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	<title>Steinmühle - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T03:32:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Steinm%C3%BChle&amp;diff=180352&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-11-24T16:26:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Steinmuehle.jpg|mini|Eine traditionelle Steinmühle nahe Lienz.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kugelmühle Schellenberg.jpg|mini|Das Kernstück der Kugelmühle bei Marktschellenberg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kugelmühle in Fürstenbrunn.jpg|mini|Kugelmühle in Fürstenbrunn]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steinmühle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kugelmühle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Märbelmühle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, diente in vergangenen Jahrhunderten zum Rundschleifen von Steinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsprinzip ==&lt;br /&gt;
Von einem geeigneten, möglichst homogenen Gestein wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Marmor]], [[Granit]] ausgehend, werden Stücke grob in [[Kugel]]form vorbehauen. Einige dieser Rohkugeln werden in eine kreisförmige Laufrille in einer waagrecht liegenden Scheibe, eventuell aus Sandstein, gelegt. Obenauf kommt eine zweite Scheibe, die auch aus Hartholz sein kann und eine gegengleiche Rille aufweist. Erfolgt der Antrieb der oberen Scheibe wie häufig durch [[Wasserkraft]] über ein etwas darüberliegendes Flügelrad im Wasserstrahl, so ist das Mahlwerk auch einfach ständig mit Wasser zu spülen. Die Steine schleifen sich beim relativ langsamen Rollen in den Rillen und beim Anstoßen aneinander selektiv die vorstehenden Buckel ab. Unregelmäßigkeiten und die Kurvigkeit der Rille ändern zudem laufend die Rollachse der Steine, wodurch diese langsam auch quer zur Rollrichtung umgewälzt werden, sodass der Schleifvorgang binnen einiger Tage zu recht vollkommenen und etwa gleich großen Kugeln führt. Die Steinkugeln werden dann der Steinmühle entnommen und erhalten danach ggf. noch durch eine abschließende [[Politur]] ihre gebrauchsfähige glatte Oberfläche. &amp;lt;!--Mühlsteinmaterialien? Ist die obere Scheibe immer gerillt, immer aus Hartholz? Mehrere konzentrische Rillen zugleich in Betrieb?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Märbelpicker ==&lt;br /&gt;
Märbelpicker klopften Gestein mit dem [[Spitzhammer]] zu Würfeln, damit diese in [[Mühle]]n zu [[Murmel]]n geschliffen werden konnten. Sie gruben den dafür benötigten [[Kalkstein]] aus bis zu 20 Meter tiefen Schächten.&amp;lt;!-- Bis zu 10.000 kleine Würfel klopfte der Märbelpicker am Tag.  &amp;lt;&amp;lt;  !0.000 steht zwar in den Quelle, ist aber tatsächlich nicht möglich. Dafür müsste täglich über eine Arbeitszeit von 10 Stunden alle 3,6 Sekunden ein Würfel bzw. Polyeder fertiggestellt werden. --&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wedemeyer&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Juliane von Wedemeyer |werk=Süddeutsche Zeitung |url=https://www.sueddeutsche.de/karriere/arbeit-berufe-archiv-vergangenheit-geschichte-1.4871048 |titel=Vergessene Professionen: Diese Jobs gibt es nicht mehr |abruf=2020-05-09 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Für die Steinkugeln gab es verschiedenste Verwendungsmöglichkeiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Steinkugeln wurden lange Zeit als [[Munition]] der [[Artillerie]] verwendet und auch für die mittelalterlichen [[Katapult]]e gebraucht. Sie sollen bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts als Munition für [[Kanone]]n und [[Haubitze]]n verwendet worden sein. Kleine Steine (Märbeln) wurden im Seekrieg zum Zerschießen der feindlichen [[Takelage]] verwendet. Durch die zunehmende Verfügbarkeit zuverlässiger und sicher handhabbarer Explosivmunition verloren die Steinkugeln an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- * Als Hilfsmittel für die Seefahrt wurden die Steinkugeln ebenfalls benutzt. Wenn die Schiffe in einer Fahrtrichtung noch ohne Fracht waren, wurden ihre Kiele durch die schweren Murmeln tief genug unter Wasser gehalten.  &amp;lt;&amp;lt;  Dies steht zwar ebenfalls in der Wedemeyer Quelle, es ist jedoch kein Grund ersichtlich, warum zu diesem Zweck nicht gewöhnlicher Bruchstein verwendet werden sollte. Runde Steine hätten den Nachteil, bei Krängung des Schiffs tendenziell zur jeweiligen Seite zu rollen, was die Neigung verstärkt. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Steinkügelchen werden auch gewerblich genutzt, zum Beispiel in Drehtrommeln zum [[Entgraten]] und zur Oberflächenbehandlung.&lt;br /&gt;
* Steinkügelchen bzw. Märbeln sind ein beliebtes [[Murmelspiel|Kinderspielzeug]]. Das Mühlengewerbe zur Herstellung der aus Kalkstein bestehenden Märbeln war u. a. im [[Meininger Oberland]] weit verbreitet. 1900 waren dort 87 Märbelmühlen in Betrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Hoppe, Jürgen John: &amp;#039;&amp;#039;Stätten und Denkmale der Geschichte in den Bezirken Erfurt, Gera, Suhl&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Historischer Führer.&amp;#039;&amp;#039;). Urania-Verlag, Leipzig u. a. 1978, S. 249 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Vielfach sind Steinkugeln auch wegen ihres Aussehens beliebt, insbesondere, wenn als Ausgangsmaterial Halbedelsteine oder [[Schmuckstein|Edelsteine]] verwendet werden. Größere Kugeln aus Stein werden als dekorative Elemente in der [[Architektur]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage werden nicht mehr die traditionellen Steinmühlen verwendet, sondern hochentwickelte industrielle Mühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schaumühlen ==&lt;br /&gt;
Die letzte traditionelle Kugelmühle Deutschlands befindet sich in der bayerischen Marktgemeinde [[Marktschellenberg]]. Die 1683 gegründete Anlage gehört zu den einstmals 40 [[Untersberger Marmorkugelmühlen]] am [[Almbach (Berchtesgadener Ache)|Almbach]] und zählt zu den ältesten Gewerbebetrieben [[Bayern]]s. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine neu erstellte Kugelmühle steht am Seebach im baden-württembergischen [[Neidlingen]] am [[Albtrauf]]; dort wird heimischer [[Juramarmor]] rundgeschliffen. Sie wird seit 2005 im Nebenerwerb betrieben. Die Neidlinger Kugelmühle ist seit Juli 2016 als Geopoint des [[Geopark Schwäbische Alb|UNESCO Geopark Schwäbische Alb]] ausgezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Kugelmühlen finden sich auf dem Museumsvorplatz des Naturkunde- und [[Mammute|Mammut]]-Museum [[Siegsdorf]] im [[Oberbayern|oberbayerischen]] [[Landkreis Traunstein]]&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Darga: &amp;#039;&amp;#039;Südostbayerisches Naturkunde- und Mammut-Museum Siegsdorf.&amp;#039;&amp;#039; Weltkunst Verlag, München 1998, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie in Österreich im Untersbergmuseum [[Fürstenbrunn]] und als Schaumühle im steirischen [[Gesäuse]] am Ende der [[Nothklamm]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geodorf.com/ausflugsziel/nothklamm-gams-und-steinkugelmuehle/ |titel=Ausflugsziel: NothKlamm und Steingkugelmühle im GeoDorf Gams |werk=Geodorf Gams |abruf=2020-10-29 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; caption=&amp;quot;Kugelmühle Neidlingen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
KugelmühleNeidlingen-pjt1.jpg|Aufgeklapptes Mahlwerk&lt;br /&gt;
KugelmühleNeidlingen-pjt2.jpg|Unterteil aus Sandstein&lt;br /&gt;
KugelmühleNeidlingen-pjt4.jpg|Vorbearbeitungsstufen&lt;br /&gt;
KugelmühleNeidlingen-pjt3.jpg|Endprodukte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Stone mills|Steinmühlen}}&lt;br /&gt;
* [https://www.kugelmuehle-neidlingen.de/ &amp;#039;&amp;#039;Kugelmühle Neidlingen&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 21. Juni 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Steinmuhle}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mühlentyp nach Produkt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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