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	<title>Steinwerk - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T23:56:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-03T09:41:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ländliches Steinwerk.jpg|mini|Ländliches Steinwerk]]&lt;br /&gt;
[[Datei:OsnabrückLedenhof.jpg|mini|Der Ledenhof in Osnabrück mit Steinwerk (rechts), Palas (Mitte) und Treppenturm]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Korbach-Spukhaus.JPG|mini|Korbach, Steinwerk]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steinwerke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (latein.: &amp;#039;&amp;#039;domus lapidae&amp;#039;&amp;#039; = Steinhaus), auch &amp;#039;&amp;#039;[[Kemnate]]&amp;#039;&amp;#039;, sind eine besondere Bauform [[mittelalter]]licher [[Profanbau|Profanarchitektur]]. Sie sind häufig der [[Architektur|Baukunst]] der [[Romanik]], auch der [[Gotik]] zuzuordnen.&lt;br /&gt;
Sie sind Teil einer städtischen Architektur, ihre baulichen Reste sind häufig durch jüngere An- und Umbauten im heutigen Stadtbild teilweise nur noch schwer zu erkennen. Neben dieser städtischen Bauform lassen sich Steinwerke aber auch vereinzelt in ländlichen Regionen nachweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Steinwerk dielinger grundriss.png|mini|Romanisches Steinwerk in Osnabrück Dielinger Straße – um 1230 errichtet – Grundriss Erdgeschoss – jetziger Zustand]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Steinwerk&amp;#039;&amp;#039; ist bereits im 9. Jahrhundert nachweisbar im [[Heliand]] verwendet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Steinwerke sind verbreitet in [[Westdeutschland|West-]] und [[Norddeutschland]], im ehemaligen [[Herzogtum Sachsen (1485–1806)|Herzogtum Sachsen]] und entlang der Ostseeküste. Heute noch nachweisbar sind Steinwerke (unter anderem) in [[Dortmund]], [[Münster]], [[Warendorf]], [[Bielefeld]], [[Stadthagen]], [[Köln]], [[Osnabrück]], [[Ankum]], [[Braunschweig]], [[Goslar]], [[Holtershausen]], [[Brunsen]], [[Bremen]], [[Höxter]], [[Brakel]], [[Korbach]], [[Volkmarsen]] und [[Minden]]. In Osnabrück wurde das erste urkundlich belegte Steinwerk Niederdeutschlands 1177 gebaut. In Osnabrück sind noch einige gut erhaltene Beispiele [[Romanik|romanischer]] Steinwerke vorhanden. In [[Hann. Münden]] besteht das [[Steinwerk (Münden)|Steinwerk Münden]] aus dem 13. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Süddeutschland fehlen entsprechende massive Baukörper, hier tritt jedoch der städtische [[Wohnturm]] deutlicher in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich wurden Steinwerke ursprünglich als [[Speicher (Gebäude)|Speicherbauten]] und Zufluchtstätten für [[Adel]]ige und [[Patrizier]] errichtet. Als Vorbild dienten vermutlich die auf dem Land gelegenen Turmhügelburgen ([[Motte (Burg)|Motten]]) des Adels. Häufig wurden Steinwerke nachträglich mit Anbauten aus [[Fachwerkhaus|Fachwerk]] versehen, die als [[Wohngebäude]] dienten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Steinwerk dielinger schnitt.png|mini|Romanisches Steinwerk in Osnabrück Dielinger Straße – um 1230 errichtet – Querschnitt – jetziger Zustand]]&lt;br /&gt;
Der [[Grundriss]] der Steinwerke ist typischerweise gedrungen rechteckig, oft nahezu quadratisch. Steinwerke sind meist mehrgeschossig, häufig unterkellert, oft mit einem überwölbten [[Obergeschoss]] oder mehreren überwölbten Geschossen konstruiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steinwerke wurden so gebaut und befestigt, dass sie gut gegen Angriffe verteidigt werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Außenwände sind massiv aus [[Naturstein]] oder [[Werkstein]] gemauert, oft mehrschalig. Wandkonstruktionen von 1,00 m bis 1,50 m Stärke bis hin zu 2,80 m dicken Wänden sind vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steinwerke verfügen regelmäßig über einen hochgelegenen, verteidigbaren Eingang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Osnabrück hat sich seit den Anfängen der städtischen Steinwerke ein eigenständiger Bautypus entwickelt. In der Regel wurde das Steinwerk zusammen mit einem Vorderhaus errichtet. Die sieben ältesten noch vorhandenen Steinwerke besitzen außerdem ein gemauertes Gewölbe unter dem Dach. Zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert wurde diese Ausprägung des Osnabrücker Steinwerks errichtet. Gegenwärtige Vergleichsbeispiele in Deutschland sind bisher nicht gefunden worden. Das steinerne Dachgewölbe wird als guter Brandschutz interpretiert.&lt;br /&gt;
Ein das Stadtbild Osnabrücks bis heute prägendes Steinwerk mit [[Palas]] ist der [[Ledenhof]]. Hier diente das Steinwerk als Lagerhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steinwerke in ihrer ursprünglichen massiven Bauweise wurden bis ins 16. Jahrhundert gebaut, danach erfolgte schrittweise eine Reduzierung der massiven Konstruktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele erhaltener Steinwerke ==&lt;br /&gt;
* [[Steinwerk (Münden)]]&lt;br /&gt;
* [[Ledenhof]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kemenate]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fritz Boese: &amp;#039;&amp;#039;Niedersächsische Bauernburgen und Steinwerke&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Zeitschrift für Bauwesen]], 77, 1927, S. 61–74. ([https://dbc.wroc.pl/Content/35812/PDF/37819.pdf Digitalisat])&lt;br /&gt;
* [[Werner Dobelmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Wehrtürme im Kirchspiel [[Ankum]]&amp;#039;&amp;#039;; [1], in: Am heimatlichen Herd – Heimatblatt [19] (1968), Nr. 2, S. 8; Werner Dobelmann: &amp;#039;&amp;#039;Wehrtürme im Kirchspiel Ankum&amp;#039;&amp;#039;; [2], in: Heimat-Jahrbuch Osnabrücker Land [7] (1980), S. 35–39.&lt;br /&gt;
* [[Dietmar Walberg]], Ursula Rötrige, Joachim Bunse: &amp;#039;&amp;#039;Steinwerk Dielinger Straße in Osnabrück – Bauhistorische Untersuchungen.&amp;#039;&amp;#039; Rastede, Osnabrück 1990.&lt;br /&gt;
* Heinrich Siemer: &amp;#039;&amp;#039;Die Steinwerke im Dorf und Kirchspiel Ankum.&amp;#039;&amp;#039; Ankum 2000.&lt;br /&gt;
* Bruno Switala: &amp;#039;&amp;#039;Die Osnabrücker Steinwerke&amp;#039;&amp;#039;, in: Friederichs, A./Igel, K./Zehm, B. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vom Großsteingrab zur Domburg. Forschungsorientierte Denkmalpflege im Osnabrücker Land&amp;#039;&amp;#039; (Internationale Archäologie, Studia honoraria 19), S. 133–137. Rhaden Westf. 2002&lt;br /&gt;
* Nicole Ellermann und Michael James Hurst: &amp;#039;&amp;#039;Steinwerke – Ein Bauprinzip und viele Funktionen&amp;#039;&amp;#039;, Heimatjahrbuch für das Osnabrücker Land; S. 46–53. Belm 2005.&lt;br /&gt;
* Michael James Hurst (Hrsg.: Stadt Osnabrück – Fachbereich Kultur): &amp;#039;&amp;#039;Steinwerke in Osnabrück – Auf den Spuren der Hansekaufleute&amp;#039;&amp;#039;. Osnabrück 2006.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Steinwerke – ein Bautyp des Mittelalters?&amp;#039;&amp;#039; Vorträge des Kolloquiums Steinwerke vom 2. bis 4. März 2006 in Osnabrück (=&amp;amp;nbsp;Schriften zur Archäologie des Osnabrücker Landes Band VI). Rasch Verlag Bramsche 2008, ISBN 978-3-89946-110-7.&lt;br /&gt;
* Elmar Arnhold: &amp;#039;&amp;#039;Die Braunschweiger Kemenate. Steinwerke des 12. bis 14. Jahrhunderts in Braunschweig&amp;#039;&amp;#039; (Braunschweiger Werkstücke, Band 111). Braunschweig 2009.&lt;br /&gt;
* Carolin Sophie Prinzhorn: &amp;#039;&amp;#039;Osnabrücker Steinwerke. Bauhistorische Untersuchung einer komplexen Profanarchitektur des ausgehenden Hochmittelalters&amp;#039;&amp;#039;. Diss. TU München 2023. ([https://mediatum.ub.tum.de/1696040 Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Steinwerke (Architektur)|Steinwerke}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv| url=http://www.duisburg.de/micro/stadtentwicklung/medien/Denkmalthemen3.pdf| wayback=20101011034706| text=&amp;#039;&amp;#039;Der Huckinger Steinturm im Licht aktueller Forschung&amp;#039;&amp;#039;}}. &amp;#039;&amp;#039;Duisburger Denkmalthemen.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 3, 2008 (PDF-Datei; 1,43&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* Frank Löbbecke: [https://www.archaiabrno.org/media/doc/02_fuma_ii_loebbecke_de.pdf &amp;#039;&amp;#039;Hochmittelalterliche Holz-Stein-Bauten in Südwestdeutschland und der Nordschweiz.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF-Datei; 337&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur der Gotik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtbaugeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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