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	<title>Steinkiste in der Feldmark Rade - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T15:18:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Steinkiste_in_der_Feldmark_Rade&amp;diff=2840705&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;R2Dine: /* Weblinks */ Denkmalatlas</title>
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		<updated>2024-09-12T06:03:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Denkmalatlas&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Megalithanlage&lt;br /&gt;
|Alternativname     = Steinkiste&lt;br /&gt;
|Längengrad         = 9/48/56.9/E&lt;br /&gt;
|Breitengrad        = 53/22/45.9/N&lt;br /&gt;
|Region-ISO         = DE-NI&lt;br /&gt;
|Höhe               =&lt;br /&gt;
|Ort                = [[Rade (Neu Wulmstorf)]]&lt;br /&gt;
|Entstehung         = jüngsten Abschnitt der Jungsteinzeit&lt;br /&gt;
|Ausmaße            = 2,8&amp;amp;nbsp;m × 1,5&amp;amp;nbsp;m&lt;br /&gt;
|Sprockhoff         =&lt;br /&gt;
|Bild               = Steinkiste in der Feldmark Rade 2016 IMG 0573.png&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung   = Steinkiste und nähere Umgebung (September 2016)&lt;br /&gt;
|Kartenbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steinkiste in der Feldmark Rade&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (im [[Landkreis Harburg]] in [[Niedersachsen]]) gehört zu einer eher seltenen Form der [[Großsteingrab|Großsteingräber]]. Sie lässt sich am ehesten mit der [[Steinkiste von Fehrenbruch]] vergleichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wegewitz1951&amp;quot;&amp;gt;Willi Wegewitz: &amp;#039;&amp;#039;Eine Steinkiste in der Feldmark Rade im Kreise Harburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunde.&amp;#039;&amp;#039; N. F. Bd. 2, Nr. 4, 1951, S. 41–46, ([https://www.yumpu.com/de/document/view/21260439/die-kunde-neue-folge-2-heft-4-jahrgang-1951-eine-steinkiste-in- Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 fand W. Rüland in der Südostecke des „Grauener Bauernholzes“ bei [[Rade (Neu Wulmstorf)|Rade]] eine Steinsetzung, die eine in den Boden eingetiefte [[Steinkiste]] vermuten ließ. Bei der Abdeckung der dünnen Humusschicht wurde eine Rollsteinpackung von sechs Metern Durchmesser gefunden, die den Mantel für die Steinkiste bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Prehistoric grave 2500 Jahre BC.jpg|miniatur|hochkant=1.18|Steinkiste nach der Restauration im April 2014]]&lt;br /&gt;
Sie wurde 2014 durch die AG praktische Archäologie Landkreis Harburg einer Pflege unterzogen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://amh.de/index.php/17949 | titel=Archäologisches Museum Hamburg, Die Arbeitsgemeinschaft Praktische Archäologie | werk=amh.de | zugriff=2016-01-18 | archiv-url=https://web.archive.org/web/20160118142834/http://amh.de/index.php/17949 | archiv-datum=2016-01-18 | offline=ja | archiv-bot=2024-05-16 20:42:13 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.elbe-wochenblatt.de/harburg/lokales/steinkiste-in-rade-wiederentdeckt-d26939.html | titel=Steinkiste in Rade wiederentdeckt – Harburg – elbe-wochenblatt.de | werk=elbe-wochenblatt.de | zugriff=2016-01-18 | archiv-url=https://web.archive.org/web/20160118141133/http://www.elbe-wochenblatt.de/harburg/lokales/steinkiste-in-rade-wiederentdeckt-d26939.html | archiv-datum=2016-01-18 | offline=ja | archiv-bot=2019-05-15 21:38:28 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Kiste war in den gewachsenen Boden eingetieft und hatte eine Länge von 2,8&amp;amp;nbsp;m, eine mittlere Breite von 1,5&amp;amp;nbsp;m bei einer Höhe von 0,8&amp;amp;nbsp;m. An den Längsseiten standen ursprünglich, wie bei anderen [[Megalith]]anlagen, je drei Tragsteine mit der geraden Fläche nach innen (einer fehlt). Die Lücken waren eng oder durch [[Zwischenmauerwerk]] ausgefüllt. Befremdlich war die starke Innenneigung der Tragsteine. Da alle im gleichen Winkel geneigt waren, ist anzunehmen, dass dies geschah, um kürzere Decksteine verwenden zu können. Die Kiste hatte alle Decksteine eingebüßt. Die Südostschmalseite wurde durch zwei schmale Steine gebildet. Der eine erreichte nur die halbe Höhe des angrenzenden Tragsteines. Man könnte an einen Einstieg denken, wie er bei den [[Dolmen]] zu beobachten ist. Die nordwestliche Schmalseite hatte keinen Wandstein, sondern war durch eine Geröllpackung verschlossen, an der keine Anzeichen einer Störung beobachtet wurden. Eine ähnliche Beobachtung wurde bei der Steinkiste von [[Deinste]] im [[Landkreis Stade]] gemacht,&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Wegewitz: &amp;#039;&amp;#039;Die Gräber der Stein- und Bronzezeit im Gebiet der Niederelbe (die Kreise Stade und Harburg)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der urgeschichtlichen Sammlungen des Landesmuseums zu Hannover.&amp;#039;&amp;#039; 11, {{ISSN|0931-6280}}). Lax, Hildesheim 1949, Abb. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt; bei der auch ein Wandstein durch Rollsteine ersetzt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; caption=&amp;quot;Steinkiste in der Feldmark Rade&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Steinkiste in der Feldmark Rade 2016 IMG 0574.png|&lt;br /&gt;
Steinkiste in der Feldmark Rade 2016 IMG 0576.png|&lt;br /&gt;
Steinkiste in der Feldmark Rade 2016 IMG 0582.png|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erdfüllung und Funde ==&lt;br /&gt;
Bis auf eine geringe Störung war der Inhalt der Kiste unversehrt. Sie war bis zur Höhe des gewachsenen Bodens mit lehmigem Sand aus der Umgebung angefüllt. Bis zu einer Tiefe von 10&amp;amp;nbsp;cm unter der Oberfläche hatte die stellenweise wie eine gestampfte Tenne harte Füllerde eine gleichmäßige Beschaffenheit. Darunter lag hellbrauner Sand mit hellen und dunklen Flecken. Er enthielt viele zerschlagene [[Feuerstein]]stücke, von denen eine Anzahl zerbrannt war. Zerbrannter Feuerstein lag besonders zwischen der Bodenpflasterung aus plattigen, durch Feuer gespaltenen und unbearbeiteten Feldsteinen. An manchen Stellen lag der gebrannte Feuerstein haufenförmig. In der Füllerde wurden Holzkohlestücke und 30 kleine Stücke [[Leichenbrand]] angetroffen. Die gebrannten Knochen lagen so verstreut, dass man nicht den Eindruck einer geschlossenen Beisetzung hatte. Ferner wurden in der Füllerde sieben kleine Gefäßscherben gefunden. Der Leichenbrand wurde nur in der mittleren Schicht beobachtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wegewitz1951&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nordwesten lag eine große röhrenförmige [[Bernstein]]perle mit Längs- und Querdurchbohrung. Darunter wurde eine umgedrehte in zwei Teile zerbrochene kleine Tonschale freigelegt. Außer der großen wurden vier röhren- oder scheibenförmige Bernsteinperlen gefunden. Ein kleines Feuersteinbeil lag wenige Zentimeter über dem Bodenpflaster. Etwas höher lag eine Feuersteinklinge mit retuschierter Vorderkante.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wegewitz1951&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob die Tonschale, das Feuersteinbeil, das Feuersteinmesser und die Bernsteinperlen zu einer einzigen Grabausstattung gehören, lässt sich nicht sagen. Die Beschaffenheit der Füllerde lässt vermuten, dass die Einfüllung der Kammer nicht in einem Vorgang erfolgt ist. Der in der mittleren Schicht eingestreute Leichenbrand scheint als Nachbestattung in die Kammer gelangt zu sein und dürfte nicht mit den Grabbeigaben in Verbindung stehen. Die geringe Menge des Leichenbrandes muss nicht gegen eine Bestattung sprechen, da der Leichenbrand in lockerer Streuung von Pflanzenwurzeln aufgelöst werden kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wegewitz1951&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitstellung ==&lt;br /&gt;
Diese Form der Steinkisten steht am Ende der Entwicklungsreihe. Die Beigaben, besonders die röhrenförmigen Bernsteinperlen, sprechen für eine Bestattung der Einzelgrabkultur. Zeitlich dürften diese Funde dem jüngsten Abschnitt der Jungsteinzeit – dem [[Endneolithikum]] – angehören, der der ersten Stufe der mitteleuropäischen Bronzezeit entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Untersuchung wurde der ausgegrabene Wandstein wieder in die Lücke der Südwestlangseite eingesetzt und die Kiste mit Erde gefüllt, damit das Bodenpflaster vor Beschädigung geschützt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Nordische Megalitharchitektur]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Steinkisten]]&lt;br /&gt;
* [[Großsteingräber in Nordost-Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Sprockhoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Atlas der Megalithgräber Deutschlands.&amp;#039;&amp;#039; Teil 3: &amp;#039;&amp;#039;Niedersachsen – Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Nachlass herausgegeben von Gerhard Körner. Rudolf Habelt, Bonn 1975, ISBN 3-7749-1326-9, S. 30.&lt;br /&gt;
* [[Willi Wegewitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Eine Steinkiste in der Feldmark Rade im Kreise Harburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Niedersächsischer Landesverein für Urgeschichte#Publikationen|Die Kunde]].&amp;#039;&amp;#039; N. F. Bd. 2, Nr. 4, 1951, S. 41–46, ([https://www.yumpu.com/de/document/view/21260439/die-kunde-neue-folge-2-heft-4-jahrgang-1951-eine-steinkiste-in- Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Cist in the Feldmark Rade|Steinkiste in der Feldmark Rade}}&lt;br /&gt;
* Steinkiste im [[Denkmalatlas Niedersachsen]], ID 28960226. [https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/ &amp;#039;&amp;#039;Startseite.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rade Steinkiste In Der Feldmark}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Neu Wulmstorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultstätte (Ur- und Frühgeschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Großsteingrab im Landkreis Harburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steinkiste in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jungsteinzeitlicher Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Endneolithikum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Neu Wulmstorf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grabbau in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;R2Dine</name></author>
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