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	<title>Steinigungsvers - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T15:08:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Steinigungsvers&amp;diff=1103370&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schilderwaldmeister: /* Berichte über die Existenz des Steinigungsverses */</title>
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		<updated>2025-05-15T18:55:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Berichte über die Existenz des Steinigungsverses&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steinigungsvers&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|آية الرجم&amp;amp;lrm;|āyat ar-radschm|DMG=āyat ar-raǧm}}) soll ursprünglich Bestandteil von [[Sure 33]] des [[Koran]]s gewesen sein und sieht die [[Steinigung]] verheirateter [[Ehebruch|Ehebrecher]] vor. Der Steinigungsvers sollte möglicherweise ursprünglich Teil des Korans werden, da die im Vers vorgesehene und praktizierte Strafe im islamischen Recht als [[Sunna]] beibehalten wurde. In dem offiziellen Korantext, dessen Zusammenstellung auf den dritten Kalifen [[ʿUthmān ibn ʿAffān]] (644–656) zurückgeführt wird, kommt dieser Vers nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortlaut und Übersetzung ==&lt;br /&gt;
Der Steinigungsvers lautet im arabischen Original:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=الشَّيْخُ وَالشَّيْخَةُ إِذَا زَنَيَا فَارْجُمُوهُمَا الْبَتَّةَ نَكَالًا مِنَ اللهِ وَاللهُ عَزِيزٌ حَكِيمٌ&lt;br /&gt;
 |Sprache=ar&lt;br /&gt;
 |Umschrift=aš-šaiḫu wa-š-šaiḫatu iḏā zanayā fa-rǧumūhumā l-battata nakālan mina Llāhi wa-Llāhu ʿazīzun ḥakīmun}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung lautet:&lt;br /&gt;
„Wenn ein bejahrter Mann und eine bejahrte Frau Unzucht treiben, so steinigt sie auf jeden Fall als Strafe Gottes. Und Gott ist gütig und weise.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach: {{Literatur |Autor=[[Friedrich Schwally]] |Hrsg=Theodor Nöldeke |Titel=Über den Ursprung des Qorans |Sammelwerk=Geschichte des Qorans |Band=Teil I |Verlag=Dieterich |Ort=Leipzig |Datum=1909 |Seiten=248}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berichte über die Existenz des Steinigungsverses ==&lt;br /&gt;
Von der Existenz des Steinigungsverses wird in mehreren Überlieferungen berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Ausführliche Belegstellen in {{Literatur |Autor=[[Friedrich Schwally]] |Hrsg=Theodor Nöldeke |Titel=Über den Ursprung des Qorans |Sammelwerk=Geschichte des Qorans |Band=Teil I |Verlag=Dieterich |Ort=Leipzig |Datum=1909 |Seiten=248, Fußnote 1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Ibn Ishāq]] erklärt in seiner Biographie des Propheten [[Mohammed]], [[ʿUmar ibn al-Chattāb]] habe erwähnt, Steinigung sei im Buch Gottes die Strafe für verheiratete Männer und Frauen, die [[Zina|Unzucht]] (i.&amp;amp;nbsp;e. Ehebruch) betrieben. Dabei müsse der Beweis erbracht sein oder eine Schwangerschaft oder ein Geständnis vorliegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alfred Guillaume |Titel={{lang|en|The Life of Muhammad. A translation of Ishaq&amp;#039;s Sirat Rasul Allah}} |Verlag=Oxford University Press |Ort=London |Datum=1955 |Seiten=684}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Musnad&amp;#039;&amp;#039; von [[Ahmad ibn Hanbal]] finden sich zwei Überlieferungen, wonach der [[Kufa|kufische]] Koran-Gelehrte Zirr ibn Hubaisch (st. 702) berichtete, dass ihm Mohammeds Schreiber [[Ubaiy ibn Kaʿb]] erzählt habe, Sure 33 habe ursprünglich nicht nur 73 Verse umfasst, sondern sei so umfangreich gewesen wie [[Sure 2]]. In dieser ursprünglichen Form habe die Sure auch den Steinigungsvers enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Aḥmad ibn Ḥanbal: &amp;#039;&amp;#039;Musnad&amp;#039;&amp;#039;. Ed. Šuʿaib al-Arnāʾūṭ u. a. Muʾassasat ar-Risāla, Beirut, 1999. Bd. XXXV, S. 133f. Nr. 21206–21207. [https://archive.org/stream/musnadahmed/ahmd_35#page/n133/mode/2up Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sahih Muslim, die Hadith-Sammlung von [[Muslim ibn al-Haddschādsch]], führt den Vers auf Umar zurück. Dieser habe gesagt, der Vers sei ursprünglich Bestandteil des Korans gewesen. Er habe gesehen, wie Mohammed steinigen ließ, und sie hätten nach ihm gesteinigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Friedrich Schwally |Hrsg=Theodor Nöldeke |Titel=Über den Ursprung des Qorans |Sammelwerk=Geschichte des Qorans |Band=Teil I |Verlag=Dieterich |Ort=Leipzig |Datum=1909 |Seiten=250}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beweis oder Schwangerschaft oder Geständnis mussten demnach vorliegen, um die Strafe vollstrecken zu dürfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Überlieferung lässt sich hier in der Originalsprache lesen: [http://hadith.al-islam.com/Display/Display.asp?Doc=1&amp;amp;Rec=4096&amp;amp;Tags=&amp;amp;Index=&amp;amp;Search=0&amp;amp;desc=-1&amp;amp;SID=-1&amp;amp;pos=&amp;amp;CurRecPos=&amp;amp;dsd=&amp;amp;ST=&amp;amp;Tag=&amp;amp;SP= Sahih Muslim Nr. 3201]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner existiert eine Überlieferung, die auf [[Aischa bint Abi Bakr|A&amp;#039;ischa]] zurückgeht, der zufolge der Steinigungsvers einer jener Verse gewesen sei, der nach dem Tod des Propheten verloren gegangen sei. Eine Ziege sei in das Zimmer gekommen und habe die Blätter, auf denen der Vers geschrieben stand, aufgefressen. Dieser Vers habe die Steinigung als Strafe für Unzucht vorgeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alfred Guillaume |Titel=Islam |Verlag=Penguin Books |Ort=Harmondsworth |Datum=1954 |Seiten=191}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Auch bei {{Literatur |Autor=[[Ahmad ibn Hanbal]] |Titel=Musnad |Band=6 |Verlag=al-Maktab al-Islāmī |Ort=Beirut |Datum=1969 |Seiten=269}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch as-Suyuti berichtet über die Kontroverse zu dem Steinigungsvers. Er erklärt, [[Zaid ibn Thabit|Zaid b. Thabit]] habe sich geweigert, den Vers in die kanonische Fassung aufzunehmen, da nur Umar ihn bezeuge, und nennt drei verschiedene Varianten dieses Verses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Abū al-Qāsim ibn ʻAlī Akbar Khūʼī |Titel={{lang|en|Prolegomena to the Qur&amp;#039;an}} |Verlag=Oxford University Press |Ort=New York |Datum=1998 |ISBN=0-19-511675-5 |Seiten=139}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beurteilung in der westlichen Wissenschaft ==&lt;br /&gt;
In der westlichen Wissenschaft wird bezweifelt, dass der Steinigungsvers ursprünglich Teil des Korans war. Vermutet wird, dass er die Praxis der Steinigung nachträglich legitimieren sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=F. Buhl |Hrsg=A. J. Wensinck, J. H. Kramers |Titel=s.v. AL-Kur&amp;#039;AN |Sammelwerk=Handwörterbuch des Islam |Verlag=E. J. Brill |Ort=Leiden |Datum=1976}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Theodor Nöldeke]] vertrat die Auffassung, dieser Vers könne „weder ein Teil von Sure 33 gewesen sein – des abweichenden Reims wegen – noch des Qorans überhaupt, da jene grausame kriminalrechtliche Bestimmung [...] erst nach dem Tod Mohammeds eingeführt sein kann“.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schwally: Über den Ursprung des Qorans. In: Theodor Nöldeke (Hrsg.): Geschichte des Qorans. Teil II, 2. Auflage, Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1919, S. 45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Joseph Schacht]]&lt;br /&gt;
   |Hrsg=A. J. Wensinck, J. H. Kramers&lt;br /&gt;
   |Titel=s.v. Zinā&amp;#039;&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Handwörterbuch des Islam&lt;br /&gt;
   |Verlag=Brill&lt;br /&gt;
   |Ort=Leiden&lt;br /&gt;
   |Datum=1941&lt;br /&gt;
   |Seiten=826–827}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Friedrich Schwally]]&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Theodor Nöldeke]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Über den Ursprung des Qorans&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Geschichte des Qorans&lt;br /&gt;
   |Band=Teil I&lt;br /&gt;
   |Auflage=2.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Dieterich&lt;br /&gt;
   |Ort=Leipzig&lt;br /&gt;
   |Datum=1909}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Alfred Guillaume]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Islam&lt;br /&gt;
   |Verlag=Penguin Books&lt;br /&gt;
   |Ort=Harmondsworth&lt;br /&gt;
   |Datum=1954}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|The Verse of Stoning in the Bible and the Qur&amp;#039;an|lang=en}}&lt;br /&gt;
* [http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/steinigung-koranische-strafe-die-nicht-im-koran-steht-11027194.html „Koranische Strafe, die nicht im Koran steht“], von Tilman Nagel, &amp;#039;&amp;#039;FAZ&amp;#039;&amp;#039;, 9. August 2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Koranvers]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesstrafe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Islamisches Strafrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexualität und Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexualität und Religion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schilderwaldmeister</name></author>
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