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	<title>Stauschleuse - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T05:45:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stauschleuse&amp;diff=260110&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-68486-3: redaktionelle Textkorrektur</title>
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		<updated>2026-01-31T16:13:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;redaktionelle Textkorrektur&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Flash lock drawing.jpg|mini|hochkant=2.5|Historische Zeichnung einer Durchfahrt an einer Stauschleuse ]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stauschleuse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gilt als historischer Vorläufer der [[Schleuse|Kammerschleuse]] und wird zu den [[Wehr (Wasserbau)|Wehren]] gezählt, weil sich im Wasserfluss nur ein [[Sperrwerk (Wasserbau)|Sperrwerk]] befindet. Sie unterscheidet sich von einem Stauwehr wie zum Beispiel einem Mühlenwehr dadurch, dass sie möglichst schnell geöffnet werden kann, damit ein Floß, ein Boot oder ein Schiff auf einer Wasserwoge flussabwärts getragen wird. Bei einer mit zwei Sperrwerken versehenen Kesselschleuse werden die zu schleusenden Objekte zwischen oberer und unterer Flusshaltung gesenkt (bzw. gehoben). Das gefährliche Aufreißen des Sperrwerkes und der unkontrollierte Wasserabfluss entfallen. Mit einer Stauschleuse kann prinzipiell nur talwärts „geschleust“ werden (Ausnahme ist der [[Klappstau]]). Östlich der Elbe wird eine Stauschleuse auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fangschleuse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fangschleuse&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Transport]] von Waren über das Wasser mit Hilfe einfachster [[Wasserfahrzeug]]e begleitet die Menschheitsgeschichte seit jeher. Um auch kleinere [[Fließgewässer]] mit geringer [[Wassertiefe]] als Transportweg nutzbar zu machen, wurden an geeigneten Stellen [[Querbauwerk]]e errichtet, die einen [[Schiffbarkeit|schiffbaren]] Wasserstand im [[Wasserseite|Oberstrom]] erzeugen konnten. Für die [[Flößerei]] oder kleinere [[Kahn|Kähne]] erhielten die [[Staustufe|Staustellen]] einen [[Durchlass]], der mit einfachsten Mitteln wenigstens teilweise verschlossen werden konnte. Dieser &amp;#039;&amp;#039;Verschluss&amp;#039;&amp;#039; war Namensgeber für den Begriff Schleuse, denn er geht auf den mittellateinischen Begriff &amp;#039;&amp;#039;sclusa&amp;#039;&amp;#039; zurück. Dieser basiert auf dem lateinischen &amp;#039;&amp;#039;excludere&amp;#039;&amp;#039;, das mit &amp;#039;&amp;#039;ausschließen&amp;#039;&amp;#039; übersetzt werden kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dehnert&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelne Hölzer oder Stautafeln konnten wie bei einem [[Nadelwehr]] von Hand gesteckt oder gezogen werden, um den Durchfluss an der Öffnung zu beeinflussen. Teilweise war hinter der Öffnung eine hölzerne [[Rutsche]] wie bei den heutigen [[Bootsgasse]]n angebracht, um eine bessere Strömungsleitung und Schiffsführung zu bewirken. Der Verschluss verblieb solange in der Öffnung bis ein ausreichender Wasservorrat in der [[Haltung (Wasserbau)|Stauhaltung]] vorhanden war, um den [[Flößer]]n und Schiffen oberhalb der Staustelle genügend Wassertiefe zu bieten. Nach Erreichen des [[Stauziel]]s wurde die Öffnung freigegeben, und das aufgestaute Wasser konnte in die untere Haltung bzw. den nächsten [[Fluss]]abschnitt ablaufen. Auf dem sich konzentriert bildenden Wasserstrom wurden die Holzstämme der Flößer mitgerissen bzw. die Kähne waren in der Lage auf der erzeugten Abflusswelle die Staustelle zu überwinden und förmlich auf der Welle zu „reiten“. In der Gegenrichtung mussten die Schiffe [[Treideln|getreidelt]] oder mit einer [[Winsch]] durch den Schiffsdurchlass gezogen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;franzius&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stauschleusen erlaubten durch die Erzeugung einer [[Strömungen in offenen Gerinnen#Schwall und Sunk|Schwallwelle]] die Schiffbarkeit ohne eine künstliche Vertiefung der [[Gewässerbett|Gewässersohle]]. Jedoch wirbelte die Stauwelle mit ihrer hohen [[Strömungsgeschwindigkeit]] die Sohle auf und [[Erosion (Geologie)|erodierte]] an den Krümmungen und Flusswindungen die [[Ufer]]. Dadurch verschlammten die unterliegenden Gewässerabschnitte, die mühsam von Hand freigeschaufelt werden mussten. Niedrig liegende Wiesen konnten durch den Schwall überschwemmt werden und waren dann für die [[Landwirtschaft]] nur schlecht nutzbar. Die vielen Wasserschäden führten zu Protesten bis hin zu Sabotage durch die Anlieger. Wegen des hohen Wasserverbrauch war der Betrieb einer Stauschleuse aber [[Wirtschaftlichkeit|unwirtschaftlich]] und für die [[Müller (Berufsbezeichnung)|Müller]] nachteilig, da sie während der Schiffsdurchfahrten ihre Arbeit unterbrechen mussten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stauschleuse&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Duecker-schleuse.jpg|mini|Reste der Dükerschleuse]]&lt;br /&gt;
Erste Beschreibungen von Stauschleusen stammen aus dem 14. Jahrhundert von der [[Stecknitz-Kanal|Stecknitzfahrt]], die die [[Elbe]] mit der Hafenstadt [[Lübeck]] verband und für den Salzhandel aus [[Lüneburg]] von großer Bedeutung war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stauschleuse&amp;quot; /&amp;gt; Als einzige erhaltene Stauschleuse gilt die [[Dückerschleuse]] bei [[Witzeeze]], die später aus Stein neu erbaut wurde. Auch der im 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gebaute [[Alster-Beste-Kanal]] hatte in seinem Verlauf noch Stauschleusen. Von der kanalisierte [[Schaale]] wird aus dem Jahr 1570 berichtet, dass sich in ihrem Verlauf neben drei Kammerschleusen auch 10 Stauschleusen befanden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/52445/ssoar-dsa-1998-goldammer-Die_Beeinflussung_der_norddeutschen_Kulturlandschaft.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y&amp;amp;lnkname=ssoar-dsa-1998-goldammer-Die_Beeinflussung_der_norddeutschen_Kulturlandschaft.pdf Die Beeinflussung der norddeutschen Kulturlandschaft] von Götz Goldammer auf &amp;#039;&amp;#039;ssoar.info&amp;#039;&amp;#039;, Deutsches Schifffahrtsarchiv 21 (1998), abgerufen am 13. April 2021 (PDF)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch zwei nah beieinander liegende Staustellen entstanden kurze Stauhaltungen, die dadurch die gleiche Funktion wie eine [[Schleusenkammer]] bekamen. Hieraus entwickelte sich die &amp;#039;&amp;#039;Kisten- bzw. Kastenschleuse&amp;#039;&amp;#039; als direkter Vorläufer der Kammerschleuse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;franzius&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Fiener Bruch]] wurde [[Torf]] abgebaut und über kleine [[Kanal (Wasserbau)|Kanäle]] zum größeren [[Plauer Kanal]] verbracht, wo er auf größere [[Schleppkahn|Schleppkähne]] verladen wurde. Dazu errichtete man im Fiener Bruch über 70 Wasserbauwerke, darunter 13 eintorige Torf-Kahn-Schleusen, von denen die [[Sandforthschleuse]] als technisches Denkmal erhalten blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Italien des 15. Jahrhunderts stammt die &amp;#039;&amp;#039;Muschelschleuse&amp;#039;&amp;#039;, deren Name auf die rundliche Form zurückgeht. Durch einen Stauverschluss füllte sich der davor liegende muschelförmige Bereich durch den ungehinderten Zufluss vom Oberstrom.&amp;lt;ref name=&amp;quot;franzius&amp;quot; /&amp;gt; Mit dem Vorschlag als doppelte Stauschleuse entwickelte 1497 [[Leonardo da Vinci]] daraus eine erste Kammerschleuse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wreden&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Verwendung ==&lt;br /&gt;
Mit der Verbreitung der Kammerschleusen verschwanden die Stauschleusen. In Hamburg werden von der [[Hamburg Port Authority]] – wohl aus historischen Gründen – noch drei Schleusen als Stauschleusen bezeichnet: [[Tatenberger Schleuse]], [[Ernst-August-Schleuse]] und [[Hamburg-Harburg|Harburger Hafenschleuse]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hamburg-port-authority.de/Schleusenentgelte/ Schleusenentgelte] auf &amp;#039;&amp;#039;hamburg-port-authority.de&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 17. März 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
An der [[Geeste]] bei [[Bremerhaven]] wird eine außer Betrieb stehende [[Siel]]anlage, heute maritimes [[Baudenkmal]], als [[Schiffdorfer Stauschleuse]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Klappstau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Flash lock}}&lt;br /&gt;
* [http://edoc.hu-berlin.de/humboldt-vl/schich-winfried/PDF/Schich.pdf Winfried Schich: Die Havel als Wasserstraße im Mittelalter] (PDF; 299&amp;amp;nbsp;kB), mit ausführlicher Beschreibung des Mühlenstaus in Brandenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dehnert&amp;quot;&amp;gt; {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Dehnert H.&lt;br /&gt;
 | Titel=Schleusen und Hebewerke - Ausrüstung und Betrieb der Schleusen&lt;br /&gt;
 | Verlag=Springer&lt;br /&gt;
 | Ort=Berlin, Heidelberg&lt;br /&gt;
 | Datum=1954&lt;br /&gt;
 | ISBN=9783662129463}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;franzius&amp;quot;&amp;gt; {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Otto Franzius&lt;br /&gt;
 | Titel=Der Verkehrswasserbau&lt;br /&gt;
 | Auflage=&lt;br /&gt;
 | Verlag= Springer&lt;br /&gt;
 | Ort=Berlin, Heidelberg&lt;br /&gt;
 | Datum=1927&lt;br /&gt;
 | ISBN=978-3-642-89696-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wreden&amp;quot;&amp;gt; {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Titel=Vorläufer und Entstehen der Kammerschleuse&lt;br /&gt;
 | Verlag= Springer&lt;br /&gt;
 | Ort=Berlin, Heidelberg&lt;br /&gt;
 | Datum=1919&lt;br /&gt;
 | ISBN=978-3-662-39227-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stauschleuse&amp;quot;&amp;gt; {{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.researchgate.net/publication/303084238_Aufbau_und_Funktion_einer_historischen_Stauschleuse_in_der_Stecknitzfahrt &lt;br /&gt;
 |titel=Aufbau und Funktion einer historischen Stauschleuse in der Stecknitzfahrt&lt;br /&gt;
 |werk=researchgate.net&lt;br /&gt;
 |abruf=2021-04-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fangschleuse&amp;quot;&amp;gt; {{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=http://www.touristinfo-genthin.de/texte/seite.php?id=126312&lt;br /&gt;
 |titel=Mützel – Torfkahnschleuse&lt;br /&gt;
 |werk=genthin.de&lt;br /&gt;
 |abruf=2024-12-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schleusentyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stauanlagentyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-68486-3</name></author>
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