<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Stefan_Bogoridi</id>
	<title>Stefan Bogoridi - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Stefan_Bogoridi"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stefan_Bogoridi&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-28T01:30:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stefan_Bogoridi&amp;diff=1191392&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stefan_Bogoridi&amp;diff=1191392&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-10T07:14:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:StefanBogoridi2.jpg|mini|Stefan Bogoridi]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stefan Bogoridi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{BgS|Стефан Богориди}}, gr. Στέφανος Βογορίδης/Stefanos Vogoridis, türk. Stefanaki Bey, rum. Ştefan Vogoride), geboren als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stojko Zonkow Stojkow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (bulg. {{lang|bg|Стойко Цонков Стойков}}; * [[1775]] in [[Kotel]], [[Osmanisches Reich]]; †&amp;amp;nbsp;[[1. August]] [[1859]] in [[Istanbul|Istanbul/Zarigrad]]) war ein bulgarisch-osmanischer Beamter, außenpolitischer Berater von zwei Sultanen und Mitglied des [[Tanzimat]]-Rats. Er war [[Phanarioten|Phanariot]], [[Bulgarien|bulgarischer]] Herkunft, ein Enkel von [[Sophronius von Wraza]], Bruder von [[Atanas Bogoridi]] und Vater von [[Aleksandar Bogoridi|Aleksandar]] und [[Nikola Bogoridi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Als kleiner Junge wurde er von seiner Familie nach [[Bukarest]] in das berühmte griechische, [[Phanarioten|phanariotische]] &amp;#039;&amp;#039;Colegiul Sfântul Sava&amp;#039;&amp;#039; geschickt, wo er in einer hellenisierten Umgebung seinen Geburtsnamen Stojko durch Stefan ersetzte. Als Nachnamen gab er sich den Namen Bogoridi, der bereits seinen Großvater Sophronius um den Zaren [[Boris I. (Bulgarien)|Boris I. der Täufer]] zu ehren annahm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WB73&amp;quot;&amp;gt;Wera Bonewa, S. 73&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Beendigung des Kollegs siedelte Bogoridi in die osmanische Hauptstadt Zarigrad/Istanbul um, wo er auf Vorschlag seines Großvaters Sophronius einige Jahre als Privatlehrer für [[Französische Sprache]] bei griechischen [[Phanarioten|phanariotischen]] Familien arbeitete, darunter die [[Mourousis]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Раждането на българския консерватизъм (aus dem Bulg. Die Geburt des bulgarischen Konservatismus) |Autor=Петър Николов-Зиков|Verlag=Парадигма |Ort=Sofia |Datum=2011 |ISBN=978-954-326-137-6 |Seiten=74, 78 – 85}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bogoridi trat 1799 als [[Dragoman]] (Übersetzer) in die osmanische Marine ein, für die er an den englisch-türkischen Kämpfen gegen [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]] in Ägypten 1799 teilnahm und dadurch das Wohlwollen des ersten Dragomanen der [[Hohe Pforte|Hohen Pforte]] [[Scarlat Callimachi]] gewann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WB73&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WO&amp;quot;&amp;gt;Wolf Oschlies, &amp;#039;&amp;#039;Bogoridi, Stefan&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1812 heiratete Bogoridi Ralou (oder Raluca) aus Moldau. Ihren Eltern entstammten aus zwei bedeutsamen phanariotischen Häusern [[Skilitza]] und [[Scanava]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;WO1&amp;quot;&amp;gt;Bei Wolf Oschlies wird der Name der Ehefrau als Rala Skanava angegeben&amp;lt;/ref&amp;gt; Als im selben Jahr Scarlat Callimachi [[Fürstentum Moldau|Fürst von Moldau]] in [[Iași]] wurde, nahm er Stefan Bogoridi mit sich. Er vertraute ihm als Präfekten die Verwaltung der größten moldawischen Provinz mit [[Galați]] an der unteren [[Donau]] als Hauptstadt. In Galați selbst lebte eine der größten bulgarischen Exilgemeinschaften.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WB73&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Ausbruch der von der [[Filiki Eteria]] vorbereiteten [[Griechische Revolution#Ausbruch der Revolution (1821)|Griechischen Revolution]] von 1821 marschierte ein griechisches Heer in den [[Donaufürstentümer]] unter [[Alexander Ypsilantis (General)|Alexander Ypsilantis]] ein. Als jedoch die Rumänen unter [[Tudor Vladimirescu]] nicht die Osmanen, sondern die Häuser der verhassten griechischen Phanarioten angriffen, zog Bogoridi mit seiner Familie nach [[İzmit|Nikomedia]], da die osmanische Hauptstadt ebenfalls Schauplatz der Revolution war. Nachdem osmanische Truppen im Sommer des gleichen Jahres die Walachei und Moldau zurückeroberten, wurde Bogoridi zunächst vom Herbst 1821 bis zum Juli 1822 [[Kaymakam]] (eine Art Statthalter) der Walachei und danach Kaymakam des [[Fürstentum Moldau|Fürstentums Moldau]]. Zwischen 1823 und 1825 war er erneut Dragoman in der osmanischen Flotte und nahm an mehrere Diplomatische Missionen teil. Als jedoch die Spannungen zwischen den Zarigrader Phanarioten und den osmanischen Machthabern zunahmen und es zu Christenverfolgungen kam, wurde Bogoridi 1825 nach Nikomedia für drei Jahre verbannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WB73&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WO&amp;quot; /&amp;gt; Trotz der Verbannung nahm Bogoridi an mehreren diplomatischen Missionen teil. Es ist möglich, dass dabei die bulgarische Herkunft von Stefan eine Rolle spielte, denn obwohl Phanariot und verheiratet mit einer Griechin, war Stefan Bulgare und konnte sich dadurch von den aufständischen Griechen abgrenzen. So gewann Bogoridi das Vertrauen von Sultan [[Mahmud II.]] zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WB75&amp;quot;&amp;gt;Wera Bonewa, S. 75&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1828 leitete Bogoridi eine wichtige diplomatische Mission in der russischen Hauptstadt [[Sankt Petersburg]], während des [[Russisch-Türkischer Krieg (1828–1829)|Russisch-Osmanischen Krieges (1828–1829)]], der als Unterstützung für den [[Griechische Revolution|Freiheitskampf der Griechen]] ausbrach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WB73&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WO&amp;quot; /&amp;gt; Als im Folgejahr die Russen ihren Befehlshaber durch den energischeren [[Hans Karl von Diebitsch-Sabalkanski|Hans Karl von Diebitsch]] ersetzten, der die osmanischen Kräfte bei [[Silistra]] und in [[Thrakien (Landschaft)|Thrakien]] zerschlug und Ende August bei [[Edirne|Adrianopel]], rund 60 km vor der osmanischen Hauptstadt stand, wurde Bogori als Vertrauter des Sultans Mitglied der osmanischen Delegation, welche Frieden suchte.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl.: für mehr Hintergrund zu dem Krieg: &amp;#039;&amp;#039;Османская империя: проблемы внешней политики и отношений с Россией&amp;#039;&amp;#039;, М., 1996. (aus dem Russischen: Das Osmanische Reich: Probleme in der Außenpolitik und in den Beziehungen zu Russland. Moskau, 1996)&amp;lt;/ref&amp;gt; Stefan Bogodiri nahm an den darauffolgenden Verhandlungen teil, welche zum [[Friede von Adrianopel (1829)|Frieden von Adrianopel]] führten, durch den [[Fürstentum Serbien|Serbien]] eine weitgehende Autonomie erhielt und der Grundstein für die Unabhängigkeit der Griechen gelegt wurde. Für seine Verdienste wurde er von Sultan Mahmud II. zum außenpolitischen Berater ernannt. In den darauffolgenden 30 Jahren nahm er an allen wichtigen Entscheidungen und Verhandlungen der [[Hohe Pforte|Hohen Pforte]] teil. Stefan Bogoridi war einer der Unterzeichner des [[Londoner Protokolle zu Griechenland|Londoner Protokolls]], das die Souveränität [[Griechenland]]s besiegelte. Die Verdienste Bogoridis für die griechische Unabhängigkeit wurden in den Memoiren des britischen Botschafters an der Hohen Pforte, [[Stratford Canning, 1. Viscount Stratford de Redcliffe|Stratford Canning de Redcliffe]] festgehalten. Weiter nahm Bogoridi an Verhandlungen, die den Status der Donaufürstentümer regelten, sowie 1830 an den Verhandlungen über das russisch-osmanische Defensivbündnis, den [[Vertrag von Hünkâr İskelesi]] teil, wodurch Russland seine Armee zur Unterstützung der Osmanen gegen [[Muhammad Ali Pascha]] entsandte. 1841 war er an der Ausarbeitung der [[Meerengenvertrag|London Straits Convention]] beteiligt, in der die Vertragspartner festhielten, dass außer den Schiffen der osmanischen Flotte und im Kriegsfall denen der Verbündeten des Sultans keine Schiffe in die Dardanellen einlaufen dürften. Für nicht-osmanische Kriegsschiffe war die Meerenge damit gesperrt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WB73&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit erhob Sultan Mahmud II. Bogoridi zum ersten [[Knjaz]] (bulgarisch княз, deutsch Fürst; türkisch [[Bey (Titel)|Bey]]; gr. ηγεμόνας). Zusätzlich bekam er den Titel &amp;#039;&amp;#039;rütbe-i Bâlâ&amp;#039;&amp;#039;. 1834 wurde er vom Sultan zum Fürst, im osmanischen Sprachgebrauch &amp;#039;&amp;#039;[[Wālī]]&amp;#039;&amp;#039; (Gouverneur) der Insel [[Samos]] und des neugeschaffenen [[Fürstentum Samos]] ernannt. Bogoridi benannte die Hauptstadt der Insel [[Vathy (Samos)|Vathy]] in &amp;#039;&amp;#039;Stefanopolis&amp;#039;&amp;#039; (gr. Στεφανούπολις) um, besuchte jedoch die Insel nur einmal im Jahr 1839. Bis 1850 verwaltete er Samos von Istanbul aus und regierte durch Stellvertreter ([[Kaymakam]]), während seiner Regierungszeit setzte er aufeinander folgend elf an der Zahl ein, darunter zwischen 1844 und 1848 seinen persönlichen Sekretär [[Gawril Krastewitsch]]. Auf der Insel breitete sich deswegen Unmut aus. Hinzu kam die Ausbreitung von Misswirtschaft und Korruption. Um die Position von Bogoridi zu stärken, stattete 1835 der osmanischen Sultan einen Besuch in Stefans Haus in Konstantinopel ab. Seit der [[Eroberung von Konstantinopel (1453)|Eroberung von Konstantinopel 1453]] war es das erste Mal, dass ein osmanischer Sultan, der gleichzeitig der Oberste Regionsführer des Reiches war, Gast in einem christlichen Haus war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WB75&amp;quot; /&amp;gt; Dennoch gipfelte die Unzufriedenheit der Samioten 1849 in einer Revolte gegen die Herrschaft von Bogoridi, die wiederum zu einer türkischen Militärintervention auf der Insel und der Abberufung von Stefan Bogoridi als Fürst führte. 1850 wurde er als Verwalter der Insel durch [[Alexandros Kallimachis]] ersetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WB73&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WO&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WB74&amp;quot;&amp;gt;Wera Bonewa, S. 74&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Abdülmecid I.]] blieb Bogoridi nicht nur Berater, sondern auch ein enger Freud des Sultans. 1845 verlieh ihm der Sultan auch den [[Fürstentum Walachei|Fürstentitel der Walachei]] und machte ihn gleichzeitig zum Mitglied des [[Tanzimat]]-Rats und zum faktischen Zensor der gesamten Außenpolitik des Osmanischen Reiches.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WO&amp;quot; /&amp;gt; Bereits mit Abdülmecids Vater Sultan Mahmud II. war Stefan befreundet, auch der [[Wesir#Großwesir|Großwesir]] [[Mehmed Fuad Pascha]] und der Staatsmann Ali Pascha zählten zu seinen engen Freunden. Er galt als einer der einflussreichsten Reformer und beeinflusste die Umstellung des [[Millet-System]]s, sodass es der nicht-moslemischen Bevölkerung im Osmanischen Reich mehr Rechte zusicherte. Die Anerkennung des [[Bulgarisches Millet|bulgarischen Millets]] (&amp;#039;&amp;#039;Eksarhhâne-i Millet i Bulgar&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;Siehe für mehr Informationen bezüglich der Entstehung, Ausdehnung und Anerkennung des bulgarischen Millets den [[:en:Bulgarian Millet|Artikel in der englischsprachige Wikipedia]].&amp;lt;/ref&amp;gt;) im osmanischen Reich durch den [[Ferman zur Errichtung des Bulgarischen Exarchats]] aus dem Jahre 1870 erlebte jedoch Bogodiri nicht mehr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WB75&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit vorschreitendem Alter setzte sich Stefan Bogoridi verstärkt für die [[Bulgarische Wiedergeburt|bulgarische nationale Idee]] ein, versuchte dabei gleichzeitig seinen Einfluss, seine Ämter und Positionen innerhalb des Osmanischen Reiches und der Phanarioten zu wahren. Dazu lebte er in einer Zeit, in der sich das Osmanischen Reich wirtschaftlich und politisch zu transformieren und reformieren suchte sowie unter enormem außenpolitischen Druck stand. So unterstützte er die griechische Schule in seiner Heimatstadt Kotel anstelle einer bulgarischen. Dennoch berichten Zeitzeugen wie die [[Bulgarische Wiedergeburt|Aufklärer]] [[Konstantin Fotinow]], [[Iwan Bogorow]], [[Neofit Rilski]] oder [[Petko Slawejkow]], dass Bogoridi immer offen für die Anliegen des bulgarischen Volkes war und es dabei immer unterstützte. Stefan Bogoridi vergab auch selbst Stipendien an junge Bulgaren für deren Ausbildung in Istanbul oder im Ausland, unter anderem für [[Atanas Granitzki]] und [[Stefan Izvorski]]. Nicht selten lebten die Stipendiaten wie Gawril Krastewitsch und [[Georgi Rakowski]] während ihrer Schulzeit in der osmanischen Hauptstadt in Bogoridis Haus, wurden von ihm protegiert und in die Welt der einflussreichen phanariotischen Familien eingeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WB75&amp;quot; /&amp;gt; In diesem Zusammenhang sind die Worte von Krastewitsch aus einem Brief an seinem Freund [[Rajno Popowitsch]] überliefert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Богориди люби премного отечеството наше и би му сторил много добрини, ако би са не боял да не му положат някоя лоша мисъл към царството, която той е далеч да има като мъж смислен и разумен.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Gawril Krastewitsch, 9. Januar 1844&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Bogoridi liebt unser Vaterland sehr und hätte ihm noch mehr Gutes getan, wenn er nicht befürchtet hätte, dass man ihm vorwerfen würde, böse Gedanken gegen sein Reich zu hegen, die er als Mann von Verstand und Vernunft keineswegs hat.&lt;br /&gt;
 |Sprache=bg&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;WB75&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WB76&amp;quot;&amp;gt;Wera Bonewa, S. 76&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Bogoridi selbst sagte im Bezug auf den Unabhängigkeitskampf der Bulgaren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text= Ние българите трябва да се научим да вървим полека, да не бързаме и да гледаме да прокарваме водата под сеното. .. Има работи да станат и ще станат да денети ви, които аз няма да видя.&lt;br /&gt;
 |Quelle= Stefan Bogoridi, in einem Gespräch mit dem aus Kotel stammende Händler Matej Chadschi Petrow: Memo von Chadschi Petrow &lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Wir Bulgaren müssen lernen, langsamer zu gehen, nicht zu überstürzen und darauf zu achten, das Wasser nicht unter dem Heu zu lassen...Es gibt Dinge, die sich ereignen und solche die sich ereignen werden, die ihr, aber ich nicht mehr erleben werde.&lt;br /&gt;
 |Sprache=bg&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;WB77&amp;quot;&amp;gt;Wera Bonewa, S. 77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unterstützte Bogoridi den [[Bulgarisch-griechischer Kirchenkampf|Kampf für eine unabhängige bulgarische Kirche]], womit er dem Beispiel seines Großvaters [[Sophronius von Wraza]] folgte. 1848 schrieb er eine Bittschrift an den Sultan, in der er um die Erlaubnis bat, eine bulgarische Kirche in Istanbul zu errichten, in der die Messe auf [[Bulgarische Sprache|Bulgarisch]] und von bulgarischen Priestern abgehalten werden sollte. Im August 1849 bekam er eine Sondergenehmigung (&amp;#039;&amp;#039;İrade&amp;#039;&amp;#039;) vom Sultan Abdülmecid I. für den Bau einer bulgarisch-orthodoxen Kirche und eines kleinen [[Metochi|Metochs]] in der osmanischen Hauptstadt und für die Abhaltung der Liturgie auf Bulgarisch statt auf [[Griechische Sprache|Griechisch]]. Damit wurde der Grundstein für die späteren Anerkennung der Bulgaren in einem eigenen Millet gelegt. Durch die Abhaltung der Messe auf Bulgarisch wiederum wurde das von den griechischen Nationalisten propagandierte Konzept [[tres linguae sacrae]] im Osmanischen Reich gebrochen. Im selben Jahr stiftete er das Grundstück und drei Häuser, darunter das Gebäude der ersten bulgarischen Kirche im Stadtteil [[Fener]] in Istanbul. Die Kirche wurde am 9. Oktober 1849 zu seinen Ehren unter dem Namen [[St. Stefan (Istanbul)|Sweti Stefan]] eingeweiht. Sie wurde später Sitz des [[Bulgarisches Exarchat|Bulgarischen Exarchats]]. 1850 setzte sich Stefan Bogoridi erfolgreich für die Freilassung von [[Ilarion Makariopolski|Ilarion Michajlowski]] ein. Und im selben Jahr wohnte Abdülmecid I. als Ehrengast der Hochzeit zwischen der Tochter Stefans, Marija, mit dem Phanarioten [[Ioannis Fotiadis]] bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WO&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WB76&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit zunehmendem Alter litt Stefan Bogoridi immer mehr an [[Nierenstein]]en, und eine für Anfang 1859 in [[Paris]] geplante Operation wurde wegen seines hohen Alters von den Ärzten abgelehnt. Noch im selben Jahr verstarb Bogoridi mit 84 Jahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Smarandei Vogoride.jpg|mini|Smaragda, Tochter von Stefan Bogoridi und Ehefrau von Michael Stourdza]]&lt;br /&gt;
Stefan Bogoridi war seit 1813 mit Ralou (oder Raluca) Skilitzi/Scanavi&amp;lt;ref name=&amp;quot;WO1&amp;quot; /&amp;gt; verheiratet und hatte mit ihr vier Töchter und drei Söhne: Ana (verheiratet mit [[Pascha (Titel)|Pascha]] [[Constantin Musurus]], Enkel des Gelehrten und Humanisten [[Marcus Musurus]]), Marija (verheiratet mit [[Ioannis Fotiadis]]), Smaragda (verheiratet mit dem moldauischen Fürsten und späteren Ehrenbürger von [[Baden-Baden]], [[Michael Stourdza]]), Chariclee (oder Charikinja), Jean (oder Ivan), [[Nikola Bogoridi|Nikola]] (Kaymakam von Moldau und verheiratet mit Ekaterina Konaki) und [[Aleksandar Bogoridi|Aleksandar]], den als &amp;#039;&amp;#039;Aleko Pascha&amp;#039;&amp;#039; bekannten Gouverneur von [[Ostrumelien]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;WO&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.ghika.net/Familles/Musurus/Musurus.pdf |titel=Stammbaum der Familien Bogorodi und Musurus |abruf=2022-08-30 |werk=ghika.net |sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* R. J. Crampton: &amp;#039;&amp;#039;A Concise History of Bulgaria&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge University Press, 2005, ISBN 978-0-521-61637-9&lt;br /&gt;
* Mathias Bernath / Felix von Schroeder: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas&amp;#039;&amp;#039;, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 1979, ISBN 3-486-48991-7&lt;br /&gt;
* [[Raymond Detrez]]: &amp;#039;&amp;#039;Historical dictionary of Bulgaria&amp;#039;&amp;#039;, Scarecrow Pr., 1997, ISBN 0-8108-3177-5, S. 54–55&lt;br /&gt;
* Assen Nicoloff: &amp;#039;&amp;#039;The Bulgarian Resurgence&amp;#039;&amp;#039;, University of Michigan Press, 1987, ISBN 0-9609560-3-4&lt;br /&gt;
* Maria Todorowa: &amp;#039;&amp;#039;Stefan Bogoridi. A Bulgarian Phanariote in the Ottoman Empire&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Oost-Europa in het verleden. Liber Amicorum Z. R. Dittrich&amp;#039;&amp;#039;, Wolters-Noordhoff/Forsten Verlag, Utrecht, 1987, S. 171–187&lt;br /&gt;
* [[Wolf Oschlies]], &amp;#039;&amp;#039;Bogoridi, Stefan&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 1. Hgg. Mathias Bernath / Felix von Schroeder. München 1974, S. 226–227 [https://www.biolex.ios-regensburg.de/BioLexViewview.php?ID=591 Onlineausgabe], abgerufen am 19. Juni 2021&lt;br /&gt;
* [[Wera Bonewa]]: &amp;#039;&amp;#039;Knjaz Stefan Bogoridi – ein Bulgare von der anderen Seite der Hohen Pforte.&amp;#039;&amp;#039; (aus dem Bulg.: &amp;#039;&amp;#039;Княз Стефан Богориди - един българин от другата страна на Високата порта.&amp;#039;&amp;#039;), Artikel In. Zeitschrift [[Istorija]], Buch 3/4, 1997, S. 72–79; {{Internetquelle |url=https://www.academia.edu/45644397/%D0%9A%D0%BD%D1%8F%D0%B7_%D0%A1%D1%82%D0%B5%D1%84%D0%B0%D0%BD_%D0%91%D0%BE%D0%B3%D0%BE%D1%80%D0%B8%D0%B4%D0%B8_%D0%B5%D0%B4%D0%B8%D0%BD_%D0%B1%D1%8A%D0%BB%D0%B3%D0%B0%D1%80%D0%B8%D0%BD_%D0%BE%D1%82_%D0%B4%D1%80%D1%83%D0%B3%D0%B0%D1%82%D0%B0_%D1%81%D1%82%D1%80%D0%B0%D0%BD%D0%B0_%D0%BD%D0%B0_%D0%92%D0%B8%D1%81%D0%BE%D0%BA%D0%B0%D1%82%D0%B0_%D0%BF%D0%BE%D1%80%D1%82%D0%B0_%D0%98%D1%81%D1%82%D0%BE%D1%80%D0%B8%D1%8F_1997_%D0%BA%D0%BD_3_4 |titel=Artikel als PDF |abruf=2022-08-28 |werk=academia.edu}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;A&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.mlahanas.de/Greece/History/Portraits/StefanBogoridi.html Biographie von Bogoridi]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.svstefan.com/about |titel=Geschichte der Kirche Sweti Stefan In Istanbul |abruf=2022-09-02 |werk=Stiftung zur Kirche |sprache=en}}&lt;br /&gt;
* [http://hellas.teipir.gr/Thesis/Samos/greek/samos75.html Stefan Bogoridi als Verwalter von Samos (griechisch)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117474754|LCCN=n/95/50262|VIAF=57425122}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bogoridi, Stefan}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bulgarische Wiedergeburt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bulgarische Geschichte (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bulgarische Geschichte (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beamter (Osmanisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1775]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1859]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouverneur (Osmanisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bey]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bogoridi, Stefan&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Vogoridis, Stefan; Stefanaki Bey; Stojkow, Stojko Zonkow (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=bulgarischer Politiker, osmanischer Beamter, Kaymakam des Fürstentums Moldau&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1775&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kotel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. August 1859&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Istanbul]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
	</entry>
</feed>