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	<title>Stegreiftheater - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T06:03:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stegreiftheater&amp;diff=134946&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, Kleinkram</title>
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		<updated>2023-10-07T12:14:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stegreiftheater&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Form des [[Theater]]s, bei dem die [[Schauspieler]] „aus dem [[Stegreif]]“ spielen. Es hat sich aus der [[Commedia dell’arte]] entwickelt und ist eine Vorform des modernen [[Improvisationstheater]]s. Häufig nimmt es die Form der [[Komödie]] an; man spricht dann von einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stegreifkomödie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Noch im 19. Jahrhundert gab es (deutsche) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stegreifdichter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Stegreifdichtung war seit der [[Antike]] ([[Skolion]]) verbreitet und wurde in der altnordischen Dichtkunst der [[Skalde]]n und in der [[Spielmann]]sepik  gepflegt. Besonders in [[Volksdichtung]] wurden Spielformen bevorzugt, in denen der [[Schauspieler]] den Text nach eigener oder Publikums Stimmung variieren konnte. Die allmählich als Verwilderung der Theatersitten empfundene Stegreifdichtung wurde durch die Theaterreform [[Johann Christoph Gottsched]]s im 18. Jahrhundert abgeschafft und in [[Österreich]] aus Gründen der [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]] 1752 sogar verboten. Auch die Stegreifrede, eine alte rhetorische Kunst, wird nicht mehr gelehrt, sondern der rhetorischen Begabung des Einzelnen überlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20040315230923/http://home.arcor.de/glanlaender/buergerhaus/redewendungen.htm Alte Redewendungen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Schauspieler aus dem Stegreif zu sprechen oder zu agieren, war beispielsweise in [[England]] zur Zeit [[William Shakespeare|Shakespeares]] und in den [[barock]]en Volkstheatern üblich. In der Commedia dell’Arte entwickelte sich die [[Improvisation]] zu einer festen Kunstform und beeinflusste unter anderem die [[Alt-Wiener Volkstheater]] und die „[[Haupt- und Staatsaktion]]en“ der [[Deutsche Wanderbühne|deutschen Wanderbühnen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.referate-max.de/referate/001028_wiener_volkskomoedie.htm Wiener Volkskomödie]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Mitteleuropa]] hat sich die Tradition des Stegreiftheaters in Form von [[Volksstück]]en, [[Moritat]]en, [[Ritterspiele]]n usw. bis heute erhalten, speziell im [[Süddeutschland|süddeutschen]] Raum und in Österreich. [[Goethe]]s Stegreifdichtung &amp;#039;&amp;#039;Palaeophron und Neoterpe&amp;#039;&amp;#039; erschien 1801.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.projekt-gutenberg.org/goethe/palaeoph/palaeoph.html Palaeophron und Neoterpe]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Luigi Pirandello]]s Stück &amp;#039;&amp;#039;Questa sera si recita a soggetto&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Heute abend wird aus dem Stegreif gespielt&amp;#039;&amp;#039;) kam 1930 auf die Bühnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jacob Levy Moreno]] skizziert in seinem 1924 erschienenen Buch &amp;#039;&amp;#039;Das Stegreiftheater&amp;#039;&amp;#039; erstmals theoretische Konzepte, er gilt als Pionier des modernen Improvisationstheaters.&amp;lt;ref&amp;gt;Jakob L. Moreno: &amp;#039;&amp;#039;Das Stegreiftheater.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Beacon House, Beacon NY 1970.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gunter Lösel: &amp;#039;&amp;#039;Das Spiel mit dem Chaos. Zur Performativität des Improvisationstheaters&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Theater.&amp;#039;&amp;#039; 56). Transcript, Bielefeld 2013, ISBN 978-3-8376-2398-7 (Zugleich: Hildesheim, Universität, Dissertation, 2012: &amp;#039;&amp;#039;Das Spiel mit dem Chaos – Performativität und Systemcharakter des Improvisationstheaters.&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tom Witkowski]] nahm die Tradition des Stegreiftheaters 1994 mit der Stegreifkomödie [[Das Narrenfest]] wieder auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sabine Rother |Titel=Narrenfest: Clowns sind unglaublich eitel … aber sehr sozial |Sammelwerk=[[Aachener Zeitung]] |Datum=1994-09-03 |Seiten=19A}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wurde in verschiedenen Fassungen gespielt: zur Verleihung des [[Karlspreis]]es 1996 an  Königin [[Beatrix (Niederlande)]] als [[Comedia del Regio]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kerstin Lüpschen |Titel=Auf der Bühne spielen die Grenzen keine Rolle mehr (Gemeinsames Stück von Theatergruppen aus drei Ländern) |Sammelwerk=[[Aachener Zeitung]] |Datum=1995-11-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=(mow) Foto: Schmitter |Titel=Spritziges &amp;#039;&amp;#039;Spektakel del’Regio&amp;#039;&amp;#039; (Aktionskunst aus drei Ländern – Harte Nüsse schon beim Einlass) |Sammelwerk=Aachener Zeitung |Band=Karlspreis ’96 |Datum=1996-04-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 2013 als Europafassung [[Die Zugvögel]]. Die letzte Fassung ist auch ein Geschenk an das [[Zimmertheater Tübingen]], das seit 2018 das [[Stadttheater Tübingen]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Wilhelm Triebold |Titel=„Als Stadttheater in die Zukunft“ und „Feierstunde“. Tom Witkowski hat extra für diesen Anlass einen „Narrenfest“-Beitrag gedichtet.|Hrsg=Schwäbisches Tageblatt|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=|Verlag=|Ort=Tübingen|Datum=2018-12-07|Seiten=|ISBN=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berühmte Stegreifdichter waren [[Martin Opitz]], [[Ferdinand Sauter]] und [[Ernst Rudolf Neubauer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwandte Kunstformen ==&lt;br /&gt;
Die [[Jugendbewegung]]en ab der Mitte des 20. Jahrhunderts brachten weitere Formen des [[Laienspiel]]s hervor, die ebenfalls teilweise aus dem Stegreif arbeiten. Nicht zuletzt müssen das [[Kabarett]] und das [[Kasper]]theater erwähnt werden, die vom [[Humor]] „aus dem Stand“ oder vom [[Extempore]] in Richtung Publikum leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition des [[Andalusien|andalusischen]] [[Zadschal]]s wird heute in der [[Levante]] gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstand das moderne [[Improvisationstheater]] mit seinen vielfältigen Spielformen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Esme Winter-Froemel, Angelika Zirker: &amp;#039;&amp;#039;Stegreifdichtung&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Gert Ueding]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Wörterbuch der Rhetorik]].&amp;#039;&amp;#039; Band 10: &amp;#039;&amp;#039;Nachträge A–Z.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin u. a. 2012, ISBN 978-3-11-023424-4, Sp. 1265–1274, (Lizenzausgabe. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2012, ISBN 978-3-534-12028-4, Sp. 1992 ff.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Stegreiftheater}}&lt;br /&gt;
* [http://www.kulturraumverdichtung.de/koeln-um-1800/coleridge S. T. Coleridge und Köln (1828)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4183004-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theatergenre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Improvisationstheater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redekultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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