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	<title>Steigerlied - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T06:49:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Steigerlied&amp;diff=250267&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Cherzo136: /* Einzelnachweise */ Linktext</title>
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		<updated>2026-04-12T05:17:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; Linktext&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Landeskirchschicht NRW 2015 Ibbenbueren Bergparade 05.webmhd.webm|miniatur|thumbtime=63|Von den Klängen des &amp;#039;&amp;#039;Steigerlieds&amp;#039;&amp;#039; begleitete Bergparade während der 43. Landeskirchschicht des Landesverbandes der Berg- und Knappenvereine Nordrhein-Westfalen e.&amp;amp;nbsp;V. 2015 in [[Ibbenbüren]]]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steigerlied&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steigermarsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Glück auf, der [[Steiger (Bergbau)|Steiger]] kommt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein deutsches Bergmanns- und [[Volkslied]], welches ursprünglich aus dem [[Sachsen|sächsischen]] [[Erzgebirge]] stammt und mittlerweile auch in anderen Regionen Deutschlands verbreitet ist. Seit 2020 steht es im [[Inventar des immateriellen Kulturerbes von Nordrhein-Westfalen]], seit 2023 auch im [[Bundesweites Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes|Bundesweiten Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Entstehung ===&lt;br /&gt;
Die Ursprünge des Steigerliedes reichen bis in das 16. Jahrhundert zurück. Die dritte und die vierte [[Strophe]] erschienen in ähnlicher Form bereits als elfte und zwölfte Strophe in dem Lied &amp;#039;&amp;#039;Es soll ein Meidlein frü auf stan&amp;#039;&amp;#039;, das in dem 1531 in Zwickau erschienenen Liederbuch &amp;#039;&amp;#039;Bergreihen I&amp;#039;&amp;#039; enthalten war.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Etliche hubsche bergkreien. geistlich vnd weltlich zu samen gebracht.&amp;#039;&amp;#039; Wolfgang Meierpeck, Zwickau 1531 (mehrere Nachdrucke). Dazu vgl. [[Albrecht Classen]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Liederbücher des 15. und 16. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Volksliedstudien.&amp;#039;&amp;#039; Band 1). Waxmann, Münster u. a. 2001, ISBN 3-8309-1035-5, S. 75 f. ([https://books.google.de/books?id=Hq6TEp41kqAC&amp;amp;pg=PA75#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Der erste Beleg für das Steigerlied als solches findet sich in der Beschreibung einer Festveranstaltung, die 1678 in [[Schneeberg (Erzgebirge)|Schneeberg]] zu Ehren des [[Kurfürstentum Sachsen|sächsischen Kurfürsten]] [[Johann Georg II. (Sachsen)|Johann Georg II.]] abgehalten wurde. Diesem Bericht zufolge ließ „der Berg-Chor / bestehende aus dem Directore / 14 Adjuvanten / als 10 Bergleuten und 4 Schul-Knaben / samt 3 Cyther-Schlägern seine &amp;#039;&amp;#039;Berg-Reyhen&amp;#039;&amp;#039; erschallen und mit voller Stimme zu erst hören: Wach auff! wach auff! der Steiger kömmt“.&amp;lt;ref&amp;gt;Salomo Krauß: &amp;#039;&amp;#039;Nachrichtlicher Entwurff des Bergk-Männischen Auffzuges (Schneeberg 5. August 1678).&amp;#039;&amp;#039; Zwickau o. J., zit. nach [[Gerhard Heilfurth]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Bergmannslied. Wesen, Leben, Funktion.&amp;#039;&amp;#039; Bärenreiter-Verlag, Kassel/Basel 1954, S. 22 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als eigenständiges Werk wurde der [[Marsch (Musik)|Marsch]] mit der ursprünglichen Zeile „Wache auff, der [[Steiger (Bergbau)|Steyer]] kömmt“ zuerst in dem um 1700 im sächsischen [[Freiberg]] veröffentlichten &amp;#039;&amp;#039;Bergliederbüchlein&amp;#039;&amp;#039; abgedruckt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.liederlexikon.de/lieder/glueck_auf_glueck_auf_der_steiger_kommt/editiona|titel=Wache auff, wache auff, der Steyer kömmt|werk=Bergliederbuch, Edition A|zugriff=2014-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema des Steigerliedes ist die Hoffnung der [[Bergmann|Bergleute]], nach der harten und gefährlichen Arbeit im [[Bergwerk]] wieder ans [[Tageslicht]] und zu ihren Familien zurückzukehren. Andere Quellen sprechen davon, dass der [[Refrain]] „[[Glückauf]]!“ das [[Glück]] beschwört, der Berg möge sich auftun und den Abbau von [[Bodenschatz|Bodenschätzen]] ermöglichen. Während die ersten vier Strophen die Gemeinsamkeit haben, dass das Ende der vorangehenden Strophe in der ersten Textzeile der Folgestrophe aufgegriffen wird, fehlt diese [[Kontinuität (Medien)|Kontinuität]] in der fünften und sechsten Strophe. Es ist anzunehmen, dass diese Strophen zu einem späteren Zeitpunkt hinzugedichtet wurden. Details des Liedtextes weichen je nach Gebiet ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moderne Nutzung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Glück auf, der Steiger kommt.mid|mini|Steigerlied]]&lt;br /&gt;
Das Lied ist heute in nahezu allen Bergbauregionen Deutschlands anzutreffen und hat für Bergleute und Personen, die sich dem Bergbau verbunden fühlen, den Charakter einer [[Hymne]]. Es wird in der Regel stehend gesungen. Es ist fester Bestandteil von [[Bergparade]]n im [[Erzgebirge]], im Harz, im [[Ruhrgebiet]] und im [[Saarland]]. Auch in einigen Regionen Österreichs, etwa an der [[Steiermark|steirischen]] [[Eisenstraße (Österreich)|Eisenstraße]], wird das Lied gesungen. Es wird außerdem bei Sportveranstaltungen, unter anderem bei Heimspielen des [[VfL Bochum]], des [[FC Schalke 04]], des [[FC Erzgebirge Aue]], des [[1. FC Saarbrücken]] sowie von [[Rot-Weiss Essen]] und [[BSG Wismut Gera]] gespielt und gehört zum Standard-[[Repertoire]] von [[Studentenverbindung]]en. Außerdem wird es auf [[Parteitag]]en der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] gespielt und gesungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Steigerlied gilt als die „heimliche [[Nationalhymne]]“ des Saarlandes. Nachdem das Saarland 1920 für 15 Jahre als [[Saargebiet]] vom [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] abgetrennt und unter die Verwaltung des [[Völkerbund]]es gestellt wurde, verfasste der Lehrer [[Hanns Maria Lux]] den Text [[Saarlandlied#„Deutsch ist die Saar“|„Deutsch ist die Saar“]] auf die traditionelle Melodie. Besonders in der Phase vor der [[Saarabstimmung|Volksabstimmung über den Wiedereintritt ins Deutsche Reich]] am 13. Januar 1935 erlangte diese Variante weite Verbreitung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.saar-nostalgie.de/NameWappenFlaggeHymne.htm#E)%20Hymnen | titel=Name, Flaggen, Wappen, Siegel, Hymnen und Lieder | werk=saar-nostalgie.de | abruf=2016-10-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Krieg verwendete &amp;#039;&amp;#039;Radio Saarbrücken&amp;#039;&amp;#039; (der spätere [[Saarländischer Rundfunk|Saarländische Rundfunk]]) bis in die 1980er Jahre vier Takte des Steigerliedes (analog zur Textzeile „und er hat sein helles Licht bei der Nacht&amp;amp;nbsp;…“), auf einem [[Horn (Musik)|Horn]] (SR&amp;amp;nbsp;1 und SR&amp;amp;nbsp;3) oder Holzbläsern (SR&amp;amp;nbsp;2) gespielt, als Senderkennung ([[Jingle]] bzw. [[Pausenzeichen (Rundfunk)|Pausenzeichen]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.sr.de/sr/home/der_sr/wir_uber_uns/geschichte/fundstucke/sr_pausenzeichen100.html | titel=Doppeldeutig: Das traditionelle SR-Pausenzeichen | hrsg=Saarländischer Rundfunk | werk=sr.de | abruf=2016-10-16 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.saar-nostalgie.de/RadioSaarbruecken.htm#Pausenzeichen | titel=Die Pausenzeichen der Saar-Sender | werk=saar-nostalgie.de | abruf=2016-10-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Studentenverbindungen, aber auch bei städtischen Veranstaltungen, wird gemäß einer in [[Clausthal-Zellerfeld]] entstandenen und heute weit verbreiteten Tradition das Steigerlied nach dem so genannten [[Mitternachtsschrei]] gesungen. Im Anschluss an das Steigerlied folgen die Fakultätsstrophen, das heißt die auf die anwesenden Vertreter einzelner Berufsgruppen („Fakultäten“) bezogenen Strophen, in der Reihenfolge Bergleute, Hüttenleute, andere Berufsgruppen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schuetze&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Hrsg=Wolfgang Schütze | Titel=Es ragen dunkle Tannen | TitelErg=Ein Clausthaler Kommersliederbuch | Verlag=Clausthaler Kommersbuch-Verlag | Ort=Clausthal-Zellerfeld | Datum=1992 | Seiten=73 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eingängige Melodie des Steigerliedes wurde mehrfach für andere Lieder übernommen, so geschehen bei dem [[Trinklied]] &amp;#039;&amp;#039;Die Kreuzritter seins kreuzbrave Leut’&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Geburtstag ist heute&amp;#039;&amp;#039;. 1997 schrieb der [[Liedermacher]] [[Gerhard Gundermann]] mit [[Michael Nass]] ein Lied &amp;#039;&amp;#039;(Wer hat ein helles Licht bei der Nacht)&amp;#039;&amp;#039;, das auf dem &amp;#039;&amp;#039;Steigerlied&amp;#039;&amp;#039; basiert und dieses zum Teil auch zitiert. Außerdem singt [[Herbert Grönemeyer]] bei Konzertauftritten Teile des Steigerliedes als Einleitung zu seinem Lied &amp;#039;&amp;#039;[[Bochum (Lied)|Bochum]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Melodie und Text ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;score sound=&amp;quot;1&amp;quot; raw=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
\language &amp;quot;deutsch&amp;quot;&lt;br /&gt;
% s.a. [[Deutscher Liederhort]], Bd. 3, [https://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=njp.32101064313123&amp;amp;seq=365 No. 1512 &amp;quot;Bergmannslied&amp;quot; und No. 1513 &amp;quot;Bergmannslied (1740)&amp;quot;]&lt;br /&gt;
\header { tagline = ##f }&lt;br /&gt;
\paper { paper-width =  220 }&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
global = { \key d \major \time 4/4 \autoBeamOff }&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
melody = \new Voice = &amp;quot;melody&amp;quot; \relative c&amp;#039; { \global&lt;br /&gt;
  d2 cis4 e | d2. r4 | &amp;lt;fis d&amp;gt;2 &amp;lt;e cis&amp;gt;4 &amp;lt;g e&amp;gt; | &amp;lt;fis d&amp;gt;2 r4&lt;br /&gt;
  &amp;lt;d a&amp;gt;8 &amp;lt;e cis&amp;gt; | &amp;lt;fis d&amp;gt;4 q q &amp;lt;e cis&amp;gt;8 ([&amp;lt;fis d&amp;gt;]) | &amp;lt;g e&amp;gt;4 &amp;lt;e cis&amp;gt;8.-. q16-. q4&lt;br /&gt;
  &amp;lt;e cis&amp;gt;8 &amp;lt;fis d&amp;gt; | &amp;lt;g e&amp;gt;4 &amp;lt;h g&amp;gt; q &amp;lt;a fis&amp;gt;8 ([&amp;lt;g e&amp;gt;]) | &amp;lt;a fis&amp;gt;4 &amp;lt;fis d&amp;gt;8.-. q16-. q4&lt;br /&gt;
  &amp;lt;e cis&amp;gt; | &amp;lt;d d&amp;gt;2 &amp;lt;e cis&amp;gt; | &amp;lt;fis d&amp;gt;4 (&amp;lt;h g&amp;gt; &amp;lt;a fis&amp;gt;)&lt;br /&gt;
  &amp;lt;g e&amp;gt; | &amp;lt;&amp;lt; { fis2 e | d2 } \new Voice { \voiceTwo { d2 d4 (cis) | d2 } } &amp;gt;&amp;gt; r2 \bar &amp;quot;|.&amp;quot;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
verse = \new Lyrics { \lyricsto &amp;quot;melody&amp;quot; {&lt;br /&gt;
  Glück auf, Glück auf! der Stei -- ger kommt;&lt;br /&gt;
  und er hat sein hel -- les Licht bei der Nacht,&lt;br /&gt;
  und er hat sein hel -- les Licht bei der Nacht&lt;br /&gt;
  schon an -- ge -- zündt, schon an -- ge -- zündt.&lt;br /&gt;
} }&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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  &amp;lt;&amp;lt; \melody &amp;gt;&amp;gt; \addlyrics \verse&lt;br /&gt;
    \new Staff \with { midiInstrument = &amp;quot;brass section&amp;quot; }&lt;br /&gt;
    &amp;lt;&amp;lt; \clef bass \tenor &amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  \layout { indent = 0 \context { \Score \remove &amp;quot;Bar_number_engraver&amp;quot; } }&lt;br /&gt;
  \midi { \tempo 4=110 }&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/score&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden verbreitetsten Varianten:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em; float:left;&amp;quot;&amp;gt;{{0|—}}&amp;#039;&amp;#039;Freiberger Variante&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Titel=Singt mir ein Lied, ein Bergmannslied | TitelErg=Bergmannslieder zur Geselligkeit. Zweites Bergmannsliederbuch | Hrsg=Sächsische Bergmannslieder e.&amp;amp;nbsp;V. | Ort=Freiberg | Verlag=Dzierzon | Datum=2002 | Seiten=52, 53 | Kommentar=mit Fakultätsstrophen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Glück auf, Glück auf! der Steiger kommt;&lt;br /&gt;
𝄆 und er hat sein helles Licht bei der Nacht, 𝄇&lt;br /&gt;
𝄆 schon angezündt. 𝄇&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat’s angezünd’t, das gibt ein’ Schein,&lt;br /&gt;
𝄆 und damit so fahren wir bei der Nacht 𝄇&lt;br /&gt;
𝄆 ins Bergwerk ein. 𝄇&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ins Bergwerk ein, wo die Bergleut sein,&lt;br /&gt;
𝄆 die da graben das Silber und das Gold bei der Nacht 𝄇&lt;br /&gt;
𝄆 aus Felsgestein. 𝄇&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Felsgestein graben sie das Gold,&lt;br /&gt;
𝄆 und dem schwarzbraunen Mägdelein, bei der Nacht 𝄇&lt;br /&gt;
𝄆 dem sein sie hold. 𝄇&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und kehr ich heim zu dem Mägdelein,&lt;br /&gt;
𝄆 dann erschallt des Bergmanns Gruß bei der Nacht 𝄇&lt;br /&gt;
𝄆 Glückauf, Glückauf! 𝄇&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:1em; float:left;&amp;quot;&amp;gt;{{0|—}}&amp;#039;&amp;#039;Clausthaler Variante&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Titel=Grubenlampen leuchten | TitelErg=Lieder zum bergmännischen Chorabend | Hrsg=Traditionsverein Berg- und Hüttenschule Clausthal, Wolfgang Schütze | Verlag=Papierflieger | Ort=Clausthal-Zellerfeld | Datum=2007 | Seiten=39–41 | Kommentar=mit Fakultätstrophen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Glück auf, Glück auf! der Steiger kommt;&lt;br /&gt;
𝄆 und er hat sein helles Licht bei der Nacht, 𝄇&lt;br /&gt;
𝄆 schon angezündt. 𝄇&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon angezünd’t! Das gibt ein’n Schein,&lt;br /&gt;
𝄆 und damit so fahren wir bei der Nacht, 𝄇&lt;br /&gt;
𝄆 ins Bergwerk ein. 𝄇&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ins Bergwerk ein, wo die Bergleut’ sein,&lt;br /&gt;
𝄆 die da graben das Silber und das Gold bei der Nacht, 𝄇&lt;br /&gt;
𝄆 aus Felsgestein. 𝄇&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eine gräbt das Silber, der and’re gräbt das Gold,&lt;br /&gt;
𝄆 doch dem schwarzbraunen Mägdelein, bei der Nacht, 𝄇&lt;br /&gt;
𝄆 dem sein wir hold. 𝄇&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ade, nun ade! Herzliebste mein!&lt;br /&gt;
𝄆 Und da drunten in dem tiefen finst’ren Schacht, bei der Nacht, 𝄇&lt;br /&gt;
𝄆 da denk’ ich dein. 𝄇&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und kehr ich heim, zur Liebsten mein,&lt;br /&gt;
𝄆 dann erschallet des Bergmanns Gruß bei der Nacht, 𝄇&lt;br /&gt;
𝄆 Glück auf, Glück auf! 𝄇&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schuetze&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/poem&amp;gt;{{Absatz|links}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere sogenannte Fakultätsstrophe lautet:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir Bergleut sein’s kreuzbrave Leut,&lt;br /&gt;
𝄆 denn wir tragen das [[Arschleder|Leder vor dem Arsch]] bei der Nacht 𝄇&lt;br /&gt;
𝄆 und saufen Schnaps. 𝄇&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die vorherigen Strophen sitzend gesungen werden, stehen die anwesenden Bergleute bei der oben stehenden Strophe meistens auf. Zudem wird auf größeren Veranstaltungen nach Singen dieser Strophe angestoßen und ein alkoholisches Getränk getrunken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kursieren eine Reihe weiterer ähnlich aufgebauter Strophen für verschiedenste Gruppen, wie zum Beispiel [[Eisenwerk|Hüttenleute]], Chemiker, aber auch Hausfrauen. Diese Strophen enden auf „𝄆&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;und saufen’s auch.&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;𝄇“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://bergtgeister.de/steigerlied/ | titel=Steigerlied und Fakultätsstrophen | autor=|werk=bergtgeister.de| hrsg= | zugriff=2021-02-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Immaterielles Kulturerbe ==&lt;br /&gt;
2019 stellte der Verein Ruhrkohle Musik e.&amp;amp;nbsp;V. aus Herten den Antrag, das Steigerlied in das [[Bundesweites Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes|bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes]] aufzunehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/steigerlied-soll-immaterielles-kulturerbe-werden-100.html | titel=Steigerlied soll UNESCO-Kulturerbe werden | titelerg= | autor= | hrsg= | werk=wdr.de | seiten= | zugriff=2019-12-22 | sprache= | format= | kommentar= | zitat= | offline= }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies führte zu einer Stellungnahme des Sächsischen Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine als Verband der Brauchtumswahrer des Landstriches mit der frühesten und über Jahrhunderte ursprünglichsten Überlieferung des Steigerliedes. Die auf eine tiefgreifende Betrachtung der Thematik ausgerichtete Diskussionsgrundlage wurde durch die Presse zu einem „Streit“ um den „richtigen“ Text ausgedeutet. Tatsächlich ging es aber vor allem darum, die Einbeziehung der Entstehungsregion zu erreichen und die Akteure der erzgebirgischen Bergbautradition mit den Antragstellern in Beziehung zu setzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | wayback=20210812061324| url=https://www.mdr.de/sachsen/chemnitz/annaberg-aue-schwarzenberg/auseinandersetzung-steigerlied-100.html | format= |text=Wem gehört welches Steigerlied?}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund dieser Stellungnahme wurde der ursprüngliche Antrag unter Hinzuziehung eines Lenkungskreises aus Fachleuten eingehend überarbeitet und umfassend erweitert. Dem Antrag waren nun zusätzlich Stellungnahmen aller deutschen Landesverbände der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine beigefügt. Damit wurde die Antragstellung für alle Kulturlandschaften betont, die durch das Berg- und Hüttenwesen geprägt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2023 wurde das Singen des Steigerlieds offiziell in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.unesco.de/kultur-und-natur/immaterielles-kulturerbe/immaterielles-kulturerbe-deutschland/steigerlied |titel=Bundesweites Verzeichnis Immaterielles Kulturerbe |abruf=2023-03-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits am 17. April 2020 war das Lied zudem in das [[Inventar des immateriellen Kulturerbes von Nordrhein-Westfalen]] aufgenommen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mkw.nrw/Presse/Immaterielles_Kulturerbe_Steigerlied_Trinkhallenkultur |titel=Immaterielles Kulturerbe: Steigerlied und Trinkhallenkultur werden in Landesinventar aufgenommen |werk=mkw.nrw |hrsg=Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen |datum=2020-04-17 |abruf=2021-05-12 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Heilfurth]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Bergmannslied. Wesen, Leben, Funktion. Ein Beitrag zur Erhellung von Bestand und Wandlung der sozialkulturellen Elemente im Aufbau der industriellen Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Bärenreiter, Kassel/Basel 1954, {{DNB|451902556}}, bes. S. 429–439 (Text und Melodie zahlreicher Varianten), S. 636–643 (Verzeichnis aller Belege des Liedes).&lt;br /&gt;
* Stefan Sander, Andreas Pieper: &amp;#039;&amp;#039;„…unter der blühenden Linde“. Fakultätsstrophen zur „Lindenwirtin“ und zum „Steigerlied“.&amp;#039;&amp;#039; Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte, Essen 2007, {{OCLC|254851513}}, S. 81–120 (2. Auflage ebd. 2008).&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Heino Neuber |Titel=„Glück auf! Der Steiger kommt.“ |TitelErg=Allerlei zur Geschichte und Bedeutung eines sächsischen Volksliedes. |Hrsg=Sächsischer Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.&amp;amp;nbsp;V. |Sammelwerk=Schriftenreihe zum Sächsischen Berg- und Hüttenwesen |Band=1 |Auflage=2 |Verlag= |Datum=2020 |Ort=Freiberg |ISBN=978-3-00-066071-9 |Seiten=176}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Steigerlied}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Allgemeines Deutsches Kommersbuch:221#486|Glück auf, Glück auf}}&lt;br /&gt;
* [http://ingeb.org/Lieder/gluckauf.html Text und Hörbeispiele]&lt;br /&gt;
* {{Deutsches Volksliedarchiv|glueck_auf_glueck_auf_der_steiger_kommt|Glück auf, Glück auf! Der Steiger kommt|Autor=Tobias Widmaier|Jahr=2008}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=https://www.mdr.de/kultur/musik/erzgebirge-aufnahme-steigerlied-immaterielles-kulturerbe-100.html | titel=Bergbauregion Erzgebirge: Das Steigerlied soll immaterielles Kulturerbe werden | titelerg= | autor= | hrsg= | werk=mdr.de | seiten= | datum=2021-02-07 | archiv-url= | archiv-datum= | abruf=2021-02-10 | sprache= | format= | kommentar= | zitat= | offline= }}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Deutscher Liederhort]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 3, [https://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=njp.32101064313123&amp;amp;seq=365 No. 1512 &amp;quot;Bergmannslied&amp;quot; und No. 1513 &amp;quot;Bergmannslied (1740)&amp;quot;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=1234474387|VIAF=309302750}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkslied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentenlied]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Cherzo136</name></author>
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