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	<title>Stehplatz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T10:26:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stehplatz&amp;diff=2207580&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Versammlungsstätten */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-07-25T13:49:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Versammlungsstätten: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stehplatz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet einen [[Volumen|Raum]], der für [[stehen]]de [[Person]]en nutzbar und reserviert ist. Unter dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;Stehplatz&amp;#039;&amp;#039; ist nicht lediglich zweidimensional eine bestimmte Fläche (Platz), sondern ein dreidimensionaler Raum zu verstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach [[Johann Christoph Adelung]] in [https://lexika.digitale-sammlungen.de//adelung/online/angebot Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart], Ausgabe Wien, 1811, ist das Wort &amp;#039;&amp;#039;Platz&amp;#039;&amp;#039; verwandt mit &amp;#039;&amp;#039;Platt&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Platte&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Pflaster&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Blatt&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Breit&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Flötz&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Pendant ist der [[Sitzplatz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Stehplätze werden heutzutage vor allem in [[Transportmittel]]n (in [[Omnibus|Bussen]] und [[Wasserfahrzeug]]en des [[Nahverkehr]]s, [[Regionalzug|Regionalzügen]] oder [[Seilbahn]]en, [[Aufzugsanlage|Aufzügen]]), in Veranstaltungsorten ([[Konzerthalle]]n, [[Stadion|Stadien]]) und bei [[Arbeitsplatz|Arbeitsplätzen]] verwendet und gesetzlich&amp;lt;ref&amp;gt;Deutschland siehe [[Versammlungsstättenverordnung]]&amp;lt;/ref&amp;gt; oder mittels Normen&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zum Beispiel Deutschland: EN 13200 / DIN 13200 (Zuschaueranlagen). Richtlinie zur Beurteilung von Stehplätzen in Kraftomnibussen (OmnibusStehplBeurtRL). Beispiel Österreich: EN 13200 / ÖNORM EN 13200 (Zuschaueranlagen).&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert. Dabei steht der Stehplatz als finanziell günstige Alternative dem [[Sitzplatz]] gegenüber&amp;lt;ref&amp;gt;Der Stehplatz wird dem Sitzplatz begrifflich gegenübergestellt, vgl. Wolfgang Müller, &amp;#039;&amp;#039;Das Gegenwort-Wörterbuch: ein Kontrastwörterbuch mit Gebrauchshinweisen&amp;#039;&amp;#039;, de Gruyter, Berlin, 2000, ISBN 3-11-016885-5, [https://books.google.at/books?id=qTjEZ4HM-10C&amp;amp;pg=PA476&amp;amp;dq=stehplatz&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=O3VKTe2YJ8Xa4Ab2yJyJDA&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q=stehplatz&amp;amp;f=false S. 476]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stehplätze können auch an oder auf Transportmitteln bestehen (zum Beispiel bei [[Müllfahrzeug|Müllsammelfahrzeugen]], [[Traktor|landwirtschaftlichen Fahrzeugen]], [[Hubstapler]], [[Gabelstapler]] etc.). In diesem Zusammenhang handelt es sich in der Regel um Arbeitsplätze.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu zum Beispiel (Österreich): ÖNORM A 8010:2010 07 15 über die Ergonomische Gestaltung von Büroarbeitsplätzen – Grundsätzliche Einflussfaktoren und Ermittlung des Flächenbedarfs. ÖNORM EN ISO 14738:2009 05 15 über die Sicherheit von Maschinen – Anthropometrische Anforderungen an die Gestaltung von Maschinenarbeitsplätzen (ISO 14738:2002 + Cor 1:2003 + Cor 2:2005).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgestaltung von Stehplätzen ==&lt;br /&gt;
Stehplätze müssen so ausgestaltet werden, dass sie den beförderten, wartenden, beobachtenden etc. Personen entsprechend einen sicheren Aufenthalt ermöglichen. Für Stehplätze muss daher ausreichend Raum und es müssen geeignete Schutz- und Festhalteeinrichtungen in ausreichender Anzahl vorhanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mindestfläche ===&lt;br /&gt;
Die Mindestfläche für Stehplätze wird je nach Anforderung festgelegt. In [[Versammlungsstätte]]n ist die Festlegung der Mindestfläche für einen Stehplatz Ländersache (Deutschland, Österreich – siehe unten). In Beförderungsmitteln wird durchschnittlich von 4 Personen je Quadratmeter im Regelbetrieb ausgegangen (= 0,25&amp;amp;nbsp;m² je Person). Bei verdichteter Beförderungszahl und Sonderanlagen von etwa 8 Personen je Quadratmeter (= 0,125&amp;amp;nbsp;m² je Person).&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe hierzu zum Beispiel: [[SiU-5]], [[Stadtbahn Bielefeld]], [[Stadtbus (Bauarten)]], [[Eurotram]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Berechnung der Anzahl der zulässigen Stehplätze werden verschiedene Faktoren einbezogen. Von der Gesamtnutzfläche werden zum Beispiel Flächen für&lt;br /&gt;
* Stufen,&lt;br /&gt;
* Türen und Türflügelschwenkbereiche,&lt;br /&gt;
* Trennwände, Absperrflächen, Absperrgitter, [[Haltegriff (Fahrzeug)|Haltegriffe]], Geländer etc.,&lt;br /&gt;
* Flächen, bei denen ein aufrechtes Stehen nicht möglich ist,&lt;br /&gt;
* Flächen, die nicht zugänglich sind.&lt;br /&gt;
abgezogen. Bei Fahrzeugen werden zusätzlich bestimmte Flächen nicht einbezogen:&lt;br /&gt;
* Fläche des Führerraumes,&lt;br /&gt;
* Fläche deren Neigung ein sicheres Stehen während der Fahrt nicht gewährleistet,&lt;br /&gt;
* Fläche aller Bereiche, bei denen die lichte Höhe über dem Fußboden weniger als 1,80&amp;amp;nbsp;m beträgt (in der Regel ohne Berücksichtigung der Haltegriffe);&lt;br /&gt;
* Flächen, bei denen die Sicht auf den Rückspiegel oder sonstige Sicherheitseinrichtungen verstellt wird;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Versammlungsstätten ===&lt;br /&gt;
Die höchste zulässige Personenanzahl und damit auch der Stehplätze je Versammlungsstätte richtet sich unter anderem nach den vorhandenen Not- und Fluchtwegen, der maximalen Größe der Versammlungsstätte, Anzahl von Versammlungsräumen / -plätzen, Art der Veranstaltung, der Belüftungsanlage, feuerpolizeilichen Beschränkungen, Größe der sanitären Anlagen etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grundregel gilt ein bis zwei&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe hierzu zum Beispiel: Verordnung des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg über den Bau und Betrieb von Versammlungsstätten (Versammlungsstättenverordnung – VStättVO) vom 28. April 2004 (GBl. S. 311); Verordnung über Bau und Betrieb von Sonderbauten (Sonderbauverordnung – SBauVO) in Nordrhein-Westfalen, GV. NRW. 2009/34; Hamburg: Verordnung über den Bau und Betrieb von Versammlungsstätten (Versammlungsstättenverordnung – VStättVO) vom 5. August 2003 (HmbGVBl. S. 420); Niedersächsische Versammlungsstättenverordnung (NVStättVO) vom 8. November 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt; maximal drei&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zum Beispiel: §&amp;amp;nbsp;13 Abs.&amp;amp;nbsp;6 Gesetz betreffend Lage, Beschaffenheit, Einrichtung und Betrieb von Veranstaltungsstätten (Wiener Veranstaltungsstättengesetz). Mindestbreite je Stehplatz 50&amp;amp;nbsp;cm. Siehe auch §&amp;amp;nbsp;31 Oberösterreichische Bautechnikverordnung, LGBl&amp;amp;nbsp;106/1994.&amp;lt;/ref&amp;gt; Besucher je m² Grundnutzfläche des Versammlungsraumes. Für Stehplätze auf Stufenreihen wird teilweise eine höhere Anzahl von Personen zugelassen (zum Beispiel zwei bis vier&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zum Beispiel: §&amp;amp;nbsp;13 Abs.&amp;amp;nbsp;6 Gesetz betreffend Lage, Beschaffenheit, Einrichtung und Betrieb von Veranstaltungsstätten (Wiener Veranstaltungsstättengesetz), sofern die Stufe mindestens 40&amp;amp;nbsp;cm breit ist.&amp;lt;/ref&amp;gt; Besucher je laufendem Meter Stufenreihe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausnahmen bestehen in den gesetzlichen Bestimmungen oftmals für die dem [[Sakralbau|Gottesdienst gewidmeten Räume oder Gebäude]], Unterrichtsräume an [[Schule]]n, Seminarräume, beispielsweise in [[Hochschule]]n, Ausstellungsräume in [[Museum|Museen]] und teilweise für [[Fliegender Bau|Fliegende Bauten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stehplätze in Versammlungsstätten, insbesondere in [[Oper]]n und ähnlichen, werden teilweise abwertend als &amp;#039;&amp;#039;billige Plätze&amp;#039;&amp;#039; (zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Trampelloge&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet und angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe z.&amp;amp;nbsp;B. Marion A. Kaplan, &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des jüdischen Alltags in Deutschland: vom 17. Jahrhundert bis 1945&amp;#039;&amp;#039;, Beck, München 2003, ISBN 3-406-50205-9, [https://books.google.at/books?id=nffnQsOryPEC&amp;amp;pg=PA284&amp;amp;dq=stehplatz&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=WHVKTfWtCoqH5Abk34y7Cw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q=stehplatz&amp;amp;f=false S. 284].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fahrzeuge ===&lt;br /&gt;
==== Bodenfahrzeuge ====&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Sitz- und Stehplätze richtet sich bei Bodenfahrzeugen in der Regel nach den baulichen Gegebenheiten, [[Nutzlast]] des Fahrzeuges, den [[Verkehrsweg]]en sowie die Höhe des Innenraumes und der Abmessungen und Anordnung der Türöffnungen (und [[Notausgang|Notausstiegen]]), durch welche ein rasches Aussteigen der beförderten Personen ermöglicht sein muss. Ausnahmen sind vielfach für Fahrzeuge des [[Militär]]s, des [[Bevölkerungsschutz|Zivilschutzes]], der [[Feuerwehr]], der [[Polizei]], des [[Zoll (Behörde)|Zolls]] und des [[Rettungsdienst]]s vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der schweizerischen [[Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge]] (SR 741.41, Anhang 9) muss die Grundfläche eines Stehplatzes mindestens 0,125&amp;amp;nbsp;m² (Zif. 26) bzw. 0,15&amp;amp;nbsp;m² (Zif. 332.41) betragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In §&amp;amp;nbsp;15 Abs.&amp;amp;nbsp;1 der österreichischen Straßenbahnverordnung 1957 (aufgehoben)&amp;lt;ref&amp;gt;BGBl 214/1957, aufgehoben durch BGBl. II Nr. 76/2000.&amp;lt;/ref&amp;gt; war vorgesehen, dass für die Berechnung der Stehplatzanzahl für jeden Stehplatz&lt;br /&gt;
* auf der Plattform 0,20&amp;amp;nbsp;m²,&lt;br /&gt;
* im Fahrzeuginnern 0,25 m²&lt;br /&gt;
benutzbare Bodenfläche zugrunde zu legen sei. Nach §&amp;amp;nbsp;15 Abs.&amp;amp;nbsp;2 dieser Straßenbahnverordnung 1957 war vorübergehend auch eine stärkere als die errechnete Besetzung zulässig, wenn die stärkere Besetzung aus Verkehrsgründen unvermeidbar und durch diese das Zugpersonal nicht gehindert war, neben seinen Dienstverrichtungen noch für die Sicherheit der Fahrgäste zu sorgen. Es war auch vorgesehen, wenn ausschließlich Kinder mit ihren Aufsichtspersonen befördert wurden, dass eine entsprechend höhere Besetzung zulässig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch zur stehenden Transportweise durch Einzelfahrzeuge: [[Segway Personal Transporter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Personenaufzüge und Seilbahnen ====&lt;br /&gt;
Der Fahrkorb einer [[Aufzugsanlage|Personen-Aufzuganlage]] bzw. Kabine einer [[Seilbahn]] ([[Pendelbahn]]) muss so ausgelegt und gebaut sein, dass diese die erforderliche Nutzfläche und Festigkeit entsprechend der vom Herstellerbetrieb festgelegten höchstzulässigen Personenzahl und [[Tragfähigkeit (Technik)|Tragfähigkeit]] des Aufzugs aufweist.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe für Aufzüge zum Beispiel: Anhang I Nr. 1.2 der {{EU-Richtlinie|2006|42|titel=des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Mai 2006 über Maschinen und zur Änderung der Richtlinie 95/16/EG EU-Aufzugrichtlinie}}. {{EU-Richtlinie|2000|9|titel=des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. März 2000 über Seilbahnen für den Personenverkehr}} EU-RL-Seilbahnen für den Personenverkehr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso sind weitere Kriterien die baulichen Vorgaben des raschen Aus- und Zustieges und die [[Bergung (Technische Hilfe)|Bergung von Personen]] im [[Notfall]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wasserfahrzeuge ====&lt;br /&gt;
Bei [[Wasserfahrzeug]]en richtet sich die höchstzulässige Personenanzahl und damit auch der Stehplätze nach den baulichen Gegebenheiten, der Tragfähigkeit des Fahrzeuges und insbesondere auch den vorhandenen Rettungseinrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flugzeuge ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Passenger Experience Week 2018, Hamburg (1X7A3850).jpg|mini|hochkant|Stehsitz-Prototyp für Kurzstreckenflüge]]&lt;br /&gt;
Stehplätze in [[Flugzeug]]en wurden für Kurzstreckenflüge in die Diskussion gebracht, sind aber aus Sicherheitsgründen nicht zulässig.&amp;lt;ref&amp;gt;spiegel.de: [https://www.spiegel.de/reise/aktuell/stehplaetze-im-flugzeug-behoerden-stoppen-ryanair-a-688823.html Behörden stoppen Ryanair], 13. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei [[Aerostat]]en, wie [[Heißluftballon]]s sind Stehplätze dagegen durchaus üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Festhaltevorrichtungen in Fahrzeugen ====&lt;br /&gt;
In Fahrzeugen sind entsprechend der Anzahl der Stehplätze, dem zugelassenen Beförderungsfahrzeug, der Einsatzstrecke etc. Festhaltevorrichtungen (Handläufe, Halteriemen oder sonstige Festhaltevorrichtungen) vorzusehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe hierzu grundlegend: Anhang I, Zif. 7.11.2. der {{EU-Richtlinie|2001|85|titel=des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. November 2001 über besondere Vorschriften für Fahrzeuge zur Personenbeförderung mit mehr als acht Sitzplätzen außer dem Fahrersitz und zur Änderung der Richtlinien 70/156/EWG und 97/27/EG}} (ABl. L 42 vom 13. Februar 2002, S. 1).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Festhaltevorrichtungen müssen so beschaffen und angeordnet sein, dass diese auch von den beförderten Personen ([[Erwachsener|Erwachsene]], [[Kind]]er) benutzt werden können. Erforderlichenfalls sind auch noch [[Geländer]] oder ein festes [[Schanzkleid]] vorzusehen. Festhaltevorrichtungen müssen für die Beförderung von Kindern in einer Höhe von 800&amp;amp;nbsp;mm bis 1100&amp;amp;nbsp;mm (Erwachsene maximal 1900&amp;amp;nbsp;mm&amp;lt;ref&amp;gt;Anhang I, Zif. 7.11.2.2. {{EU-Richtlinie|2001|85|titel=des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. November 2001 über besondere Vorschriften für Fahrzeuge zur Personenbeförderung mit mehr als acht Sitzplätzen außer dem Fahrersitz und zur Änderung der Richtlinien 70/156/EWG und 97/27/EG}} (ABl. L 42 vom 13. Februar 2002, S. 1). Zur Prüfeinrichtung in Kraftomnibussen siehe Anhang III Abbildung 20 der vorgenannten Richtlinie.&amp;lt;/ref&amp;gt;) über dem Fahrzeugboden angeordnet und für jeden Stehplatz eine Mindestgrifflänge von &amp;gt;80 mm vorhanden sein. Für Deutschland auch: Anlage X zu §&amp;amp;nbsp;35e Abs.&amp;amp;nbsp;4, §&amp;amp;nbsp;35f, §&amp;amp;nbsp;35i) StVZO.&amp;lt;ref&amp;gt;Für Deutschland: Verlautbarung des Bundesministeriums für Verkehr vom 3. Mai 1996; Az.: StV13/StV 17/36.38.02 [Bekannt gegeben im VkBl. 1996 S. 238]; Vom 14. Juli 2005; Az.: S 33/S 37/S 02/36.38.02 [Bekannt gegeben im VkBl. 2005 S. 604] – Anforderungskatalog für Kraftomnibusse und Kleinbusse, die zur Beförderung von Schülern und Kindergartenkindern besonders eingesetzt werden – Merkblatt für die Schulung von Fahrzeugführern.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Temporäre Stehplätze und Klappsitze ===&lt;br /&gt;
Temporäre Stehplätze bestehen an den Stellen, an denen alternativ [[Klappsitz]]e (Notsitze) zur Verfügung stehen. Klappsitze sind für den gelegentlichen Gebrauch vorgesehene Notsitze, die normalerweise umgeklappt sind und bei denen der Raum im umgeklappten Zustand des Sitzes je nach baulicher Gegebenheit auch als Stehplatz verwendet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ungeeignete Stehplätze ===&lt;br /&gt;
Als Stehplätze ungeeignet sind in der Regel Zu- und Abgänge, [[Fluchtweg|Not- und Fluchtwege]], [[Treppenstufe|Stufen]] (Ausnahme: spezielle zugelassene Stufenplätze), [[Treppenabsatz|Treppenabsätze]], Sitzflächen, Flächen, bei denen ein aufrechtes Stehen nicht möglich ist etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stehplatz als Strafe ==&lt;br /&gt;
Bestimmte Stehplätze als [[Strafe]] dienten vor allem in der Vergangenheit zur Verdeutlichung der [[Ausgrenzung]] von bestimmten Personen aus einer [[Gemeinschaft]]. Die Strafe selbst beinhaltete teilweise&lt;br /&gt;
* sowohl die Anstrengung durch das Stehen selbst als auch&lt;br /&gt;
* die Ausgrenzung der Person, welche wenn die anderen sitzen durften, stehen musste oder&lt;br /&gt;
* welche abseits der anderen (stehenden) Personen stehen musste.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu dieser Variante siehe zum Beispiel den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Synagogenstrafe&amp;#039;&amp;#039; in: Florian Mühlegger, &amp;#039;&amp;#039;Hugo Grotius: ein christlicher Humanist in politischer Verantwortung&amp;#039;&amp;#039;, de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-019956-7, [https://books.google.at/books?id=GyBQkHMX_XsC&amp;amp;pg=PA444&amp;amp;hl=de S. 444] und auch den [[Pranger]] in den verschiedenen Ausführungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Stehplatz als sozialer Ort ==&lt;br /&gt;
Der Stehplatz in Veranstaltungsstätten wie Theater, Oper, Konzerthaus oder Kino befindet sich auf dem „Stehparkett“ und gehört zur verächtlich so bezeichneten Gruppe der „billigen Plätze“. Heute kommt er im deutschen Sprachraum seltener vor. Verbreitet ist der Stehplatz bei Popkonzerten und in Fußballstadien, wo er zur Fankultur gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im shakespeareanischen Theater des 17. Jahrhunderts standen die „Groundlings“ direkt vor der Bühne und konnten mit Schreien und Zwischenrufen auf die Darbietung reagieren. Im englischen Sprachraum heißt eine Aufführung, die wegen des erwarteten Zuschauerandrangs nur Stehplätze bietet, „standing-room only“, abgekürzt „SRO“. Mit der Zeile &amp;#039;&amp;#039;„We all love her, so she plays SRO“&amp;#039;&amp;#039; findet sich der Ausdruck auch in der englischen Übersetzung &amp;#039;&amp;#039;„Take It Off, Petronella“&amp;#039;&amp;#039; des [[Dirnenlied]]es &amp;#039;&amp;#039;„Zieh dich aus, Petronella“&amp;#039;&amp;#039; von [[Kurt Tucholsky]] und [[Friedrich Hollaender]]. Der Wiener Operndirektor [[Claus Helmut Drese]] beschrieb den Stehplatz der Vorkriegszeit als Ort radikaler Intoleranz und Vorschule faschistoiden Meinungsterrors.&amp;lt;ref&amp;gt;Claus Helmut Drese: &amp;#039;&amp;#039;Im Palast der Gefühle: Erfahrungen und Enthüllungen eines Wiener Operndirektors&amp;#039;&amp;#039;. München 1993, [https://books.google.at/books?id=LfEXAQAAIAAJ&amp;amp;q=stehplatz&amp;amp;dq=stehplatz&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=lYRKTfXXDdyg4QaPv_HgCw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result S. 273–275].&amp;lt;/ref&amp;gt; Für [[Oscar Wilde]] befanden sich auf dem Stehplatz die gewöhnlichen und ungebildeten Besucher.&amp;lt;ref&amp;gt;Oscar Wilde: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Bildnis des Dorian Gray]]&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1908, S. 115, 199.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wiener Theaterkritiker [[Peter Jarolin]] meinte, „echte Opernliebhaber“ seien in ihrer Jugend geradezu zu Stehplätzen verpflichtet: „Das ist irgendwie Ehrensache und eines jener ungeschriebenen Gesetze, die es zu befolgen gilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Jarolin |Titel=Stehplatz |Hrsg=Wiener Staatsoper |Sammelwerk=Prolog |Ort=Wien |Datum=2011-11 |Seiten=11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Normen ==&lt;br /&gt;
* {{EU-Richtlinie|2001|85|titel=des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. November 2001 über besondere Vorschriften für Fahrzeuge zur Personenbeförderung}}&lt;br /&gt;
* Deutschland: EN 13200 / DIN 13200 (Zuschaueranlagen).&lt;br /&gt;
* Verwaltungsvorschrift: Richtlinie zur Beurteilung von Stehplätzen in Kraftomnibussen (OmnibusStehplBeurtRL), [[Beuth Verlag]] 1984.&lt;br /&gt;
* Österreich: EN 13200 / ÖNORM EN 13200 (Zuschaueranlagen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Omnibusse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterbauten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transport]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentliches Baurecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentliches Baurecht (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrswirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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