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	<title>Stava-Dammbruch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T02:49:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stava-Dammbruch&amp;diff=302442&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Claudio Doliana: /* Absetzbecken */</title>
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		<updated>2026-03-30T05:36:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Absetzbecken&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate|NS=46/19/9.93/N|EW=11/29/35.45/E|type=waterbody|region=IT-TN |map=right}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Stava1985 Dokuzentrum.jpg|mini|Das Dokumentationszentrum „Stava 1985“]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stava-Dammbruch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ereignete sich am  19. Juli 1985 im Val di Stava, einem nördlichen Seitental des [[Fleimstal]]s etwa 3,5 km nordwestlich von [[Tesero]] in der [[italien]]ischen [[Trentino|Provinz Trient]]. Der [[Dammbruch]] am [[Absetzbecken (Bergbau)|Absetzbecken]] eines [[Fluorid]]-[[Bergwerk]]s des Chemiekonzerns [[Montecatini (Unternehmen)|Montecatini]]-[[Montedison]] verursachte eine [[Flutwelle]], die nach offiziellen Angaben 268 Menschen tötete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Absetzbecken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nuovo impianto industriale mineralurgico a nord di Tesero (Trento), 1961.jpg|mini|Die Flussspataufbereitungsanlage Val di Stava (Trento) in den frühen 1960er Jahren. Jenseits der Straße der erste Damm]]&lt;br /&gt;
Zwei [[Absetzbecken (Bergbau)|Becken]] lagen in verschiedener Höhe direkt über- beziehungsweise hintereinander. Sie dienten als Absetzbecken für die Deponien des Bergwerks von Prestavel der Bergwerks-Gesellschaft Fluormine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Staudamm|Dämme]] dieser Becken waren mehr als 20 Jahre alt. Der obere Damm war 34 Meter hoch und die [[Böschung]]sneigung erreichte 80 % (40°). Die Gründungsfuge hatte eine Neigung von 25 %. 1975 waren die Dammanlagen untersucht und besonders der obere Damm als instabil und unsicher eingestuft worden. Die Sicherheitsfaktoren lagen extrem niedrig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ursachen für das Versagen gelten ein beschädigtes [[Drainage (Boden)|Drainagerohr]] im Damm, das nicht sachgerecht repariert worden war, sowie die mangelnde Stabilität des aus Sand gebauten Dammes, da sich der Sand mit Wasser vollgesogen hatte und somit instabil geworden war. Hinzu kamen ungewöhnlich große Regen- und Schmelzwassermengen, die das obere Staubecken überlasteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katastrophe ==&lt;br /&gt;
Am 19. Juli 1985 um 12:22:55 Uhr brach der obere Damm, stürzte in das untere Becken und brachte auch dessen Damm zum Brechen. Eine Flutwelle aus 180.000 bis 200.000&amp;amp;nbsp;m³ Schlamm, Sand und Wasser floss zunächst mit 30&amp;amp;nbsp;km/h den Rio di Stava (Stava-Bach) entlang nach [[Stava (Tesero)|Stava]] und weiter mit 90&amp;amp;nbsp;km/h bis hinunter nach Tesero im Fleimstal und ergoss sich dann teilweise in den Fluss [[Avisio]]. Weitere 40.000 bis 50.000&amp;amp;nbsp;m³ Erdreich, Gebäudeschutt und entwurzelte Bäume wurden mitgerissen. Alles auf dem Weg der Flutwelle wurde zerstört. In dem Fremdenverkehrsort Tesero gab es nach unterschiedlichen Berichten 200, 261, 264, 268, 269 oder 361 Todesfälle, die von der Stava-Stiftung offiziell angegebene Zahl ist 268.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.stava1985.it/stava1985 |wayback=20070928094620 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2024-05-26 19:30:46 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren wurden drei Hotels, 53&amp;amp;nbsp;Häuser, sechs Industriegebäude und acht Brücken zerstört sowie neun weitere Gebäude stark beschädigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlammschicht war 20 bis 40&amp;amp;nbsp;cm dick und erstreckte sich auf einer Länge von 4,2&amp;amp;nbsp;km über eine Fläche von 435.000&amp;amp;nbsp;m².&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schadenssumme wird mit 155 Millionen Euro angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prozess ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tesero, cimitero delle vittime di Stava 01.jpg|mini|Das Massengrab für die 71 nicht identifizierten Opfer auf dem Friedhof von Tesero]]&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch gab es einen Strafprozess, der bis 1992 andauerte. Zehn Personen wurden wegen [[Tötungsdelikte|Totschlags]] verurteilt, darunter die Manager der Mine und die Verantwortlichen für den Bau und Betrieb der Anlagen sowie auch Verantwortliche der Aufsichtsbehörden der autonomen Provinz Trient. Der Schaden musste von den Betreiberfirmen und der Provinzregierung getragen werden. Die letzten Zivilklagen waren erst 1999 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich merkten die Richter an, dass nur ein Zehntel der Prozesskosten nötig gewesen wäre, um den Damm fachgerecht zu reparieren, nachdem dessen Sicherheitsmängel bei der Untersuchung von 1975 bekannt geworden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Centro di Documentazione Stava|Stava-Dammbruch}}&lt;br /&gt;
* [[Liste von Stauanlagenunfällen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Decarli D., Giovannini A. &amp;amp; Degasperi A.: &amp;#039;&amp;#039;Tesero, 19 luglio 1985: per non dimenticare.&amp;#039;&amp;#039; Publilux, Trient 1985.&lt;br /&gt;
* Doliana C.: &amp;#039;&amp;#039;Stava. L’altra storia. 40 anni tra chimica e mistero.&amp;#039;&amp;#039; Reverdito, Trient 2025.&lt;br /&gt;
* Giordani I. et al.: &amp;#039;&amp;#039;Stava 1985. Una documentazione&amp;#039;&amp;#039;. Centro di documentazione della Fondazione Stava 1985 Curcu &amp;amp; Genovese, Trient 2003.&lt;br /&gt;
* Salomoni P. &amp;amp; Doliana C. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stava: dalla strage al processo: cittadini, politici, industriali, avvocati e una montagna di denaro attorno alla sciagura mineraria del 19 luglio 1985&amp;#039;&amp;#039;, Publiprint, Trient 1988.&lt;br /&gt;
* Tosatti G. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rassegna dei contributi scientifici sul disastro della Val di Stava (Provincia di Trento), 19 luglio 1985 / A Review of Scientific Contributions on the Stava Valley Disaster (Eastern Italian Alps), 19th July 1985&amp;#039;&amp;#039;. Sonderband des &amp;#039;&amp;#039;GNDCI-CNR&amp;#039;&amp;#039;, Pitagora Editrice, Bologna 2003.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.stava1985.it/?lang=de Offizielle Website] der Stiftung Stava 1985&lt;br /&gt;
* {{YouTube |id=5MFDRk3mDa0 |titel=Der Bruch des Stava Staudamms {{!}} Sekunden vor dem Unglück |uploader=[[National Geographic Deutschland]] |upload=2023-05-04 |laufzeit=46:45 min.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Liste Stauanlagenunfälle in Italien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stauanlagenunfall]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Trentino]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katastrophe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tesero]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Claudio Doliana</name></author>
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