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	<title>Stehbunker - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T06:54:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stehbunker&amp;diff=1715680&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Polarlys: /* Dachau */ weder das eine noch das andere ist ätzend</title>
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		<updated>2026-04-23T09:28:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Dachau: &lt;/span&gt; weder das eine noch das andere ist ätzend&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stehbunker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; waren [[Gefängniszelle|Zellen]] für die [[Folter|Folterhaft]], die aufgrund ihrer geringen Größe nur ein Stehen zuließen. Sie wurden in den [[Konzentrationslager]]n des [[NS-Staat]]es sowie in sowjetischen [[Gulag]]s zur Bestrafung von Häftlingen errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oranienburg ==&lt;br /&gt;
SA-Lagerkommandant [[Werner Schäfer (KZ-Kommandant)|Werner Schäfer]] ließ 1933 im Keller des [[KZ Oranienburg]] zwei Zellen errichten. Die Zellengröße ermöglichte nur einer Person das Stehen. Ein [[KZ-Häftling]] namens Neumann war dort 192 Stunden eingesperrt und wurde dadurch angeblich wahnsinnig. Teils wurden Häftlinge auch in enge Schränke gesperrt, in denen sie nur stehen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auschwitz ==&lt;br /&gt;
Auch im [[KZ Auschwitz I (Stammlager)#Lagergefängnis|Stammlager des KZ Auschwitz]] gab es Stehbunker, die zugleich [[Dunkelzelle]]n waren. In der Zelle 22 des [[Block 11 (KZ Auschwitz)|Blocks 11]] (Lagergefängnis, auch Todesblock genannt) wurden, nachdem [[Hans Aumeier]] Schutzhaftlagerführer geworden war, Anfang 1942 vier jeweils knapp einen Quadratmeter große Stehzellen eingebaut. In jede Stehzelle wurden vier Häftlinge eingepfercht, die zunächst durch ein kleines Schlupfloch am Zellenboden in die Zelle kriechen mussten, das danach verschlossen wurde. Da nur eine sehr kleine Öffnung Luftzufuhr ermöglichte, drohte den Häftlingen der Erstickungstod. Die Häftlinge wurden je nach „Vergehen“ teilweise über mehrere Nächte in den Zellen gefangengehalten. Auch im [[KZ Auschwitz-Birkenau]] und den Außenlagern des KZ Auschwitz [[KZ Fürstengrube|Fürstengrube]], [[KZ Eintrachthütte|Eintrachthütte]] sowie [[SS-Arbeitslager Neu-Dachs|Neu-Dachs]] waren Stehzellen vorhanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Irena Strzelecka: &amp;#039;&amp;#039;Strafen und Folter&amp;#039;&amp;#039;. In: Wacław Długoborski, [[Franciszek Piper]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz 1940–1945. Studien zur Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, Oswiecim 1999, ISBN 83-85047-76-X. Band II: &amp;#039;&amp;#039;Die Häftlinge – Existenzbedingungen, Arbeit und Tod&amp;#039;&amp;#039;, S. 467.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem [[Arthur Liebehenschel]] im November 1943 neuer Kommandant des Stammlagers geworden war, erließ er laut dem Auschwitzüberlebenden [[Hermann Langbein]] u.&amp;amp;nbsp;a. eine Bunkeramnestie, stellte die [[Selektion (Konzentrationslager)|Selektionen]] zur Erschießung in Block 11 ein und ließ die [[Schwarze Wand (KZ Auschwitz)|Schwarze Wand]] sowie die Stehzellen abreißen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Langbein: &amp;#039;&amp;#039;Menschen in Auschwitz.&amp;#039;&amp;#039; Ullstein, Frankfurt am Main / Berlin / Wien 1980, ISBN 3-548-33014-2, S. 59 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Exekutionen von Häftlingen wurden danach im [[Gaskammern und Krematorien der Konzentrationslager Auschwitz#Krematorium IV und V|Krematorium IV des KZ Auschwitz-Birkenau]] vorgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sybille Steinbacher]]: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz: Geschichte und Nachgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2004, ISBN 3-406-50833-2, S. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dachau ==&lt;br /&gt;
Die Häftlingszahl im [[KZ Dachau]] war in den letzten Kriegsjahren stark gestiegen; das Lager war überfüllt. Im Herbst 1944 errichtete die Lagerleitung Stehbunker. Die gemauerten Kammern ähnelten Schornsteinen. Sie hatten die Maße 75&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;80&amp;amp;nbsp;cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Flächen wurden nach Ende des Lagers in den baulichen Überresten abgemessen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Oben befand sich eine Lüftungsöffnung, eine schmale Tür mit einer Eisenstange verriegelte den Stehbunker. Die intensivierte „Strafmaßnahme“ sparte Platz und verstärkte die Straftortur. Häftlinge waren dadurch kürzere Zeit der [[Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus|Zwangsarbeit]] im Lager entzogen. Auch im [[KZ-Außenlager München-Allach]] wurden Stehbunker errichtet, dort waren die Zellen enger als im Hauptlager Dachau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielsweise verbrachten der Häftling K.&amp;amp;nbsp;A. Gross und der polnische Häftling Max Hoffmann Tage im Stehbunker. Letzterer beschrieb sie folgendermaßen:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Es war ein schrecklicher Zustand, als ich dachte, daß es mit mir zu Ende ist, als mir alles so gleichgültig und in weiter Ferne war. Ich konnte mich nicht hinlegen, in die Hocke konnte ich nicht gehen, das beste war stehen, stehen, sechs Tage und sechs Nächte lang. […] Mit den Ellenbogen berührst du zu beiden Seiten die Wände, mit dem Rücken berührst du die Wand hinter dir, mit den Knien die Wand vor dir. […] Das ist keine Strafe oder Untersuchungshaft, das ist [[Folter]], direkte mittelalterliche Folter. Ich hatte blutunterlaufene Augen, war von schlechter Luft betäubt, habe nur auf das Ende gewartet.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Karel Kasak: &amp;#039;&amp;#039;Cesi v koncentracnim tabore Dachau.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Almanch Dachau. Kytice udalosti a vzpominek.&amp;#039;&amp;#039; Praha 1946. Zitiert bei: Zámečník: &amp;#039;&amp;#039;Das war Dachau&amp;#039;&amp;#039;. S.&amp;amp;nbsp;349.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Johannes Neuhäusler]] erhielt ein Haftinsasse im Stehbunker drei Tage lang nur ein Stück Brot.&amp;lt;ref&amp;gt;Neuhäusler bezieht sich hier auf die beiden Geistlichen Theissig aus Aachen sowie Johann Lenz.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am vierten Tag wurden Häftlinge herausgeholt, es gab eine normale Ration Lageressen, sie durften auf einer Pritsche schlafen. Am nächsten Tag begann erneut die dreitägige Haft im Stehbunker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Unterbrechung nach dem dritten Tag wurde nicht immer eingehalten. Der tschechische Häftling Radovan Drazan verbrachte acht Tage ohne Pause im Stehbunker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wacław Długoborski]], [[Franciszek Piper]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz 1940–1945. Studien zur Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, Oswiecim 1999, ISBN 83-85047-76-X. Fünf Bände:&lt;br /&gt;
** I. Aufbau und Struktur des Lagers.&lt;br /&gt;
** II. Die Häftlinge – Existenzbedingungen, Arbeit und Tod.&lt;br /&gt;
** III. Vernichtung.&lt;br /&gt;
** IV. Widerstand.&lt;br /&gt;
** V. Epilog.&lt;br /&gt;
* [[Stanislav Zámečník]]: &amp;#039;&amp;#039;Das war Dachau.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.:  Comité International de Dachau. Luxemburg 2002, S.&amp;amp;nbsp;348–350.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konzentrationslagersystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Folter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Polarlys</name></author>
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