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	<title>Stehendes Heer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T06:19:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stehendes_Heer&amp;diff=650233&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tetrarchyenjoyer: Ergänzungen zum römischen/byzantinischen Heerwesen</title>
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		<updated>2026-03-07T17:39:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzungen zum römischen/byzantinischen Heerwesen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;stehendes Heer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird im Gegensatz zu erst bei Bedarf aufgestellten Truppen (etwa im Rahmen einer [[Miliz (Volksheer)|Milizorganisation]]) ein dauernd unter Waffen stehendes und damit jederzeit einsatzbereites [[Militär]] einschließlich der im [[Reserve (Militärwesen)|Reservesystem]] beurlaubten Verstärkungskräfte bezeichnet. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;stehende Marine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird [[Flotte (Marine)|Flotte]] genannt und bildet die Gesamtheit der aktiven Marinetruppen und der Marinereserve.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vorformen in der Antike  ===&lt;br /&gt;
Stehende Heere sind seit der [[Antike]] bekannt. Die ägyptischen [[Pharao]]nen hatten stehende Heere, ebenso wie die Perser ([[Unsterbliche (Persisches Reich)|Unsterblichen]]), die [[Antikes Griechenland|Griechen]] (zumindest im [[Hellenismus]]) und die [[Römisches Reich|Römer]] (&amp;#039;&amp;#039;Exercitus Romanus&amp;#039;&amp;#039;: [[Römische Legion|Legion]], [[Auxiliartruppen]] sowie in der Spätantike [[Comitatenses]], [[Limitanei]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===  Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] waren stehende Heere eher die Ausnahme, außer in [[Byzantinisches Reich|Byzanz]] ([[Tagma (Einheit)|Tagma]]/[[Bandon (Militär)|Badon]]). Entweder forderte der jeweilige König bzw. [[Lehnsherr]] seine [[Vasallen]] auf, ihrer Dienstpflicht nachzukommen, oder man bediente sich [[Söldner]]heeren, die für denjenigen kämpften, der bezahlte. Die 1384 in [[Braunschweig]] gegründete [[Lilienvente]] soll das erste stehende Heer auf deutschem Boden gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich von Bülow (Verwaltungsjurist, 1762)|Friedrich von Bülow]], [[Theodor Hagemann]], [[Ernst Peter Johann Spangenberg]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Practische Eroerterungen aus allen Theilen der Rechtsgelehrsamkeit.&amp;#039;&amp;#039; Band 9, Hannover 1831, S. 133.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem französischen König [[Karl VII. (Frankreich)|Karl VII.]] wurde ein stehendes Heer aufgestellt. Karl wollte damit vor allem verhindern, dass Söldner, die nach dem Ende des [[Hundertjähriger Krieg|Hundertjährigen Kriegs]] keine Aufgabe mehr hatten, weiterhin plündernd durch das Land zogen und gab ihnen eine Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. In Italien hatte sich das Söldnerwesen im [[Spätmittelalter]] als besonders verheerend gezeigt; trotzdem kämpften bis zum [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] primär Söldnerheere. Die [[Landsknecht]]e als Berufssoldaten bestritten ihren Lebensunterhalt durch Kriegsdienst, bei ausbleibenden Zahlungen des Kriegsherrn oder als Teil der Bezahlung kam es jedoch häufig zu Plünderungen. An der Spitze standen [[Oberst|Obristen]], die sich selten zur Gänze mit der politischen Begründung ihres Einsatzes identifizierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühneuzeitliche stehende Heere ===&lt;br /&gt;
Schon gegen Ende des 16. Jahrhunderts stellten die [[Republik der Sieben Vereinigten Provinzen|Niederlande]] im [[Achtzigjähriger Krieg|Kampf]] gegen die Spanier ein stehendes Heer auf ([[Oranische Heeresreform]]). Aufgrund dieses erfolgreichen Beispiels und der negativen Erfahrungen mit den schwer kontrollierbaren Söldnerheeren im Dreißigjährigen Krieg gingen die Herrschenden in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts dazu über, nach Möglichkeit stehende Heere in ihren Territorien aufzustellen. Schon [[Niccolò Machiavelli|Machiavelli]] hatte erkannt, dass Macht, die auf Söldnerheeren basierte, dauerhaft nichts wert war. Im späten 17. Jahrhundert und im 18. Jahrhundert lösten stehende Heere zunehmend die bis dahin übliche Praxis ab, Armeen bei Bedarf auszuheben, sei es durch Zwangsverpflichtung der Zivilbevölkerung ([[Landfolge]]), den Ruf an Vasallen und [[Lehnsnehmer]] zur [[Heeresfolge]] oder durch die Anwerbung von Söldnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wurden die Obristen der alten Söldnerregimenter durch fürstliche und adelige [[Regimentschef]]s ersetzt. Die Bildung von stehenden Truppen galt nicht nur der verbesserten Reaktion auf kriegerische Auseinandersetzungen, sondern auch der Repräsentation und dem Organisationsdenken des Barockzeitalters und der damit einhergehenden Entwicklung des Finanzwesens, das ein regelmäßiges Steueraufkommen und damit die regelmäßige Bezahlung, ermöglichte. Auch die sogenannte „[[Soldatenspielerei]]“ ist als ein nicht unerheblicher Grund anzusehen, warum selbst die kleinsten Territorien stehende Heere bildeten.&amp;lt;!-- Bedeutung der Fußnote unklar: &amp;lt;ref&amp;gt;Darstellung des Prozesses zur Bildung der stehenden Heere.&amp;lt;/ref&amp;gt; --&amp;gt; Im Zeitalter des [[Absolutismus]] war das stehende Heer eine der wichtigen Stützen der herrschaftlichen Macht, denn die Soldaten konnten nicht allein gegen äußere Feinde, sondern auch zur Unterdrückung von Aufständen und Unruhen im Inneren eingesetzt werden. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde während der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] die [[Wehrpflicht]] eingeführt, um das in Friedenszeiten vergleichsweise kleine Heer schnell um eine große Anzahl von Soldaten erweitern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Charakteristisch für stehende Heere waren langfristige oder unbefristete Verträge mit den angeworbenen Soldaten zur Beibehaltung der Truppen auch in Friedenszeiten (daher „stehend“), möglichst einheitliche Bekleidung (Uniform), Ausrüstung und Bewaffnung und eine geregelte Unterbringung der Truppen (Einquartierungs-System bzw. seltener auch Kasernen-Bauten)&amp;lt;ref name = &amp;quot;Enzy-neuz&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Stehendes Heer&amp;#039;&amp;#039; In: [[Enzyklopädie der Neuzeit]] Online&amp;lt;/ref&amp;gt; häufig in Form von Garnisonen in Festungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
Eine Armee, die nur bei Bedarf einberufen wird, ist wesentlich kostengünstiger als ein stehendes Heer. Ein stehendes Heer verursacht auch in Friedenszeiten laufende Kosten, da das Personal trainiert und bezahlt sowie die Ausrüstung ständig gewartet und modernisiert werden muss, um die Einsatzbereitschaft und Effektivität der Armee aufrechtzuerhalten. Jedoch ist die Verteidigungsbereitschaft eines stehenden Heeres höher, da eine [[Mobilmachung|Mobilisierung]] in der Regel schneller vonstattengeht als bei Bedarfsheeren. Auch ist der Trainingszustand meist besser. Darüber hinaus hatten vor allem die Kriege des 16. und 17. Jahrhunderts gezeigt, dass Söldnertruppen oder Landsknechtshaufen beim Tod ihres Feldherrn oder beim Ausbleiben des Solds dazu neigten, auf Kosten der Zivilbevölkerung, vor allem der Bauern, zu plündern und zu marodieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stehende Heere gelten nach [[Immanuel Kant|Kants]] Schrift &amp;#039;&amp;#039;[[Zum ewigen Frieden]]&amp;#039;&amp;#039; als permanente Bedrohung für andere Staaten. Sie seien damit ein Mitverursacher des [[Sicherheitsdilemma]]s und führen zu einem Wettrüsten.&amp;lt;ref&amp;gt;Annika Fränken: [https://www.philomag.de/artikel/immanuel-kants-zum-ewigen-frieden &amp;#039;&amp;#039;Immanuel Kants: Zum ewigen Frieden&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Philosophie Magazin]] 7. April 2022&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Debatte um die [[Verfassung der USA]] verglich [[Elbridge Gerry]], Gouverneur von [[Massachusetts]] ein stehendes Heer mit einem stehenden : „Vorzüglich zur Sicherung des häuslichen Friedens (&amp;#039;&amp;#039;domestic tranquility&amp;#039;&amp;#039;), aber eine gefährliche Versuchung für fremde Abenteuer.“&amp;lt;ref name= &amp;quot;WI&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Stehenden Heere der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
* [[Regiment]]&lt;br /&gt;
* [[Kantonsystem]]&lt;br /&gt;
* [[Wehrpflicht]]&lt;br /&gt;
* [[Krümpersystem]]&lt;br /&gt;
* [[Reserve (Militärwesen)]]&lt;br /&gt;
* [[Berufsarmee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jutta Nowosadtko]]:  &amp;#039;&amp;#039;Stehendes Heer im Ständestaat. Das Zusammenleben von Militär- und Zivilbevölkerung im Fürstbistum Münster 1650–1803&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Regionalgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Band 59). Schöningh, Paderborn u.&amp;amp;nbsp;a. 2011, ISBN 978-3-506-76459-1.&lt;br /&gt;
* Gerhard Papke: &amp;#039;&amp;#039;Von der Miliz zum Stehenden Heer: Wehrwesen im Absolutismus.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Militärgeschichtliches Forschungsamt|Militärgeschichtlichen Forschungsamt]] Freiburg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648–1939.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Pawlak, München 1983, ISBN 3-88199-112-3.&lt;br /&gt;
* [[Ralf Pröve]]: &amp;#039;&amp;#039;Stehendes Heer und städtische Gesellschaft im 18. Jahrhundert. Göttingen und seine Militärbevölkerung 1713–1756&amp;#039;&amp;#039; (= Beiträge zur Militärgeschichte, Band 47). Oldenbourg, München 1995, ISBN 3-486-56060-3.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=[[Lorenz von Stein]]&lt;br /&gt;
 | Titel=Volkswirthschaftliche Studien über stehende Heere&lt;br /&gt;
 | Verlag=Hof- u. Staatsdruckerei&lt;br /&gt;
 | Ort = Wien&lt;br /&gt;
 | Datum=1861&lt;br /&gt;
 | Online=https://books.google.de/books?id=pwGc6d_koAgC&amp;amp;printsec=frontcover&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.preussenchronik.de/begriff_jsp/key=begriff_stehendes+heer.html &amp;#039;&amp;#039;Stehendes Heer&amp;#039;&amp;#039;] In: Preußen-Chronik&lt;br /&gt;
* Andreas Flurschütz da Cruz: [https://www.uni-bamberg.de/fileadmin/hist-ng/Dateien/04_Europas_geliehene_Heere_9_.pdf &amp;#039;&amp;#039;Europas geliehene Heere&amp;#039;&amp;#039;] In: uni.vers (Universitätsmagazin der Universität Bamberg) 2017. S. 18–21&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;WI&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor  = [[ Walter Isaacson]]&lt;br /&gt;
|Titel = Benjamin Franklin: An American Life.&lt;br /&gt;
| Verlag = Simon &amp;amp; Schuster&lt;br /&gt;
| Ort    = New York&lt;br /&gt;
| Datum  = 2003&lt;br /&gt;
| Seiten = 456&lt;br /&gt;
| ISBN   = 0-684-80761-0&lt;br /&gt;
|Sprache=en&lt;br /&gt;
| Online =&lt;br /&gt;
  {{Google Buch&lt;br /&gt;
  | BuchID   = AfZOIC8hVWYC&lt;br /&gt;
  |Seite=456&lt;br /&gt;
  }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Walter Isaacson: Benjamin Franklin: An American Life. Simon &amp;amp; Schuster, New York 2003, ISBN 0-684-80761-0 [Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen] (englisch).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4132331-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeine Truppenkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stehendes Heer (Frühe Neuzeit)|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tetrarchyenjoyer</name></author>
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