelen befindet sich im [[Archäologisches Nationalmuseum (Athen)|Nationalmuseum Athen]]. Mit der Errichtung von Stelen wurden auch die Sieger [[Olympische Spiele der Antike|antiker Olympischer Spiele]] geehrt oder wurde an die Verfehlungen Gestorbener als abschreckendes Beispiel erinnert.&lt;br /&gt;
[[Datei:Stèle en pays basque.jpg|mini|Grabstele mit Sonnenornamenten &amp;#039;&amp;#039;([[Hilarri]])&amp;#039;&amp;#039;, [[Baskenland]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Indien ===&lt;br /&gt;
Anstelle der in Indien wegen der Praxis der Leichenverbrennungen nahezu unbekannten Stelen wählte man für Edikte und sonstige Bekanntmachungen die [[Säule]]nform (siehe [[Ashoka-Edikte]]; [[Heliodoros-Säule]], [[Eiserne Säule]]); viele Inschriften wurden auch in freistehende Felsblöcke oder in Tempelwände graviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rom ===&lt;br /&gt;
In makedonischer und [[Römisches Reich|römischer]] Zeit haben die Grabstelen ihre Form hin zum heute bekannten Grabstein verändert: Sie wurden niedriger und breiter und nach oben oft mit einem Giebel oder einer [[Palmette]] abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Mittelalter wurden Grabstelen meist durch Grabplatten oder -kreuze ersetzt; erst im 15. Jahrhundert setzte eine allmähliche Wiederbelebung der aufrecht stehenden Stele ein. Zahlreiche frühneuzeitliche Grabstelen &amp;#039;&amp;#039;([[hilarri]]s)&amp;#039;&amp;#039; sind im [[Baskenland]] erhalten. Andere – jedoch meist zerstörte – befinden sich in der [[Sayago (Zamora)|Comarca Sayago]] in der spanischen [[Provinz Zamora]] (z.&amp;amp;nbsp;B. im Ort [[Moral de Sayago]]). Kunstvoll verzierte Grabpfosten waren bis 1945 auch landestypisch für das [[Oberland (Ostpreußen)]].&amp;lt;ref&amp;gt;Oberland, Kulturzentrum Ostpreußen, Ellingen 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maya ===&lt;br /&gt;
Während aus den meisten Kulturzentren im Hochland von Mexiko keine Stelen bekannt sind, erlebten sie bei den Tiefland-[[Maya]] ihren Höhepunkt. Die Höhe der oft allseitig bearbeiteten [[Maya-Stele]]n variiert zumeist zwischen ca. 2 und 3&amp;amp;nbsp;m; wenige Exemplare erreichen über 5&amp;amp;nbsp;m, die mit ca. 10,60&amp;amp;nbsp;m höchste Stele befindet sich in [[Quiriguá]] ([[Guatemala]]). Die Breite der Stelen beträgt etwa 1 bis 2&amp;amp;nbsp;m; die Dicke liegt zumeist zwischen 30 und 50&amp;amp;nbsp;cm. Dargestellt sind neben [[Maya-Schrift|Datums- und Namensglyphen]] auch Herrscherpersönlichkeiten und [[Mesoamerikanisches Ballspiel|Ballspieler]] (seltener Götter). Auf den allerdings seltenen Stelen mit zwei oder mehr Personen werden auch Interaktionen zwischen den Beteiligten gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
* Südlich des inneren Osttors wurden beim Bau des [[Olympiastadion Berlin|Berliner Olympiastadions]] mit Namen und Relief versehene Stelen errichtet, die an die deutschen Goldmedaillengewinner und Sportarten bei Olympischen Winter- und Sommerspielen seit 1896 erinnern („Olympiastelen“). Die Errichtung weiterer Stelen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg auf Wunsch der Berliner Senatorin [[Ella Kay]] nördlich des inneren Osttors fortgesetzt. Die Goldmedaillengewinner der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] wurden nachträglich mit reinen Namensstelen geehrt, die (vorläufig) letzte Olympiastele wurde am 23. Juli 2010 eingeweiht (Salt Lake City 2002-Athen 2004) und von dem Berliner Bildhauer [[Paul Brandenburg (Bildhauer)|Paul Brandenburg]] gefertigt.&lt;br /&gt;
* Heute wird der Begriff der Stele auch für schmale, hohe Informationstafeln verwendet, die an [[Haltestelle|Bushaltestellen]], Bahnhöfen oder als Elemente von Leitsystemen in der [[Stadtmöbel|Stadtmöblierung]] zu finden sind.&lt;br /&gt;
* Auch in der zeitgenössischen Kunst werden Stelen als ästhetisches Ausdrucksmittel häufig verwandt. So hat der [[St. Wendel]]er Künstler [[Leo Kornbrust]] etliche Stelen für den [[Öffentlicher Raum|Öffentlichen Raum]] geschaffen, unter anderem eine etwa 10&amp;amp;nbsp;m hohe Granitsäule in der Brunnenanlage des UKV-Gebäudes in [[Saarbrücken]]. Das berühmteste Beispiel für die Verwendung der Stele in Deutschland dürfte das von [[Peter Eisenman]] entworfene [[Denkmal für die ermordeten Juden Europas]] sein, ein Feld aus 2711 Stelen aus [[Beton]].&lt;br /&gt;
* Im Rahmen eines europaweiten Projekts wurden seit dem Jahr 2000 über 30 oktogonale, jeweils 4,5&amp;amp;nbsp;t schwere [[Stauferstele]]n des Bildhauers [[Markus Wolf (Bildhauer)|Markus Wolf]] an Orten errichtet, die mit der Geschichte der [[Staufer]] im Zusammenhang stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stauferstelen.net/landkarten.htm Stauferstelen] auf stauferstelen.net.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
La Dame de Saint-Sernin.jpg|[[Statuenmenhir]] (Frankreich)&lt;br /&gt;
P1050763 Louvre code Hammurabi face rwk.JPG|Gesetzesstele [[Hammurapi I. (Babylon)|Hammurapis I.]] (Babylon)&lt;br /&gt;
Museum Afyonkarahisar 03.jpg|[[Stele von Kocaoğuz|Hethitische Stele]] (um 12. Jhd. v. Chr.)&lt;br /&gt;
Stela aksum.jpg|König Ezanas Stele in [[Aksum]] (Äthiopien)&lt;br /&gt;
Museo Carlos Pellicer 04.JPG|[[Maya]]-Stele (Mexiko)&lt;br /&gt;
ElBaul.jpg|Maya-Stele, [[El Baúl (Guatemala)]]&lt;br /&gt;
Calvörde, Grabmal Vibrans Stele AVR.JPG|Stele aus Sandstein, als Denkmal in [[Calvörde]] (Deutschland)&lt;br /&gt;
Oststelen Puchheim.JPG|Stelen in [[Puchheim]]-Bahnhof (Deutschland)&lt;br /&gt;
Visbek Gerbert-Castus-Kreisel.jpg|Stelen als [[Kreiselkunst]] in [[Visbek]] (Deutschland)&lt;br /&gt;
Justizzentrum GE sunny (7).jpg|Moderne Stele aus [[Rostfreier Stahl|rostfreiem Stahl]] ([[Kinetische Kunst|Mobile Plastik]] ohne Titel von [[Günter Tollmann]], 1973)&lt;br /&gt;
NOI Techpark Südtirol 4.jpg|Moderne Informationsstele in [[Bozen]]&lt;br /&gt;
Holocaust-Mahnmal Berlin 2006.jpg|Denkmal in Berlin mit 2711 Stelen für die im Zweiten Weltkrieg in Europa ermordeten rund 6 Millionen Juden&lt;br /&gt;
JRSLM 17022017 Pilots Mountain 04.jpg|Stelen mit den Namen gefallener Piloten der [[Israelische Luftstreitkräfte|IAF]] auf dem „Pilots’ Mountain“ in [[Israel]]&lt;br /&gt;
Wolf-stauferstele-cheb.jpg|Einweihung der [[Stauferstele]] in [[Cheb]] (2013)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Postament]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jutta Börker-Klähn: &amp;#039;&amp;#039;Altvorderasiatische Bildstelen und vergleichbare Felsreliefs&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Baghdader Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 4). 2 Bände. Mainz 1982, S. 134–136.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Steles|Stelen}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4183079-9}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ssdi.ch/NeolithicArt/Elemente.pdf Stelenarten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4183079-9|LCCN=sh85127907}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stele| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Säulenform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Dokument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtmöbel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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