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	<title>Stedingerkrieg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T01:49:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stedingerkrieg&amp;diff=581281&amp;oldid=prev</id>
		<title>217.95.175.17: /* Rezeption */ &quot;hochstilisiert&quot; ist (ab-)wertend und daher unangemessen. Durch neutrale Formulierung ersetzt.</title>
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		<updated>2024-09-29T09:42:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Rezeption: &lt;/span&gt; &amp;quot;hochstilisiert&amp;quot; ist (ab-)wertend und daher unangemessen. Durch neutrale Formulierung ersetzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gregory IX.jpg|mini|Darstellung Gregors&amp;amp;nbsp;IX. in einem Manuskript aus der Zeit um 1270]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stedingerkrieg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein [[Kreuzzug]] des [[Bistum Bremen|Erzbistums Bremen]] gegen die Bewohner des Landes [[Stedingen]] in den Jahren 1233 und 1234.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Graf [[Heinrich I. (Hoya)|Heinrich&amp;amp;nbsp;I.]] von [[Grafschaft Hoya|Hoya]] besiegte 1211&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Asendorf: Die denkwürdige Schlacht bei Hilgermissen im Jahre 1211, in: [[Heimatland (Zeitschrift)|Heimatland]], 1979, S. 208–210&amp;lt;/ref&amp;gt; oder 1213&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kreiszeitung.de/lokales/nienburg/schlacht-hilgermissen-2814205.html Die Schlacht von Hilgermissen]&amp;lt;/ref&amp;gt; die [[Stedinger]] in einer Schlacht bei [[Hilgermissen]]. Heinrich&amp;amp;nbsp;I. stützte den Bremer Erzbischof [[Waldemar (Bischof)|Waldemar]]. Waldemar hatte versucht, die Stedinger Bauern zur Abgabe eines Zehnts zu zwingen. Daher versammelten sich die Bauern in [[Horn-Lehe#Horn|Horn]] und griffen die im Bau befindliche [[Burg Hoya]] an. Als sie deren Wall überwunden hatten, führten die Ritter Hoyas einen Flankenangriff durch, sodass sich die Bauern nach [[Wienbergen]] zurückziehen mussten. Mangels ausreichender Bewaffnung erlitten sie erhebliche Verluste und ergriffen die Flucht. Danach konnten aber weder Waldemar noch [[Gerhard I. von Hamburg-Bremen|Gerhard&amp;amp;nbsp;I.]] die Zehntpflicht durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sachs1234.jpg|mini|Schlacht bei Altenesch]]&lt;br /&gt;
1229 kam es zu einer ersten Fehde zwischen Erzbischof [[Gebhard II. zur Lippe|Gerhard&amp;amp;nbsp;II.]] und den Stedingern. Ein erzbischöfliches Heer unter der Führung von [[Hermann II. (Lippe)|Hermann zur Lippe]], einem Bruder des Erzbischofs, rückte in das Stedingerland ein, wurde jedoch am 25.&amp;amp;nbsp;Dezember 1229 in der Schlacht bei [[Hasbergen (Delmenhorst)|Hasbergen]] geschlagen, in deren Verlauf auch Hermann getötet wurde. Daraufhin rief Gerhard&amp;amp;nbsp;II. im März 1230 eine [[Partikularkonzil|Provinzialsynode]] nach [[Bremen]] ein. Auf dieser [[Bremer Fastensynode]] wurden die [[Stedinger]] zu [[Ketzer]]n erklärt. Es wurde ihnen vorgeworfen, sich der Kirche zu widersetzen, Klöster und Kirchen zu verbrennen, mit Hostien Missbrauch zu treiben sowie Geister- und Wahrsagerbefragungen zu tätigen. Gerhard&amp;amp;nbsp;II. suchte Unterstützung bei [[Gregor IX.|Papst Gregor&amp;amp;nbsp;IX.]] und forderte zur Bekehrung, Bekämpfung und Ausrottung der Stedinger auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlicher Grund seines Grolls war jedoch ein Aufstand der Stedinger, die gegen Steuerabgaben protestierten, die sie leisten sollten, obwohl sie auf Grund der [[Hollerkolonisation|Urbarmachung der Wesermarsch]] eigentlich von allen Abgaben befreit sein sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Bürgern Bremens wurden bei einer Teilnahme am Krieg großzügige Rechte und Vergünstigungen zugesprochen. So sollten den Bürgern Zölle und Abgaben erlassen werden. Den Kaufleuten wurde eine Befreiung von der [[Heeresfolge]] und ein Drittel der Beute angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Zusagen war nicht nur die finanzielle Hilfe der Stadt sichergestellt, sondern auch der Einsatz von Schiffen und die Versorgung der Truppen. Einen weiteren Ansporn lieferte der Papst, der 1233 erklärte, jedem Teilnehmer am Feldzug gegen die Stedinger stünden die gleichen Ablässe zu, wie sie für den Zug ins Heilige Land vorgesehen waren. Die norddeutschen Bischöfe und die Dominikaner wurden zum [[Kreuzzug]] aufgefordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbündeten unter dem Befehl von [[Heinrich I. (Brabant)|Heinrich&amp;amp;nbsp;I. von Brabant]] stellten ein Heer von bis zu 4000 Rittern (die Quellen berichten sehr verschiedene Zahlen). Die Stedinger boten ebenso viele Kämpfer auf. Anführer des Heers der Stedinger waren Thammo von Huntorp, Detmar tom Dyk (tom Dieke) und Bolko von Bardenfleth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Angriffe der Lehnsheere konnten die Stedinger zurückschlagen. 1233 wurde jedoch [[Osterstade]] unterworfen, und 1234 gelang dem Erzbischof und den verbündeten adeligen Herrschern der entscheidende Sieg in der [[Schlacht bei Altenesch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landgewinne an der linken Weserseite wurden unter den Siegern aufgeteilt. Die politische Stellung Bremens wurde durch die Teilnahme am Stedingerkrieg gestärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Der Kreuzzug gegen die Stedinger war in der Geschichtswissenschaft eher ein Randthema. Auch im [[Schulunterricht]] wurde das Thema kaum behandelt. Ausnahmen gab es im [[Nationalsozialismus]] und in der [[DDR]]. Zur 700-Jahr-Feier der Schlacht bei Altenesch schrieb [[August Hinrichs]] das Freilichtspiel &amp;#039;&amp;#039;De Stedinge&amp;#039;&amp;#039;, das zwischen 1935 und 1937 mehrfach aufgeführt wurde. So wurde zum Beispiel im Geschichtsbild der DDR und von einzelnen Autoren die Gruppe der Stedinger als „[[Bauernrepublik]]“ bezeichnet. [[Gustav Heinemann]] nannte die Stedinger in seiner Bremer Rede zur [[Schaffermahlzeit]] von 1970 und seiner [[Die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte|Rastatter Rede]] von 1974 als Quelle eines neuen westdeutschen Geschichts- und Traditionsbewusstseins.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Artikel/Entdecken/Paedagogische-Angebote-Rastatt/Virtueller-Rundgang/rastatt_virtueller_rundgang_raum_h.html |titel=Gustav W. Heinemann und die Erinnerungsstätte |werk=Bundesarchiv |datum=2020-10-07 |abruf=2024-05-21|abruf-verborgen=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[St.-Veit-Denkmal]]&lt;br /&gt;
* [[Freilichtbühne Stedingsehre]]&lt;br /&gt;
* [[Bremer Fastensynode]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fachliteratur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Bernd Ulrich Hucker]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Problem von Herrschaft und Freiheit in den Landesgemeinden und Adelsherrschaften des Mittelalters im Niederweserraum&amp;#039;&amp;#039;; Münster (Westfalen) 1978&lt;br /&gt;
* [[Bernd Ulrich Hucker]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://digital.lb-oldenburg.de/ihd/periodical/pageview/167752 Die politische Vorbereitung der Unterwerfungskriege gegen die Stedinger und der Erwerb der Grafschaft Bruchhausen durch das Haus Oldenburg]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Oldenburger Jahrbuch&amp;#039;&amp;#039;, 86, 1986, S. 1–32&lt;br /&gt;
* [[Bruno Gloger]]: &amp;#039;&amp;#039;Kreuzzug gegen die Stedinger 1233/34&amp;#039;&amp;#039;, 2., überarbeitete Aufl. Berlin ([[Deutscher Verlag der Wissenschaften]]) 1980 (&amp;#039;&amp;#039;[[Liste der Illustrierten historischen Hefte|Illustrierte historische Hefte]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 22)&lt;br /&gt;
* [[Bernd Ulrich Hucker]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Sannau]] 880 Jahre. Zur Frühgeschichte eines Stedinger Dorfes.&amp;#039;&amp;#039; Bremen 2019. ISBN 978-3-938275-97-9&lt;br /&gt;
* Rolf Köhn: &amp;#039;&amp;#039;[https://brema.suub.uni-bremen.de/periodical/pageview/47886 Die Verketzerung der Stedinger durch die Bremer Fastensynode.]&amp;#039;&amp;#039;  In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historische Gesellschaft Bremen#Bremisches Jahrbuch|Bremisches Jahrbuch]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 57, Bremen 1979, S. 15 bis 85&lt;br /&gt;
* Rolf Köhn: &amp;#039;&amp;#039;„Lieber tot als Sklav!“ Der Stedingeraufstand in der deutschen Literatur (1836–1975)&amp;#039;&amp;#039;. 2 Teile. In: &amp;#039;&amp;#039;Oldenburger Jahrbuch&amp;#039;&amp;#039;, [https://digital.lb-oldenburg.de/ihd/periodical/search/165039?query=k%C3%B6hn%20oldenburger%20sklav Band 80, 1980, S. 1–57], sowie [https://digital.lb-oldenburg.de/ihd/periodical/pageview/165555?query=caspar%20wessel Band 81, 1981, S. 83–144]&lt;br /&gt;
* Jens Schmeyers: &amp;#039;&amp;#039;Die Stedinger Bauernkriege. Wahre Begebenheiten und geschichtliche Betrachtungen. Zur Erinnerung an die Schlacht bei Altenesch am 27. Mai 1234&amp;#039;&amp;#039;. Stedinger Verlag: Lemwerder 2004, ISBN 3-927697-38-9&lt;br /&gt;
* Heinrich Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;[https://brema.suub.uni-bremen.de/periodical/pageview/48943Zur Geschichte der Stedinger.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Bremisches Jahrbuch]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 60/61, 1982/83, S. 27–95&lt;br /&gt;
* Stichwort: &amp;#039;&amp;#039;Stedinger Aufstand um 1204-1234&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch zur deutschen Militärgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. 2 Bände. Berlin (DDR) 1985, Band 2, S. 948&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belletristik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Alphabetische Reihenfolge&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerhard Beutel: &amp;#039;&amp;#039;Die Faust der Stedinger&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1975.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Kühlken]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Freiheitskampf der Stedinger&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Langensalza/Berlin/Leipzig o. J. [ca. 1938].&lt;br /&gt;
* [[Helmuth Miethke]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Palastmedikus&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage. Berlin (Kinderbuchverlag), 1980.&lt;br /&gt;
* Olivia Moore: &amp;#039;&amp;#039;Meerweibchenuhr und Winterreise auf der Ollen, Phantastische Geschichte über das Stedinger Land&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [[Georg Ruseler]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Stedinger&amp;#039;&amp;#039; (Drama), 4. Auflage. Varel 1891.&lt;br /&gt;
* Georg Ruseler: &amp;#039;&amp;#039;Der Kampf um die Lechtenburg&amp;#039;&amp;#039;. Wilhelmshaven 1920.&lt;br /&gt;
* Arnold Schloenbach: &amp;#039;&amp;#039;Der Stedinger Freiheitskampf&amp;#039;&amp;#039;. Ein vaterländisches Gedicht in 18 Gesängen, Bremen 1864.&lt;br /&gt;
* {{Gartenlaube |Wikisource=Die Stedinger &amp;amp;#40;Arnold Schloenbach&amp;amp;#41; |Titel=Die Stedinger |Autor=Arnold Schloenbach |Jahr=1854 |Heft=45–47 |Seite=533–536; 549–554; 561–567}}&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Winter]]: &amp;#039;&amp;#039;De Stedinge woll to gedenken&amp;#039;&amp;#039;. Niederdeutsche Texte. Edo Dieckmann, Oldenburg 1933.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.heimatverein-altenesch.de/000001986b0d96f28/index.html Heimatverein-Altenesch]&lt;br /&gt;
* [http://www.bauernkriege.de/Bauernrepublik.html Chronik] – private Webseite&lt;br /&gt;
* [https://www.welt.de/geschichte/article208319235/Kreuzzuge-Von-Lanzen-durchbohrt-von-Schwertern-getroffen-von-Pferden-zertreten.html &amp;#039;&amp;#039;Von Lanzen durchbohrt, von Schwertern getroffen, von Pferden zertreten&amp;#039;&amp;#039;.] [[Die Welt|Welt Online]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stedingerkrieg| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauernaufstand]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufstand in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krieg (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krieg (Europa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krieg (13. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.95.175.17</name></author>
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