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	<title>Stehversuch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T22:46:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stehversuch&amp;diff=2241290&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-08-07T01:00:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sur place - Yondi Schmidt - Grégory Baugé.jpg|mini|hochkant|Stehversuch zwischen dem Niederländer [[Yondi Schmidt]] (l.) und dem Franzosen [[Grégory Baugé]]]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stehversuch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (engl.: &amp;#039;&amp;#039;standstill&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;track stand&amp;#039;&amp;#039;; frz.: &amp;#039;&amp;#039;surplace&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Begriff aus dem [[Bahnradsport]], der ein taktisches Manöver im [[Sprint (Bahnradsport)|Sprint]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahn-Sprint wird in der Regel von zwei Fahrern über zwei bis drei Runden (je nach Bahnlänge ca. 750 bis 1000 Meter) gefahren. Dabei wäre es –&amp;amp;nbsp;von der Möglichkeit taktischer Manöver wie z.&amp;amp;nbsp;B. dem Überraschungsangriff abgesehen&amp;amp;nbsp;– unklug, das Rennen von Beginn an mit hoher Geschwindigkeit zu bestreiten, weil sich der Gegner dann einfach in den Windschatten hängen und am Schluss den Führenden aus dem [[Windschatten]] heraus überholen würde. Daher fahren die Fahrer anfangs meist nur langsam und beobachten sich gegenseitig, wobei jeder Fahrer versucht, in die für den finalen Sprint günstigere Position zu kommen. Dies ist in der Regel die hintere: Man hat den Gegner im Blick, kann Angriffe besser abfangen, und im Zielsprint kann der hintere Fahrer den Windschatten des vorderen für sich ausnutzen, z.&amp;amp;nbsp;B. indem er vor dem Überholen in den Windschatten hineinbeschleunigt („Sprinterloch“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene taktische Möglichkeiten, mit denen der führende Fahrer versuchen kann, seinem Gegner die führende Position aufzuzwingen (die Startreihenfolge wird ausgelost). Eine davon ist der Stehversuch: Dabei bleibt der Fahrer auf der Stelle stehen, was den Gegner zwingt, entweder ebenfalls stillzustehen oder vorbeizufahren und so die Führung zu übernehmen. Dabei darf der Fahrer sich nirgendwo festhalten und darf auch nicht mit den Füßen den Boden berühren, er muss also auf dem stillstehenden Rad balancieren. Dieses darf sich dabei nicht mehr als 20 Zentimeter rückwärts bewegen. Stehversuche sind erst ab der zweiten Runde erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technik des Stehversuchs besteht darin, das Rad zwar „bergab“ zur Bahn zu stellen, das Vorderrad aber nach rechts „bergauf“ einzuschlagen. Leichtes Vorwärts- und Rückwärtstreten der annähernd waagerecht gestellten Kurbeln erzeugt kleine Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen des Rades. Diese Bewegungen stoßen beide auf den Schwerkraft-Widerstand und bewirken gleichzeitig durch das stark eingeschlagene Vorderrad die ausbalancierenden Seitwärtsbewegungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mulder&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=BnaQU2L2Fck Teun Mulder demonstriert einen Stehversuch auf YouTube]&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings ist es im Wettkampf nicht immer möglich, die ideale Ausgangsposition für einen Stehversuch zu finden und ihn unbedrängt auszuführen. Deshalb erfordert dieses Manöver in der Wettkampfpraxis viel Kraft und Geschicklichkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smolik&amp;quot;&amp;gt;[[Hans-Christian Smolik]]/Stefan Etzel: &amp;#039;&amp;#039;Das große Fahrradlexikon&amp;#039;&amp;#039;, Bielefeld 1997, S. 539f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den vergangenen Jahren wurden Zahl und Länge von Stehversuchen bei offiziellen Wettbewerben immer weiter begrenzt. Heute sind pro Lauf nur noch zwei Versuche von jeweils höchstens 30 Sekunden erlaubt. Wird die zeitliche Grenze ohne Änderung der Positionen erreicht, bekommen die Fahrer ein Signal (in der Regel einen Pfiff), der sie zum Weiterfahren auffordert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.uci.ch/mm/Document/News/Rulesandregulation/16/26/54/3-PIS-20150201-E_English.pdf UCI-Reglement für den Bahnradsport (englisch/französisch)] dort: 3.2.039&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch diese zeitliche Begrenzung haben Stehversuche viel von ihrer Bedeutung eingebüßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Sechstagerennen]] hingegen gehören längere Stehversuche auch über Minuten zu den spektakulären und bei den Zuschauern beliebten Einlagen der Sprint-Turniere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Rennen mit den meisten Stehversuchen gilt das zwischen [[Gabriel Poulain]] und [[Henry Mayer (Radsportler)|Henry Mayer]] im Jahre 1906: Nach sechs Stehversuchen von je 20 bis 45 Minuten in einem Entscheidungslauf entschieden die Kampfrichter schließlich auf Remis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smolik&amp;quot; /&amp;gt; Der längste Stehversuch bei einer Bahn-WM neueren Datums fand während der [[UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 1955|Bahn-Radweltmeisterschaften]] 1955 in einem Lauf zwischen dem Niederländer [[Jan Derksen (Radsportler)|Jan Derksen]] und dem Italiener [[Antonio Maspes]] auf der Mailänder [[Velodromo Maspes-Vigorelli|Vigorelli-Bahn]] statt. Er dauerte 32 Minuten und 20 Sekunden und wurde schließlich von den Kommissären abgebrochen. Legendär war auch der Stehversuch von [[Sergio Bianchetto]] und [[Giovanni Pettenella]] im Halbfinale des Sprints der Italienischen Meisterschaften 1965 auf dem &amp;#039;&amp;#039;[[Luigi Ganna|Velodromo Ganna]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Varese]]. Er endete erst nach 63 Minuten, als Bianchetto bei großer Hitze von Krämpfen geschüttelt und vollkommen erschöpft einen Kreislaufkollaps erlitt und vom Fahrrad fiel. Pettenella dagegen verharrte auf seinem Rad, bis die Jury Bianchettos Aufgabe bekanntgab. Der Stehversuch wurde live von der [[Radiotelevisione Italiana|RAI]] im Radio übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www3.varesenews.it/mondiali2008/articolo.php?id=77983 |wayback=20180210181508 |text=&amp;#039;&amp;#039;Pettenella e Bianchetto: quei 63&amp;#039; da record sulla pista di Masnago&amp;#039;&amp;#039; auf varesenews.it }}, abgerufen am 16. April 2017 (ital.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Werner Scharch]]: &amp;#039;&amp;#039;Faszination des Bahnradrennsports&amp;#039;&amp;#039;, Tenningen 1977, S. 35ff.&lt;br /&gt;
* Walter Grimm: &amp;#039;&amp;#039;Stillstandsversuch der Sprinter – taktische Finessen&amp;#039;&amp;#039;, in: Radsport Nr. 9/1964, Hrsg. [[Bund Deutscher Radfahrer]], Köln 1964, S. 9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Track stand|Stehversuch|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://radsportgalerie.schuermann-muenster.de/Stehversuch.htm Stehversuch zwischen Jan Derksen und Antonio Maspes auf radsportgalerie.schuermann-muenster.de]&lt;br /&gt;
* [http://www.rad-net.de/html/verwaltung/reglements/wb-bahn_03-2015.pdf Wettkampfbestimmungen für den Bahnradsport des Bundes Deutscher Radfahrer] (PDF; 567&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Radsportbegriff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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