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	<title>Status constructus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-18T18:04:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Status_constructus&amp;diff=924069&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lantani: /* Akkadisch */ Vergleich mit Artikel Akkadische Sprache legt nahe, dass „…präfix“ ein Schreibfehler ist</title>
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		<updated>2023-12-14T15:52:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Akkadisch: &lt;/span&gt; Vergleich mit Artikel &lt;a href=&quot;/index.php/Akkadische_Sprache&quot; title=&quot;Akkadische Sprache&quot;&gt;Akkadische Sprache&lt;/a&gt; legt nahe, dass „…präfix“ ein Schreibfehler ist&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Status constructus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine besondere Form, die ein [[Substantiv]] in [[Semitische Sprachen|semitischen Sprachen]] hat, wenn ein weiteres Substantiv folgt, das das erste in der Bedeutung eingrenzt und so präzisiert. Die beiden Substantive sind also in ähnlicher Weise aufeinander bezogen wie beim deutschen oder lateinischen [[Genitiv]], nur dass nicht das zweite, eingrenzende (das &amp;#039;&amp;#039;Nomen rectum&amp;#039;&amp;#039;) eine besondere Form hat, sondern das erste, eingegrenzt werdende (das &amp;#039;&amp;#039;Nomen regens&amp;#039;&amp;#039;). Bei mehr als zwei so miteinander verbundenen Substantiven sind alle bis auf das letzte im Status constructus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Status absolutus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Form eines Substantivs, das weder im Status constructus steht noch durch ein angehängtes Possessivsuffix determiniert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abkürzend steht &amp;#039;&amp;#039;Status constructus&amp;#039;&amp;#039; auch für die gesamte Konstruktion, die oft auch Genitiv-Verbindung genannt wird. Sie ist in [[Semitische Sprachen|semitischen Sprachen]] allgemein verbreitet und kann auch für das Protosemitische rekonstruiert werden. Zu den modernen Sprachen mit Status constructus gehören unter anderem [[Arabische Sprache|Arabisch]], [[Hebräische Sprache|Hebräisch]] und [[Maltesische Sprache|Maltesisch]]. Kennzeichnend für Status-constructus-Verbindungen ist, dass nur der letzte Bestandteil hinsichtlich seiner [[Definitheit (Linguistik)|Definitheit]] markiert werden kann. Bestimmte Konstruktionen in anderen [[afroasiatische Sprachen|afroasiatischen]] Sprachen wie dem [[Ägyptische Sprache|Ägyptischen]] sind zwar ähnlich, bei ihnen gelten die Beschränkungen zur Markierung der Definitheit aber nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arabisch ==&lt;br /&gt;
In der arabischen Grammatik wird der Status constructus {{arF|الإضافة|d=al-iḍāfa}} (wörtl. „Hinzufügung, Annexion“) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird in Genitiv-Verbindungen ausgedrückt und kann in ihnen sowohl [[Definitheit (Linguistik)|definit]] (bestimmt) als auch indefinit (unbestimmt) sein. Ist das Nomen rectum der Genitiv-Verbindung (z.&amp;amp;nbsp;B.&amp;amp;nbsp;der Besitzer) definit, ist auch das Nomen regens im Status constructus in seiner Bedeutung definit. Ist umgekehrt das Nomen rectum indefinit, so auch das Nomen regens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
* بِنْتٌ &amp;#039;&amp;#039;bintun&amp;#039;&amp;#039; ist die indefinite Form: &amp;#039;&amp;#039;ein Mädchen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* اَلْبِنْتُ &amp;#039;&amp;#039;al-bintu&amp;#039;&amp;#039; ist die definite Form: &amp;#039;&amp;#039;das Mädchen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Status constructus wird für das Nomen regens (= Mädchen) formal stets die bestimmte Form verwendet, jedoch ohne den Artikel ال &amp;#039;&amp;#039;al-&amp;#039;&amp;#039;. Die Bestimmtheit ist ausschließlich am Besitzer (= Mutter) zu erkennen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* أُمٌّ &amp;#039;&amp;#039;ummun&amp;#039;&amp;#039;: eine Mutter&lt;br /&gt;
* بِنْتُ أُمٍّ &amp;#039;&amp;#039;bintu ummin&amp;#039;&amp;#039; ist indefinit: &amp;#039;&amp;#039;ein Mädchen einer Mutter&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* بِنْتُ الْأُمِّ &amp;#039;&amp;#039;bintu l-ummi&amp;#039;&amp;#039; ist definit: &amp;#039;&amp;#039;das Mädchen der Mutter&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittels der Genitivverbindung sind Ausdrücke wie &amp;#039;&amp;#039;ein Mädchen der Mutter&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;das Mädchen einer Mutter&amp;#039;&amp;#039; nicht zu bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hebräisch ==&lt;br /&gt;
In der [[Althebräische Grammatik|hebräischen Grammatik]] wird der Status constructus als &amp;#039;&amp;#039;Smichut&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet (סמיכות, wörtl. „Stützung“). Das erste Substantiv in der Verbindung wird dabei als &amp;#039;&amp;#039;Nismach&amp;#039;&amp;#039; („gestützt Werdendes“) bezeichnet, das zweite Substantiv als &amp;#039;&amp;#039;Somech&amp;#039;&amp;#039; („Stützendes“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* בית &amp;#039;&amp;#039;bajit&amp;#039;&amp;#039; – „ein Haus“&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ה&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;בית  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ha&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bajit&amp;#039;&amp;#039; – „das Haus“&lt;br /&gt;
* בית &amp;#039;&amp;#039;bet&amp;#039;&amp;#039; – „ein Haus von...; das Haus des/der...“&lt;br /&gt;
* ספר &amp;#039;&amp;#039;sefer&amp;#039;&amp;#039; – „Buch“&lt;br /&gt;
* בית־ספר &amp;#039;&amp;#039;bet sefer&amp;#039;&amp;#039; – „eine Schule“ („ein Buchhaus“, wörtl. „ein Haus eines Buches“)&lt;br /&gt;
* בית־&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ה&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ספר &amp;#039;&amp;#039;bet &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ha&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sefer&amp;#039;&amp;#039; – „die Schule“ („das Buchhaus“, wörtl. „das Haus des Buches“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Definitheit ===&lt;br /&gt;
Ein einzelnes Nomen oder der Somech einer Status-constructus-Verbindung ist definit, wenn es ein Name ist oder ein Substantiv mit dem Artikel &amp;#039;&amp;#039;ha-&amp;#039;&amp;#039; oder mit einer [[Possessiv (Linguistik)|Possessivendung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biblischen Hebräisch sind die Regeln für die Definitheit dieselben, wie sie oben für das [[#Arabisch|Arabische]] beschrieben sind: die Definitheit des Somech, also des letzten Gliedes einer Kette aus zwei oder mehr Gliedern, ist zugleich die Definitheit &amp;#039;&amp;#039;aller&amp;#039;&amp;#039; Kettenglieder, so dass beispielsweise „ein Psalm (indef.) Davids (def.)“ nicht mit einem Status constructus ausgedrückt werden kann. Die zahlreichen [[Psalmenüberschriften]] dieses Inhalts lauten {{he|מזמור לדוד |mismor leDavid}}, wörtlich „ein Psalm zu David“, also „ein Psalm, [der] zu David [gehört]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im modernen Hebräisch gibt es die [[Präposition]] {{he|של|schel}}, die recht genau dem deutschen „von“ entspricht; sie besteht aus dem Relativpronomen &amp;#039;&amp;#039;sche-&amp;#039;&amp;#039; und der Präposition &amp;#039;&amp;#039;le-&amp;#039;&amp;#039;. Sie gestattet es, anders als beim Status constructus die Definitheit der Nomina unabhängig voneinander durch Artikel oder Possessivendung festzulegen ({{he|ספר של המורה|sefer schel haMore}}: ein Buch des Lehrers; {{he|הספר של מורה|haSefer schel more}}: das Buch eines Lehrers; {{he|ספרו של המורה|sifro schel haMore}}, wörtl.: sein Buch von dem Lehrer). In der Umgangssprache ersetzt sie häufig den Status constructus außer bei [[Komposition (Grammatik)|Komposita]] wie „Buchhaus“ (=&amp;amp;nbsp;Schule) im Beispiel oben. Die Definitheit eines Kompositums ist zwar semantisch allein durch die des Nismach gegeben, wird aber nicht dort markiert, sondern am Somech.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In der Übersetzung Luthers ===&lt;br /&gt;
Anders als beim deutschen oder lateinischen Genitiv wird das Nomen regens gebeugt (hier: &amp;#039;&amp;#039;bajit&amp;#039;&amp;#039; → &amp;#039;&amp;#039;bet&amp;#039;&amp;#039;); das Nomen rectum (also das Wort, das im Genitiv stünde) wird allenfalls durch den vorangestellten Artikel &amp;#039;&amp;#039;ha-&amp;#039;&amp;#039; verändert, bei Namen gar nicht. [[Martin Luther|Luther]] hat dies in seiner deutschen Bibelübersetzung nachgeahmt, indem er bei Namen – im Gegensatz zu anderen Substantiven – nicht den deutschen Genitiv verwendet hat: „Kinder Israel“ statt „Kinder (=&amp;amp;nbsp;Nachkommen) Israels“, „Haus David“ statt „Haus Davids“, „Rotte Korach“ statt „Rotte (=&amp;amp;nbsp;Anhängerschaft) Korachs“, analog „Arche Noah“ statt „Arche Noahs“; in der Version von 1545 auch „der Gott Abraham / der Gott Jsaac / der Gott Jacob“ statt „der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs“. Diese Formen werden in neueren Ausgaben nach und nach ersetzt, wobei darauf Rücksicht genommen wird, dass sie teilweise feste Ausdrücke der deutschen Umgangssprache geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Akkadisch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im [[Akkadisch]]en, wo es noch drei Kasus gibt (Nom., Gen., Akk.), tritt der Stat. constr. in Genitivverbindungen und vor Possessivsuffixen auf. Im Gegensatz zu westsemitischen Sprachen mit erhaltenem Kasussystem haben akkadische Substantive im Status Constructus keine Kasusendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bildung erfolgt je nach Substantiv unterschiedlich:&lt;br /&gt;
* durch Wegfallen der Kasusendung&lt;br /&gt;
** bāb-um – „Tür“, ekall-um – „Palast“&lt;br /&gt;
** Status constructus: bāb ekall-im – „Palasttor“&lt;br /&gt;
* bei Doppelkonsonanten: durch Streichung der Nominativ-Endung –u(m) und entweder Vereinfachung der Doppelkonsonanz oder Einfügung von -i:&lt;br /&gt;
** ummum – „Mutter“, bētum od. bītum – „Haus“&lt;br /&gt;
** Status constructus: um bītim – „die Mutter des Hauses“&lt;br /&gt;
* Endet eine Nominalwurzel auf zwei verschiedene Konsonanten, wird zwischen beiden Konsonanten ein Hilfsvokal eingefügt, der dem Wurzelvokal entspricht:&lt;br /&gt;
** alpum – „Rind“, awīlum – „Mensch“&lt;br /&gt;
** Status constructus: alap awīlim – „Rind des Menschen“&lt;br /&gt;
* Mehrsilbige Feminina, die auf einen Konsonanten und das –t- der Fem.-Endung enden, bilden den Stat. constr. durch Anfügen eines Hilfsvokals –i:&lt;br /&gt;
** napištum – „Leben“, awīlum – „Mensch“&lt;br /&gt;
** Status constructus: napišti awīlim – „Leben des Menschen“&lt;br /&gt;
* Auch gibt es einige unregelmäßige Status constructi wie:&lt;br /&gt;
** ālum – „Stadt“, St. c. āl oder āli.&lt;br /&gt;
** bītum – „Haus“, St. c. bīt oder bīti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jiddisch ==&lt;br /&gt;
Auch im Jiddischen werden Wörter teilweise nach dem Status constructus verbunden. Dieses Verfahren wird der „Hebräisch-Aramäischen Komponente“ des Jiddischen zugewiesen. Es ist in dieser Sprache aber nicht die einzige Möglichkeit: Auch die Bildung von Komposita wie im Deutschen ist ein gängiges Muster.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Marion Aptroot]], [[Roland Gruschka (Jiddist)|Roland Gruschka]]: &amp;#039;&amp;#039;Jiddisch. Geschichte und Kultur einer Weltsprache.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2011, S. 21f. ISBN 978-3-406-52791-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ägyptisch-Arabisch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Linguistische Morphologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Semitische Sprachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Semitistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lantani</name></author>
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