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	<title>Steffen Berg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T11:54:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Steffen_Berg&amp;diff=2133662&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
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		<updated>2024-10-24T17:44:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:2169 Berg Steffen d.jpg|hochkant|mini|Steffen Berg, vor 2002]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steffen Peter Berg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. September]] [[1921]] in [[Düsseldorf]]; † [[22. Januar]] [[2011]] in [[Deisenhofen (Oberhaching)]]) war ein deutscher Rechtsmediziner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Bergs Eltern waren der Gerichtsmediziner Carol Berg und dessen Ehefrau Marie geb. Benoit. Der Vater war in Düsseldorf zunächst Gerichtsarzt und wurde später Professor und Direktor des neugegründeten gerichtsärztlichen Instituts an der [[Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf#Medizinische Akademie (1907/1923 bis 1965)|Medizinischen Akademie Düsseldorf]]. Nachdem der Vater 1936 als Emeritus gestorben war, zog Steffen Berg mit seiner Mutter und seinem Bruder nach München, wo er zwei Jahre später das Abitur ablegte. Anschließend wurde er im [[Reichsarbeitsdienst]] in [[Grabenstätt]] am Chiemsee zur Trockenlegung eines Moores eingesetzt. Schon während der Arbeitsdienstzeit erhielt er eine volle militärische Ausbildung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBH&amp;quot;&amp;gt;Hans-Bernd Herzog: &amp;#039;&amp;#039;Steffen Berg, geb. 27.09.1921, gest. 22.01.2011, Kam. Prinz Eugen 1939, rec. 1944&amp;#039;&amp;#039;. „Die Trausnitz“ Nr. 1/2011, S. 55–63.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studium ===&lt;br /&gt;
Im Herbst 1938 begann er an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Ludwig-Maximilians-Universität]] Medizin zu studieren. Im Frühjahr 1939 besuchte er einen Einführungslehrgang für Studienanfänger, den der [[Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund|Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund]] in [[Seeshaupt]] ausrichtete. Dort lernte er Mitglieder der Münchner [[Kameradschaft (Studentenorganisation)|Kameradschaft]] „Prinz Eugen von Savoyen“ kennen. Berg wurde Mitglied.&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Corpslisten 1996, 159/1956&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige der 35 Angehörigen suchten die Verbindung zur Altherrenschaft des [[Corps Suevia München]]. Mit Beginn des [[Überfall auf Polen|Überfalls auf Polen]] wurde die sog. Trimesterregelung – drei Studienabschnitte in einem Jahr – eingeführt. 1941 nach dem 7. Semester zum [[Heer (Wehrmacht)]] eingezogen, diente Berg von Januar 1941 bis 1943 in einem [[Panzerartillerie]]regiment in [[Russland]]. Der hohe Verlust an Ärzten führte dazu, dass Medizinstudenten ab dem 7. Semester von der [[Kriegsfront]] abgezogen und, in [[Studentenkompanie]]n zusammengefasst, zum Weiterstudium an ihre Heimatuniversitäten [[Kommandierung|abkommandiert]] wurden. So konnte Berg 1943 sein Studium in München fortführen und wieder am Leben der Kameradschaft  teilnehmen. Der „engere Kreis“ innerhalb der Kameradschaft versuchte das corpsstudentische Erbe der Suevia wiederzubeleben. Dazu gehörte auch das (verbotene) [[Mensur (Studentenverbindung)|Fechten]]. In aller Heimlichkeit ließ man sich von Helmut Jebens (1914–1992), einem angehenden Kinderarzt der [[Corps Franconia Tübingen|Tübinger Franken]], auf dem [[Korporationshaus|Corpshaus]] von [[Corps Franconia München|Franconia München]] einpauken. Der erste Münchner [[Bestimmtag]] seit 1938 war der 25./26. Juli 1943 auf dem Haus von [[Corps Bavaria Würzburg|Bavaria Würzburg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBH&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Antreten musste Berg gegen seinen Kartellbruder Walter Höfling, später Hautarzt in Ratingen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zweite Partie focht Berg am 29. April 1944 auf dem Haus von [[Corps Franconia München|Franconia München]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gegenpaukant war der Münchner Franke Rolf Burkhardt, später Internist in München.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch dieser Bestimmtag stand unter strengster Geheimhaltung; denn [[Schmiss]]e konnten als [[Selbstverstümmelung]] und [[Wehrkraftzersetzung]] geahndet werden. Nach dem Krieg war Berg einer von nur zwei Angehörigen der Kameradschaft Prinz Eugen, die gefochten hatten und bei Suevia München [[Reception (Corps)|recipiert]] worden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Der andere war René Kreuzer aus Aachen. Er fiel mit 25 Jahren in der [[Schlacht um Königsberg]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|SC-Kameradschaften|Münchner Senioren-Convent#1922–1946}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtsmedizin ===&lt;br /&gt;
Nach dem Staatsexamen und der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum [[Dr. med.]] (1944) kam Berg noch einmal zum Einsatz an die [[Deutsche Westfront 1944/1945]], wo er in amerikanische Gefangenschaft geriet. Im Winter 1945/46 entlassen, absolvierte er zunächst die klinische Assistentenzeit im Lungenkrankenhaus Gauting. Ab 1946 war er Assistent in der Gerichtsmedizin der Universität München. 1952 begann er ein Zweitstudium der [[Biologie]] mit dem Schwerpunkt [[Mikrobiologie]]. 1959 wurde er [[Medizinalrat (Deutschland)|Medizinalrat]] am [[Landeskriminalamt Bayern]], wo er bald zum Leiter der [[Kriminaltechnik|kriminaltechnischen]] Abteilung ernannt und zum [[Amtsbezeichnungen der deutschen Polizei#Polizeiärztlicher Dienst|Regierungsmedizinaldirektor]] befördert wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBH&amp;quot; /&amp;gt; Gleichzeitig arbeitete er in der Münchner Rechtsmedizin an seiner [[Habilitationsschrift]]. Die [[Habilitation]] erfolgte 1964. Im Jahr darauf wurde er von der [[Georg-August-Universität Göttingen]] als [[Lehrstuhl|o. Professor]] und Leiter des Instituts für Gerichtliche Medizin und Kriminalistik berufen. Er widmete sich vor allem der [[naturwissenschaft]]lichen [[Kriminalistik]], dem [[Medizinrecht (Deutschland)|Medizinrecht]], der [[Medizinische Ethik|medizinischen Ethik]] und rechtsmedizinischen Befunden in der [[Archäologie]]. Er war viele Jahre Vorsitzender der Ethikkommission der Medizinischen Fakultät, einer der ersten Ethikkommissionen Deutschlands. 1989, nach 23 Jahren, wurde er [[Emeritierung|emeritiert]]. Am 22. Januar 2011 starb er  im Alter von 89 Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.med.uni-goettingen.de/presseinformationen/presseinformationen_14367.asp |wayback=20120110085707 |text=Universitätsprofessor Dr. Steffen Berg verstorben   }}, abgerufen am 23. April 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Beerdigt ist er auf dem Friedhof von [[Oberhaching]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehe ===&lt;br /&gt;
Verheiratet war Berg seit dem 11. Juli 1943 mit Gila Berg, geborene Hörttrich. Aus der glücklichen, über 67 Jahre dauernden Ehe gingen drei Töchter und ein Sohn hervor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBH&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Ehrenmitglied der [[Deutsche Gesellschaft für Rechtsmedizin|Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin]]&lt;br /&gt;
* Ehrenmitglied der Italienischen Gesellschaft für Rechtsmedizin&lt;br /&gt;
* [[Albrecht-von-Haller-Medaille]] der Universität Göttingen (1991)&lt;br /&gt;
* [[Konrad-Händel-Stiftungspreis|Konrad-Händel-Preis]] (2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gerichtliche und Begutachtungsmedizin&amp;#039;&amp;#039;. Rudolph Müller und Steinicke, München 1950&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundriß der Rechtsmedizin, mit Arztrecht und Versicherungsbegutachtung&amp;#039;&amp;#039;. Rudolph Müller und Steinicke, München 1958 (3. Auflage), 1960 (4. Auflage), 1963 (5. Auflage), 1964 (6. Auflage), 1968 (8. Auflage), 1971 (9. Auflage, ISBN 3-87569-010-9), 1973 (10. Auflage, ISBN 3-87569-011-7), 1976 (11. Auflage, ISBN 3-87569-012-5), 1984 (12. Auflage, ISBN 3-87569-013-3)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Sexualverbrechen: Erscheinungsformen u. Kriminalistik d. Sittlichkeitsdelikte&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Kriminalistik, Hamburg 1963.&lt;br /&gt;
* mit Renate Rolle und Henning Seemann: &amp;#039;&amp;#039;Der Archäologe und der Tod. Archäologie und Gerichtsmedizin&amp;#039;&amp;#039;. C.J. Bucher, München und Luzern 1981, ISBN 3-7658-0350-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unerwartete Todesfälle in Klinik und Praxis&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Berlin 1992, ISBN 3-540-55415-7&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Forensische Osteologie: Anthropologie, Biomechanik, Klinik, Archäologie&amp;#039;&amp;#039;. Schmidt-Römhild, Lübeck 1995, ISBN 3-7950-0308-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Identifikation unbekannter Toter: interdisziplinäre Methodik, forensische Osteologie&amp;#039;&amp;#039;. Schmidt-Römhild, Lübeck 1998, ISBN 3-7950-0629-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anwalt der Opfer: ein Gerichtsmediziner erinnert sich&amp;#039;&amp;#039;. Einhorn-Presse-Verlag, Reinbek 2002, ISBN 3-88756-465-0.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Buchtitel wurde Berg vom Verlag „oktroyiert“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Seele: philosophische und naturwissenschaftliche Aspekte&amp;#039;&amp;#039;. Schmidt-Römhild, Lübeck 2006, ISBN 978-3-7950-7032-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Von der Kameradschaft Prinz Eugen zum Corps Suevia. Zeitzeugenbericht über das Medizinstudium in München 1938–1946&amp;#039;&amp;#039;. Einst und Jetzt, Jahrbuch des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung, Bd. 66 (2021), S. 253–272.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Steffen Berg}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|121766853}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121766853|LCCN=n/81/149592|VIAF=64871627}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Berg, Steffen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsmediziner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied einer wissenschaftlichen Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2011]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalist]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Berg, Steffen&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Berg, Steffen Peter (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Rechtsmediziner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. September 1921&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Januar 2011&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Deisenhofen (Oberhaching)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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