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	<title>Steinzeug - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Steinzeug&amp;diff=1614786&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Theoprakt am 14. April 2026 um 16:42 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Song Dynasty Stoneware Vase.jpg|mini|Chinesische [[Vase|Steinzeugvase]] aus der [[Song-Dynastie]], 11. Jh.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:WesterwaldTopf3475.JPG|mini|Salzglasiertes Steinzeug aus dem Westerwald]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mineralwasserkruege.JPG|mini|Mineralwasserkrüge aus Steinzeug, Massenware des 19. Jahrhunderts. Turmmuseum [[Mengerskirchen]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Aufbaukeramik Wulsttechnik 1.JPG|mini|Herstellung einer Schale aus Steinzeugmasse, grob schamottiert, in Wulsttechnik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steinzeug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Bezeichnung für [[Keramik|keramische Massen]] der Klasse [[Sinterzeug]], dessen [[Scherben]] beim Brand &amp;#039;&amp;#039;dicht brennt&amp;#039;&amp;#039;, also beim [[Sintern]] so weit ver[[glas]]t, dass es wasserdicht ist. Es ist nicht durchscheinend und wird sprachlich oft mit [[Steingut]], das zur Klasse [[Irdengut]] gehört und nicht wasserdicht ist, aufgrund des gemeinsamen [[Bestimmungswort]]s &amp;#039;&amp;#039;Stein&amp;#039;&amp;#039; verwechselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|---&lt;br /&gt;
|+ Spezifikation gemäß [[Klassifikation keramischer Massen]]&lt;br /&gt;
|---&lt;br /&gt;
| [[Keramik]]&lt;br /&gt;
| Klasse: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Sinterzeug]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| bgcolor=&amp;quot;#EECFA1&amp;quot; | Unterklasse: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steinzeug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grobsteinzeug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Feinsteinzeug]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|---&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
| Kopfzeile = Videos: Steinzeugtöpferei in Adendorf, 1977&lt;br /&gt;
| Breite = 300&lt;br /&gt;
| Bild1 = Steinzeugtöpferei in Adendorf. Teil 1 Herrichten und Einräumen des Ofens.webm&lt;br /&gt;
| Untertitel1 = Herrichten und Einräumen des Ofens&lt;br /&gt;
| Bild2 = Steinzeugtöpferei in Adendorf – 2. Brennen und Salzen.webm&lt;br /&gt;
| Untertitel2 = Brennen und Salzen. Ausräumen der Ware&lt;br /&gt;
}}Steinzeug gehört neben [[Porzellan]] zur Klasse &amp;#039;&amp;#039;Sinterzeug&amp;#039;&amp;#039;. Beiden Erzeugnissen ist gemeinsam, dass als Ausgangsmaterial [[Aluminiumoxid|Tonerden]] mit hoher Reinheit und hohem Aluminiumoxidanteil dienen. Aufgrund nahezu fehlender Eisenoxidanteile bleibt Porzellan auch nach dem Brand weiß und bei dünnem Scherben durchscheinend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die notwendige Brenntemperatur hängt von der Zusammensetzung der Masse, des [[Grünkörper]]s, ab und liegt in der Regel bei 1200 bis 1300&amp;amp;nbsp;°C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorwiegend graue Scherben entsteht durch eine [[Reduktion (Chemie)|reduzierende]] Brennatmosphäre. Steinzeug ist auch ohne [[Glasur (Keramik)|Glasur]] wasserundurchlässig, hat aber eine raue Oberfläche. Ohne Glasur kann man es wie Stein [[Steinschleifmaschine|schleifen]], schneiden und polieren. Ein bekanntes frühes Beispiel dafür ist [[Feinsteinzeug|Böttgersteinzeug]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein technisch einfacherer Vorgang der Oberflächenglättung ist die Aufbringung von Glasuren. Diese können bei Steinzeug durch Einbringen von Kochsalz in einer späten Phase des Brennprozesses erzeugt werden. Das enthaltene Natrium erzeugt an der Oberfläche eine Schicht von Natrium-Aluminium-Silikaten, die bei den Ofentemperaturen schmilzt; das Chlor entweicht als Gas. Für kunsthandwerkliche Zwecke können den Glasuren auch Metallsalze von Kobalt, Mangan oder Eisen hinzugefügt sowie mehrere Brennschritte kombiniert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der für technische Anwendungen wesentliche Parameter Festigkeit wird neben dem Material von der thermischen Prozessführung des [[Sintern]]s bestimmt. Dazu gehört auch die schnelle Absenkung der Materialtemperatur zum Ende des Brennvorganges ([[Sturzkühlung]]), mit dem Gefügestrukturen eingefroren werden und unerwünschte Kristallisationsvorgänge unterdrückt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lothar Michalowsky |Titel=Neue keramische Werkstoffe |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=[[John Wiley &amp;amp; Sons]] |Ort= |Datum=2009 |ISBN=9783527625932 |Seiten=326–327}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Demgegenüber kann durch gezieltes Halten bestimmter Temperaturen und Einstellung von [[Atmosphäre (Technik)|Redoxatmosphären]] die Oberfläche durch Glasuren gestaltet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Steinzeug ist aufgrund des hohen Energieeinsatzes und der besonderen Rohstoffe teuer. Deshalb war sein Einsatz entweder an Luxusbedürfnissen oder an seinen besonderen Materialeigenschaften orientiert. Die Erzeugung war nur durch Kombination mehrerer technischer Wissensbereiche möglich. Der hohe Endpreis ermöglichte aber gleichzeitig in allen Prozessstufen die Arbeit besonders befähigter Handwerker. Nachdem das Material vermutlich beim Metallschmelzen entdeckt worden war, wurde das Wissen vom [[Hochofen|Schmelzofen]]bau auf die besonderen [[Brennofen|Brennöfen]] für die hohen Temperaturen übertragen. Bei der Herstellung der Keramikartikel entstanden schnell dünnwandige und komplizierte Gefäße, die von hoher Kunstfertigkeit zeugten. Hinzu kamen aufwändige Verzierungen durch Glasuren, ausgearbeitete oder aufgelegte [[Relief]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;gestaltungen sowie aufgesetzte Verzierungen wie kleine Quarzstückchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesem Luxusbedarf gab es praktische Anwendungen aufgrund der hohen chemischen Resistenz, des hohen Schmelzpunktes sowie der großen Festigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Konservierung von Lebensmitteln war die Resistenz gegen Säuren, wässrige Laugen und Salz ideal gegenüber verbreiteten bleihaltigen Glasuren. Für die Pharmazie sowie die Herstellung chemischer Apparaturen war es vielfach geeigneter als die relativ weichen und niedrig schmelzenden Gläser. Auch [[Milcherzeugnis]]se, Getränke wie [[Bier]] oder die beliebten [[Mineralwasser|Sauerbrunnen]] wurden in Steinzeugflaschen gehandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Entwicklung der Industrialisierung im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert verlagerte sich die Anwendung zunehmend auf wirtschaftliche Bereiche. Neben chemischen Ausrüstungen und Apparaten wurde Steinzeug auch als Baustoff entdeckt. Man verwendet es als feinkeramische [[Keramikfliese#Steinzeug|Bodenfliesen]] und [[Feinsteinzeug]], für Fallrohre im [[Sanitärtechnik|Sanitärbereich]] sowie als unterirdische [[Abwasserleitung#Rohrsysteme|Kanalisationsrohre]]. Im Haushaltsbereich ist es nahezu komplett vom Porzellan verdrängt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Steinzeug wurde schon vor über tausend Jahren in [[China]] und [[Japan]] hergestellt. Viele Gefäße sind mit einer grünlichen [[Seladon]]glasur überzogen. In Deutschland wurde Steinzeug um 1300 in [[Siegburg]] (→&amp;amp;nbsp;[[Siegburger Steinzeug]]) entwickelt und in der Folge in zahlreichen deutschen ([[Aachen]], [[Raeren]] (→&amp;amp;nbsp;[[Raerener Steinzeug]]), [[Langerwehe]], [[Frechen]], [[Köln]] (→&amp;amp;nbsp;[[Kölner Steinzeug]]), [[Waldenburg (Sachsen)|Waldenburg]], [[Westerwald]], [[Peterskirchen]]), englischen und französischen Töpferorten und -regionen hergestellt. Im 16. und 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert erfuhr das Steinzeug durch Reliefauflagen, die man mittels Matrizen nach grafischen Vorlagen herstellte, seinen künstlerischen Höhepunkt. In Raeren und dem Westerwald fertigte man vor allem Zylinderbauchkrüge mit Bildauflagen, unter anderem mit der Susannenlegende oder den Kurfürsten. In Siegburg stellten die Töpfer um die [[Knütgen (Töpferfamilie)|Familie Knütgen]] [[Schnelle (Krug)|Schnellen]], zylindrische Trinkkrüge mit hochrechteckigen Auflagen, her. Auch hier herrschen mythologische und religiöse Themen vor. Das bekannteste Produkt aus Frechen war der so genannte [[Bartmannskrug]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert und vor allem in der Zeit um 1580/90 wanderten zahlreiche Töpfer aus dem Rheinland (Raeren, Siegburg) in den [[Westerwald]] ab, wonach dieser Teil als [[Kannenbäckerland]] bekannt wurde. Dort erfuhr das Töpferhandwerk einen weiteren Aufschwung mit [[Glasur (Keramik)|salzglasierter]] blau-grauer Ware.&lt;br /&gt;
[[Datei:Z53 (DEGUSSA).jpg|mini|Topfwagen zum Transport von Säuren und Laugen]]&lt;br /&gt;
Die blau-grauen Steinzeuggefäße kamen im 19. und 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert vor allem in der landwirtschaftlichen Milchwirtschaft, in der Vorratshaltung sowie als Haushaltsgeschirr zum Einsatz. Außerdem dienten sie zur Abfüllung von Lebensmitteln (Essig, Öl oder Senf), Salben oder pharmazeutischen Essenzen. Auch in der Chemie wurden im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gerne Steinzeuggefäße wegen ihrer Säurebeständigkeit benutzt, ehe sie von Glasgefäßen verdrängt wurden. Sogar für den [[Eisenbahn]]transport benutzte man sehr große Steinzeugbehälter, die auf [[Topfwagen]] montiert waren, da noch keine säurefesten Metall[[kesselwagen]] zur Verfügung standen. Bevor man auf dem [[Oktoberfest]] Glaskrüge einführte, wurden jährlich Millionen Bierkrüge ([[Keferloher]]) extra für das Münchner Spektakel produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die quantitativ fast ebenso bedeutende Steinzeugproduktion in [[Sachsen]] geht bereits auf das 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zurück. In der ersten Hälfte des 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurde in [[Bautzen]] die künstlerisch hochwertigste Keramik des europäischen Mittelalters hergestellt. Andere wichtige Töpferorte waren [[Dippoldiswalde]] (→&amp;amp;nbsp;[[Dippoldiswalder Steinzeug]]), [[Hohenleipisch]], [[Bad Muskau|Muskau]], [[Bad Schmiedeberg|Schmiedeberg]], [[Waldenburg (Sachsen)|Waldenburg]] und [[Bolesławiec|Bunzlau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Töpferzentren für Steinzeug befanden sich in den [[Ardennen]], in Limburg, dem [[Münsterland]] und in [[Hessen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dreihausen (Ebsdorfergrund)#Wirtschaftsgeschichte|Dreihäuser Steinzeug]] ist eine Spezifikation, die ihren Ursprung in [[Dreihausen (Ebsdorfergrund)|Dreihausen]], Hessen, hat. Typisch ist die schokoladen- bis rotbraune [[Engobe]]. Besondere Gefäßformen sind die Ringelkrüge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Deutsches Steinzeug}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|1=Stoneware}}&lt;br /&gt;
* {{DDB-Suche|title:(Steinzeug) AND type:(&amp;quot;mediatype_002&amp;quot;)}}&lt;br /&gt;
* [http://www.rheinische-keramik.de/ Homepage von fünf Museen zur rheinischen Keramik]&lt;br /&gt;
* [http://www.fayence-steinzeug-vogt.de/steinzeug/ Webseite der Antiquitätenhandlung Vogt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Basaltware]]&lt;br /&gt;
* [[Jasperware]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4183075-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steinzeug| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramischer Werkstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Töpferei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstlerische Technik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramikgefäß]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[it:Ceramica#Il grès]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Theoprakt</name></author>
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