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	<title>Staunen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mädchen im Monsun.JPG|mini|hochkant=1.2|Staunende Mädchen in Nepal]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Staunen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Emotion]] beim Erleben von unerwarteten Wendungen oder von unbekanntem Schönem und Großem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
Staunen wird begleitet von einem [[Neurobiologie|neurobiologischen]] Zustand der Erregung, einem inneren Unruhezustand, der sich [[motivation]]sfördernd auswirkt, bisher Unbekanntes zu erforschen und zu lernen.&lt;br /&gt;
Das bereitgestellte Erregungspotential ermöglicht, das innere Gleichgewicht wiederherzustellen, das durch die Konfrontation mit dem „unpassenden“ Neuen verloren ging. Das entspricht dem Staunen als Auslöser für einen „Konflikt durch Überraschung“ nach Berlyne (1960). Staunen ist der [[Neugier]] verwandt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Daniel Berlyne]] (1974): &amp;#039;&amp;#039;Konflikt, Erregung, Neugier. Zur Psychologie der kognitiven Motivation.&amp;#039;&amp;#039; Klett-Verlag Stuttgart (Original 1960)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Staunen initiiertes Lernen ist von innen heraus/[[Intrinsische Motivation|intrinsisch]] motiviert, weil der Mensch inneres Gleichgewicht anstrebt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2019-04 |url=http://www.uni-koeln.de/ew-fak/zkpls/Downloads/Arbeitspapiere/Arbeitspapier-SU-II-Schulte.pdf |text=Uni Köln, A. Schulte-Jantzen 2002: &amp;#039;&amp;#039;Staunen-Lernen&amp;#039;&amp;#039; |archivebot=2019-04-19 12:25:19 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunen wird häufig durch eine [[Interjektion]] ausgedrückt zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;oh, booah&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Alter Schwede (Redewendung)|alter Schwede!]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophie ==&lt;br /&gt;
[[Aristoteles]] sieht im Staunen (griechisch θαυμάζειν „thaumazein“) den Beginn des [[Philosophieren]]s, das einen starken Akzent auf die Verwunderung legt. Die Philosophie würdigt Dinge kritischer Betrachtung, die zunächst als selbstverständlich erscheinen. Selbstverständlichkeiten werden bezeichnet als „bloße [[Meinung]]“ (dóxa). Bei genauem Hinterfragen von Selbstverständlichkeiten zeigen sich erstaunliche, bisher unberücksichtigte und neue [[Wahrheit]]en (alétheia).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Platon]] war das Staunen der Anfang aller [[Philosophie]]:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Μάλα γὰρ φιλοσόφου τοῦτο τὸ πάθος, τὸ θαυμάζειν: οὐ γὰρ ἄλλη ἀρχὴ φιλοσοφίας ἢ αὕτη. –&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Staunen ist die Einstellung eines Mannes, der die Weisheit wahrhaft liebt, ja es gibt keinen anderen Anfang der Philosophie als diesen.|Platon|[[Theaitetos]] &amp;#039;&amp;#039;155 d&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dissonanz zwischen bloßer Meinung und neuer Wahrheit fördert das Streben nach [[Wissen]]. Indem das philosophische Staunen die bisher wenig bedachten Dinge hinterfragt, bringt es die [[Wissenschaft]] voran.&lt;br /&gt;
Staunen erzeugt eine innere Bewegung und Anspannung, die in einer aktiven eigenständigen Auseinandersetzung mit einer Sache mündet (Aristoteles, Schreier, Schiefele). Die [[Neugier]] wird angeregt. Dieses Unerwartete soll verstanden werden, zu etwas Bekanntem gemacht und verinnerlicht werden. Auf diese Weise wird Staunen zu einer Fragestellung und erzeugt die [[Motivation]], etwas Neues zu lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Psychologie ==&lt;br /&gt;
Der italienische [[Gestalttheorie|Gestaltpsychologe]] [[Giuseppe Galli]] (1933–2016) zählte das Staunen zu den sozialen [[Tugend]]en: Sie sind jeweils durch eine spezifische Struktur des [[Feldtheorie (Psychologie)|Beziehungsfeldes]] gekennzeichnet. Das Ich tritt im Staunen zurück und das wahrgenommene Objekt kann in seiner Einzigartigkeit um seiner selbst willen zur Geltung kommen, ohne vereinnahmt zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Giuseppe Galli: &amp;#039;&amp;#039;Psychologie der sozialen Tugenden.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien 1999, S. 82–93.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausprägung ==&lt;br /&gt;
Die Art des Staunens kann unterschiedlich gefärbt sein, je nachdem, ob das Unerwartete, Verwunderliche eher ein „gläubiges“ oder ein „ungläubiges“ Staunen hervorruft. Entsprechend wird es von unterschiedlichen Emotionen begleitet wie Bewunderung, Respekt, Verehrung oder Befremden, Irritation, Argwohn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Aristoteles: &amp;#039;&amp;#039;Metaphysik&amp;#039;&amp;#039;, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg, ISBN 3-499-55544-1.&lt;br /&gt;
* Doris Daurer: &amp;#039;&amp;#039;Staunen – Zweifeln – Betroffensein. Mit Kindern philosophieren&amp;#039;&amp;#039;, Beltz, Weinheim/Basel, 1999.&lt;br /&gt;
* [[Giuseppe Galli]]: &amp;#039;&amp;#039;Psychologie der sozialen Tugenden&amp;#039;&amp;#039;, Böhlau, Wien 1999, 2005 (2. erw. Auflage), ISBN 3-205-77308-X.&lt;br /&gt;
*[https://germanistik.philhist.unibas.ch/de/personen/nicola-gess/ Nicola Gess]: &amp;#039;&amp;#039;Staunen. Eine Poetik&amp;#039;&amp;#039;, Wallstein, Göttingen, 2019, ISBN 978-3-8353-3311-6.&lt;br /&gt;
* [[Anselm Grün]]: &amp;#039;&amp;#039;Staunen – Die Wunder im Alltag entdecken&amp;#039;&amp;#039;, Herder, Freiburg im Breisgau, 2018, ISBN 978-3-451-00657-9&lt;br /&gt;
* [[Ute Guzzoni]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Erstaunliche und die Philosophie. Freiburger Abschiedsvorlesung&amp;#039;&amp;#039;, in: Information Philosophie, Heft 02/2001.&lt;br /&gt;
* [[Jeanne Hersch]]: &amp;#039;&amp;#039;Das philosophische Staunen. Einblicke in die Geschichte des Denkens&amp;#039;&amp;#039;, Piper, München 1981, ISBN 3-492-11059-2.&lt;br /&gt;
* [[Ekkehard Martens]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom Staunen oder Die Rückkehr der Neugier&amp;#039;&amp;#039;, Reclam, Ditzingen 2003, ISBN 3-379-20057-3.&lt;br /&gt;
*Reihe: [https://brill.com/view/serial/P%C3%84S Poetik und Ästhetik des Staunens], hg. v. Nicola Gess und Mireille Schnyder, Wilhelm Fink, Paderborn:&lt;br /&gt;
**Bd. 1: Mireille Schnyder, Nicola Gess, Johannes Bartuschat, Hugues Marchal (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Staunen als Grenzphänomen&amp;#039;&amp;#039;, 2011, ISBN 978-3-8467-6091-8.&lt;br /&gt;
**Bd. 2: Reinhard M. Möller: &amp;#039;&amp;#039;Situationen des Fremden. Ästhetik und Reiseliteratur im späten 18. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, 2016, ISBN 978-3-8467-6094-9.&lt;br /&gt;
**Bd. 3: Natascha Adamowsky: &amp;#039;&amp;#039;Ozeanische Wunder. Entdeckung und Eroberung des Meeres in der Moderne&amp;#039;&amp;#039;, 2017, ISBN 978-3-8467-6075-8.&lt;br /&gt;
**Bd. 4: Mireille Schnyder, Nicola Gess, Johannes Bartuschat, Hugues Marchal, Natascha Adamowsky (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Archäologie der Spezialeffekte&amp;#039;&amp;#039;, 2018, ISBN 978-3-8467-6266-0.&lt;br /&gt;
**Bd. 5: Mireille Schnyder, Nicola Gess, Johannes Bartuschat, Hugues Marchal (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Poetiken des Staunens. Narratologische und dichtungstheoretische Perspektiven&amp;#039;&amp;#039;, 2019, ISBN 978-3-8467-6339-1.&lt;br /&gt;
**Bd. 6: Timo Kehren, Carolin Krahn, Georg Oswald, Christoph Poetsch (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Staunen. Perspektiven eines Phänomens zwischen Natur und Kultur&amp;#039;&amp;#039;, 2019, ISBN 978-3-7705-6414-9.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Widmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Schweizer Wunder. Ausflüge zu kuriosen und staunenswerten Dingen&amp;#039;&amp;#039;, Echtzeit Verlag, 2016, ISBN 978-3-905800-49-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|staunen}}&lt;br /&gt;
*[http://www.uni-koeln.de/ew-fak/zkpls/Downloads/Arbeitspapiere/Arbeitspapier-SU-II-Schulte.pdf Uni Köln, A. Schulte-Jantzen 2002 &amp;#039;&amp;#039;Staunen-Lernen&amp;#039;&amp;#039;] dazu S. 10 Verlaufsdiagramm &amp;#039;&amp;#039;Vom Staunen zur Begriffsbildung&amp;#039;&amp;#039; (PDF-Datei; 244&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
*SNF Sinergia Projekt &amp;#039;&amp;#039;[http://staunenprojekt.com/ The Power of Wonder. The Instrumentalization of Admiration, Astonishment and Surprise in Discourses of Knowledge, Power and Art],&amp;#039;&amp;#039; unter der Leitung von Nicola Gess (Universität Basel) und Mireille Schnyder (Universität Zürich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4182984-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emotion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophische Methode]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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