<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Statthalter</id>
	<title>Statthalter - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Statthalter"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Statthalter&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-29T16:14:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Statthalter&amp;diff=59192&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Statthalter&amp;diff=59192&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-06T07:09:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Statthalter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ursprünglich ein Verwalter für eine bestimmte Region, der stellvertretend für einen (&amp;#039;&amp;#039;anstatt&amp;#039;&amp;#039; eines) Vorgesetzten (z.&amp;amp;nbsp;B. [[König]], [[Kaiser]], [[Staatspräsident|Präsident]] und so weiter) Verwaltungsaufgaben in seinem Verwaltungsbezirk übernimmt. Das zusammengesetzte Wort (Kompositum) &amp;#039;&amp;#039;Statt-halter&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Lehnübersetzung]] von {{laS|locum tenens}} (von &amp;#039;&amp;#039;locus&amp;#039;&amp;#039; „Platz, Statt, Ort“ und &amp;#039;&amp;#039;tenere&amp;#039;&amp;#039; „halten“).&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen – [http://www.dwds.de/?qu=Statthalter Lemma &amp;#039;&amp;#039;Statthalter&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Hauptanlass für die Einsetzung von Statthaltern war die Notwendigkeit, weit auseinanderliegende Territorien effektiv zu verwalten und dazu Personen mit weitreichenden Regierungs[[vollmacht]]en zu bestellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei kann ein Statthalter sowohl eng an die Weisungen seines Vorgesetzten gebunden sein als auch (bei schwacher Zentralgewalt) relative oder sogar völlige Selbständigkeit erlangen. Oft werden Statthalter auch als [[Gouverneur]]e bezeichnet. Auch der französische Begriff Lieutenant (&amp;#039;&amp;#039;lieu&amp;#039;&amp;#039; + &amp;#039;&amp;#039;tenant&amp;#039;&amp;#039;) entspricht wörtlich dem Begriff Statthalter (vgl. [[Leutnant]]). Als Statthalter konnte auch ein in Abwesenheit des [[Monarchie|Monarchen]], des rechtskräftigen Landesherrn, amtierender [[Regentschaft|Regent]] bezeichnet werden. Die Funktion früherer Statthalter entspricht der von [[Regentschaft|Regenten]] oder Gouverneuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antike ==&lt;br /&gt;
=== Hellenismus und Perserreich ===&lt;br /&gt;
Das Prinzip der Statthalter war bereits in großen [[antike]]n [[Flächenstaat]]en vorhanden, wofür das Reich [[Alexander der Große|Alexanders des Großen]] und [[Satrap]]en im [[Perserreich]] Beispiele sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römisches Reich ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Cursus honorum}}&lt;br /&gt;
Im [[Römisches Reich|Römischen Reich]] gab es Beamte mit Statthalterfunktionen bereits in der Zeit der Republik. In der Kaiserzeit wurde dieses System komplexer. Bezeichnungen für Statthalter im Römischen Reich waren zu unterschiedlichen Zeiten unter anderem &amp;#039;&amp;#039;[[Prokonsul|proconsul]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[legatus]] Augusti pro praetore&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Präfekt (Römisches Reich)|praefectus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Prokurator|procurator]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Praeses (Statthalter)|praeses]]&amp;#039;&amp;#039; sowie &amp;#039;&amp;#039;[[vicarius]]&amp;#039;&amp;#039; (als Verwalter einer spätrömischen &amp;#039;&amp;#039;[[Dioecesis]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Bibel]] werden die Amtszeiten römischer Statthalter ([[Präfekt (Römisches Reich)|Präfekten]] oder [[Prokurator]]en) gelegentlich als Datierungshinweise genannt. [[Jesus Christus|Jesu]] Geburtsjahr ([[Publius Sulpicius Quirinius|Quirinius]] Statthalter in [[Syrien]]) und Todesjahr ([[Pontius Pilatus]] Statthalter der Provinz [[Judäa]]) werden auf diese Weise zeitlich eingeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Neuzeit ==&lt;br /&gt;
=== Heiliges Römisches Reich ===&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Reichsvikar}}&lt;br /&gt;
Die Statthalterwürde wurde dem sächsischen Kurfürsten [[Friedrich III. (Sachsen)|Friedrich III.]] vom König [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]] am 8.&amp;amp;nbsp;August&amp;amp;nbsp;1507 auf dem [[Reichstag (Heiliges Römisches Reich)|Reichstag]] zu [[Konstanz]] übertragen und galt für die Zeit der Abwesenheit des Königs vom Reich. Sie erscheint in [[Kurfürstentum Sachsen|Sachsen]] erstmals ab 1507 auf den [[Locumtenenstaler]]n ([[Vikariatsmünzen (Sachsen)|Vikariatsmünzen]]) des sächsischen Kurfürsten in Form von „Imperique locumtenens generalis“ (lat. für Reichsgeneralstatthalter). Nachdem Maximilian von seiner am 4.&amp;amp;nbsp;Februar&amp;amp;nbsp;1508 in [[Trient]] erfolgten Wahl zum [[römisch-deutscher Kaiser|römischen Kaiser]] zurückgekehrt war, erlosch sein Amt als permanenter Vertreter des Königs. Ihm wurde aber ehrenhalber gestattet, den Titel des Reichsgeneralstatthalters bis zum Tod Kaiser Maximilians I. (1519) weiterhin zu führen.&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Haupt: &amp;#039;&amp;#039;Sächsische Münzkunde,&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Verlag der Wissenschaft, Berlin 1974, S.&amp;amp;nbsp;167&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Landratsamt für Denkmalspflege und Archäologie in Sachsen-Anhalt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Martin Luther, Schätze der Reformation,&amp;#039;&amp;#039; Sandsteinverlag, S. 62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brandenburg ===&lt;br /&gt;
[[Lippold von Bredow]] war Statthalter in der [[Mark Brandenburg]]. Im Mai 1470 wurden [[Johann Cicero]], der Bischof von Brandenburg [[Dietrich von Stechow|Dietrich IV.]], der Bischof von Lebus [[Friedrich Sesselmann|Friedrich II.]] und acht weitere Personen nach Abdankung des [[Kurfürst]]en [[Friedrich II. (Brandenburg)|Friedrich II.]] im Frühjahr 1470 zu Statthaltern der Mark Brandenburg für den Markgrafen und ab Oktober 1470 neuen Kurfürsten [[Albrecht Achilles]], der sich in Geschäften auf der [[Plassenburg]] im [[Franken (Region)|fränkischen]] [[Kulmbach]] aufhielt, ernannt, solange dieser nicht im Land war.&amp;lt;ref&amp;gt;Mario Müller: &amp;#039;&amp;#039;Dietrich von Stechow, Bischof von Brandenburg 1459–1472.&amp;#039;&amp;#039; Regesten zur Vita und vom Episkopat. Erschienen in: Sascha Bütow, Peter Riedel, Uwe Tersp (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Mittelalter endet gestern.&amp;#039;&amp;#039; Beiträge zur Landes-, Kultur- und Ordensgeschichte Heinz-Dieter Heimann zum 65. Geburtstag. Lukas Verlag. ISBN 978-3-86732-188-4. S.&amp;amp;nbsp;114 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessen ===&lt;br /&gt;
Die [[Landgrafschaft Hessen|Landgrafen von Hessen]] setzten in ihren beiden Landesteilen jeweils einen Statthalter ein, den für [[Niederhessen]] in [[Kassel]], den für das sogenannte [[Oberhessen (Region)|Land an der Lahn]] in [[Marburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niederlande ===&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Siehe auch [[Liste der Statthalter in den Niederlanden]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Republik der Vereinigten Niederlande]] (1581–1795) war der Statthalter &amp;#039;&amp;#039;(Stadhouder)&amp;#039;&amp;#039; der oberste Staatsbeamte der einzelnen Provinzen. Diese Bezeichnung war bereits unter [[burgund]]ischer und [[Spanien|spanisch]]-[[Habsburger|habsburgischer]] Herrschaft entstanden, als die gesamten Niederlande von einem Oberstatthalter oder [[Landvogt]] und die einzelnen Provinzen durch Statthalter der [[Haus Burgund|burgundischen Herzöge]] bzw. der [[Königreich Spanien|Könige von Spanien]] regiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Niederlande im [[Achtzigjähriger Krieg|Achtzigjährigen Krieg]] die Unabhängigkeit von Spanien erkämpft hatten, war der Statthalter nicht mehr Stellvertreter eines Monarchen, sondern der Ständeversammlungen einzelner der sieben Provinzen ([[Provinciale Staten]]), später der gesamten Republik, der [[Generalstaaten#Niederlande bis 1795|Staten-Generaal]]. Die Kompetenzen der Statthalter unterschieden sich von Provinz zu Provinz, und die Stellung des Generalstatthalters waren nicht klar definiert. Einerseits war er „nur“ ein Beamter der Provinzial- oder der Generalstaaten, andererseits behauptete er einige der früheren Vorrechte des Monarchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Petri, Ivo Schöffer, Jan Julijaan Woltjer, &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Niederlande. Holland, Belgien Luxemburg&amp;#039;&amp;#039;, Handbuch der Europäischen Geschichte, Deutscher Taschenbuchverlag, München 1991, S. 56&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gab also in den damaligen Niederlanden abgesehen von den Generalstaaten keine klar definierte Bundesautorität, wie z.&amp;amp;nbsp;B. einen Präsidenten. Aber je nach Fähigkeiten und Prestige konnte der Generalstatthalter dennoch bestimmenden Einfluss auf die Politik der Republik gewinnen. Da die wohlhabendste und bevölkerungsreichste Provinz, [[Holland]], ein erhebliches Übergewicht gegenüber allen anderen besaß, fiel ihrem Vertreter, dem Statthalter oder dem [[Ratspensionär]], eine entsprechend große Autorität zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Horst Lademacher]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Niederlande. Politik – Verfassung – Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1983, ISBN 3-534-07082-8, S. 85.&amp;lt;/ref&amp;gt; So hatte er üblicherweise den Oberbefehl über Armee und Flotte inne. Dank ihres innenpolitischen Gewichts und mithilfe ihrer Unterstützer, der [[Orangisten]], konnten die Fürsten aus dem [[Haus Oranien-Nassau]] die Statthalterschaft mehrerer Provinzen auf sich vereinen und so eine überragende, mitunter königsgleiche Machtstellung behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Statthalter ernannte die wichtigsten Beamten, auch die Vorsitzenden der Gerichtshöfe, hatte ein beschränktes Begnadigungsrecht, wählte die Mitglieder der städtischen Räte ([[Vroedschap]]pen), meist aus den ihm von diesen Räten selbst vorgeschlagenen Männern. In außerordentlichen Fällen konnte er einen neuen Rat einsetzen. Dadurch konnte er indirekten, aber durchaus erheblichen Einfluss auf die Innenpolitik gewinnen. Nach der [[Utrechter Union]] 1579 war der Statthalter auch Schiedsrichter der Streitigkeiten der Provinzen untereinander. Auch die Truppen und die Flotte standen unter seinem Befehl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Erhebung [[Wilhelm III. (Oranien)|Wilhelms III.]] 1672 wurde die Erbstatthalterschaft in der männlichen Linie eingeführt und deren Befugnisse bedeutend erweitert. Die Ämter der Führer von Armee und Flotte waren weiterhin nicht erblich, aber nur der Statthalter konnte zur Wahl vorgeschlagen werden. In den 1780er Jahren versuchten die [[Patriotten]], den Statthalter zu entmachten. Der [[Preußischer Einmarsch in Holland|preußische Einmarsch in die Niederlande]] hinderte sie 1787 vorerst daran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sachsen-Polen ===&lt;br /&gt;
Zur Zeit der Personalunion [[Sachsen-Polen]] setzte [[August der Starke]] [[Anton Egon (Fürstenberg-Heiligenberg)|Anton Egon von Fürstenberg-Heiligenberg]] als Statthalter im [[Kurfürstentum Sachsen]] ein (1697–1716).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schleswig-Holstein ===&lt;br /&gt;
[[Schleswig-Holstein]] war seit dem Mittelalter ein Flickenteppich von [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Ämtern]], die zum Teil durch die [[Schleswig-Holstein-Gottorf|Gottorfer Herzöge]], zum Teil durch das dänische Königshaus regiert wurden. Die dänischen Könige setzten für ihre Anteile die [[Statthalter (Schleswig-Holstein)|Statthalter]] als höchste Verwaltungsbeamte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moderne ==&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung Statthalter für einen Vertreter des Monarchen und seiner Regierung wurde in der [[Habsburgermonarchie]] lange Zeit nur selten verwendet. 1849 ersetzte sie den Titel &amp;#039;&amp;#039;[[Gubernium|Gouverneur]]&amp;#039;&amp;#039;. 1861 erließ Kaiser [[Franz Joseph I.]] ein Staatsgrundgesetz, das später als [[Februarpatent]] bezeichnet wurde, um es von anderen Verfassungstexten leicht unterscheiden zu können. In den diesem Gesetz beiliegenden Landesordnungen für die einzelnen Kronländer wird der Statthalter als bestehendes Staatsorgan mit seinen Rechten gegenüber dem [[Landtag (Kaisertum Österreich)|Landtag]] genannt, aber nicht mit allen seinen Kompetenzen definiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=rgb&amp;amp;datum=1861&amp;amp;size=45&amp;amp;page=110 Beispiel: §&amp;amp;nbsp;37 der &amp;#039;&amp;#039;Landes-Ordnung für das Erzherzogthum Oesterreich unter der Enns&amp;#039;&amp;#039;, RGBl. Nr.&amp;amp;nbsp;20 / 1861 (= S.&amp;amp;nbsp;80)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1868 erfolgte für [[Cisleithanien]], beschlossen vom [[Reichsrat (Österreich)|Reichsrat]] auf Antrag der [[Bürgerministerium]] genannten [[k.k.]] Regierung, eine präzise gesetzliche Festlegung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&amp;amp;aid=rgb&amp;amp;datum=18680004&amp;amp;seite=00000076&amp;amp;zoom=2 Gesetz vom 19. Mai 1868 über die Einrichtung der politischen Verwaltungsbehörden, RGBl. Nr.&amp;amp;nbsp;44 / 1868 (= S.&amp;amp;nbsp;76)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wurde bestimmt, dass die Vertreter der kaiserlichen Zentralgewalt, die &amp;#039;&amp;#039;[[Landeschef (Österreich-Ungarn)|Landeschefs]]&amp;#039;&amp;#039;, in der Mehrzahl der [[Kronland (Österreich)|Kronländer]] Statthalter heißen (so dass sich dieser Titel in Öffentlichkeit und Literatur für alle Kronländer durchsetzte); der Statthalter war Vorsteher der Statthalterei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K.k. Statthalter wurden bis 1918 vom Kaiser berufen für die Kronländer&lt;br /&gt;
* [[Königreich Böhmen]],&lt;br /&gt;
* [[Königreich Galizien und Lodomerien]],&lt;br /&gt;
* [[Erzherzogtum Österreich unter der Enns]],&lt;br /&gt;
* [[Erzherzogtum Österreich ob der Enns]],&lt;br /&gt;
* [[Markgrafschaft Mähren]],&lt;br /&gt;
* [[Gefürstete Grafschaft Tirol]],&lt;br /&gt;
* [[Kronland Vorarlberg|Land Vorarlberg]],&lt;br /&gt;
* [[Herzogtum Steiermark]],&lt;br /&gt;
* [[Gefürstete Grafschaft Görz und Gradisca]],&lt;br /&gt;
* Reichsunmittelbare Stadt [[Triest]] mit ihrem Gebiet,&lt;br /&gt;
* [[Markgrafschaft Istrien]].&lt;br /&gt;
Für die letztgenannten drei Kronländer bestand eine gemeinsame &amp;#039;&amp;#039;(küstenländische)&amp;#039;&amp;#039; Statthalterei in Triest. In den Kronländern [[Herzogtum Salzburg|Salzburg]], [[Herzogtum Kärnten|Kärnten]], [[Krain|Herzogtum Krain]], [[Österreichisch-Schlesien]] und [[Herzogtum Bukowina|Bukowina]] führte der vom Kaiser ernannte Landeschef den Titel &amp;#039;&amp;#039;Landespräsident&amp;#039;&amp;#039; und leitete eine Landesregierung. Der Funktionsumfang war aber der gleiche wie bei Statthaltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser war jederzeit frei darin, einen Statthalter zu ernennen bzw. zu entlassen. Der jeweilige [[Liste der Ministerpräsidenten Österreich-Ungarns (1867–1918)#k.k. Ministerpräsidenten der im Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder (Cisleithanien)|k.k. Ministerpräsident]] konnte den Kaiser dabei beraten. Die Statthalterbestellung unterlag nur insoweit parlamentarischer Kontrolle, als der Ministerpräsident im Reichsrat dazu befragt werden konnte. Mitspracherecht kam dem Parlament nicht zu, da der Statthalter wie die k.&amp;amp;nbsp;k. Regierung &amp;#039;&amp;#039;im Namen des Kaisers&amp;#039;&amp;#039; amtierte. Das Amt des Statthalters wurde in [[Deutschösterreich]] mit Gesetz vom 14.&amp;amp;nbsp;November 1918, kundgemacht und in Kraft getreten am 20.&amp;amp;nbsp;November 1918, abgeschafft (siehe [[Landeschef (Österreich-Ungarn)]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der Monarchie wurde die Zweigleisigkeit in der Verwaltung zwischen Statthalter und [[Landeshauptmann]] abgeschafft, der Posten des Statthalters gestrichen und dem Landeshauptmann ein Stellvertreter zur Seite gestellt. In Vorarlberg wurde hingegen der Titel des Landeshauptmannstellvertreters am 30. Juli 1923&amp;lt;ref&amp;gt;[[Benedikt Bilgeri]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Vorarlbergs.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 5: &amp;#039;&amp;#039;Kanton oder Bundesland. Untergang und Wiederkehr.&amp;#039;&amp;#039; Wien, Köln, Graz 1987, S. 141.&amp;lt;/ref&amp;gt; durch den des Landesstatthalters ersetzt und bezeichnet bis heute den Landeshauptmannstellvertreter. Während der [[Austrofaschismus|austrofaschistischen Diktatur]] unter den Bundeskanzlern [[Engelbert Dollfuß]] und [[Kurt Schuschnigg]] wurde mit der [[Maiverfassung]] das Amt des Statthalters bundesweit für den stellvertretenden Landeshauptmann eingeführt. Nach Wiederherstellung der Republik [[Österreich]] nach 1945 kehrten alle Bundesländer bis auf Vorarlberg zur ursprünglichen Bezeichnung Landeshauptmannstellvertreter zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einigen [[Kanton (Schweiz)|Kantonen]] der [[Schweiz]] heissen die Vertreter der [[Kantonsregierung]] in den [[Bezirk (Schweiz)|Bezirken]] &amp;#039;&amp;#039;Statthalter&amp;#039;&amp;#039; oder [[Regierungsstatthalter]]. Im [[Kanton Freiburg]] wird diese Funktion [[Oberamtmann]] genannt. Die Zuständigkeiten variieren. Im [[Kanton Zürich]] etwa präsidieren sie die Bezirksräte, vollziehen das Übertretungsstrafrecht und beaufsichtigen die Polizei, die Feuerwehr und die Feuerpolizei;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bezirke.zh.ch/internet/justiz_inneres/stha/de/home.html Statthalterämter und Bezirksratskanzleien.]&amp;lt;/ref&amp;gt; im Kanton [[Basel-Landschaft]] ist das &amp;#039;&amp;#039;Statthalteramt&amp;#039;&amp;#039; die Verwaltungsbehörde in jedem Bezirk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In anderen Kantonen (wie [[Kanton Aargau|Aargau]], [[Kanton Obwalden|Obwalden]], [[Kanton Nidwalden|Nidwalden]] und [[Kanton Schwyz|Schwyz]], früher auch in [[Kanton Luzern|Luzern]]) ist der &amp;#039;&amp;#039;Statthalter, Landstatthalter&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Landesstatthalter&amp;#039;&amp;#039; der Stellvertreter des [[Regierungspräsident (Schweiz)|Regierungspräsidenten]] (Vorsitzenden der Kantonsregierung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Kanton Basel-Stadt]] trägt der Vizepräsident des [[Grosser Rat (Basel-Stadt)|Grossen Rates]] (Kantonsparlament) den Titel &amp;#039;&amp;#039;Statthalter&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.grosserrat.bs.ch/grosser_rat/praesidium/ |text=Website des Grossen Rates des Kantons Basel-Stadt |wayback=20120514080140}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die übliche weibliche Bezeichnung ist bislang weiterhin &amp;#039;&amp;#039;Frau Statthalter,&amp;#039;&amp;#039; zunehmend aber auch &amp;#039;&amp;#039;Statthalterin.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mecklenburg und Vorpommern ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Statthalter 1947 Ratzow- -Weden in Cölpin.jpg|mini|Statthalter, Berufsbezeichnung von E. Ratzow in [[Cölpin]] (1857–1941)]]&lt;br /&gt;
In Mecklenburg und Vorpommer galt der Begriff des Statthalters für die Funktion eines Vertreters des Inspektors eines Gutsbesitzers. Der Statthalter vertrat den Inspektor, ihm war die Technologie des Gutes übertragen. Er organisierte die Arbeit der Pferdemeister, Hofmeister, Bodenmeister, der Gespannführer, Kutscher, Vorknechte, Vorschnitter und Landarbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Statthalter teilte die Arbeit ein und kontrollierte deren Durchführung. Dem Inspektor waren von Verwalter eines Gutes der Statthalter, die Melkmeister, Schweizer, Schäfermeister, Schweinemeister, Gärtnermeister, Schmiede, Stellmacher und Müller unterstellt. Der Statthalter erhielt bestimmte Sondervergünstigungen durch seinen Gutsherren. Mit den Bodenreformen nach 1945 im Osten Deutschlands wurde der Statthalter durch andere Organisationsverfahren ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lothar Kohls |Titel=Zwischen Peene und Landegraben, Eine geschichtliche Betrachtung |Ort=Anklam |Datum=2010 |ISBN=978-3-937669-62-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Hofgängerleben in Mecklenburg, Selbsterlebtes und Selbsterschautes von einem Berliner Arbeitslosen |Verlag=Vorwärts Verlag der SPD |Datum=1896}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Großherzogtum Posen ===&lt;br /&gt;
Mit dem mehrheitlich von Polen bewohnten [[Großherzogtum Posen]] schuf der Wiener Kongress einen mehrheitlich von Polen bewohnten [[Satellitenstaat]] Preußens außerhalb des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]]. [[Antoni Henryk Radziwiłł]] wurde 1815 zu dessen Statthalter ernannt, auch erhielt er den Rang eines [[Generalleutnant]]s und später eines [[Preußischer Staatsrat (1817–1918)|Staatsrats]]. Seinen Amtssitz hatte er im ehemaligen [[Jesuitenkolleg Posen|Posener Jesuitenkollegium]]. Im Namen des Königs nahm er die Huldigung von 700 Vertretern von Adel, Geistlichkeit, Beamten und Bauern entgegen. Als seine Aufgabe sah er an, die Polen mit Preußen zu versöhnen und an die Hohenzollern-Dynastie zu binden, wogegen die Polen vor allem Selbstverwaltung anstrebten. Der Statthalter hatte nur repräsentative und beratende Funktion: Er präsidierte die Zusammenkünfte der [[Regierungsbezirk Posen|Regierungen von Posen]] und [[Regierungsbezirk Bromberg|Bromberg]] und konnte gegen Beschlüsse, welche die polnische Bevölkerungsmehrheit betrafen, sein Veto einlegen, wobei der endgültige Beschluss beim König lag. Seine Beziehungen zum ersten [[Oberpräsident]]en der Provinz, [[Joseph von Zerboni di Sposetti]], gestalteten sich gut, verfeindet war er dagegen mit General [[Friedrich Erhardt von Röder]], dem die preußischen Truppen im Großherzogtum unterstanden. Für die Polen tat er viel: Er intervenierte stets bei der Ernennung höherer Beamten und Geistlichen, unterstützte die [[Petition]]en des [[Provinziallandtag (Preußen)|Posener Landtags]] und half aufstrebenden Talenten. Er wurde für seine Kultur, Höflichkeit und Menschenbehandlung geschätzt. Seine Frau war den Polen wohlgeneigt und in der Wohltätigkeit engagiert. Sie half oft durch ihre Kontakte zum Berliner Hof und zu Kanzler [[Karl August von Hardenberg|Hardenberg]], mit dem sie jahrelang korrespondierte, antipolnische Maßnahmen der preußischen Beamtenschaft rückgängig zu machen. Alles in allem wird Radziwiłł in Polen aber als schwacher und unselbständiger Politiker gesehen. 1831 hob Friedrich Wilhelm&amp;amp;nbsp;III. die Posener Statthalterschaft auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutsches Reich ===&lt;br /&gt;
==== Elsass-Lothringen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegelmarke Der Kaiserliche Statthalter in Elsass Lothringen W0204601.jpg|mini|[[Siegelmarke]] Der Kaiserliche Statthalter in Elsass Lothringen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Bildung des [[Reichsland Elsaß-Lothringen|Reichslandes Elsass-Lothringen]], 1871, übte dort der [[Deutscher Kaiser|Deutsche Kaiser]] die [[Staatsgewalt]] aus. Durch Reichsgesetz vom 4.&amp;amp;nbsp;Juli 1879 betreffend die Verwaltung Elsass-Lothringens übertrug der Kaiser die landesherrlichen Befugnisse auf einen Statthalter, den er ernannte und abberufen konnte. Der Kaiserliche Statthalter residierte in [[Straßburg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Parlamentarisierung&amp;quot;&amp;gt;Rauh, Manfred: &amp;#039;&amp;#039;Die Parlamentarisierung des Deutschen Reiches&amp;#039;&amp;#039;. hrsg. von der [[Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien]], Düsseldorf: Droste 1977. Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien Bd.&amp;amp;nbsp;60&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Drittes Reich ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Reichsstatthalter}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4057007-1|LCCN=sh85056115}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Amtsbezeichnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Statthalter| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsorgan (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kantonales Recht (Schweiz)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
	</entry>
</feed>