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	<title>Staustufe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T05:55:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Staustufe&amp;diff=21744&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Collurio: Rechtschreibung</title>
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		<updated>2024-09-16T10:26:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rechtschreibung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Staustufe Koblenz 2003.jpg|mini|Mosel-[[Staustufe Koblenz]] von links: 2 Schleusen mit Trennmole und Trenndamm, Bootsschleuse, Wehr, Wasserkraftwerk und [[Fischaufstieg]] (Fließrichtung vom unteren Bildrand)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lechstaustufe unterhalb von Seestall.JPG|mini|Staumauer der [[Lechstaustufe 13 – Dornstetten]] bei [[Landsberg am Lech]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Staustufe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flusssperre&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Ingenieurbauwerk]] zum Aufstauen eines [[Fluss]]es, um eine ständige oder zeitweise Hebung des [[Wasserstand]]s im [[Wasserseite|Oberwasser]] herzustellen. Als Hauptbauwerk fungiert eine [[Wehr (Wasserbau)|Wehranlage]], die meist aus mehreren Wehrfeldern besteht. Im Unterschied zu einer [[Talsperre]] wird mit einer &amp;#039;&amp;#039;Flusssperre&amp;#039;&amp;#039; nicht ein ganzes Tal, sondern nur der Fluss bzw. der eigentliche Flussquerschnitt verbaut. Staustufen zählen im [[Wasserbau]] zur Gruppe der [[Stauanlage]]n, die eine künstliche [[Fallstufe]] erzeugen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DIN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einer &amp;#039;&amp;#039;Staukette&amp;#039;&amp;#039; spricht man, wenn mehrere Staustufen hintereinander liegen, um längere Flüsse bzw. größere Höhenunterschiede zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele und Aufgaben ==&lt;br /&gt;
Die meisten &amp;#039;&amp;#039;Staustufen&amp;#039;&amp;#039; sind vornehmlich zur Gewinnung von [[Elektrische Energie|elektrischer Energie]] durch [[Laufwasserkraftwerk]]e&amp;lt;ref name=&amp;quot;Komitee&amp;quot; /&amp;gt;  errichtet worden, weshalb sie in der Regel mehrere Meter [[Fallhöhe (Wasserbau)|Fallhöhe]] aufweisen. Bei beweglichen [[Schütz (Wasserbau)|Wehrverschlüssen]] ist in Grenzen eine [[Regelung (Natur und Technik)|Regelung]] der [[Abfluss|Durchflussmenge]] möglich, um die Staustufen gleichmäßiger zu beaufschlagen. Zum [[Hochwasserschutz]] können die Anlagen jedoch nur in geringem Umfang beitragen. Durch die Erhöhung der Wassertiefe im Staubereich wird zusätzlich die Schifffahrt auf dem Flussabschnitt ermöglicht bzw. erleichtert. Über einen Ableitungskanal kann eine Teilmenge des Wassers für die [[landwirtschaft]]liche [[Bewässerung]] oder die [[Industrie]] als [[Brauchwasser]] genutzt werden. Als [[Kulturwehr]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kulturwehr&amp;quot; /&amp;gt; werden [[Grundwasser]]stände angehoben oder gestützt. Je nach Größe des Stausees ergibt sich eine Nutzung und Aufwertung für Freizeit- und Erholungszwecke sowie verbesserte Möglichkeiten im [[Wassersport]]. Jedoch verhindert eine &amp;#039;&amp;#039;Flusssperre&amp;#039;&amp;#039; die nach [[Europäische Union|EU]]-Recht geforderte [[ökologische Durchgängigkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauwerke und Betriebseinrichtungen ==&lt;br /&gt;
Wie bei einer Talsperre wird unter einer &amp;#039;&amp;#039;Flusssperre&amp;#039;&amp;#039; der [[Gebäudekomplex|Gesamtkomplex]] verstanden und nicht allein das [[Absperrbauwerk]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spektrum&amp;quot; /&amp;gt; Gemäß [[Deutsches Institut für Normung|DIN]] 19700&amp;lt;ref name=&amp;quot;DIN10&amp;quot; /&amp;gt; und je nach Zweck und Notwendigkeit gehören weitere funktionelle Bauwerke dazu. Diese  müssen nicht zwangsläufig in einem Bauwerk vereinigt sein, sondern können auch in aufgelöster Bauweise im Umfeld des Hauptbauwerks liegen. Eine Anordnung an einem [[Stauanlagenbau|Bypass]] oder [[Kanal (Wasserbau)|Ableitungskanal]] kann für das [[Abflussregime]] der &amp;#039;&amp;#039;Staustufe&amp;#039;&amp;#039; von Vorteil sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Wehranlage&lt;br /&gt;
: Den Kern einer &amp;#039;&amp;#039;Staustufe&amp;#039;&amp;#039; bildet im einfachsten Fall ein festes Wehr ohne jegliche Regelmöglichkeit für den Durchfluss. Durch manuell steckbare kleine Wehrtafeln oder als [[Nadelwehr]] kann dies in kleinerem Umfang beeinflusst werden. Im Großwasserbau werden Wehranlagen mit mehreren Wehrfeldern errichtet, die seitlich durch [[Pfeiler]] begrenzt sind. Die Felder sind mit beweglichen Wehrverschlüssen ausgerüstet, die getrennt voneinander bewegt werden können, um den Oberwasserstand und den Durchfluss zu regeln. Damit bei [[Technische Überprüfung|Revision]] oder [[Verklausung]] eines Feldes auch im [[Hochwasser]]fall noch genügend Wasserabfuhrvermögen vorhanden ist, wird stets ein Feld mehr als notwendig angeordnet ([[n-1-Regel]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Tosbecken&lt;br /&gt;
:Direkt hinter den Wehrfeldern ist ein [[beton]]iertes [[Tosbecken]] erforderlich. Es soll das – besonders bei Hochwasser – mit hoher [[Geschwindigkeit]] überfließende Wasser bremsen und beruhigen und damit die [[Kolk]]bildung im [[Gewässerbett|Flussbett]] des Unterwassers verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stausee&lt;br /&gt;
:Die sich in der [[Haltung (Wasserbau)|Stauhaltung]] ausbildende seeartige Erweiterung muss je nach Geländesituation von parallel zum Fluss verlaufenden Stauhaltungsdämmen oder [[Deich]]en seitlich begrenzt werden. Der [[Stausee]] spielt aber beim Rückhalt oder der Speicherung von Wasser eine eher untergeordnete Rolle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Strobl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kraftwerk&lt;br /&gt;
:Für die [[Stromerzeugung]] wird ein [[Kraftwerk]] in der Wehranlage integriert. Sehr häufig liegt es direkt daneben und in der [[Fluchtung|Flucht]] der Wehrfelder. Es kann aber auch abgesetzt an einem Ableitungskanal oder an anderer Stelle am Stausee separat stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kontrollgang&lt;br /&gt;
:Bei größeren Stauanlagen verbindet ein [[Kontrollgang (Stauanlage)|Kontrollgang]] im [[Fundament]] des Wehrkörpers die Ufer und die Pfeiler. Darüber können jederzeit die technischen Einbauten wie die [[Antrieb]]e der Wehrverschlüsse oder [[Messeinrichtung]]en erreicht, kontrolliert oder repariert werden. Diesem Zweck kann auch ein Wehrsteg über der Wehranlage dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schleuse&lt;br /&gt;
:Bei Nutzung der Flussstrecke durch die Schifffahrt wird eine [[Schleuse]] an der &amp;#039;&amp;#039;Staustufe&amp;#039;&amp;#039; erforderlich, damit Schiffe den Höhenunterschied überwinden können. Je nach Verkehrsumfang kann auch eine Doppelschleuse notwendig sein oder auch der Bau einer separaten [[Bootsschleuse|Kleinschifffahrtsschleuse]]. Für die Navigation von Vorteil ist ein separater Schifffahrtskanal, damit die Schleuse sicher angefahren werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bootsgasse&lt;br /&gt;
:Mit dem Bau einer [[Bootsgasse]] wird im [[Rudern|Ruder]]- und [[Kanusport]] das Umtragen der Boote an der &amp;#039;&amp;#039;Staustufe&amp;#039;&amp;#039; vermieden. Alternativ ist auch die Anlage einer [[Bootsschleppe]] möglich oder es sollte zumindest ein Verbindungsweg/Treppenaufgang mit [[Anlegestelle|Anlegesteg]] vorhanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Fischpass&lt;br /&gt;
:Der massive Verbau des Flussquerschnitt behindert den natürlichen Fischaufstieg. Daher fordert die EU die Ökologische Durchgängigkeit um Fischen und [[aquatisch]]en [[Mikroorganismus|Kleinlebewesen]] ihre natürliche Wanderbewegung zu ermöglichen. Dazu muss eine [[Fischtreppe]] an der Fallstufe angeordnet werden, die je nach Höhenunterschied eine große Länge aufweisen kann. Alternativ kann auch ein Umgehungsgerinne geschaffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Auswahl an schiffbaren Flüssen mit Staustufen:&lt;br /&gt;
* [[Oberrhein]]: 10 Staustufen zwischen [[Basel]] und [[Iffezheim]]&lt;br /&gt;
* [[Neckar]]: 27 Staustufen zwischen [[Plochingen]] und [[Mannheim]] (siehe [[Liste der Neckarstaustufen]])&lt;br /&gt;
* [[Main]]: 34 Staustufen zwischen [[Bamberg]] und [[Kostheim]] (siehe [[Liste der Mainstaustufen]])&lt;br /&gt;
* [[Mosel]]: 28 Staustufen zwischen [[Pont-Saint-Vincent]] (FR) und [[Koblenz]] (siehe [[Liste der Moselstaustufen]])&lt;br /&gt;
* [[Saar]]: 11 Staustufen zwischen [[Saargemünd]] (FR) und [[Konz]] (siehe [[Saar#Staustufen und Schleusen|Saar-Liste]])&lt;br /&gt;
* [[Weser]]: 8 Staustufen zwischen [[Hameln]] und [[Bremer Weserwehr|Bremen]] (siehe [[Weser#Schleusen|Weser-Liste]])&lt;br /&gt;
* [[Donau]]: 11 Staustufen in AT zwischen [[Jochenstein]] und [[Wien]] (Details: [[Österreichische Donaukraftwerke AG]])&lt;br /&gt;
* [[Elbe]]: in Tschechien oberhalb Ústí ([[Aussig]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine historische Staukette bildet die [[Ruhr]], die im ausgehenden 18. Jahrhundert für die [[Ruhrschifffahrt]] bis nach [[Langschede|Fröndenberg-Langschede]] mit einheitlichen Schleusen ausgebaut worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Staudruckmaschine]]&lt;br /&gt;
* [[Stauanlagenbau]]&lt;br /&gt;
* [[Sperrwerk (Wasserbau)]]&lt;br /&gt;
* [[Wehr (Wasserbau)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* DIN 4048-1 Wasserbau, Begriffe, Stauanlagen; Januar 1987&lt;br /&gt;
* DIN 4054 Verkehrswasserbau, Begriffe; September 1977&lt;br /&gt;
* [[DIN 19700]] Stauanlagen, Teil 13: Staustufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.enargus.de/pub/bscw.cgi/d12176-2/*/*/Staustufe.html?op=Wiki.getwiki Staustufe] auf &amp;#039;&amp;#039;enargus.de&amp;#039;&amp;#039;, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;DIN&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
DIN 4048, Teil 1 &amp;#039;&amp;#039;Wasserbau, Begriffe.&amp;#039;&amp;#039; Beuth-Verlag, Berlin 1987, Nr. 1.2.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;DIN10&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
DIN 19700, Teil 10 &amp;#039;&amp;#039;Stauanlagen – Gemeinsame Festlegungen&amp;#039;&amp;#039; Beuth-Verlag, Berlin Juli 2004&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Komitee&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.talsperrenkomitee.de/de/talsperren-wiki.html?file=files/dtk/Dokumente/19-11-21%20Journalistenhandbuch_oB.pdf&amp;amp;cid=2583&lt;br /&gt;
 |titel=Talsperrenwiki&lt;br /&gt;
 |werk=talsperrenkomitee.de&lt;br /&gt;
 |hrsg=Deutsches Talsperrenkomitee&lt;br /&gt;
 |format=PDF&lt;br /&gt;
 |sprache=DE&lt;br /&gt;
 |datum=2019-07&lt;br /&gt;
 |abruf=2024-04-10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kulturwehr&amp;quot;&amp;gt; {{Internetquelle |url=https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/kulturwehr/9011 |titel=Lexikon der Geowissenschaften - Kulturwehr |werk=spektrum.de |abruf=2024-04-10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spektrum&amp;quot;&amp;gt; {{Internetquelle |url=https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/staustufe/15603 |titel=Lexikon der Geowissenschaften - Staustufe |werk=spektrum.de |abruf=2024-04-10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Strobl&amp;quot;&amp;gt; {{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=T. Strobl, F. Zunic&lt;br /&gt;
 |Titel=Wasserbau – Aktuelle Grundlagen – Neue Entwicklungen&lt;br /&gt;
 |Verlag=Springer Verlag&lt;br /&gt;
 |Ort=Heidelberg New York&lt;br /&gt;
 |Datum=2006&lt;br /&gt;
 |ISBN=3540223002&lt;br /&gt;
 |Seiten=}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4135030-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staustufe| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bewirtschaftung von Gewässern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wehrtyp (Wasserbau)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Collurio</name></author>
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