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	<title>Steinriegel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T17:38:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Steinriegel&amp;diff=1336081&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zollernalb: /* „Mostloch“ */ sicher nicht immer und sicher nicht immer nur.</title>
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		<updated>2025-07-14T16:42:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;„Mostloch“: &lt;/span&gt; sicher nicht immer und sicher nicht immer nur.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Steinriegel.jpg|miniatur|Steinriegellandschaft als Schafweide bei [[Bieberehren]] mit [[Kunigundenkapelle (Burgerroth)|Kunigundenkapelle]] im [[Gollach]]tal, einem rechten Nebenfluss der [[Tauber]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steinriegel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lesesteinriegel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lesesteinwälle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) sind längliche Aufschichtungen von [[Lesestein (Geomorphologie)|Lesesteinen]]. Sie prägen das Bild zahlreicher süddeutscher [[Weinlage]]n. Je nach Region werden sie auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steinrasseln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steinrutschen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rollmauern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karmauern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Carlheinz Gräter: &amp;#039;&amp;#039;Hohenloher Raritäten: Geschichte und Geschichten.&amp;#039;&amp;#039; S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Steinriegel bei Elpersheim.jpg|miniatur|Winterliche Steinriegellandschaft zwischen [[Weikersheim]] und Elpersheim.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Ab dem [[Spätmittelalter]] wurde in Deutschland auch auf ungünstigeren Lagen vermehrt Wein angebaut. Dies war nur möglich, wenn die Weinberge (häufig flachgründige [[Muschelkalk]]böden) stets gehackt wurden.&amp;lt;!-- Warum ? --&amp;gt; Größere Steine, die durch [[Bodenerosion]] und [[Frosthebung]] aus dem Boden traten, wurden häufig in der [[Falllinie]] der Hänge entlang der Eigentumsgrenzen aufgehäuft. Dies ist ein möglicher Grund dafür, dass die „Wengerter“ die Wälle in dieser Form anlegten und nicht in Form quer zum Hang verlaufender Terrassen, wie im [[Steillagenweinbau]] sonst üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oft mehrere Meter breiten Ansammlungen hatten den Nebeneffekt, sich tagsüber aufzuheizen und die Wärme nachts wieder abzugeben.&amp;lt;!-- Zusätzlich bremsten sie kalte Winde von den Nutzflächen ab.  &amp;lt;&amp;lt; Dieser Effekt dürfte eher gering sein. Im Gegensatz zu den meist höheren und aufrechteren Hecken würden die eher flachen Steinhaufen hangparallele Winde nur wenig bremsen. Und das nächtliche Absinken kalter Luftmassen von den Höhen ins Tal wird von den quer zum Hang liegenden Wällen nicht verhindert. Die richtige Aussage zu den hangparallelen Wällen findet sich bereits weiter unten ... --&amp;gt; Gelegentlich finden sich Steinwälle von ca. 1 m Höhe im rechten Winkel zu den Steinriegeln und parallel zur Hangkante verlaufend. Diese dienten als Barrieren gegen die kalte Luft von den Hochebenen, die durch ihre höhere Dichte in die Täler fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Seiten der Steinriegel finden sich in einigen Fällen mit Platten ausgelegte Gräben für das ablaufende Wasser, um bei starkem Regen die Abschwemmung des wertvollen Bodens zu verhindern. Einer der längsten Steinriegel wurde mit 234&amp;amp;nbsp;m im &amp;#039;&amp;#039;Pfitzinger Tal&amp;#039;&amp;#039; bei [[Niederstetten]] gemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rückgang und heutige Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Steinriegel Weikersheim.JPG|miniatur|Unbewachsener Steinriegel inmitten eines inzwischen verwilderten Gebietes unterhalb des &amp;#039;&amp;#039;Winterbergs&amp;#039;&amp;#039; in Weikersheim.]]&lt;br /&gt;
Die Einschleppung der [[Reblaus]] im 19. Jahrhundert führte zu einem Rückgang des Weinanbaus und zu einer Verringerung der Rebfläche. Durch Abtrag und Nutzung der Steine, die Bebauung von Hanglagen mit Wohngebäuden sowie die [[Flurbereinigung]]en verschwanden in der Folge vielerorts die Steinriegel. Wo dies nicht der Fall ist, sind die Steinriegel oft überwachsen, konservieren aber das nutzungshistorisch bedeutsame Geländerelief. Der Boden unter den Steinriegeln ist kaum von Erosion betroffen und gibt somit einen Hinweis auf die ursprüngliche Erdoberfläche zu Beginn der Weinbauzeit. Um der [[Verbuschung]] entgegenzuwirken, wird durch Naturschutzvertreter und Kommunen (zusätzlich zu mechanischen Hangpflegemaßnahmen) versucht, die [[Weide (Grünland)|Beweidung]] mit [[Hausschaf|Schafen]] zu fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutz ==&lt;br /&gt;
Seit 1992 gelten Steinriegel in [[Baden-Württemberg]] nach §&amp;amp;nbsp;32&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.landesrecht-bw.de/jportal/portal/t/okr/page/bsbawueprod.psml?doc.hl=1&amp;amp;doc.id=jlr-NatSchGBW2005V1IVZ%3Ajuris-lr00&amp;amp;documentnumber=2&amp;amp;numberofresults=97&amp;amp;showdoccase=1&amp;amp;doc.part=X&amp;amp;paramfromHL=true#jlr-NatSchGBW2005pP4 § 32 (1) 6.]&amp;lt;/ref&amp;gt; des [[Landesnaturschutzgesetz]]es als [[Naturdenkmal]]e und [[Biotop]]e und werden auf der [[Rote Liste Biotoptypen|Roten Liste der Biotoptypen]] als „gefährdete Biotope“ nach Gefährdungskategorie 3 geführt und [[naturschutz]]fachlich als [[Biotoptyp]] „von mittlerer bis hoher Bedeutung“ bewertet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/61945/RL%20Biotoptypen%20mit%20BE%20-Liste_LUBW.pdf |wayback=20150402094931 |text=lubw.baden-wuerttemberg.de: &amp;#039;&amp;#039;Rote Liste der Biotoptypen Baden-Württemberg – Liste&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2019-05-15 21:47:30 InternetArchiveBot }} (PdF, [[Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg]], 2002. S. 5, &amp;#039;&amp;#039;23.00 Morphologische Sonderformen anthropogenen Ursprungs&amp;#039;&amp;#039;, 23.20)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora und Fauna ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Galeopsis angustifolia 160808b.jpg|miniatur|hochkant|Der [[Schmalblättriger Hohlzahn|Schmalblättrige Hohlzahn]] kommt häufig auf den Steinriegeln entlang von [[Tauber]], [[Kocher (Fluss)|Kocher]] und [[Jagst]] vor.]]&lt;br /&gt;
Gelegentlich wurden die kahlen Riegel für Sonderkulturen genutzt. So schrieb Karl Esslinger in seiner Heimatkunde des [[Oberamt Gerabronn|Oberamtes Gerabronn]]: &amp;#039;&amp;#039;„Um 1750 wurden in der Gegend von Niederstetten auf den zwischen den Weinbergen befindlichen Steinwällen so viel [[Quitte]]n gezogen, dass aus ihnen Wein bereitet wurde.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Carlheinz Gräter: &amp;#039;&amp;#039;Hohenloher Raritäten: Geschichte und Geschichten.&amp;#039;&amp;#039; Seite 56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn aber Steinriegel nicht weiter aufgehäuft oder anderweitig frei gehalten werden, gewinnen Hecken, Gebüsch und Wald schnell die Oberhand. Die Landschaftspflege ist aufwändig und wird nur von wenigen [[Ideal (Philosophie)|Idealisten]] geleistet. Hierdurch verschwinden weiter in zunehmendem Maße die für [[Fauna]] und [[Pflanzenwelt|Flora]] wichtigen offenen, trockenwarmen, gehölzarmen Standorte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Beginn machen gewöhnlich anspruchslose Arten wie [[Weiße Fetthenne]], [[Sempervivum globiferum]], [[Felsen-Fetthenne|Tripmadam]] und [[Scharfer Mauerpfeffer]]. [[Wimper-Perlgras]] fasst ebenfalls leicht Fuß und [[Königskerze]]n sind häufig anzutreffen. Danach folgen Büsche wie die [[Schlehdorn|Schlehe]], Wilde [[Brombeeren]] und die [[Gewöhnliche Waldrebe|Weiße Waldrebe]]. [[Hopfen]], der zu früheren Zeiten als zusätzliche Einnahmequelle an den Rändern der Steinriegel angepflanzt worden war, überwuchert diese inzwischen recht häufig flächendeckend. Die letzte Phase im Bewuchs der Steinriegellandschaft bilden Bäume wie [[Echte Walnuss|Walnuss]], [[Vogel-Kirsche|Kirsche]] und [[Hartriegel]] ebenso wie [[Gemeine Hasel|Haselnusssträucher]] und [[Hunds-Rose|Heckenrosen]]. Seltener sind [[Weißdorne]], [[Liguster]], [[Holunder]] und [[Zwetschge]]nbäume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Steinriegellandschaft beherbergt alle in Deutschland vorkommenden [[Grasmücken]]arten. [[Wendehals (Vogel)|Wendehälse]] sind zahlreich, da ihnen reichhaltige Nahrung in Form von [[Ameisen]] zur Verfügung steht. [[Zauneidechse]]n und [[Blindschleiche]]n fühlen sich auf den warmen Steinen ebenso wohl wie deren Fressfeind, die [[Schlingnatter]]. Der [[Steinkauz]] kam in früheren Zeiten häufig vor, ist aber aus ungeklärten Gründen inzwischen aus der Steinriegellandschaft verschwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Mostloch“ ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mostloch in Steinriegel b. Röttingen (Ufr.).jpg|miniatur|Mostloch in einem Steinriegel]]&lt;br /&gt;
Ein „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mostloch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“ bezeichnet in [[Süddeutschland]] eine Nische, die bei der Errichtung eines Steinriegels mit größeren Steinblöcken eingefügt wurde. Es diente zum Kühlhalten des [[Most (Getränk)|Mostes]] und der Speisen für die im Weinberg tätigen „[[Winzer|Häcker]]“ und Hilfskräfte. Es wurde auf der schattigen Seite eines Steinriegels errichtet, um eine höchstmögliche Kühlung zu gewährleisten. Pro Weinberg gab es meist ein Mostloch.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Tauber-Zeitung]], 9. Juni 2011, &amp;#039;&amp;#039;Bürgerforum Stadtbild&amp;#039;&amp;#039;, {{Webarchiv|url=http://www.swp.de/bad_mergentheim/lokales/bad_mergentheim/Wengerterschlupf-mit-Mostloch;art5642,995736 |wayback=20150407020827 |text=swp.de: &amp;#039;&amp;#039;Wengerterschlupf mit Mostloch&amp;#039;&amp;#039;}} (abgerufen am 27. Februar 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Benjeshecke]]&lt;br /&gt;
* [[Lesesteinhaufen]]&lt;br /&gt;
* [[Trockenmauerwerk]]&lt;br /&gt;
* [[Wallhecke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Günter Hüttl | Herausgeber=Historischer Verein für Württembergisch Franken | Titel=Steinriegel in unserer Landschaft | Sammelwerk=650 Jahre Niederstetten. Veröffentlichungen zur Ortsgeschichte und Heimatkunde in Württembergisch Franken | Band=Band 4 | Verlag= | Ort=Schwäbisch Hall | Jahr=1991 | ISBN=}}&lt;br /&gt;
* [[Carlheinz Gräter]]: &amp;#039;&amp;#039;Hohenloher Raritäten: Geschichte und Geschichten.&amp;#039;&amp;#039; [[Silberburg-Verlag]], Tübingen 2010, ISBN 978-3-87407-901-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Clearance cairns|Steinriegel}}&lt;br /&gt;
* [http://www.landwirtschaft-mlr.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/menu/1193571_l1/index1060773659209.html Kulturlandschaft im Wandel]&lt;br /&gt;
* [http://www.weikersheim.de/gaeste/weikersheim/virtueller-stadtrundgang/06-historische-kulturlandschaft.html Beispiel für die Erfassung einer typischen Steinriegellandschaft]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lokale Bauform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feldstein (Baumaterial)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biotoptyp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Clearance cairn]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zollernalb</name></author>
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