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	<title>Stein an der Traun - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Eriosw: /* Demographie */ archivlink gemeindeverzeichnis.de</title>
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		<updated>2026-02-28T10:12:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Demographie: &lt;/span&gt; archivlink gemeindeverzeichnis.de&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Stein an der Traun&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Traunreut&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Stein a d Traun.png&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 47/59/9.39/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 12/32/48.70/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Bayern&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 507 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Fläche                 = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = &lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = &lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1978-05-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 83371&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 08621&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Altenmarkt a d Alz, TS - Baumburg - Grassach, Stein a d Trau, Schloss Stein, Traunreut v NW.jpg|mini|Stein an der Traun mit Schloss Stein von Nordwesten]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stein an der Traun&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (amtlich &amp;#039;&amp;#039;Stein a.d.Traun&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Stadtteil von [[Traunreut]] und eine [[Gemarkung]] im [[Landkreis Traunstein]]. Bis 30. April 1978 bestand die Gemeinde Stein a.d.Traun. Der Pfarrort zu Stein war dabei immer [[Sankt Georgen (Traunreut)|Sankt Georgen]], dort befand sich neben der Schule auch die Gemeindekanzlei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Die Ortschaft liegt an der [[Bundesstraße 304|B&amp;amp;nbsp;304]] zwischen [[Traunstein]] und [[Altenmarkt an der Alz]] auf einer Höhe von 508 m über dem Meeresspiegel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MeyersGazetteer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemarkung Stein a.d.Traun (Gemarkungsschlüssel 09 9829) umfasst 10,872 km²  und hat 3738 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geoindex.io/gemarkungen/099829 |titel=Gemarkung Stein a.d.Traun (Traunreut) / Bayern |werk=Geoindex.io |abruf=2026-02-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wening B059 Unterstein, Schloss.jpg|mini|Kupferstich von [[Michael Wening]] in &amp;#039;&amp;#039;Topographia Bavariae&amp;#039;&amp;#039; um 1700]]&lt;br /&gt;
Die Region um Stein an der Traun hatte bereits früh zivilisatorische Bedeutung: Die in einer etwa vierzig Meter hohen senkrechten Konglomeratwand nahe dem Ufer der [[Traun (Alz)|Traun]] entstandenen großen Höhlen wurden schon von den [[Kelten]] als Zufluchtsort genutzt. Eine vorgeschichtliche Siedlung konnte bisher nicht nachgewiesen werden, doch wurde im Bereich der Allee zur Kapelle des Heiligen [[Johannes von Nepomuk]] ein großes [[Hallstattzeit|hallstattzeitliches]] Hügelgräberfeld entdeckt, das im Zeitraum 750–450 v. Chr. angelegt worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Hell: &amp;#039;&amp;#039;Frühlatènegräber in Stein a.d. Traun (Oberbayern) und ihre Stellung zur Frühlatènezeit in Salzburg-Hallstatt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Prähistorische Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039;. Band 29, 1942, S. 57–65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Jürgen Schubert: &amp;#039;&amp;#039;Die Gemeinde Stein – Beiträge zu ihrer Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben 1979 vom Verein Freunde der Burg Stein e.&amp;amp;nbsp;V. im Auftrag der Gemeinde Stein (Druck: Alois Erdl KG, Trostberg), S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der Höhlen der Felswand wurde im [[Mittelalter]] zu der größten [[Höhlenburg]] Deutschlands ausgebaut. Sowohl am Fuße als auch am oberen Rand der Wand entstand eine stark befestigte [[Burg]], genannt Schloss Stein bzw. Hochschloss. Die Ursprünge des Hochschlosses sind nicht vollständig geklärt, möglicherweise stammt es bereits aus römischer oder keltischer Zeit. Die ausgewählte Höhenlage des Hochschlosses erlaubt flussabwärts Sichtkontakt bis [[Kloster Baumburg|Baumburg]] und flussaufwärts bis [[Traunreut|Irsing]]. Das [[Schloss Stein an der Traun|Schloss Stein]], das 1135 erstmals urkundlich erwähnt wurde, befand sich bis 1320 im Besitz einer Adelsfamilie, deren zahlreiche männliche Mitglieder als „milites &amp;#039;&amp;#039;de Steine&amp;#039;&amp;#039;“ Spuren in Urkunden hinterlassen haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BA1833&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bayerische Annalen&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 38 vom 26. März 1833, [https://books.google.de/books?id=iXtSAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA712 S. 248, linke Spalte unten.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Aussterben dieser Familie im Mannesstamm befand sich die Burganlage bis 1633 im Besitz der Familie [[Toerring]]. Carl Graf Fugger von Pfirt erwarb 1662 den Besitz, der nach seinem Ableben im gleichen Jahr an seine Tochter Maria Johanna und den Schwiegersohn Albrecht Wilhelm Freiherr von Lösch kam. Zwar heiratete nach Löschs Tod die Witwe Sebastian Freiherr von [[Thurn und Taxis]], doch blieb das Schloss im Besitz der Familie Lösch, die es bis 1829 behielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MEJE3&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ignaz Joseph von Obernberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Reisen durch das Königreich Baiern&amp;#039;&amp;#039; . I. Teil: &amp;#039;&amp;#039;Der Isarkreis&amp;#039;&amp;#039; (fünf Bände, insgesamt 15 Hefte, München und Leipzig 1815–1820), 2. Band, I. Heft: &amp;#039;&amp;#039; Reisen über Ebersberg, Wasserburg und Altenmarkt nach Stein, über Troßberg, Kraiburg und Ampfing nach Haag&amp;#039;&amp;#039;. München und Leipzig 1816, [https://books.google.de/books?id=9adBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA131 S. 131].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits Anfang des 13. Jahrhunderts soll die Burg das Refugium des Raubritters „Heinz vom Stein“ gewesen sein. [[Carl Oskar Renner]] veröffentlichte 1979 die „Chronik vom abenteuerlichen Leben des Ritters Heinz vom Stein, genannt der Wilde“, und auch heute dient der legendäre Raubritter als touristische Attraktion.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.traunsteiner-tagblatt.de/das-traunsteiner-tagblatt/chiemgau-blaetter/chiemgau-blaetter-2017_ausgabe,-die-burg-stein-und-ihr-beruehmter-bewohner-heinz-_chid,56.html „Die Burg Stein und ihr berühmter Bewohner Heinz“], [[Traunsteiner Tagblatt]] 36/2001 (abgerufen am 31. Oktober 2017).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Stein mit seinem Mühlbach im Jahr 1611.jpg|mini|Stein mit seinem Mühlbach im Jahr 1611]]&lt;br /&gt;
Vermutlich bereits im 13. Jahrhundert wurde der Steiner Mühlbach gegraben, dessen Wasser oberhalb der [[Poschmühle]] aus der [[Traun (Alz)|Traun]] ausgeleitet und nach dem Schloss Stein wieder in sie eingeleitet wird. Der Mühlbach trieb früher drei – zeitweise auch vier – [[Wassermühle]]n an, die als Mahlmühlen, Sägewerke und Hammerwerke dienten.&amp;lt;ref&amp;gt;Jolanda Englbrecht: &amp;#039;&amp;#039;Der Steiner Mühlbach und seine Mühlen – eine historische Betrachtung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Steiner Burgbrief&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben vom Verein Freunde der Burg Stein e.&amp;amp;nbsp;V., Nr. 24, 2015, S. 3–57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Mai 1489 wird erstmals urkundlich ein Wirt erwähnt, der in der Hofmark Stein gebrautes [[Bier]] ausschenkte, ein „Kellner zum Stain“ (namens &amp;#039;&amp;#039;Hanns Federl&amp;#039;&amp;#039;) bereits am 25. Juli 1408.&amp;lt;ref&amp;gt;Jolanda Englbrecht und Michael Elsen: &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Schlossbrauerei Stein&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Steiner Burgbrief&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben vom Verein Freunde der Burg Stein e.&amp;amp;nbsp;V., Traunreut 2016 (Druck: Hofmann, Traunreut), S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;MEJE3&amp;quot; &amp;gt;Michael Elsen und Jolanda Englbrecht: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Schlossbrauerei Stein ab 1964 mit Rückblicken&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Steiner Burgbrief&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben vom Verein Freunde der Burg Stein e.&amp;amp;nbsp;V., Nr. 23, 2014, S. 3–57.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2014 konnte die Belegschaft der heutigen [[Schlossbrauerei Stein]] deshalb auf eine seit mindestens 525 Jahren andauernde Brautradition zurückblicken.&amp;lt;ref&amp;gt;Jolanda Englbrecht und Michael Elsen: &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Schlossbrauerei Stein&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Steiner Burgbrief&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben vom Verein Freunde der Burg Stein e.&amp;amp;nbsp;V., Traunreut 2016 (Druck: Hofmann, Traunreut), S. 112 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem Ende des 17. Jahrhunderts bis zum Jahr 1936 wurden einige etwas nördlich der Höhlenburg gelegene Kavernen in der Nagelfluhwand von [[Eremit]]en bewohnt, die auch die Schüler des Ortes unterrichteten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.lochstein.de/hoehlen/D/bayalpen/inn_be/stein/stein.htm |wayback=20071221175641 |text=„Die Höhlenburg Stein an der Traun, Bayern“}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde die &amp;#039;&amp;#039;[[Hofmark]] Stein&amp;#039;&amp;#039; gebildet, die urkundlich erstmals 1558 erwähnt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MS&amp;quot;&amp;gt;Meinrad Scholl: &amp;#039;&amp;#039;St. Georgen besteht seit 1050 Jahren&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Chiemgau-Blätter. Beilage zum Traunsteiner Wochenblatt&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 16, Samstag, 21. April 1979, S. 1–6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert gehörten zur Hofmark Stein folgende Orte:&amp;lt;ref name=&amp;quot;MS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* [[Abdecker (Traunreut)|Abdecker]]&lt;br /&gt;
* [[Anning (Traunreut)|Anning]]&lt;br /&gt;
* [[Buchberg (Traunreut)|Buchberg]]&lt;br /&gt;
* [[Daxberg (Traunreut)|Daxberg]]&lt;br /&gt;
* [[Gigling (Traunreut)|Gigling]]&lt;br /&gt;
* [[Hochreit (Traunreut)|Hochreit]]&lt;br /&gt;
* [[Höhenberg (Traunreut)|Höhenberg]]&lt;br /&gt;
* [[Hohenester (Traunreut)|Hohenester]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* [[Katzwallner (Traunreut)|Katzwallner]]&lt;br /&gt;
* [[Mais (Traunreut)|Mais]]&lt;br /&gt;
* [[Oberhaus (Traunreut)|Oberhaus]]&lt;br /&gt;
* [[Pechler (Traunreut)|Pechler]]&lt;br /&gt;
* [[Plettenberg (Traunreut)|Plettenberg]]&lt;br /&gt;
* [[Poschmühle]]&lt;br /&gt;
* [[Reit (Traunreut)|Reit]]&lt;br /&gt;
* [[Roitham (Traunreut)|Roitham]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* [[Sankt Georgen (Traunreut)|Sankt Georgen]]&lt;br /&gt;
* [[Schneckenberg (Traunreut)|Schneckenberg]]&lt;br /&gt;
* [[Steineck (Traunreut)|Steineck]]&lt;br /&gt;
* [[Straßbinder (Traunreut)|Straßbinder]]&lt;br /&gt;
* [[Waldburger (Traunreut)|Waldburger]]&lt;br /&gt;
* [[Weisbrunn (Traunreut)|Weisbrunn]]&lt;br /&gt;
* [[Weisham (Traunreut)|Weisham]]&lt;br /&gt;
* [[Zieglstadl (Traunreut)|Zieglstadl]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die Hofmark Stein war die größte Grundherrschaft im &amp;#039;&amp;#039;Landgericht Trostberg&amp;#039;&amp;#039;, die zweitgrößte war bis zur [[Säkularisation]] um 1803 das [[Kloster Baumburg]] gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Steuervermessung von 1808 wurde in Stein aus der Hofmark ein [[Patrimonialgericht|patrimonialgerichtlicher]] Steuerdistrikt gebildet, dem ein [[Patrimonialgericht]] mit Gerichtshalter zur Gerichtsausübung zugeordnet war; 1818 wurde dann die ehemalige Hofmark Stein in die Gemeinde Stein umgewandelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MS&amp;quot; /&amp;gt; 1820 befand sich der Steuerdistrikt Stein in den Händen des königlichen Kämmerers und Hofrats &amp;#039;&amp;#039;Emanuel von Lösch&amp;#039;&amp;#039;. 1845 kaufte [[Amélie von Leuchtenberg]], Witwe des Kaisers von Brasilien, Schloss Stein sowie [[Seeon (Seeon-Seebruck)|Seeon]] für sich und ihre Tochter. 1848 trat sie das Gericht Stein gegen eine Entschädigung an den Staat ab. Die Gemeinde Stein hatte damit ihre volle Selbständigkeit erlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Mai 1926 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde [[Haßmoning]] der Gemeinde Stein angegliedert; sie hatte sich seit 1818 aus dem Steuerdistrikt Pattenham entwickelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Volkert&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|3406096697|Seite=581f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;MS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schloss und Gut Stein war in der Region über Jahrhunderte ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und sicherte zahlreichen Menschen der Umgebung ein Einkommen. 1928 musste der Graf [[Arco (Adelsgeschlecht)|von Arco-Zinneberg]], dessen Familie das Schloss seit 1890 besaß, den großen St.-Georgi-Forst schlagen, um mit dem Holzverkauf seine Schulden zu tilgen. Er musste trotzdem verkaufen, der Wald ging in Staatsbesitz über und wurde sofort wieder aufgeforstet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] baute die [[Wehrmacht]] ab 1938 in den Jungwald eine getarnte [[Munitionsanstalt]], die &amp;#039;&amp;#039;Heeres-Munitionsanstalt (Muna) St. Georgen&amp;#039;&amp;#039;, in der [[Giftgas]] hergestellt und Munition gebunkert wurde. Da das Areal der &amp;#039;&amp;#039;Muna St. Georgen&amp;#039;&amp;#039; von den Luftangriffen der [[US Air Force]] verschont geblieben war, wurden in die intakten Gebäude gleich nach Kriegsende zahlreiche [[Heimatvertriebener (Bundesvertriebenengesetz)|Heimatvertriebene]] einquartiert, die leerstehende Hallen auch für gewerbliche Zwecke nutzten. Am 1. Oktober 1950 wurde durch die Regierung von Oberbayern aus der Neusiedlung, die in dem Forst auf Gebietsanteilen der Gemeinden [[Palling]], [[Pierling]], Stein an der Traun und [[Traunwalchen]] entstanden war, eine neue [[Gemeinde (Deutschland)|Gemeinde]] mit dem Namen [[Traunreut]] geschaffen.&amp;lt;ref name=Volkert/&amp;gt; Die neue Gemeinde entwickelte sich bald zur heutigen Stadt Traunreut, inzwischen die größte Stadt im [[Landkreis Traunstein]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.traunreut.de/?id=0%2C143 Website der Stadt Traunreut.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;MS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Stein an der Traun trat am 1. Januar 1978 kleine Gebiete an die Nachbargemeinde [[Altenmarkt an der Alz]] ab. Am 1. Mai 1978 wurde das übrig gebliebene Gemeindegebiet nach Traunreut eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Statistisches Bundesamt |Titel=Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982 |Datum=1983 |Verlag=W. Kohlhammer GmbH |Ort=Stuttgart und Mainz |ISBN=3-17-003263-1 |Seiten=593}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Januar 2010 ereignete sich gegen 20 Uhr im Ort an der Pallinger Straße ein [[Bergsturz|Felssturz]]. Der aus [[Nagelfluh]] bestehende Gesteinsbrocken von der Größe eines Busses zerstörte ein etwa hundert Jahre altes Wohnhaus. Zwei der vier Bewohner fanden hierbei den Tod.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/bayern/felssturz-tod-bei-traunstein-brocken-so-gross-wie-ein-bus-1.65379 Bericht über den Felssturz in Stein an der Traun auf www.Süddeutsche.de.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Demographie ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bevölkerungsentwicklung bis zur Eingemeindung 1978 nach Traunreut&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohnerzahl &lt;br /&gt;
! Anmerkungen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1818 || align=center |  136 || in 21 Häusern,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Deutinger519&amp;quot; &amp;gt;[[Martin von Deutinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Tabellarische Beschreibung des Bisthums Freysing nach der Ordnung der Decanate&amp;#039;&amp;#039;, München 1820, S. 455 ([https://books.google.de/books?id=SMFAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA455 online]),&amp;lt;/ref&amp;gt; gezählt Mitte 1818 im Dekanat [[Peterskirchen]]&amp;lt;ref&amp;gt;Deutinger, ebenda, &amp;#039;&amp;#039;Vorerinnerung&amp;#039;&amp;#039;, S. VII.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1824 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; |  135 || in 23 Wohngebäuden&amp;lt;ref&amp;gt;[[Adolph von Schaden]]: &amp;#039;&amp;#039;Alphabetisches Verzeichniß sämmtlicher im Isarkreise gelegenen Städte, Märkte, Dörfer, Weiler, Einöden usw.&amp;#039;&amp;#039; (Als Anhang zu dem topographisch=statistischen Handbuche für den Isarkreis des Königreichs Baiern, [https://books.google.de/books?id=xlxRAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover Digitalisat]), München 1825, S. 468 ([https://books.google.de/books?id=JopCAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA468 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 555 ||am 1. Dezember 1871, davon 552 Katholiken und drei Evangelische (108 Wohngebäude)&amp;lt;ref&amp;gt;Königl. bayerisches Statistisches Bureau: &amp;#039;&amp;#039;Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern – mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875&amp;#039;&amp;#039;, München 1877, Spalte 329 ([https://books.google.de/books?id=r7mWEuewR-sC&amp;amp;pg=PA329 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1877 || align=center |  889 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;HJS&amp;quot;&amp;gt;Hans-Jürgen Schubert: &amp;#039;&amp;#039;Die Gemeinde Stein – Beiträge zu ihrer Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben 1979 vom Verein Freunde der Burg Stein e.&amp;amp;nbsp;V. im Auftrag der Gemeinde Stein (Druck: Alois Erdl KG, Trostberg), S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1900 || align=center | 1053 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;HJS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1910 || align=center | 1227 || am 1. Dezember in der Landgemeinde, davon 725 im Dorf Stein, 72 in Anning, 5 in Au bei Sankt Georgen, 19 in Buchberg, 6 in Daxberg, 19 in [[Gigling]], 20 in Hochreit, 9 in Höhenberg, 23 in Hohenester, 13 in Mais, 9 in Oberhaus, 6 in Plattenberg, 27 in Poschmühle, 8 in Reit, 35 in Roitham, 91 in [[Sankt Georgen (Traunreut)|Sankt Georgen]], 2 in Schneckenberg, 20 in Steineck, 85 in Weisbrunn, 30 in [[Weisham (Traunreut)|Weisham]] und 13 in Zieglstadl&amp;lt;ref name=&amp;quot;MeyersGazetteer&amp;quot; &amp;gt;[https://www.meyersgaz.org/place/20860022 Stein an der Traun], in: &amp;#039;&amp;#039;Meyers Gazetteer&amp;#039;&amp;#039; (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, und alter Landkarte der Umgebung von Stein an der Traun).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?oberbayern/traunstein.htm |titel=Bezirksamt Traunstein |titelerg=Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |werk=gemeindeverzeichnis.de |offline=2026-02-21 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20230608163721if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?oberbayern/traunstein.htm |archiv-datum=2023-06-08 |abruf=2026-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1925 || align=center | 1237 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;HJS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1933 || align=center | 1163 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;VWG&amp;quot;&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de |pfad=traunstein.html |name=Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Stadt und Landkreis Traunstein |abruf=2023-05-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 || align=center | 1177 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;VWG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1950 || align=center | 1975 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;HJS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1961 || align=center | 2025 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;HJS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1970 || align=center | 2314 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;HJS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pfarrgemeinde ===&lt;br /&gt;
Katholische Einwohner sind nach [[Sankt Georgen bei Traunreut|St. Georgen]] eingepfarrt, heute Teil des Pfarrverbands Traunreut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Die [[Schloss Stein an der Traun|Höhlenburg Schloss Stein]] ist die bedeutendste Höhlenburg Deutschlands. Die Burganlage besteht aus drei Teilen:&lt;br /&gt;
* Dem Hochschloss an der fast 50&amp;amp;nbsp;m steil abfallenden Nagelfluhwand.&lt;br /&gt;
* Der Höhlenburg darunter, die verborgen im Fels eine Verbindung ins Trauntal schafft.&lt;br /&gt;
* Dem Unterschloss in Stein selbst, es beherbergt heute ein [[Internat]], [[Schule Schloss Stein]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hochschloss Stein an der Traun.jpg|Hochschloss&lt;br /&gt;
Höhlenburg in stein.jpg|Höhlenburg&lt;br /&gt;
Schule Schloss Stein - Privatgymnasium und Internat.jpg|Unterschloss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veranstaltungen ==&lt;br /&gt;
* Seit 1987 finden in unregelmäßigen Abständen, meist, alle drei bis vier Jahre, auf dem Hochschloss die &amp;#039;&amp;#039;Steiner Spiele&amp;#039;&amp;#039; statt, ein Freilichttheater mit der Burg als Kulisse. Hierzu wird eigens ein Stück geschrieben, das von Laien, Amateuren und professionellen Schauspielern mit musikalischer Untermalung aufgeführt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.steiner-spiele.de/die-spiele/chronik/ |wayback=20160805093750 |text=Chronik der Steiner-Spiele }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Seit 2009 findet in Stein jährlich das Steiner Burg Festival statt, bei dem Bands aus der Mittelalterszene auftreten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.steiner-burgfestival.de |titel=Steiner Burg Festival |werk=www.steiner-burgfestival.de |sprache=de |abruf=2015-08-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
* Stein an der Traun hat einen Haltepunkt an der [[Traun-Alz-Bahn]].&lt;br /&gt;
=== Unternehmen ===&lt;br /&gt;
* [[Schlossbrauerei Stein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Albert von Toerring-Stein]], Bischof von Regensburg von 1613 bis 1649&lt;br /&gt;
* [[Adam Lorenz von Toerring-Stein]], Bischof von Regensburg von 1663 bis 1666&lt;br /&gt;
* [[Amélie von Leuchtenberg]], Witwe des Kaisers von Brasilien&lt;br /&gt;
* [[Lorenz Brandl]] (1882–1955), Bürgermeister von Stein an der Traun&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans-Jürgen Schubert]] und [[Joachim Zeune]]: &amp;#039;&amp;#039;Stein an der Traun in Geschichte und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben vom Verein Freunde der Burg Stein e. V.; 8. Auflage, Stein an der Traun 2006.&lt;br /&gt;
* Ernest Geiß: &amp;#039;&amp;#039;Heinz von Stein. Nebst einer Geschichte des Schlosses und seiner Besitzer&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, Zweites Heft, München 1841, S. 147–209 ([https://books.google.de/books?id=evwOAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA147 online])&lt;br /&gt;
* Carl Siegert: &amp;#039;&amp;#039;Seon in Oberbayern – einst Schloß, dann Kloster, nun Curort mit Mineral-, Soolen- und Seebädern – unter Rücksicht auf seine Umgegend geschichtlich und beschreibend dargestellt&amp;#039;&amp;#039;, München 1856, S. 117–123 ([https://books.google.de/books?id=ao5aAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA117 online]).&lt;br /&gt;
* [https://www.meyersgaz.org/place/20860022 Stein an der Traun], in: &amp;#039;&amp;#039;Meyers Gazetteer&amp;#039;&amp;#039; (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, und alter Landkarte der Umgebung von Stein an der Traun).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Schloss Stein an der Traun|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.stein-st-georgen-web.de Website der ehemaligen Gemeinde Stein a.d. Traun]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1041749-7|VIAF=156569608}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Traunstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Chiemgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Traunreut)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Traunstein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindegründung 1818]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1978]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Traun (Alz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemarkung im Landkreis Traunstein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eriosw</name></author>
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